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Corona-Ticker Oberbayern: Parkplätze am Samerberg gesperrt | BR24

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Törwang am Samerberg

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    Corona-Ticker Oberbayern: Parkplätze am Samerberg gesperrt

    Samerberg sperrt öffentliche Wanderparkplätze ab Karfreitag. Die Klinik in Fürstenfeldbruck sucht Schutzanzüge und in München sind 17 Altenheime vom Corona-Virus betroffen. Alle Entwicklungen in Oberbayern im Live-Ticker.

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    +++ Dieser Artikel wird täglich mehrmals aktualisiert +++

    Mittwoch, 8. April

    17.40 Uhr: Dachauer Klinik im Vollbetrieb - alle Testergebnisse jetzt da

    Das Helios Amper Klinikum in Dachau läuft jetzt ambulant wie stationär und wieder im Vollbetrieb, und mittlerweile liegen auch alle Testergebnisse für die Mitarbeiter sowie die Angestellten der Tochtergesellschaften und externen Dienstleister vor: Von den 1170 Beschäftigten sind 19 Covid-19-positiv. Am vergangenen Freitag war das Krankenhaus für Nicht-Covid-19-Patienten vorübergehend geschlossen worden – wegen einer Häufung von Fällen, aber auch wegen eines Herzpatienten, bei dem die Infektion erst nach der Einlieferung erkannt worden war.

    Nur Mitarbeiter mit direktem Kontakt mit positiv Getesteten haben sich angesteckt

    Es wurde befürchtet, dass er da bereits viele Klinik-Mitarbeiter angesteckt hatte. Das Ergebnis der Reihentests wird nun aber als Beleg dafür gesehen, dass sich das Virus nicht auf das ganze Klinikum ausgebreitet, sondern nur auf Mitarbeiter übertragen hatte, die einen direkten Kontakt zu positiv getesteten Corona-Patienten hatten.

    17.05 Uhr: Flughafen München im Minimalbetrieb

    Heute gab es 52 Flugbewegungen am Flughafen München - normalerweise wären es um die 1000 gewesen. 14 mal sind reine Frachtflugzeuge im Erdinger Moos gestartet oder gelandet, 38 mal waren es Passagiermaschinen.

    16.30 Uhr: Samerberg sperrt öffentliche Wanderparkplätze ab Karfreitag

    Am Samerberg werden die öffentlichen Parkplätze für Wanderer gesperrt. Bürgermeister Georg Huber kündigte in einer e-mail an, dass die Parkplätze ab Karfreitag den 10.04. bis vorerst 19.04. gesperrt werden um damit die erlassene Ausgangsbeschränkung zu untermauern. "Auch wenn sich viele Ausflügler an die strengen Bestimmungen gehalten haben, so die Erfahrung der letzten Tage, gebe es doch eine Reihe von Uneinsichtigen, die zum Teil von weit auswärts kommen", hieß es aus dem Samerberger Rathaus weiter. Mit diesem Schritt sollen auch die Bergwacht und andere Rettungsorganisationen von zusätzlichen Einsätzen entlastet werden.

    16.20 Uhr: Über 12.700 Corona-Infizierte in Oberbayern

    Das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) meldet in Oberbayern im Vergleich zum Vortrag 34 neue Todesfälle durch den Coronavirus. Mitgezählt werden auch Todesfälle von Personen, die infiziert, aber wegen anderer Ursachen gestorben sind. Das sind deutlich mehr als in den vergangenen Tagen. Ein Grund für die gestiegene Sterberate ist sicher, dass verstärkt Alten-und Pflegeheime betroffen sind. Das hat auch der Ferienausschuss des Münchner Stadtrates thematisiert. Allein in München sind 17 Alten – und Pflegeheime betroffen.

    Rosenheim hinter Tirschenreuth und Wunsiedel am stärksten betroffen

    Damit erhöht sich die Gesamtzahl der in Oberbayern mit dem SARS-CoV-2 Verstorbenen auf 174. Die Zahl der Erkrankten stieg um 529 im Vergleich zum Vortag. Damit sind in Oberbayern nach Angaben des LGL 12.735 Menschen erkrankt. Die am stärksten betroffene Region in Oberbayern ist laut LGL nach wie vor der Landkreis Rosenheim mit aktuell mit 501,95 Fällen pro 100.000 Einwohner. In diesem Landkreis sind neben Tirschenreuth und Wunsiedel die meisten Erkrankungen in Bayern registriert.

    15.50 Uhr: Aufruf: Klinikum Fürstenfeldbruck braucht dringend Schutzkittel

    Das Klinikum Fürstenfeldbruck bittet alle Mitbürger um ihre Unterstützung. So werden Schutzkittel dringend benötigt. Diese sollten zu 100% aus Baumwolle oder flüssigkeitsabweisendem Material bestehen, einen Langarm (mit Armbündchen) besitzen sowie als Kochwäsche waschbar sein.

    Das Klinikum Fürstenfeldbruck freut sich über jeden einzelnen Kittel, den die Mitbürgerinnen und Mitbürgern im Landkreis zur Verfügung stellen bzw. nähen können.

    Bei Fragen, auch zur Anlieferung der Kittel, wenden Sie sich bitte an Karin Hohmann (Abteilung Einkauf) aus dem Klinikum Fürstenfeldbruck unter Telefon 08141 99 2307.

    15.40 Uhr: Helios Klinikum München West nimmt Versorgung wieder auf

    Seit gestern Abend, Dienstag, 9. April, ist das Helios Klinikum München West in Pasing ohne Einschränkungen wieder für alle Patienten geöffnet. Dies betrifft sowohl die ambulante als auch die stationäre Notfallversorgung sowie die Bereitschaftspraxis der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns (KVB). Grundlage für diese Entscheidung ist ein entsprechender Bescheid des städtischen Referats für Gesundheit und Umwelt (RGU).

    Testergebnisse liegen vor

    Inzwischen liegen auch laut Helios Klinikum auch die Ergebnisse der Tests auf das Coronavirus SARS-CoV-2 vor. Von rund 1.200 Personen – Patienten und Mitarbeitern – wurden in den vergangenen Tagen Abstriche genommen. Bei den 215 Patienten auf der Normalstation, die nicht bereits wegen Covid-19 isoliert waren, hatten 28 ein positives Testergebnis. Von den rund 1.000 Beschäftigten wurden 54 positiv getestet. Die häusliche Quarantäne für alle Mitarbeiter bleibt zunächst bestehen.

    14.20 Uhr: Spargelernte unter Schwierigkeiten

    Die Spargelernte in Bayern hat unter neuen Herausforderungen begonnen. Bereits seit März wird das edle Gemüse gestochen. In Hinblick auf die Corona-Krise geht es in diesem Jahr vor allem um die Frage, ob es genügend Erntehelfer gibt. Am Vormittag hat Bayerns Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber (CSU) Spargelbauern bei Gachenbach im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen besucht.

    Kaniber hatte die Entscheidung aus Berlin begrüßt, in Hinblick auf drohende Engpässe in der Landwirtschaft 80 000 ausländische Saisonkräfte unter strengen Auflagen nach Deutschland einzufliegen. Diese Regelung verschaffe den Bauern wieder etwas Luft, so die Ministerin vor wenigen Tagen. Die Ernte und die Versorgung der Bevölkerung müsse gesichert werden. Spargel, Feldsalate, Gemüse, Gurken, Hopfen und viele andere Kulturen müssten nun angebaut oder teils auch schon geerntet werden.

    11:20 Uhr: Reptilienauffangstation in München darf wieder arbeiten

    Die Auffangstation für Reptilien in München darf laut ihre Arbeit wieder aufnehmen. Mehr als zwei Wochen lang waren wegen der Corona-Beschränkungen nur Notfallaufnahmen von Tieren möglich. Das kam nach Angaben der Pressesprecherin während der Schließung aber nur ganz vereinzelt vor. Jetzt hat das Kreisverwaltungsreferat in Rücksprache mit dem Staatsministerium für Gesundheit und Pflege bestätigt, dass sowohl die Vermittlung als auch die Abholung eines Tieres aus einem Tierheim einen triftigen Grund zum Verlassen des Hauses darstellt. Weiter ist es laut der Auffangstation in Einzelfällen auch wieder möglich, Tiere aufzunehmen. Das gelte vor allem für Tiere von erkrankten Personen.

    Wegen des Verbots der Vermittlung an neue Plätze oder der Rückgabe von entlaufenen Tieren an ihre bisherigen Besitzer hatte das Tierheim mit Platzmangel zu kämpfen. Außerdem sind die Einschränkungen durch COVID-19 auch finanziell zu spüren. In der Pressemitteilung ist von einem merklichen Rückgang von Spenden und anderen Zuwendungen die Rede.

    10:08 Uhr: 17 Altenheime in München betroffen - Kapazität der Intensivbetten wird weiter ausgebaut

    In München sind mittlerweile 17 Altenheime vom Corona-Virus betroffen. Das berichtete Münchens Gesundheitsreferntin Stephanie Jacobs soeben im sogenannten Feriensenat - ein personell reduziertes Stadtratsgremium mit größeren Abständen zwischen den Mandatsträgern.

    Berichtet wurde im Feriensenat außerdem, dass bisher 3922 Münchner positiv getestet wurden. Seit gestern Nachmittag seien aber "nur" 38 Fälle dazugekommen. "Das ist ein großer Erfolg", betonte Jacobs, "die Ausgangsbeschränkungen wirken". Die Verdoppelungsrate liege mittlerweile bei zehn Tagen. Zum Vergleich: Mitte März lag sie bei drei Tagen. 20 Bürger mit Corona-Infektion sind gestorben, 1431 Infizierte gelten mittlerweile als geheilt.

    Für Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) zeigt sich jetzt auch, dass es "nur begrenzt sinnvoll" sei, das "Gesundheitssystem insgesamt zu ökonomisieren". Er sei froh, dass der Stadtrat sich nicht dem Trend angeschlossen hat, Krankenhäuser zu privatisieren und man von der Leitung immer "wahrheitsgemäße Informationen" bekomme. Unterdessen wird die Kapazität an Intensivbetten laut Jacobs auch kontinuierlich ausgebaut: "Wir schaffen für zwei belegte Intensivbetten ein neues."

    Der Münchner Krisenstab hat mittlerweile 32 mal und laut OB Reiter "gefühlte 100 Stunden" getagt. Regelmäßig tauscht sich der OB auch mit Ministerpräsident Markus Söder (CSU) aus. Nächste Woche werde man sehen, "ob wir uns dem österreichischen Modell nähern", so Reiter. An die Münchner appellierte er: "Bleiben Sie so gelassen, wie Sie sind", und mit einem Augenzwinkern merkte der Oberbürgermeister an: "Auch das Thema Klopapier-Notkäufe hat sich einigermaßen normalisiert."

    7.02 Uhr: Rechte Organisationen nutzen Nachbarschaftshilfe für Propaganda

    Rechte Parteien und Organisationen in Bayern nutzen die Corona-Krise, um mit vermeintlicher Nachbarschaftshilfe neue Anhänger zu gewinnen. Das zeigt eine Antwort von Innenminister Joachim Herrmann (CSU) auf eine Anfrage des Landtagsabgeordneten Cemal Bozoğlu (Grüne). Besonders aktiv ist die rechtsextreme Partei "Der Dritte Weg" etwa im Großraum München. Dort bietet sie Hilfe im Alltag oder beim Einkaufen an - unter der Überschrift "Solidarität für Deutsche".  

    «Aktivisten sehen die Krise als Chance, durch Selbstdarstellung als soziale Organisation, die sich um die Probleme der "kleinen" Leute kümmert, Anhänger zu gewinnen», heißt es in dem Schreiben, das der Deutschen Presse-Agentur in München vorliegt. Bozoğlu forderte das Innenministerium auf, die rechte Szene intensiv zu beobachten und die Bevölkerung über solche «vergifteten Hilfsangebote» zu informieren. 

    Dienstag, 7. April

    21.02 Uhr: Kurzarbeit auch bei Süddeutscher Zeitung

    Die Südwestdeutsche Medienholding (SWMH), zu der auch die «Süddeutsche Zeitung» gehört, trifft in der Coronavirus-Krise wirtschaftliche Schutzvorkehrungen und führt auch Kurzarbeit ein. Das kündigte der Geschäftsführer für den Bereich Nationale Medien, Stefan Hilscher, in einer Videobotschaft an die Mitarbeiter an. Die Kurzarbeit solle in vielen Unternehmensteilen der gesamten SWMH und damit auch im Bereich "Süddeutsche Zeitung" gelten. Man müsse jetzt handeln, "um möglichst viele Arbeitsplätze zu erhalten". Konkrete Bereiche oder die Zahl der betroffenen Mitarbeiter nannte er nicht.

    Ein Konzernsprecher sagte der dpa, dass speziell bezogen auf die "Süddeutsche Zeitung" in München und zwei weitere Titel in Stuttgart noch Gespräche liefen, ob auch Redaktionen von Kurzarbeit betroffen sein werden. "Wir haben einen Einstellungsstopp verfügt", sagte Hilscher. Zudem gebe es keine außertariflichen Gehaltserhöhungen. Er betonte in dem Video: "Die Lage ist ernst, sehr ernst." Durch den eingebrochenen Werbemarkt könnten die Umsätze schlimmstenfalls um bis zu 70 Prozent im April und Mai zurückgehen.

    20.40 Uhr: Hallertauer Bierfestival im Juni fällt aus

    Auch das angeblich "größte nicht-kommerzielle Bier-Verkostungsfestival in Süddeutschland" fällt jetzt der Corona-Pandemie zum Opfer: Das Hallertauer Bierfestival in Attenkirchen wird heuer nicht stattfinden. Den entsprechenden Beschluss hat der Gemeinderat einstimmig gefasst. "Die Entscheidung war alternativlos", erklärt Bürgermeister Martin Bormann, "aber es schmerzt natürlich, weil schon so viel Aufwand in der Vorbereitung betrieben worden war". Die Veranstaltung, die immer Tausende von Besuchern anlockt, war von 19. bis 21. Juni geplant.

    Nachdem abzusehen sei, dass in den nächsten Wochen und Monaten keine Großveranstaltungen abgehalten werden könnten, mache auch eine Verschiebung in den Spätsommer keinen Sinn und stelle nur ein unkalkulierbares finanzielles Risiko für die Gemeinde dar, so Bormann. Jetzt wird ein neuer Termin für 2022 gesucht. Denn der Gemeinderat möchte den zweijährigen Austragungsmodus beibehalten.

    20.10 Uhr: Landkreis Ebersberg meldet weniger Infizierte

    Die Zahl der Corona-Infizierten ist im Landkreis Ebersberg jetzt erstmals gesunken. Das teilte das Landratsamt am Abend mit. Seit Ausbruch der Pandemie wurden insgesamt 292 Menschen positiv getestet: 149 sind wieder gesund, 143 noch infiziert - gestern waren es noch 152 gewesen. Damit ist die Zahl der Infizierten um neun Fälle zurückgegangen. "Das ist noch kein Trend, aber ein kleiner positiver Lichtblick". stellt die Kreisbehörde fest: "Die Ausgangsbeschränkungen scheinen Wirkung zu zeigen."

    18.00 Uhr: Acht Millionen Masken in München angekommen

    Ein Frachtflugzeug hat acht Millionen Schutzmasken für die Bundesregierung nach Bayern gebracht. Der Jet war am Dienstagmorgen im chinesischen Shanghai gestartet und landete nach einem Zwischenstopp in Seoul (Südkorea) in München. Bayern Ministerpräsident Markus Söder, Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (beide CSU) und Lufthansa-Chef Carsten Spohr nahmen die Ladung in Empfang.

    Jetzt sollen die OP- und FFP2-Masken vor allem an Krankenhäuser, Altenheime und Pflegeeinrichtungen verteilt werden. Ministerpräsident Söder sprach von einer Teillieferung. Auf Dauer werde man in Deutschland einen Bedarf von Milliarden Masken haben, sagte er, denn „wir müssen lernen mit Corona eine Zeitlang zu leben“. Zu den Kosten für die Masken wollte sich der Ministerpräsident nicht äußeren. „Sie waren schon billiger“, deutete er aber an. Ziel sei es deshalb, sie selbst zu produzieren. Der Bund, so kritisierte Söder, hätte eine entsprechende Notfallproduktion schon vor Wochen anleiern müssen.

    16.45 Uhr: Kirchliche Kita-Verbände kritisieren Beitragszahlungen für Eltern - Bürgermeister fordern bayernweiten Gebührenerlass

    Müssen Eltern derzeit weiterhin Kita-Beiträge zahlen, obwohl ihre Kinder nicht betreut werden? Da diese Frage in Bayern weiterhin offen ist, haben mittlerweile sowohl der in München ansässige Verband katholischer Kindertageseinrichtungen Bayern als auch der evangelische Kita-Verband Bayern (evKITA) vom bayerischen Familienministerium eine landesweite politische Lösung gefordert. „Es kann nicht sein, dass der Freistaat die Mehrzahl der Träger und der Eltern so hängen lässt“, sagte Dirk Rumpff, Vorstand für Recht und Finanzen beim evKITA, in einer Mitteilung.

    Bisher verweist das bayerische Familienministerium lediglich auf die jeweils geltenden Betreuungsverträge und Gebührensatzungen der Einrichtungen. Die Rechtslage sei allerdings unklar, betonte Rumpff, da die Einrichtung derzeit ja nicht geschlossen seien, sondern es ein Betreuungsverbot gebe - eine solche Situation sei in den Verträgen nicht geregelt.

    Tags zuvor hatte der Verband katholischer Kitas in einer Mitteilung betont: „Die bestehenden Rechtsunsicherheiten, ob und wie lange Elternbeiträge in diesem Zeitraum zu zahlen sind, lassen sich nur durch eine politische Lösung entschärfen.“ Andere Bundesländer seien hier schon weiter und hätten bereits entsprechende Lösungen in Kraft gesetzt.

    Die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister des Landkreises Fürstenfeldbruck fordern wegen der Corona-Krise einen bayernweit einheitlichen Gebührenerlass für Kindertagesstätten.

    14.35 Uhr: Oberbayern meldet über 12.200 Infizierte

    Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) zählt seit gestern sieben neue Todesfälle aufgrund des Coronavirus in Oberbayern. Damit ist die Zahl der Gestorbenen auf 140 angestiegen. 12.206 Menschen sind im Regierungsbezirk mit dem Virus infiziert, das sind 493 mehr als gestern. In Oberbayern sind damit pro 100.000 Einwohner gut 260 Menschen infiziert. Oberbayern liegt damit gleichauf mit der Oberpfalz an der Spitze aller bayerischen Bezirke.

    Die meisten Fälle pro 100.000 Einwohner in Oberbayern zählt das LGL weiterhin im Landkreis Rosenheim (456), gefolgt von den Landkreisen Freising (400), Dachau (309) und Erding (306). Die meisten Infizierten zählt die Landeshauptstadt München mit aktuell 3.699 Fällen (rund 260 Infizierte pro 100.000 Einwohner) und elf Todesfällen.

    14.15 Uhr: Sorgentelefon für Flüchtlingskinder in München

    Die Fachstelle Ehrenamt in der Flüchtlingshilfe der Inneren Mission München hat für Kinder, die in Gemeinschaftsunterkünften und Aufnahmeeinrichtungen leben, eine Sorgen-Hotline eingerichtet. Die momentane Situation während der Corona-Epidemie sei für diese Kinder besonders schwierig, heißt es in einer Mitteilung der Inneren Mission. Ehrenamtliche, die sonst die Kinder beschäftigten oder ihnen bei den Hausaufgaben helfen würden, dürften derzeit die Einrichtungen wegen der aktuellen Infektionslage nicht betreten. Über die Hotline können sich die Kinder mit Ehrenamtlichen austauschen und ihre Sorgen besprechen, so die Innere Mission.

    Um die Kinder aufzumuntern, verschickten die Ehrenamtlichen außerdem per Post Frühlingsgrüße wie ein Spiel oder ein Buch. Die Leiterin der Fachstelle, Martina Kreis, erlebe derzeit eine große Hilfsbereitschaft von Bürgerinnen und Bürgern. "Die Menschen wollen sich unbedingt engagieren. Mich erinnert das ein wenig an das Jahr 2015, als Tausende geflüchtete Menschen am Hauptbahnhof ankamen. Auch damals wollten viele Münchnerinnen und Münchner einfach nur helfen“, so Kreis.

    14.00 Uhr: Zenit im Hotspot Rosenheim bald überschritten?

    Im Landkreis Rosenheim, der in Oberbayern die höchste Infektionsrate pro Einwohner hat, sind bislang 40 Menschen an COVID 19 gestorben. Das teilte das Landratsamt mit. Von den Verstorbenen waren 6 Personen unter 60, mehr als die Hälfte war über 81 Jahre alt, so das Landratsamt. Aktuell werden 234 Menschen stationär behandelt, davon befinden sich 39 Patienten auf einer Intensivstation. Die Zahl an Betten sei bereits aufgestockt worden. Insgesamt sind in Stadt und Landkreis 1.535 COVID-19 Fälle registriert.

    Aber es gibt vage Hoffnung: Die Verdoppelungszeit wird laut Gesundheitsamt seit dem 26. März stetig länger. "Dies ist ein positives Zeichen, dass der Zenit der Pandemie in Stadt und Landkreis Rosenheim bald überschritten sein könnte. Wir hoffen, dass sich dieser Trend fortsetzt", sagte Dr. Wolfgang Hierl, Leiter des Gesundheitsamtes Rosenheim, dem BR.

    13.30 Uhr: Gefängnis bei wiederholten Ausgangsverstößen

    Wer absichtlich gegen die Ausgangsbeschränkung verstößt und sich uneinsichtig zeigt, kann für mehrere Stunden oder sogar Tage hinter Gittern landen. Die Polizei hat in den vergangenen Tagen über mehrere Fälle berichtet. So wollte am Montagnachmittag ein Mann ein Picknick auf einer Parkbank in München nicht beenden und wurde auf die Wache mitgenommen. Dort erhielt er eine erste Anzeige und wurde entlassen.

    Zwei Stunden später habe sich der Mann auf einer öffentlichen Grünanlage gesonnt und ein Buch gelesen. Weil er sich laut Polizei trotz Aufforderung nach einer halben Stunde immer noch nicht entfernt hatte, wurde er abermals mitgenommen. Eine Richterin ordnete gegen den 53-Jährigen einen Gewahrsam bis 22 Uhr an. Ähnliche Fälle gibt es bereits in anderen Regierungsbezirken - vor allem bei wiederholten Verstößen gegen das vorübergehende Versammlungsverbot mit Personen aus anderen Haushalten.

    13.15 Uhr: Münchner Sportfestival am 12. Juli abgesagt

    Das Münchner Sportfestival am 12. Juli fällt aus. Wie die Stadt mitteilt, hat das Referat für Bildung und Sport wegen der Corona-Pandemie entschieden, das Fest heuer abzusagen. Eine verbindliche Planung des Festivals sei für die Landeshauptstadt München aktuell nicht mehr möglich, so die Begründung. Zuvor war bereits das für den 10. Mai geplante Inklusionssportfestival abgesagt worden. Im vergangen Jahr hatten beim Münchner Sportfestival rund 40.000 Besucherinnen und Besucher am Königsplatz mehr als 90 Sportarten ausprobiert und sich über Münchner Sportangebote informiert.

    12.58 Uhr: Acht Millionen Schutzmasken per Flieger aus Shanghai

    Am Flughafen München wird am frühen Abend ein Frachtflugzeug mit acht Millionen Schutzmasken landen. Die Lufthansa-Maschine ist in der Früh in Shanghai gestartet und kommt nun über Seoul nach Bayern. In Empfang nehmen werden sie der bayerische Ministerpräsident Markus Söder, Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer, der Lufthansa-Vorstandsvorsitzende Carsten Spohr und Flughafen-Chef Jost Lammers. Der reguläre Betrieb am Airport ist unterdessen auch heute infolge der Corona-Pandemie überschaubar: Es sind 51 Starts und Landungen und damit nur etwa fünf Prozent des üblichen Flugaufkommens.

    10.30 Uhr: Siegsdorfer Brückner-Gruppe holt Schutzmasken aus China

    Die Brückner-Gruppe mit Sitz in Siegsdorf hat mehr als 20.000 Schutzmasken an den Landkreis Traunstein gespendet. Der weltweit tätige Maschinen- und Anlagenbauer konnte das Material mit Hilfe seiner chinesischen Niederlassung erwerben und unterstützt damit den Krisenstab im Landkreis. Die Masken gehen an Pflegeheime, Krankenhäuser und niedergelassene Ärzte. Die Firma hat auch schon Desinfektionsmittel und hunderte Einmalhandschuhe gespendet. Über eine Tochterfirma in Freilassing profitiert auch der Landkreis Berchtesgadener Land.

    Die Firma will in Zukunft jeweils 20.000 Schutzmasken pro Woche dem Landkreis zur Verfügung stellen. Nach Firmenangaben wurden auch bereits 100.000 Schutzkittel in verschiedenen Größen geordert, sie sollen an die Kliniken im Landkreis übergeben werden. Der Traunsteiner Landrat Siegfried Walch (CSU) dankte der Firma für die Spende und verwies darauf, dass es "nach wie vor von allem zu wenig" gebe. Deshalb sei diese Unterstützung unglaublich wertvoll, so Walch.

    8.25 Uhr: Sommer-WM der Biathleten in Ruhpolding weiter geplant

    Der Biathlon-Weltverband IBU und der Deutsche Skiverband gehen derzeit weiter davon aus, dass die geplante Sommer-WM der Skijäger in Ruhpolding stattfinden wird. Allerdings sei es wegen der Corona-Krise zu früh für eine finale Entscheidung für die Weltmeisterschaft, die vom 19. bis 23. August mit möglichst vielen Top-Athleten auf Skirollern durchgeführt werden soll. Ein Update dazu sei Anfang Mai geplant, hieß es von der IBU.

    7.05 Uhr: Museum Erding sammelt "Objekte zur Corona-Krise"

    Irgendwann wird auch die Corona-Pandemie Geschichte sein – und diese will das Museum Erding dann für den Landkreis dokumentieren können. Ab sofort werden deshalb Fotos, Dokumente und Gegenstände dazu gesammelt. Die ersten Ausstellungsstücke sind schon da: Eine Spaziergängerin hat zum Beispiel Fotos von Steinen geschickt, die unbekannte Künstler an der Isen mit guten Wünschen beschriftet hatten – etwa mit "Bleiben Sie gesund!". Eine Mutter hat ihre Tochter fotografiert, als die Großeltern ihr per Handy eine Geschichte vorgelesen haben.

    Im Museum wünscht man sich möglichst viele anschaulichen Belege dafür, was das Coronavirus für die Leute persönlich bedeutet, wie sich ihr Alltag und ihre Umgebung verändert haben. Auch Original-Aushänge oder Postwurfsendungen mit Hilfsangeboten werden gesammelt – natürlich erst, wenn sie nicht mehr gebraucht werden. Die Zeitzeugnisse aus dem Krisenalltag sollen dann für kommende Generationen bewahrt werden. Fotos kann man bereits jetzt per Mail schicken, alles andere dagegen erst später vorbeibringen. Momentan ist das Museum für Besucher geschlossen.

    6.03 Uhr: Kliniken kehren schrittweise zu Normalbetrieb zurück

    Weil sich die Corona-Infektionen bei den Patienten gehäuft hatten, hatte das Amper-Klinikum in Dachau zwischenzeitlich alle anderen Fälle abgewiesen. Inzwischen sind Notaufnahme, Bereitschaftspraxis und die Geburtshilfe wieder offen. Auch in der Helios-Klinik in München-Pasing sind wieder Geburten möglich. Das Haus war dort wegen der Corona-Infektionen kurzzeitig komplett geschlossen, inzwischen werden immer mehr Patienten wieder entlassen.

    Montag, 6. April

    19 Uhr: Olympiahalle adé: BMW lässt Aktionäre online wählen

    Der Münchner Autokonzern BMW verlegt seine 100. Hauptversammlung ins Internet. Vorstand und Aufsichtsrat treffen sich am 14. Mai lediglich in der BMW-Welt am Münchner Olympiapark. Doch Aktionäre und ihre Stimmrechtsvertreter können die Veranstaltung - statt wie sonst in der Olympiahalle - wegen Corona nur übers Internet verfolgen und ihre Stimmen lediglich elektronisch oder per Brief abgeben.

    Wie der Konzern am Montag weiter mitteilte, wollen Vorstand und Aufsichtsrat trotz Corona-Krise 1,65 Milliarden Euro oder 2,50 Euro je Stammaktie als Dividende ausschütten. Außerdem stellt sich Aufsichtsratschef Norbert Reithofer zur Wiederwahl. Neu soll die frühere RTL-Chefin und Bertelsmann-Vorstandsfrau Anke Schäferkordt an Stelle von Renate Köcher in den Aufsichtsrat einziehen.

    18.20 Uhr: Rosenheimer stellen 10.000 Atemmasken her

    Das Vlies für Gesichtsmasken, das Wirtschaftsminister Aiwanger (FW) organsiert hatte, ist im Landkreis Rosenheim bereits vernäht. Aus den vier Rollen konnten rund 10.000 Masken hergestellt werden, teilte das Landratsamt Rosenheim auf BR-Anfrage mit. Genäht haben sechs Firmen sowie rund 50 Privatpersonen, so das Landratsamt, das sich um die Verteilung der Masken kümmerte. Insgesamt gebe es nach einem Aufruf in der Presse einen Pool von rund 350 Privatpersonen, die sich angeboten hätten, Masken zu nähen. Aktuell warte man auf eine angekündigte neue Stofflieferung, um erneut in Produktion gehen zu können.

    17.10 Uhr: "Corona-Freiwilligen-Datenbank" im Kreis Starnberg

    Mit einer "Corona-Freiwilligen-Datenbank" will man im Landkreis Starnberg Bürger, die ehrenamtliche Unterstützung anbieten, mit denen zusammenbringen, die solche Hilfe brauchen. Unter http://kobe-sta.de angeboten werden zum Beispiel Hilfe beim Einkaufen, Begleitung zu Terminen, Apotheken- und Botengänge, telefonische Besuchsdienste oder auch Gassigehen mit dem Hund.

    17 Uhr: Wirte halten sich aus Oktoberfest-Diskussion heraus

    Die Münchner Wiesn-Wirte wollen sich aus der Diskussion, ob das Oktoberfest heuer stattfinden kann, zum jetzigen Zeitpunkt erst einmal heraushalten. "An der Sachlage, dass sich die Verantwortlichen der Stadt München Ende Mai/Anfang Juni entscheiden wollen, unter welchen Bedingungen die Wiesn heuer stattfinden kann oder ob es andere Lösungen gibt, (...) hat sich nichts geändert", schreiben sie in einer Stellungnahme: "Es gibt auch keinen zwingenden Grund schon jetzt darüber zu diskutieren." München, Bayern, Deutschland "und die ganze Welt" hätten gerade "ganz andere Probleme zu bewältigen". Aber natürlich würden sich alle freuen, "wenn die Umstände es erlauben würden, ein fröhliches Oktoberfest zu feiern", so die Wirte.

    16.20 Uhr: LMU Klinikum München will Corona-Patienten mit Blutplasma helfen

    Zur Behandlung schwer erkrankter Corona-Patienten setzen Ärzte an mehreren Unikliniken in Bayern auch auf Blutplasma bereits genesener Menschen. Nun veröffentlichte auch das LMU Klinikum München einen Aufruf an mögliche Spender.

    Nach einer Infektion bilde der Körper Abwehrstoffe gegen den Erreger, heißt es auf der Internetseite des Klinikums. Diese Antikörper könnten lebensbedrohlich erkrankten Patienten helfen. Bei anderen Infektionskrankheiten habe man hiermit gute Erfahrungen gemacht, sagte ein Sprecher des Klinikums am Montag. Auch in der Corona-Pandemie gebe es Anzeichen, dass ein solcher Therapieansatz erfolgversprechend sein könnte.

    15.30 Uhr: Helios Klinik München-West: Weitere Patienten können Klinik verlassen

    Das kurzzeitig wegen der Corona-Pandemie geschlossene Helios Klinikum München-West hat heute weitere Patienten entlassen. Das gibt das Klinikum in einer Pressemitteilung bekannt. Bereits am Samstag konnten Mütter mit ihren Neugeborenen und gynäkologische Krebspatientinnen das Klinikum verlassen. Nun könnten schrittweise auch weitere Patienten entlassen werden, sofern dies medizinisch vertretbar sei. Insgesamt, so das Klinikum, konnten bis heute, Montag um 12 Uhr, 72 Patienten entlassen werden. Sie wechseln zunächst in die häusliche Quarantäne. Die Entlassung erfolge in enger Abstimmung und Absprache mit dem städtischen Referat für Gesundheit und Umwelt.

    Seit Sonntag ist auch der Kreißsaal des Helios Klinikums München West wieder offen. Geburten seien ab sofort wieder möglich, heißt es in der Mitteilung.

    15 Uhr: Flughafen München soll "auf jeden Fall" offen bleiben

    Auch wenn der Luftverkehr weitgehend eingebrochen ist, will die Flughafen München GmbH "den Airport auf jeden Fall offenhalten, um unseren Teil zu Bewältigung der Krise beizutragen". Das hat der neue Flughafenchef Jost Lammers jetzt bei einem Besuch von Bayerns Verkehrsministerin Kerstin Schreyer (CSU) noch einmal bekräftigt. Die Politikerin betonte, dass die Mitarbeiter "einen unglaublich wichtigen Job" leisten: "Sie sorgen dafür, dass bayerische Mitbürger, die sich noch im Ausland befinden, heimkommen können und unterstützen unsere Versorgung mit wichtigen Produkten und medizinischen Hilfsgütern, darunter auch Schutzmasken für medizinisches Fachpersonal."

    Für die Rückholflüge wurde bereits Mitte März die Nachtflugregelung gelockert. Schreyer versichert den Anwohnern aber, dass davon wirklich "nur in einzelnen Fällen" Gebrauch gemacht werde. Heute finden am Flughafen insgesamt nur 48 Flugbewegungen statt: Über die beiden Terminals werden jeweils 24 Starts und Landungen abgewickelt. Im regulären Betrieb waren es immer um die 1000 Flugbewegungen jeden Tag.

    14.30 Uhr: Insgesamt 133 Todesfälle in Oberbayern

    Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) zählt 10 neue Todesfälle aufgrund des Coronavirus seit gestern. Damit ist die Zahl der Gestorbenen auf 133 angestiegen. 11.713 Menschen sind mit dem Virus infiziert, das sind 338 mehr als gestern. In Oberbayern sind damit pro 100.000 Einwohner knapp 250 Menschen infiziert. Oberbayern liegt somit vor allen anderen bayerischen Bezirken, knapp vor der Oberpfalz. Die meisten Fälle pro 100.000 Einwohner in Oberbayern zählt das LGL weiterhin im Landkreis Rosenheim (455,59 / 100.000), gefolgt von Landkreisen Freising (332), Dachau (309) und Erding (303).

    13.50 Uhr: Filmfest München wird wegen Corona-Pandemie abgesagt

    Das Filmfest München fällt dieses Jahr wegen der Corona-Pandemie aus. Es sei derzeit nicht möglich, ein Festival zu planen, das essenziell auf die Begegnung von Filmschaffenden aus aller Welt angewiesen sei, teilten die Organisatoren am Montag in München mit. Filmfestleiterin Diana Iljine sprach von einer schweren Entscheidung. «Mein Team und ich haben schon mit viel Liebe und Herzblut an der Edition 2020 gearbeitet und zahlreiche Teilprojekte schon weit vorangetrieben.» Aber man wolle verantwortungsvoll handeln. Die Sicherheit der Gäste, Besucher und der Beschäftigten habe oberste Priorität.

    12.30 Uhr: Kaufhaus des Guten spendet an Arche

    Online Bücher bestellen und dabei Gutes tun: Das Kaufhaus des Guten, kurz kadegu, reagiert aktuell in der Coronakrise. Die Zuwendungen des kadegu gehen nun an die Arche, ein christliches Kinder- und Jugendwerk. Dabei werde ein neues Projekt unterstützt, dass bedürftige Kinder mit Lebensmittelpaketen versorgt, so der kadegu-Gründer Valentin Weimer aus Tegernsee. Das Hauptprojekt des kadegu, die Unterstützung eines Kinderdorfes in Argentinien, werde wieder unterstützt, sobald man die außergewöhnliche Corona-Lage besser im Griff hat, heißt es auf der Internetseite des kadegu. Das Kaufhaus des Guten spendet für jeden verkauften Artikel 10 Cent. Zu bestellen gibt es auf der Internetplattform Bücher, eBooks, Hörbücher und Filme. Seit der Ankündigung, aktuell in der Coronakrise zu helfen, habe man bereits einen steigenden Kundenzuwachs und mehr Bestellungen registriert, so Weimer.

    11.30 Uhr: Masken für alle im Landkreis Altötting

    Der Altöttinger Landrat Erwin Schneider (CSU) will an alle Bürgerinnen und Bürger im Landkreis Atemschutzmasken verteilen. Das bestätigt Schneider dem Bayerischen Rundfunk. Dieses „Mundschutz-Konzept“ würde auf zwei strategischen Überlegungen beruhen: Einerseits zum Schutz vor Ansteckungen und andererseits, um eine gelungene „Exit-Strategie“ zu ermöglichen. „Der Exit von den Beschränkungen gelingt wohl kaum ohne Masken“, sagt Schneider dem BR. „Mit den Masken ist es möglich, Schritt für Schritt zurück zur Normalität zu gelangen.“ Zum Übergang sollen die Masken vor allem im öffentlichen Raum, wie beispielsweise beim Einkaufen oder im Unterricht getragen werden. Man wolle derzeit natürlich nicht denen zuvor kommen, die die Masken dringend brauchen – wie Schutzbedürftigen oder medizinischem Personal. Der Markt sei noch sehr angespannt, weshalb die Masken erst verteilt würden, sobald der medizinische Bedarf gedeckt sei, so Schneider. Voraussichtlich werde dies nicht vor Ende der Osterferien geschehen. Erst dann sollen gemeinsam mit Städten und Gemeinden die Masken verteilt werden. Aktuell gibt es laut Schneider bereits 30.000 dieser schwarzen Masken, weitere 80.000 werden noch gebraucht.

    11.20 Uhr: Verdoppelungsrate im Landkreis Erding bei mehr als zehn Tagen

    Die Zahl der bestätigten Covid-19-Fälle steigt im Landkreis Erding immer langsamer. Zuletzt ist sie von 401 auf 420 Fälle angewachsen. Die Verdoppelungsrate liegt inzwischen bei "mehr als zehn Tagen", wie das Landratsamt mitteilt. 98 Menschen gelten als geheilt.

    9.55 Uhr: Mindestens 55 Infizierte in Münchner Pflegeheim

    In einem Pflegeheim des Trägers "Hilfe im Alter" im Münchner Westend sind 36 von 128 getesteten Bewohnern mit dem Coronavirus infiziert. Außerdem sind 19 Mitarbeiter betroffen, bei 42 weiteren war das Ergebnis negativ. 45 Testergebnisse stehen noch aus, bei den Bewohnern sind es vier. Geschäftsführer Gerhard Prölß mahnt ein schnelleres Vorgehen an: "Ich weiß, dass die Labore derzeit sehr viel zu tun haben, aber dass wir als Betreiber eines Pflegeheims da offenbar in der normalen Warteschlange stehen müssen, das geht überhaupt nicht an." Der Träger hatte sich zu einer Reihentestung entschlossen, nachdem Ende März die ersten Fälle aufgetreten waren. Die positiv getesteten Bewohner sind nach wie vor in dem Pflegeheim untergebracht. Nach Mitteilung der Heimleitung sind sie derzeit alle fieberfrei und weisen lediglich leichte Erkältungssymptome auf. Ähnliche Symptome hätten auch Mitarbeiter. Grundsätzlich bleiben derzeit alle positiv getesteten Mitarbeiter daheim, wie betont wird.

    9.40 Uhr: Ingolstädter Seniorenheim unter Quarantäne

    In einem Ingolstädter Seniorenheim sind sechs Bewohner und zwei Mitarbeiter positiv auf das Corona-Virus getestet worden. Weitere Bewohner und Mitarbeiter wurden getestet, die Ergebnisse werden einer Mitteilung der Stadt Ingolstadt zufolge am heutigen Montag erwartet. Am vergangenen Freitag war eine 94-jährige Heimbewohnerin mit Vorerkrankungen positiv auf Covid-19 getestet worden. Sie war mit Symptomen in ein Krankenhaus im Landkreis Eichstätt geliefert worden. Dort verstarb sie am Sonntag. Das Gesundheitsamt Ingolstadt hat das Heim unter Quarantäne gestellt. Personal und Bewohner werden mit zusätzlicher Schutzausrüstung ausgestattet.

    9.10 Uhr: Hotline für Trauernde im Landkreis Ebersberg

    Das Landratsamt Ebersberg bietet ab heute ein Hotline für Menschen an, "die in der Corona-Krise von Trauer und Verlust betroffen sind." Dabei denkt man insbesondere auch an diejenigen, die ihre Angehörigen in den Alten- und Seniorenheimen schon seit Wochen nicht mehr besuchen können. Die Hotline unter der Rufnummer 08092 / 823 684 ist zu folgenden Zeiten geschaltet: montags von 9 bis 12 Uhr, dienstags von 14 bis 16 Uhr, donnerstags von 9 bis 12 Uhr und von 14 bis 16 Uhr. Nach aktuellem Stand wurden im Landkreis Ebersberg bisher 265 Menschen positiv auf das Corona-Virus getestet - 101 von ihnen sind wieder gesund. In häuslicher Quarantäne befinden sich derzeit 354 Menschen.

    6.15 Uhr: Oberbayern halten sich an Ausgangsbeschränkungen

    Rund 20.000 Kontrollen gab es am Wochenende in Oberbayern. Die Polizei stellte rund 2.100 Verstöße fest, rund 1.300 wurden angezeigt. Beispielsweise muss ein Gleitschirmpilot mit einem Bußgeld rechnen, weil er im Bereich Bad Reichenhall unerlaubt mit seinem Gleitschirm gestartet war. Auch befreundete Familien im Raum Erding, die sich mit ihren Kindern zum Spieleabend verabredet hatten, müssen zahlen. Die Sprecher der oberbayerischen Polizeipräsidien lobten aber durchweg die Disziplin der Bürger und sprachen von meist verantwortungsbewusstem Verhalten: Die meisten hätten begriffen, dass es um mehr geht als um ein paar schöne Stunden Freizeit.

    Sonntag, 5. April

    19.17 Uhr: Dachauer Amper Klinik geht wieder in Normal-Betrieb

    Wegen einer Häufung von Covid-19-Erkrankungen hatte das Helios Amper Klinikum in Dachau zwischenzeitlich nur noch positiv auf das Coronavirus getestete Patienten aufgenommen, nun soll sich der Betrieb aber wieder normalisieren. Wie das zuständige Landratsamt mitteilt, wurden alle Patienten und Beschäftigten zwischenzeitlich getestet. Bei den knapp 200 Patienten wurden demnach keine neuen Infektionen festgestellt. Bei den mehr als 1.000 Beschäftigten wurden bisher sieben Menschen positiv getestet. Sie sind nun in Quarantäne.

    Nach baulichen Veränderungen könnten nun wieder verschiedene Bereiche des Amper Klinikums in Normal-Betrieb gehen. Die Geburtshilfe solle nach Angaben des Landratsamts morgen (Montag) wieder starten. Die KVB-Bereitschaftspraxis und die ambulante Nothilfe sind ab sofort wieder für alle Patienten offen. Eine stationäre Aufnahme von Nicht-Corona-Patienten soll ab Mitte der Woche möglich sein.

    14.30 Uhr: 11.375 Corona-Fälle in Oberbayern, 123 Todesfälle

    Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) zählt in Oberbayern 12 neue Todesfälle seit gestern. Damit ist die Zahl der Gestorbenen auf 123 Fälle angestiegen. 11.375 Menschen sind mit dem Virus infiziert, das sind 482 mehr als gestern. In Oberbayern sind damit pro 100.000 Einwohner 242,74 Menschen infiziert. Oberbayern liegt damit vor allen anderen bayerischen Bezirken. Die meisten Fälle pro 100.000 Einwohner in Oberbayern zählt das LGL weiterhin im Landkreis Rosenheim (449,07 / 100.000), gefolgt vom Landkreis Freising, dem Landkreis München und der Stadt München.

    12.50 Uhr: Münchner Polizei kontrolliert Ausgangsbeschränkungen und zeigt sich zufrieden

    Rund 9.100 Kontrollen haben Münchner Polizeibeamte zwischen Samstag- und Sonntagmorgen durchgeführt, um zu überprüfen, ob die Münchner die Corona-Ausgangsbeschränkungen einhalten. Dabei musste sie 374 Verstöße ahnden.

    Sven Müller, Pressesprecher der Münchner Polizei, zeigt sich sehr zufrieden und spricht von einer relativ geringen Zahl an Verstößen - trotz des schönen Ausflugwetters. Die Mehrzahl der Bürger in Stadt und Landkreis München hielten sich an die Corona-Schutzvorgaben. Sogar an hochfrequentieren Plätzen wie dem Englischen Garten und dem Isarufer seien die Menschen sehr vernünftig und unterließen Gruppenbildungen.

    Samstag, 4. April

    19.00 Uhr: Patienten in Münchner Helios-Klinik werden nach und nach entlassen

    In der Helios-Klinik München West herrscht momentan Ausnahmezustand. Am Mittwochabend wurde der normale Betrieb eingestellt, es werden keine neuen Patienten mehr aufgenommen. Hintergrund ist die hohe Anzahl an SARS-CoV-2-Infektionen in der Klinik. Mittlerweile werden aber wieder Patienten entlassen, die negativ getestet wurden.

    Das Referat für Gesundheit der Stadt München will die Anordnung an die Pasinger Klinik nun schrittweise modifizieren. Das bestätigte das Gesundheitsreferat auf Nachfrage des BR. Mittlerweile sei ein Teil der Testergebnisse eingetroffen, nach individueller Prüfung und in Abstimmung zwischen RGU und Klinik können einzelne Patienten nun nach und nach in häusliche Quarantäne entlassen werden. Ausschlaggebend für die Entlassung sei beispielsweise, mit wem die Patienten Kontakt hatten. Einige Patienten könnten zwar ein negatives Testergebnis erhalten haben, aber in der Zwischenzeit Kontakt mit einem Infizierten gehabt haben. "Selbstverständlich ist es unser Ziel, Personen, die entlassen werden können und negativ getestet wurden schnellstmöglich nach Hause zu schicken, wenn die Voraussetzungen dafür gewährleistet sind. Diese Personen werden vom RGU auch weiter überwacht und betreut," erklärte das RGU hierzu auf Anfrage des BR.

    16.00 Uhr: Zahl der Toten in Oberbayern steigt auf 111

    Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) zählt 16 neue Todesfälle seit gestern. Damit ist die Zahl der Gestorbenen auf 111 Fälle angestiegen. 10.893 Menschen sind mit dem Virus infiziert, das sind 962 mehr als gestern. In Oberbayern sind damit pro 100.000 Einwohner 232,45 Menschen infiziert. Oberbayern liegt somit vor allen anderen bayerischen Bezirken. Die meisten Fälle pro 100.000 Einwohner in Oberbayern zählt das LGL weiterhin im Landkreis Rosenheim (418,8 / 100.000), gefolgt vom Landkreis Freising, dem Landkreis München und der Stadt München.

    Die Zählung der Todesfälle durch das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit unterscheidet bei den Todesfällen nicht zwischen Menschen, die aufgrund der Infektion gestorben sind und Menschen, die mit dem Coronavirus infiziert waren, aber aufgrund einer anderen Ursache verstarben.

    14.20 Uhr: 8200 Corona-Kontrollen der Münchner Polizei

    Innerhalb von 24 Stunden (Freitag 6.00 Uhr bis Samstag 6.00 Uhr) hat die Münchner Polizei 8.200 Kontrollen wegen der Corona-Ausgangsbeschränkungen durchgeführt. Dabei wurden 234 Verstöße festgestellt. Ein Beispiel: Ein Zeuge hatte in einem Bürohaus auf der Theresienhöhe einen Einbruch vermutet. Die Polizei kam mit zehn Einsatzfahrzeugen, traf allerdings auf keine Einbrecher, sondern nur auf zwei Jugendliche, die einen Schlüssel zu dem Gebäude hatten. Da es allerdings laut Polizei keinen triftigen Grund dafür gab, dass die beiden sich nachts dort aufhielten, wurden sie wegen des Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz angezeigt.

    10.30 Uhr: Schoko-Osterhasen und Social Distancing

    Angestellte habe in einem Münchner Supermarkt eine niedrige Mauer aus hunderten Schokoladen-Osterhasen aufgebaut. Der goldene Wall vor der Fleisch-, Fisch- und Käsetheke soll dabei helfen den Mindestabstand von 1,5 Metern einzuhalten.

    Freitag, 3. April

    22.00 Uhr: Nur noch Covid-19-Patienten in Dachauer Klinik

    Weil es so viele Coronavirus-Infektionen gab, nimmt ein Klinikum in Dachau nur noch positiv auf das Coronavirus getestete Patienten auf. Alle anderen werden abgewiesen. Die Zahl der infizierten Menschen steigt laut einer Kliniksprecherin im Landkreis Dachau und auch in der Klinik. Wie viele Covid-19-Patienten dort behandelt werden, sagte die Sprecherin nicht.

    Die Sicherheitsvorkehrungen würden verstärkt. Mitarbeiter der Klinik müssen einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen und sich nach der Arbeit in häusliche Quarantäne begeben. Alle Patienten und Mitarbeiter würden auf das Coronavirus getestet.

    Am Mittwoch hatte bereits die Helios Klinik in München-Pasing mitgeteilt, den normalen Krankenhausbetrieb vorübergehend aufzugeben. Dort sollen keine Patienten aufgenommen oder entlassen werden.

    19.21 Uhr: Münchner Polizei lobt Bevölkerung für Einhaltung der Ausgangsbeschränkungen

    Münchens Polizeisprecher Marcus da Gloria Martins hat das Verhalten der Menschen bezüglich der Ausgangsbeschränkungen im Interview mit der Rundschau im BR-Fernsehen gelobt. Die Polizei habe in München in den letzten sieben Tagen 41.000 Kontrollen durchgeführt. In nur vier Prozent der Fälle (1.700) habe Anzeige erstattet werden müssen. Das sei eine gute Nachricht. Auch hätten sich die Menschen bei den Kontrollen überwiegend sehr kooperativ gezeigt.

    16.58 Uhr: Ökumenisches Gebet aus München per Videochat

    Kardinal Reinhard Marx und der Evangelisch-Lutherische Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm wollen per Videochat beten. Mit einem Vaterunser möchten sie so in der Corona-Krise um Gottes Beistand bitten, wie das Erzbischöfliche Ordinariat München mitteilte. Marx und Bedford-Strohm beten jeweils in ihrem Amtssitz, während sie einander per Videokonferenz zugeschaltet sind. Das gemeinsame Gebet wird aufgezeichnet und am Montag, 6. April um 12.00 Uhr auf den Webseiten des Erzbistum München und Freising, der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern, sowie auf Facebook und Instagram veröffentlicht.

    16.47 Uhr: Münchner Flüchtlingsrat fordert Zugang der Sozialarbeiter in Gemeinschaftsunterkünfte trotz Corona-Betretungsverbot

    Der Münchner Flüchtlingsrat fordert, dass die Mitarbeiter der Sozialdienste in der Corona-Krise staatliche Unterkünfte der Geflüchteten wieder betreten dürfen. Die bayerische Staatsregierung hatte ein Betretungsverbot erlassen, um das Infektionsrisiko einzudämmen. Der Münchner Flüchtlingsrat kritisiert diese Maßnahme: Das viel größere Risiko sei die Unterbringung in Gemeinschaftsunterkünften. Die Art der Unterbringung hat der bayerische Flüchtlingsrat nun auch zur Anzeige gebracht und beschuldigt das Innenministerium und alle bayerischen Staatsregierungen, gegen das Infektionsschutzgesetz zu verstoßen. Der Münchner Flüchtlingsrat wolle in diesem Zuge darauf aufmerksam machen, wie wichtig die Arbeit der Sozialarbeiter für die Geflüchteten ist. Nach Meinung des Münchner Flüchtlingsrats seien viele Geflüchtete aktuell auf sich allein gestellt, von ihren Erfahrungen in der Vergangenheit traumatisiert. Außerdem stünden dringende Behördengänge an. Zudem seien viele Geflüchtete nur unzureichend über das Virus informiert, so der Münchner Flüchtlingsrat.

    16.02 Uhr: Oktoberfest-Absage erst zum "letztmöglichen Zeitpunkt"

    Bei der Einschätzung, ob das Oktoberfest heuer womöglich abgesagt werden muss, gibt man sich im Wirtschaftsreferat zurückhaltend: Man werde bis zum letztmöglichen Zeitpunkt die Lage beobachten, bevor eine nicht umkehrbare Entscheidung getroffen werde, teilte ein Sprecher auf Anfrage des Bayerischen Rundfunks mit: "Der nächste wichtige Termin wird vom Ende der Osterferien markiert. Für eine verbindliche Einschätzung sei es es daher noch zu früh. Eine Entscheidung werde "selbstverständlich mit größtmöglicher Verantwortung getroffen werden – sowohl hinsichtlich des gesundheitlichen, als auch des wirtschaftlichen Aspekts", so der Sprecher weiter. Am Ende werde sie "wesentlich davon abhängen, was die medizinischen Experten raten und welche gesundheitspolitischen und sicherheitsrechtlichen Vorgaben von Bund und Freistaat dazu erlassen werden." Die Vorbereitungen für das größte Volksfest der Welt werden einstweilen fortgesetzt. Erste Aufbauarbeiten würden im Juni beginnen. Oberbürgemeister Dieter Reiter (SPD) hatte in der Vergangenheit wiederholt gesagt, dass frühestens dann eine Entscheidung nötig sei.

    15.29 Uhr: Flüchtlingsrat zeigt Innenministerium an

    Die Generalstaatsanwaltschaft München prüft momentan, wie man nach der Anzeige des Bayerischen Flüchtlingsrats weiter vorgeht. Der Flüchtlingsrat hatte gestern das Bayerische Innenministerium und alle Bezirksregierungen angezeigt, weil nach Meinung des Flüchtlingsrates die Unterbringung in Gemeinschaftsunterkünften gegen das Infektionsschutzgesetz verstoßen soll. Die Anzeige ging an alle drei Generalstaatsanwaltschaften, also München, Nürnberg, Bamberg. Es sei allerdings nicht davon auszugehen, dass es drei Ermittlungsverfahren geben wird, so der Pressesprecher der Generalstaatsanwaltschaft München.

    15.24 Uhr: Verdopplungsrate im Landkreis Erding steigt nicht mehr so schnell

    Die Zahl der bestätigten Corona-Fälle steigt - aber im Landkreis Erding nicht mehr so schnell: Mittlerweile liegt die Verdoppelungsrate bei 9,5 Tagen, wie das Landratsamt mitteilt. Bayernweit liegt sie bei etwa sechs Tagen. Aktuell gibt es im Landkreis 401 Fälle (+28), 85 Betroffene gelten als geheilt.

    15.02 Uhr: Mühldorfer Schäffler planen Auftritte nach Coronakrise

    Um das Ende der Krisenzeit zu feiern, wollen die Mühldorfer Schäffler mit der Tradition brechen und nach der Coronakrise tanzen. Wie die Schäffler in einem Facebook-Post bekannt geben, sei es ihre Pflicht, ein Zeichen nach der Corona-Pandemie zu setzen, "um die Bevölkerung wie nach der Pest, wieder auf die Straßen zu locken. So will es die Tradition." Eigentlich hätten die Schäffler erst 2026 wieder auftreten sollen, doch nach der Krise wollen sie wieder "Lebensfreude" einläuten. 2019 absolvierten die Mühldoerfer Schäffler knapp 150 Auftritte in Mühldorf und Umgebung. Zu jedem Auftritt gehören 20 Tänzer, ein Kronenträger, ein Reifenschwinger, sowie drei Fassschlager. Wann die Auftritte heuer stattfinden werden, ist derzeit noch unklar.

    14.50 Uhr: Kleine Erleichterung für Münchner Wirte: Stadt will Gebühren für Freischankflächen stunden

    Oberbürgermeister Dieter Reiter hat die Kämmerei der Landeshauptstadt München gebeten, aufgrund der derzeitigen Situation die für Freischankflächen fälligen sogenannten Sondernutzungsgebühren für das Jahr 2020 schnellstmöglich vollständig zu stunden. Das geht aus einer Pressemitteilung der Stadt hervor. Münchner Cafés, Kneipen und Restaurants deren Freischankflächen sich zum Beispiel auf Gehwegen, öffentlichen Plätzen oder Straßen befinden und deswegen eigentlich Sondernutzungsgebühren entrichten müssen, können damit auf eine kleine finanzielle Erleichterung hoffen.

    14.45 Uhr: Pflegepersonal im Raum Rosenheim dringend gesucht

    Im Raum Rosenheim wird weiterhin dringend Pflegepersonal gesucht. Der Ärztliche Leiter der Führungsgruppe Katastrophenschutz, Michael Städtler, ruft unter anderem Medizinstudenten bzw. Pflegerinnen und Pfleger in Kurzarbeit oder im Ruhestand auf, sich zu melden. Besonders gesucht werden Pflegekräfte in der Alten- und Krankenpflege.

    14.44 Uhr: Coronavirus in Oberbayern: Anstieg geht leicht zurück

    In Oberbayern hat es nach Angaben des Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit im Vergleich zum Vortag 22 neue Todesfälle durch das Coronavirus gegeben (mitgezählt werden auch Todesfälle von Personen, die infiziert aber wegen anderer Ursachen gestorben sind). Damit erhöht sich die Gesamtzahl der an oder mit SARS-CoV-2 verstorbenen auf 95. Die Zahl der Erkrankten stieg um 752 Fälle, das sind rund 100 Fälle weniger als am Vortag. In Oberbayern sind damit nach Angaben des LGL 9.931 Menschen erkrankt. Fast die Hälfte der in Bayern lebenden Erkrankten befinden sich demnach in Oberbayern. Mit rund 212 Fällen pro 100.000 Einwochnern liegt Oberbayern vor den übrigen sechs bayerischen Bezirkenen. Die am stärksten betroffene Regionen in Oberbayern sind laut LGL der Landkreis Rosenheim mit 386 mit Fällen pro 100.000 Einwohner, Miesbach mit 359 und Freising mit 343 Fällen pro 100.000 Einwohner.

    13.39 Uhr: Näherinnen suchen Stoff und Hosengummis für Behelfs-Masken

    Die Führungsgruppe Katastrophenschutz im Landkreis Berchtesgadener Land bittet um größere Mengen von nicht zu breitem Hosengummi. Den Gummi brauchen rund 300 NäherInnen, die für alle medizinischen und pflegerischen Einrichtungen im Berchtesgadener Land Mund- und Nasenmasken nähen. Wer Hosengummi übrig hat, kann ihn gerne beim BRK-Haus in Ainring-Mitterfelden in der Industriestr. 6a abgeben oder per Post schicken. Gesucht werden auch größere Mengen an heiß waschbarem Baumwollstoff in gutem Zustand, idealerweise vorgewaschen, getrocknet und gebügelt. Wer ehrenamtlich helfen oder mitmachen will, soll sich bitte online mit Name, Adresse und Handynummer melden. Es genügt eine Emai an mundschutz@kvbgl.brk.de

    13.30 Uhr: München Klinik übernimmt Hotelkosten für Pflegekräfte

    Damit sich genügend zusätzliche Pflegekräfte zur Versorgung von Corona-Patienten melden, will die München Klinik sogar Hotelkosten für die Freiwilligen übernehmen. Für die Krankenhäuser suche man weiterhin Pflegekräfte und habe dafür kostenfreie Hotelkontingente für Menschen, die nicht in München wohnten, eingerichtet, teilte das Klinikunternehmen am Freitag mit.

    13.00 Uhr: S-Bahn-Züge für Abstandsregelung verlängert

    S-Bahnen wurden jetzt teilweise verlängert, damit die Fahrgäste einen Abstand von 1,5 Meter einhalten können. Nach der Umstellung auf einen generellen "Samstagsfahrplan" und die damit verbundene Kapazitätsreduzierung war es gerade bei der S 3 und S 4 im Landkreis Fürstenfeldbruck zu Beschwerden gekommen, dass der Platz für einen solchen Abstand zum Teil nicht mehr ausreiche. Landrat Thomas Karmasin (CSU) hat darauf beim MVV und der S-Bahn München interveniert.

    12.45 Uhr: Vorsichtsmaßnahme gegen Betrugsversuche - Uniformierte Polizeibeamte begleiten Ärzte bei Corona-Forschungsprojekt

    Als Vorsichtmaßnahme gegen Betrugsversuche werden unformierte Polizeibeamte die Ärzteteams begleiten, die von diesem Sonntag an zu Corona-Forschungszwecken 3.000 Haushalte in München aufsuchen werden. Das kündigte der Leiter der Pressestelle Marcus da Gloria Martins in einer Telefonkonferenz heute Mittag an. In Bayern wurden in den letzten Wochen vereinzelt Fälle angezeigt, bei denen sich räuberische Betrüger in Schutzkleidung als Mitarbeiter des örtlichen Gesundheitsamtes ausgegeben haben, um so Zugang zur Wohnung und dort vermuteten Wertgegenständen zu bekommen.

    Alle zwanzig Ärzteteams, die in den nächsten Wochen jeweils zu zweit bei den Münchner Haushalten klingeln werden, sind deshalb in Begleitung eines uniformierten Polizeibeamten. Die Streife wird - im Gegensatz zu den Medizinern - trägt keine Schutzkleidung und wird die Wohnung nicht betreten. Die Münchner Polizei begleite die Aktion lediglich als vertrauensbildende Maßnahme, so da Gloria Martins, ein Zwang an der Studie teilzunehmen entstehe dadurch nicht, jeder Bürger habe das Recht, die Untersuchung abzulehnen. Die Forscher werden nach seinen Worten straßenzugweise vorgehen, die betroffenen Anwohner wurden durch Flyer über die geplante Aktion informiert.

    12.40 Uhr: PVC-Hersteller Vinnolit spendet 1000 FFP2-Masken an Corona-Zentrum in Mühldorf

    Um die medizinische Versorgung vor Ort zu unterstützen, spendet der PVC-Hersteller Vinnolit - der im Chemiepark Gendorf (Lkr. Altötting) angesiedelt ist - 1000 FFP2-Masken an das Corona-Zentrum der Inn-Kliniken Altötting und Mühldorf. Weitere insgesamt 500 FFP2-Atemschutzmasken spendete das Unternehmen an die Wirtschaftsförderung Landkreis Traunstein für die Notversorgung von Pflegeeinrichtungen sowie an Seniorenzentren unter anderem in Burghausen, Waldkraiburg und Ismaning.

    Vinnolit produziert den Kunststoff PVC, der für die Herstellung von Artikeln der Intensivmedizin, wie Blutbeutel, Schlauchsysteme oder Sauerstoffmasken benötigt wird. Die ebenfalls produzierte Natronlauge ist eine wichtige Grundchemikalie unter anderem für die Herstellung von Wasch- und Reinigungsmitteln.

    12.05 Uhr: Stadt München fördert virtuellen Unterricht

    Die Stadt München stellt über die für Schulen zuständige IT-Abteilung ab sofort Microsoft Teams for Education zur Verfügung. Es handelt sich um ein Modul von Office 365. Damit soll es möglich sein in einem virtuellen Klassenzimmer zu unterrichten.

    11.25 Uhr: Bürgermeister im Oberland fordern Ausflugssperre

    Frühlingshaftes, sonniges Wetter ist für das erste Osterferien-Wochenende vorhergesagt - gleichzeitig gilt weiter die Corona-Ausgangsbeschränkung. Im Oberland haben sich jetzt Bürgermeister an die Regierung gewandt und fordern eine staatliche Ausflugssperre.

    Trotz eindringlicher Appelle am letzten Wochenende waren die Wanderparkplätze voll, Gruppen grillten am Walchensee und Ausflügler tummelten sich dicht am Eibsee – die meisten von ihnen waren Tagestouristen mit auswärtigen Kennzeichen. Doch mittlerweile ist sogar während der Woche so viel los wie sonst nur am Wochenende. Thomas Holz, der Bürgermeister von Kochel am See, vermutet, dass viele Menschen Angst hätten, dass es zu weiteren Einschränkungen kommen könnte, weshalb sie jetzt noch jeden schönen Tag nutzen. Da für die Osterferien schönes Wetter vorhergesagt ist, rechnet er sogar noch mit mehr Ausflüglern in den nächsten Tagen. Zusammen mit anderen Bürgermeistern im Oberland fordert er eine Ausflugssperre wie an der norddeutschen Küste. Denkbar wäre auch eine Ausflugsbeschränkung nur im eigenen Landkreis. Mit einem Brandbrief haben sich die Bürgermeister an die Regierung gewandt. Sie befürchten ein erhöhtes Infektionsrisiko für ihre einheimische Bevölkerung und Rettungskräfte. Die Polizei will an diesem Wochenende verstärkt an den Ausflugshotspots kontrollieren.

    11.20 Uhr: Stadt Dachau erlässt Wirten die Pacht

    Die Stadt Dachau hat den Wirten in stadteigenen Gebäuden die Pacht erlassen. Diese Regelung gilt, solange die Gaststätten wegen Corona geschlossen bleiben müssen, so Stadtkämmerer Thomas Ernst. Die Stadt selbst will mit gutem Beispiel vorangehen und hofft, dass sich auch die anderen Vermieter kulant zeigen. "Es bringt keinem was, wenn man nach der Krise dann keinen Pächter mehr hat", sagt Kämmerer Thomas Ernst. Die Gaststätten haben teilweise hohe Fixkosten. Wenn die Betriebe wieder aufmachen, soll das auch wirtschaftlich noch möglich sein.

    Ähnlich hilfsbereit zeigt sich die Gemeinde Feldafing im Landkreis Starnberg. Auch dort wird den Betreibern bis auf Weiteres die Pacht erlassen, wie der Gemeinderat in einer Online-Abstimmung entschieden hat. Die Rückmeldung sei sehr positiv, sagt Bürgermeister Bernhard Sontheim, nicht nur von den Wirten. Auch von Bürgern habe er viele Anrufe und E-Mails erhalten, die sich für diese tolle Geste bedanken. Einige Brauereien sind ihren Wirten mit der Pacht ebenfalls entgegengekommen, darunter Augustiner oder Ayinger.

    10.55 Uhr: Aschau im Chiemgau sperrt öffentliche Wanderparkplätze

    Aschau im Chiemgau sperrt die öffentlichen Parkplätze für Wanderer. Damit will Aschau die Vorgaben der Ausgangsbeschränkungen umsetzen und Ausflüger von Wandertouren abhalten. Es wurde festgestellt, dass sowohl auf den Wanderwegen als auch auf den Hütten die Vorgaben nicht eingehalten werden, heißt es von der Touristinfo Aschau. Gesperrt sind die Parkplätze ab heute bis zum 19. April.

    9.20 Uhr: Dachauer Landrat Löwl erinnert an Ausgangsbeschränkungen

    Mit Blick auf die sonnigen Wetteraussichten fürs Wochende appelliert der Dachauer Landrat Stefan Löwl (CSU) noch einmal an die Bevölkerung, sich an die Ausgangsbeschränkungen zu halten: "Natürlich drängt es uns alle nach draußen, aber die Gefahr einer Ansteckung ist nach wie vor hoch", betont er. „Bitte achten Sie auf Abstand, setzen Sie sich in der Öffentlichkeit oder der Nachbarschaft nicht zusammen, bleiben Sie möglichst zu Hause und meiden Sie insbesondere medizinische Einrichtungen, Alten- und Pflegeheime sowie Behinderteneinrichtungen", so Löwl weiter.

    9.10 Uhr: Fast 50 positive Tests in Hallertauer Pflegeheim

    Die Lage in dem stark von Coronavirus-Infektionen betroffenen Pflegeheim in Au in der Hallertau spitzt sich weiter zu. Mittlerweile wurden 36 Bewohner positiv getestet und größtenteils im Haus isoliert. Andere kamen ins Krankenhaus. Drei sind dort gestorben, Todesursache soll aber nicht die Corona-Infektion gewesen sein. Auch elf Mitarbeiter wurden positiv getestet. Sie befinden sich in häuslicher Quarantäne. Im gesamten Landkreis Freising sind inzwischen 581 Infektionsfälle bekannt. 215 Menschen sind bereits wieder gesund. Zehn Menschen sind verstorben. Alle hatten aber Vorerkrankungen, wie das Landratsamt mitteilte.

    6.20 Uhr: Ebersberg testet Hilfskrankenhaus in Turnhalle

    In der zum Hilfskrankenhaus umfunktionierten Sporthalle in Ebersberg sollen heute die möglichen Abläufe durchgespielt werden. "Es wird nichts dem Zufall überlassen für den Fall, dass das Hilfskrankenhaus in Betrieb gehen muss", betont das Landratsamt. Die Umrüstung ist inzwischen fast abgeschlossen. Auch eine erste Sauerstofflieferung und ein großer Teil der bestellten Betten sind mittlerweile eingetroffen. Im Landkreis Ebersberg sind aktuell 144 Menschen mit dem Corona-Virus infiziert. In häuslicher Quarantäne befinden sich 346 Menschen. Seit Ausbruch der Pandemie wurden im Landkreis insgesamt 224 Menschen positiv auf das Corona-Virus getestet. 80 von ihnen sind aber bereits wieder gesund.

    Donnerstag, 2. April

    18.41 Uhr: Deutscher Alpenverein ruft dazu auf, keine Bergtouren zu machen

    Das Wetter soll am Wochenende schön werden, doch angesichts der Coronakrise appelliert der Deutsche Alpenverein eindringlich, keine Bergtouren zu unternehmen. Es gehe darum, alpine Notfälle zu verhindern und so Rettungswesen und Krankenhäuser zu entlasten, sagte DAV-Präsident Josef Klenner. Außerdem könnten Wanderziele so stark frequentiert sein, dass auch ein Infektionsrisiko bestehe. Sinnvoll sei es aber, sich durch Bewegung fit zu halten. Der Deutsche Alpenverein empfiehlt deshalb einen Spaziergang im nahe gelegenen Wald oder eine Joggingrunde im Park. Auf den Social Media Kanälen verbreitete der DAV das Motto: "Die Berge warten, wir auch."

    17.23 Uhr: Landratsamt Starnberg: bitte kein Wassersport

    Auch wenn Starnberger, Weßlinger oder Pilsensee locken: Auf Wassersport sollte man in Corona-Zeiten verzichten, so der Appell des Landratsamts Starnberg. Zwar seien "rein sportliche Betätigungen auf den Seen" zulässig. Aber dann würden wohl auch Rettungseinsätze nötig, und die Rettungskräfte könnten ihre Kapazitäten derzeit nicht "mit Einsätzen im Freizeitbereich vergeuden".

    Gar nicht erlaubt ist laut Kreisbehörde derzeit der Betrieb auf Sportboothäfen, Vereinsanlagen, Trockenliegeplätzen, Bootshallen und sonstigen Freizeitanlagen. Das seien keine Einrichtungen, "die den notwendigen Verrichtungen des täglichen Lebens dienen". Und das Boot ins Wasser zu lassen oder Reparaturarbeiten an Booten seien "kein triftiger Grund zum Verlassen des eigenen Hausstands", betont das Landratsamt unter Hinweis auf die momentan geltende Allgemeinverfügung.

    17.04 Uhr: Bayerische Oberlandbahn setzt Sicherheitsdienst ein

    Auch die Bayerische Oberlandbahn, die die Züge der BOB und des Meridians betreibt, appelliert an die Fahrgäste am kommenden sonnigen Wochenende und an den Osterfeiertagen zuhause zu bleiben. Die schönsten Ausflugsziele Bayerns seien zwar mit Meridian und BOB schnell zu erreichen, aber die BOB macht erneut darauf aufmerksam, dass das Fahrplanangebot reduziert wurde. Das Unternehmen wird außerdem einen Sicherheitsdienst einsetzen und die Abstandsregeln kontrollieren.

    16.53 Uhr: 14 neue Todesfälle

    In Oberbayern hat es nach Angaben des Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit im Vergleich zum Vortag 14 neue Todesfälle gegeben. In der Coronavirus-Statistik zählt das LGLauch Todesfälle von Personen mit, die zwar infiziert waren aber an anderen Ursachen gestorben sind. Damit erhöht sich die Gesamtzahl der Verstorbenen auf 73.

    Die Zahl der mit dem Coronavirus Infizierten stieg um 850 Fälle. In Oberbayern sind damit nach Angaben des LGL 9.179 Menschen erkrankt. Fast die Hälfte der in Bayern lebenden Erkrankten (48%) befinden sich demnach in Oberbayern. Mit 195,87 Fällen pro 100.000 Einwochnern liegt Oberbayern vor den übrigen sechs bayerischen Bezirkenen. Die am stärksten betroffene Region in Oberbayern ist laut LGL der Landkreis Rosenheim mit 338,34 Fällen pro 100.000 Einwohner.

    15.14 Uhr: Flughafen München führt Kurzarbeit ein

    Die Flughafen München GmbH und ihre Abfertigungstochter AeroGround führen mit sofortiger Wirkung Kurzarbeit ein. Darauf haben sich Management und Betriebsrat verständigt. Die Verhandlungen liefen schon länger, die Lage im Erdinger Moos wurde für den Flughafenbetreiber immer dramatischer: Inzwischen sind es noch knapp 60 Starts und Landungen am Tag - normalerweise waren es um die 1000. Das Passagieraufkommen ging um gut 95 Prozent zurück.

    Einige Konzerntöchter hatten im März schon Kurzarbeit eingeführt. Jetzt trifft es auch die FMG selbst und ihre Abfertigungstsochter Aeroground und damit insgesamt mehrere Tausend Mitarbeiter aus allen Betriebsbereichen. Von Arbeitgeberseite wird das gesetzliche Kurzarbeitergeld auf bis zu 90 Prozent des vorherigen Nettoentgelts aufgestockt.

    10.00 Uhr: Gewerkschaftsbund sagt alle Kundgebungen am 1. Mai ab

    Der Deutsche Gewerkschaftsbund Oberbayern mit Sitz in Rosenheim sagt alle Kundgebungen zum Tag der Arbeit am 1. Mai ab. Es sei für die Gewerkschaft eine historisch einmalige Entscheidung. Solidarität heiße in diesem Jahr: "Abstand halten!", so der DGB. "Wir werden den Wert der Solidarität, auch nach der Corona-Krise, wieder zu einem Grundbestandteil unseres gesellschaftlichen Zusammenlebens machen", sagt der Regionsgeschäftsführer für Oberbayen Günther Zellner. Für die Gewerkschaft gebe es einige Punkte, die es neu zu bewerten gelte, wie etwa der jahrelange Sparkurs in der öffentlichen Daseinsvorsorge. Wie sich Privatisierungen im medizinischen Sektor auswirken, könne man gerade leidvoll in anderen Ländern sehen. Das Mantra der schwarzen Null helfe nicht in Notzeiten. Heute aber gelte, allen zu danken, die uns tagtäglich mit hohem Risiko für die eigene Gesundheit vor dem Virus schützen, die Versorgung gewährleisten und die öffentliche Sicherheit aufrecht erhalten, so der Gewerkschaftsgeschäftsführer. Nächstes Jahr werde der 1. Mai das weltweit größte Fest der Solidarität.

    9.30 Uhr: Mitarbeiter der Ro-Med-Kliniken in Rosenheim bekommen womöglich Zuschlag

    Mitarbeiter der Ro-Med-Kliniken in Rosenheim bekommen möglicherweise eine Zulage für ihre Arbeit. Einen entsprechenden Antrag hat der Pandemie-Rat auf den Weg gebracht. Das Personal leiste gerade eine Wahnsinnsarbeit, das müsse honoriert werden, sagte Stadtrat Abuzar Erdogan dem Bayerischen Rundfunk. Die Ro-Med-Kliniken werden von der Stadt und dem Landkreis Rosenheim betrieben.

    6.20 Uhr: Zu viele Corona-Infektionen: Münchner Klinik gibt Alltagsbetrieb auf

    Weil sich viele Patienten und Mitarbeiter mit dem Corona-Virus infiziert haben, gibt es in der Helios Klinik in München-Pasing seit Mittwochabend keinen normalen Krankenhaus-Betrieb mehr. "Es geht darum, dass wir keine neuen Patienten aufnehmen, und die Patienten, die entlassen werden könnten, aktuell nicht entlassen", erklärt der Sprecher des Helios Klinikum München West, Marten Deseyve. "Alle Patienten, die jetzt da sind, bleiben auch weiter da." So sollen Infektionsketten unterbrochen werden. Bislang wurden 14 Patienten und zwei Mitarbeiter positiv getestet. Alle Patienten und Mitarbeiter werden nun auf das Virus Sars-CoV-2 getestet.

    Wie lange dieser "eingefrorene Zustand" erhalten bleibt, sei noch unklar, sagt Deseyve. Dies hänge von der Entwicklung in den nächsten Tagen ab. Derart drastische Maßnahmen dürften im Freistaat derzeit noch einmalig sein. "Mir ist auch kein anderes Haus bekannt", bestätigt Deseyve.

    6.10 Uhr: Seniorenheim in Murnau: Vier Personen positiv auf Corona getestet

    In einem Seniorenheim in Murnau sind drei Bewohner und eine Pflegekraft mit dem Corona-Virus infiziert. Eine großangelegter Corona-Virus Test soll zeigen, ob sich weitere Personen angesteckt haben. Nachdem es bereits in einem Altenheim in Würzburg nach Corona-Erkrankungen zu Todesfällen kam, ist die Sorge in Murnau jetzt groß. Nach ersten Informationen soll es sich bei den Erkrankten um Bewohner und eine Pflegekraft einer betreuten Wohngemeinschaft handeln. Wie das Murnauer Tagblatt berichtet, haben zwei Senioren so schwere Symptome, dass sie vorsorglich in der Klinik behandelt werden. Bei den beiden anderen Personen ist der Verlauf bisher glimpflich, daher wurden sie isoliert. Im Seniorenzentrum Kemmelpark wohnen rund 50 Bewohner. Neben einer Tagespflegestätte gibt es zwei ambulant betreute Wohngemeinschaften für pflegebedürftige Senioren. Das BRK war mit einem Großaufgebot vor Ort und hat 140 Abstriche von Personen genommen, die mit den Infizierten in Kontakt waren. Bis die Tests ausgewertet sind, herrscht in der Einrichtung höchste Sicherheitsstufe, heißt es von der Heimleitung. Bis auf weiteres müssen alle Bewohner in ihren Zimmern bleiben. Das Pflegepersonal trägt spezielle Schutzkleidung.

    6.10 Uhr: Innere Mission München hilft Bedürftigen

    In der Corona-Krise wird besonders deutlich, wie viele Bedürftige in München leben. Die Innere Mission hat jetzt im ehemaligen Postbankgebäude an der Schwanthaler Straße Läden eingerichtet. Ab 14.30 Uhr gibt sie dort Kleidung in allen Größen für Männer, Frauen und Kinder aus. Eine halbe Tonne Kleidungsstücke wurde dafür aus den Lagern geholt. Außerdem stehen gut 120 Schlafsäcke und eine weitere halbe Tonne Wolldecken, Unterwäsche und Socken zur Verfügung, dazu Hygieneartikel vom Duschgel bis zu Windeln. Die Caritas stellt außerdem einen zweiten „Foodtruck“ auf - zusätzlich zu dem Imbisswagen, der schon seit Montag an der Ecke Luisen-/Elisenstraße steht. Dort bekommen Bedürftige eine warme Suppe. Ab heute gibt es auch Brotzeitpakete zum Mitnehmen. Wer die Angebote nutzen will, braucht keine Nachweise vorzulegen. Einzige coronabedingte Vorgabe: Abstand zu den anderen halten.

    Mittwoch, 1. April

    19.16 Uhr: Rosenheim plant Zulage für Klinik-Mitarbeiter

    Mitarbeiter der Ro-Med-Kliniken in Stadt und Landkreis Rosenheim können womöglich mit einer Zulage für ihre wertvolle Arbeit rechnen. Der Pandemie-Rat, der am Abend anstatt des Stadtrates tagte, brachte einen Eilantrag der SPD-Fraktion auf den Weg. Dabei gab es keine Abstimmung, aber der Klinikleitung wurde einstimmig ein Mandat erteilt, ein dementsprechendes Papier vorzubereiten, berichtete SPD-Stadtrat Abuzar Erdogan dem BR nach der Sitzung. Dieses Papier soll in zwei bis drei Wochen vorliegen, dann soll der Aufsichtsrat der Klinik darüber abstimmen. Ob alle 3200 Mitarbeiter der Ro-Med-Kliniken davon profitieren werden, ist aber noch unklar, so Erdogan. Unklar sei z.B. ob Mitarbeiter, die sich derzeit im Homeoffice befinden, ebenfalls unter diesen Schirm kommen. Erdogan zeigte sich mit dem Ergebnis des SPD-Antrags zufrieden. Das Personal leiste gerade eine Wahnsinnsarbeit, dies gelte es zu honorieren. "Von Applaus können sich die Mitarbeiter nichts kaufen", so der SPD-Stadtrat. Die Kosten nennt er gewaltig und beziffert sie auf rund eine Million Euro. Da die Ro-Med-Kliniken von Stadt und Landkreis betrieben werden, trägt die Kosten mittelfristig der Steuerzahler, so Erdogan. Der "Pandemie-Rat", der statt des Stadtrates heute tagte, bestand laut dem SPD-Stadtrat aus zehn Stadträten, der Oberbürgermeisterin und den Dezernenten der Stadt Rosenheim.

    18.44 Uhr: Corona-Infizierter im Seniorenheim im Landkreis Ebersberg

    Auch in einem Seniorenheim im nördlichen Landkreis Ebersberg ist jetzt ein Bewohner an Covid-19 erkrankt. Er befindet sich in einer Münchner Klinik. "Jetzt geht es darum, schnell die engsten Kontaktpersonen zu ermitteln um im besten Fall den Ansteckungsweg nachvollziehen zu können", heißt es im Landratsamt: "Gesundheitsamt und Heimaufsicht haben nach Bekanntwerden des Abstrich-Ergebnisses sofort vor Ort mit den Ermittlungen begonnen und arbeiten mit Hochdruck daran." Insgesamt sind im Landkreis derzeit 134 Menschen mit dem Corona-Virus infiziert, 74 weitere sind bereits wieder gesund.

    17.42 Uhr: Bayerische Staatsoper verschiebt Kunstprojekt

    Das mit Spannung erwartete Opernprojekt "7 Deaths of Maria Callas" der Performance-Künstlerin Marina Abramovic wird nicht wie geplant per Live-Übertragung im Internet uraufgeführt. Man müsse das Vorhaben wegen der Corona-Pandemie verlegen, teilte die Bayerische Staatsoper mit. Bis jetzt sei das Projekt in Kleinstgruppen vorbereitet worden, jetzt müssten viele Leute auf der Bühne und im Orchester eingebunden werden. Auch die Montagskonzerte, die bislang gestreamt wurden, wurden abgesagt. Stattdessen werde sich die Kostümabteilung auf die Produktion von Schutzmasken verlegen - auf freiwilliger Basis. Staatsintendant Nikolaus Bachler sagte, es sei ihm auch künstlerisch schwergefallen, ein Projekt voranzutreiben, das die Begegnung mit dem Tod auslote. "Im Moment, in dem es für viele ganz real um Leben und Tod geht, stellen sich andere Fragen – das ist mir innerhalb der letzten Tage besonders klar geworden." Gleichwohl müsse es möglich sein, auch in der Krise die Arbeit an der Kunst aufrechtzuerhalten. "Wir müssen aufpassen, dass die pandemische Krise keine Krise unserer Institutionen, unseres Charakters und unserer Gesellschaft wird."

    17.41 Uhr: Hilfskrankenhaus Erding vor Fertigstellung

    Eines der bayernweit 26 Hilfskrankenhäuser, die bei der Bewältigung der Corona-Pandemie helfen sollen, kommt nach Erding – und ist schon fast fertig. Landrat Bayerstorfer (CSU) hat es heute bei einem Rundgang auf dem Fliegerhorst-Gelände – im ehemaligen "Warteraum Asyl" - präsentiert. In rekordverdächtigem Tempo sind zwei Leichtbauhallen, aufgestellt vor vier Jahren für Flüchtlinge, zum Hilfskrankenhaus mit 160 Betten geworden. Es ist gedacht für Patienten, bei denen die Infektion nicht ganz so schwer verläuft, oder die die Intensivstation bereits wieder verlassen können. Theoretisch könnte man in wenigen Tagen loslegen, hieß es heute. Tatsächlich soll das freilich nur geschehen, wenn die Kapazität im Klinikum Erding nicht mehr reichen sollte. "Wir sind vorbereitet für einen Worst Case, der hoffentlich in dieser Form nicht eintreffen wird", sagt Landrat Martin Bayerstofer. Aktuell gibt es 350 bestätigte Fälle im Landkreis Erding, den Ministerpräsident Markus Söder als einen der Corona-Hotspots bezeichnet hat. Die Regierung von Oberbayern würde das Hilfskrankenhaus auch mit Personal unterstützen. Bei Bedarf könnte die Einrichtung noch ausgebaut werden – es gäbe noch weitere Hallen, bis zu 1.000 Betten wären möglich.

    16.30 Uhr: Berchtesgadener Molkerei stellt Schutzmäntel und Desinfektionsmittel zur Verfügung

    Die Berchtesgadener Molkerei benötigt normalerweise Schutzmäntel, Hauben und Händedesinfektion, wenn Besuchergruppen durch den Betrieb geführt werden. Alle Führungen sind momentan aber abgesagt, deshalb hat die Molkerei 4700 Einmalmäntel, rund 1000 Hauben und 250 Liter Desinfektionsmittel dem Landkreis als Spende überlassen.

    Ein LKW der Pidinger Feuerwehr brachte das Material zum Landratsamt, wo es Landrat Georg Grabner (CSU) entgegennahm. Die gespendeten Sachen werden von der Führungsgruppe Katastrophenschutz (FüGK) des Landratsamts nach Dringlichkeit an Alten- und Pflegeheime, ambulante Pflegedienste, Arztpraxen und Kliniken im Landkreis verteilt.

    16.17 Uhr: Freising startet Aufruf an Landkreisbürger mit medizinischer oder pflegerischer Erfahrung

    Der Landkreis Freising ruft alle Bürgerinnen und Bürger auf, die über medizinische oder pflegerische Erfahrung verfügen, mit ihren Kenntnissen in der Corona-Krise Unterstützung zu leisten und sich deshalb beim Landratsamt zu melden.

    Der Aufruf richtet sich unter anderem an Pflegefachkräfte, Pflegehilfskräfte, Medizinstudenten, Medizinisch-technische Assistenten und Medizinische Fachangestellte, die derzeit nicht in diesem Beruf arbeiten, volljährig sind und keiner Risikogruppe angehören. Ebenso wird die Erfahrung von Ortshelferinnen und Bürgerinnen und Bürgern, die ein Freiwilliges Soziales Jahr oder einen Bundesfreiwilligendienst im medizinischen oder pflegerischen Bereich absolviert haben, gebraucht. Die regionalen Einsatzbereiche reichen von verschiedenen Pflegeeinrichtungen bis zum Klinikum, der Einsatz ist jeweils abhängig von der Qualifikation.

    15.25 Uhr: Über 30 Infizierte: Seniorenheim in Bad Feilnbach geräumt

    In Bad Feilnbach sind heute die Bewohner des Alten- und Pflegeheimes St. Lukas verlegt worden. Dabei handelt es sich um eine Schutzmaßnahme für die Bewohner, weil deren Versorgung nicht mehr in der Form sichergestellt werden konnte, wie es notwendig wäre, so die Heimaufsicht des Landratsamtes Rosenheim. Ein Großteil der Bewohner - 31 von 41 - , zahlreiche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie die Leitung der Einrichtug haben sich mit dem neuartigen Corona-Virus infiziert, so das Landratsamt. Sie alle befinden sich nun in Quarantäne. Die 41 Bewohner wurden im Medical Park Bad Feilnbach Reithofpark, im Medical Park Bad Feilnbach Blumenhof, in der Schön Klinik Bad Aibling Harthausen und in der Rheumaklinik Bad Aibling untergebracht. An dem Einsatz waren zahlreiche Rettungskräfte beteiligt, u.a. das BRK, der Malteser Hilfsdienst, die Johanniter Wasserburg sowie Polizei und Feuerwehr.

    13.18 Uhr: Handwerkskammer lehnt Straßensperrungen in der Zeit der Ausgangsbeschränkungen ab

    Die Handwerkskammer lehnt es ab, alle Straßen innerhalb des Mittleren Rings für den Autoverkehr zu sperren. Diesen Vorschlag hatte der Bund Naturschutz München gemacht. Damit würden die Ausgangsbeschränkungen ad absurdum geführt und "der letzte noch funktionierende Bereich ökonomischer Tätigkeit ausgebremst", kritisierte Kammerpräsident Franz Xaver Peteranderl.

    13.00 Uhr: Eröffnung der Landesgartenschau verschoben

    Der Aufsichtsrat der Landesgartenschau GmbH hat heute beschlossen, die Eröffnung der Landesgartenschau Ingolstadt zu verschieben und zwar auf Ende Mai. Eigentlich war der 24. April als Eröffnungsdatum vorgesehen. Die Ausgangsbeschränkungen in Bayern sowie alle anderen Beschränkungen aufgrund der Corona-Epidemie, haben diesen Termin aber unmöglich gemacht. Am Nachmittag muss noch der Finanzausschuss des Stadtrates, der ab 15 Uhr im Stadttheater-Festsaal tagt, zustimmen. Ob die Verschiebung der Landesgartenschau auf Ende Mai reichen wird, das hängt von der weiteren Entwicklung der Corona-Pandemie ab. Zur Landesgartenschau Ingolstadt zwischen Westpark und Güterverkehrszentrum wären zwischen dem 24. April und dem 04. Oktober hunderttausende Besucher erwartet worden. Schon seit Jahren wird an der Umsetzung gearbeitet. Das Gelände soll nach der Landesgartenschau der Bevölkerung als Erholungsfläche zur Verfügung gestellt werden.

    12.44 Uhr: Audi unterstützt Kliniken und Heime

    Der Autobauer Audi will Krankenhäuser, Pflegeheime und Sozialeinrichtungen mit fünf Millionen Euro Soforthilfe unterstützen. Das Geld fließe zusätzlich zu den 600.000 Euro, die Audi am Montag an Kliniken in Ingolstadt und Heilbronn gegeben habe, teilt das Unternehmen mit. Außerdem meldeten sich immer mehr Mitarbeiter als freiwillige Helfer. Markus Duesmann, der am Mittwoch sein Amt als neuer Audi-Chef antrat, sagte: "Ich danke allen Audianerinnen und Audianern, die in dieser außergewöhnlichen Zeit nach vorn schauen, mitanpacken und helfen, wo sie gebraucht werden."

    12.37 Uhr: Kostenlose Taxifahrten für Pfleger und Ärzte

    Ärzte, Schwestern und Pfleger können in München ab sofort auf dem Weg zur Arbeit und zurück kostenlos taxifahren. Mit dem Nulltarif solle medizinisches Personal in der Corona-Krise unterstützt werden, teilte ein Sprecher des Taxiverbands München am Mittwoch mit. Anrufen müsse man dafür bei einer der beiden lokalen Taxizentralen. "Dann fährt man zur Klinik oder nach Hause von der Klinik umsonst", sagte der Sprecher. Die Arbeit in der Gesundheitsbranche müsse allerdings nachgewiesen werden. Erstmal läuft das Projekt auf Kosten der Taxiunternehmen. Für eine längerfristige Lösung werde noch auf Rückmeldung des Bundesverkehrsministeriums gewartet. Laut der Taxizentrale Nürnberg gibt kostenlose Fahrten für Klinikpersonal in der zweitgrößten Stadt im Freistaat nicht. Dafür könne man sich hier sowohl Einkäufe als auch Medikamente für einen Pauschalpreis von 10 Euro mit dem Taxi bringen lassen, sagte ein Sprecher.

    11.15 Uhr: Zur Entlastung: Bereitschaftspraxis für Nicht-Corona-Infizierte in Mühldorf

    Auf dem Volksfestplatz in Mühldorf eröffnet heute eine Bereitschaftspraxis für Menschen mit schwereren Atemwegserkrankungen - wie beispielsweise Grippe, Bronchitis oder Lungenentzündung . Diese Patienten sollen dadurch schneller untersucht und von anderen Patienten getrennt werden. Ziel der Schwerpunktpraxis: Schwerer erkrankte Bürger effektiv behandeln, aber auch andere Patienten und Ärzte in den örtlichen Praxen vor einer möglichen Infektion mit dem Corona-Virus zu schützen. Dadurch sollen auch Hausarztpraxen entlastet und zukünftig besser geschützt werden. Corona-Tests werden hier nicht durchgeführt. Die Praxis wird in Containern beherbergt. Zwischen 14 und 18 Uhr können betroffene Patienten ab heute mit dem Auto auf den Volksfestplatz vorfahren. Dort wird ihnen ein Warteplatz zugewiesen. Die Wartezeit selbst soll im Auto überbrückt werden, bis die Patienten zur Untersuchung in einem der Container aufgerufen werden.

    10.05 Uhr: Gewerkschaft warnt: Lebensmittelindustrie arbeitet am Limit

    Sie sorgen für Nachschub im Supermarkt: Die rund 4.700 Menschen, die laut Arbeitsagentur in München in der Lebensmittelindustrie arbeiten, leisten in der Coronavirus-Pandemie einen entscheidenden Beitrag dafür, dass Essen und Trinken nicht knapp werden. Darauf hat die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) hingewiesen. „Überstunden und Extra-Schichten sind in der Lebensmittelindustrie schon seit Wochen an der Tagesordnung. Die Menschen arbeiten am Limit, damit Aldi, Lidl, Rewe, Edeka & Co. die Ware nicht ausgeht“, sagt Tim Lünnemann von der NGG-Region München. Die Politik habe dies erkannt und die Lebensmittelbranche für „systemrelevant“ erklärt. Bei den Beschäftigten allerdings tauchen gerade jetzt viele Fragen auf, so die Gewerkschaft. Nach Angaben der Arbeitsagentur beschäftigt die Branche in ganz Bayern rund 135.000 Menschen.

    09.15 Uhr: Erzbistum München und Freising verschiebt Erstkommunion und Firmung

    Im Erzbistum München und Freising werden Erstkommunion und Firmung wegen der rasanten Ausbreitung des Coronavirus bis Pfingsten verschoben. "Manche Hoffnungen werden enttäuscht, aber wir müssen weiter verantwortlich handeln", heißt es in einem Schreiben von Generalvikar Christoph Klingan und Amtschefin Stephanie Herrmann an die Pfarreien im Bistum. Darin wird die Verschiebung der Firmungen angekündigt und "nachdrücklich empfohlen, auch alle Erstkommunionfeiern bis Pfingsten aufzuschieben".

    09.10 Uhr: Schön Klinik Harthausen behandelt Corona-Patienten

    Nicht nur die Schön Klinik in Vogtareuth, auch die Schön Klinik Harthausen bei Bad Aibling behandelt COVID 19-Patienten auf der Intensivstation. Bereits vor einigen Tagen habe die Klinik Patienten von verschiedenen RoMedKliniken übernommen. Gestern seien es 8 Patienten auf der Intensivstation gewesen, die auch beatmet werden mussten. Die Schön Klinik Harthausen hat die Zahl ihrer Intensivbetten auf 42 erhöht. Außerdem wurden 26 weitere Nicht-Intensivbetten für die isolierungspflichtigen COVID-19-Patienten bereitgestellt. Dazu wurde ein Aufwachraum, der derzeit nicht benötigt wird, umfunktioniert, so die Klinik. Zudem werden die Mitarbeiter für die Versorgung von COVID 19-Patienten intensiv geschult. Ob weitere Stationen zur Verfügung gestellt werden können, werde geprüt, heißt es.

    07.55 Uhr: Neue Infektambulanz in Geisenfeld

    Mit einer zweiten zentralen Anlaufstelle für möglicherweise Infizierte reagiert der Landkreis Pfaffenhofen auf die Corona-Ausbreitung. In Geisenfeld nimmt heute eine sogenannte Infektambulanz für die Bewohner des Landkreises ihre Arbeit auf. Neben der bereits bestehenden Fieberambulanz an der Ilmtalklinik in Pfaffenhofen eröffnet der Landkreis somit eine weitere Anlaufstelle für Patienten mit Corona-Symptomen. In der Ambulanz sind niedergelassene Ärzte und ehrenamtliche Helfer tätig.

    Die neue zentrale Anlaufstelle in der Königstraße 13 in Geisenfeld ist künftig täglich von 9 bis 12 Uhr geöffnet und kann von allen Patienten aus dem nördlichen Landkreis genutzt werden, die einen ärztlichen Rat wegen Beschwerden wie Husten, Halsschmerzen, Fieber oder sonstiger Erkältungssymptome benötigen.

    Dienstag, 31. März

    18.05 Uhr: 25 Bewohner eines Pflegeheims in München infiziert

    25 Bewohner eines Pflegeheims im Münchner Westend sind auf COVID-19 positiv getestet worden. Gleiches gilt für fünf Pflegekräfte. Beim Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit wurde inzwischen eine Reihentestung für alle 141 Bewohner sowie 102 Mitarbeitende des Pflegeheims angefordert. Die Untersuchungen laufen derzeit.

    Mittlerweile steht das ganze Haus freiwillig unter Quarantäne, außerdem hat sich die Einrichtung für einen Aufnahmestopp entschieden. Alle Mitarbeiter tragen Schutzausrüstung. Die Geschäfsführung will nicht ausschließen, dass das Virus auch an andere Stellen im Haus übertragen wurde. Ob und in welchem Umfang , wisse man erst nach den Ergebnissen des Reihentests. Bisher sollen lediglich einige Bewohner leichte Erkältungssymptome haben.

    15.42 Uhr: Coronavirusinfektionen steigen weiter in Oberbayern

    Die Zahl der Infektionen mit dem Coronavirus ist in Oberbayern auf 7.606 Fälle angestiegen. Das meldet das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit LGL auf seiner Website. Die Zahl der Fälle ist damit seit dem Vortag um 433 gestiegen. Pro 100.000 Einwohner sind damit 162,31 Personen infiziert, damit liegt Oberbayern weiterhin an der Spitze aller Bayerischen Bezirke.

    Seit gestern gibt es zehn weitere Todesfälle durch den Virus, insgesamt sind seit Beginn des Ausbruchs von SARS-CoV-2 48 Menschen in Oberbayern gestorben. Am stärksten vom Coronavirus betroffen sind die Stadt München, der Landkreis München und der Landkreis Rosenheim.

    14.52 Uhr: Corona-Fälle in München

    In München wurden heute 198 neue Corona-Fälle bestätigt. Damit sind in der Landeshauptstadt aktuell insgesamt 2.699 Infektionen gemeldet. In dieser Zahl enthalten sind 283 Menschen, die bereits geheilt sind, sowie fünf Todesfälle. Zum Vergleich: Vergangene Woche waren es 65 neue und insgesamt 1.381 bestätigte Corona-Infektionen gewesen.

    13.59 Uhr: Gewerkschaft verdi: Öffentlicher Dienst hält Land am Laufen

    Neben vielen anderen Berufsgruppen seien auch die Beschäftigten der Kommunen, daran beteiligt das gesellschaftliche Leben aufrechtzuerhalten. Brigitte Zach von der Gewerkschaft verdi: „Sie versorgen uns Bürgerinnen und Bürger mit den wesentlichen öffentlichen Dienstleistungen und sorgen für eine funktionierende Infrastruktur.“ Die Beschäftigten im öffentlichen Dienst seien trotz der Ausgangsbeschränkung im Einsatz, damit die wichtigsten Dienstleistungen der Verwaltung für Bürger und Bürgerinnen zur Verfügung stehen. Die Verwaltungen haben auch für die Kommunalwahlen alles unternommen, damit die Stichwahlen reibungslos ablaufen konnten. Die Reinigungsdienste, die Beschäftigten zum Beispiel in den Bauhöfen und Gärtnereien, arbeiten trotz Schließung einiger Bereiche unvermindert weiter oder sind sogar verstärkt im Einsatz.

    13.48 Uhr: FC Bayern-Spieler Boateng hilft

    Der frühere Fußball-Nationalspieler Jérôme Boateng unterstützt die Tafel in München und in seiner Heimat Berlin. Der 31-Jährige Verteidiger des FC Bayern hilft den gemeinnützigen Organisationen mit einer Spende. In München werden unter anderem Schutzanzüge und Desinfektionsmittel für die Helfer besorgt. "In Zeiten wie diesen ist es wichtig, dass wir alle zusammenhelfen. Wir Fußballer werden oft in die Vorbildrolle gedrängt, Vorbilder sind für mich aber all die, die durch ihren Einsatz dafür sorgen, dass das Leben möglichst weitergeht. Wie auch die freiwilligen Helfer bei den Tafeln das tun", sagte Boateng.

    12.29 Uhr: Fast 20.000 BMW-Mitarbeiter in Kurzarbeit

    Der Münchner Autobauer BMW hat für März knapp 20.000 Mitarbeiter für Kurzarbeit bei der Agentur für Arbeit angemeldet. Die meisten von ihnen seien in den Werken München, Dingolfing, Regensburg und Leipzig beschäftigt, teilte eine Sprecherin auf Nachfrage mit. Der Autobauer hatte die Produktion in seinen europäischen Fabriken bereits vor zwei Wochen gestoppt. Die Bänder sollten zunächst bis zum 19. April stehen. Wegen der Corona-Krise ist die Nachfrage nach Autos deutlich zurückgegangen. Viele Händler in Europa haben geschlossen. Auch viele Zulieferer lassen die Arbeit ruhen.

    12.22 Uhr: Kostenlose Verpflegung für Münchner Einsatzkräfte

    Für die Einsatzkräfte von Hilfsorganisationen, Notärzte sowie Sanitäter gibt es am Münchner "Drive-in" der BayWa-Stiftung täglich kostenloses Essen. Zwischen 7 und 19 Uhr dürfen sie an der Arabellastraße zwischen drei warmen Gerichten wählen. Damit soll den Helfern für ihren "unschätzbaren Einsatz während der Krise" gedankt werden.

    12.15 Uhr: Vorsichtiger Optimismus im Landkreis Erding

    Die Zahl der Infizierten im Landkreis Erding verdoppelt sich derzeit "nur" noch alle sechs Tage. In der Vergangenheit lag die Verdoppelungszeit schon mal bei zwei bis drei Tagen. "Maßnahmen wie die Ausgangsbeschränkung entfalten jetzt nach und nach ihre Wirkung", ist Landrat Martin Bayerstorfer (CSU) überzeugt.

    Aktuell gibt es im Landkreis 316 Fälle, 30 Betroffene sind bereits wieder gesund. Erding gehört zu den Landkreisen, die pro 100.000 Einwohner besonders Fälle haben – momentan sind es 230. Allerdings wird im Landkreis Erding auch überdurchschnittlich viel getestet, wie das Landratsamt mitteilt.

    12.08 Uhr: Näh-Aktion von Mundschutz für Praxen, Altenheim & Bürger

    Eine Frau aus Laufen (Landkreis Berchtesgadener Land) hat die Aktion "Laufen näht Mundschutz gegen Corona" gestartet. Es geht dabei darum, möglichst viele Behelfsmundschutze zu nähen, vor allem für Mitarbeiter in Arztpraxen, Altenheimen und sonstigen Therapie-Einrichtungen in der Stadt oder der Region. Auch einfacher Mundschutz würden knapp. Auf dem Markt sei kaum mehr etwas zu bekommen – höchstens zu überhöhten Preisen. Auch Bürger selbst sollten sich mit diesen einfachen, selbstgenähten Masken schützen, wenn sie in Supermärkte oder zum Arzt gehen, sagt die Initiatorin. Die Kirchengemeinden und die Stadt Laufen unterstützen die Idee. Sammelstellen für fertige Masken sind unter anderem das evangelische Gemeindehaus, die Stiftskirche Laufen sowie die Pfarrkirche St. Oswald in Leobendorf.

    11.40 Uhr: Webasto spendet Schutzausrüstung an Klinik

    Zwei Monate, nachdem Webasto-Mitarbeiter als die bayernweit ersten Corona-Patienten in der München Klinik behandelt wurden, bedankt sich der Autozulieferer mit Sitz in Stockdorf auf besondere Weise: Er hat Schutzkleidung gespendet – darunter 2.000 Schutzbrillen, 2.500 Schutzmasken und 5.000 Handschuhe. Zwar erhält die München Klinik regelmäßig Lieferungen mit Schutzkleidung, die den klinischen Bedarf decken, wie versichert wird. Doch "solche wichtigen Spenden sichern die Versorgung der Patienten und Mitarbeitenden in der München Klinik zusätzlich mit ab". Die München Klinik versorgt als einzige in Deutschland bereits seit Januar Corona-Patienten und hat seitdem nach eigenen Angaben mit insgesamt mehreren hundert  Patienten deutschlandweit die meisten Covid-19-Fälle stationär behandelt.

    11.20 Uhr: Arbeiten am Hilfskrankenhaus Ebersberg gehen voran

    Die Arbeiten in Ebersberg zur Umrüstung der Dreifach-Sporthalle zu einer Hilfsklinik gehen weiter voran. Inzwischen wurde die ersten Betten geliefert, wie das Landratsamt mitteilt. Auf die Hilfsklinik will man zurückgreifen, falls die Kapazitäten in der Kreisklinik nicht mehr ausreichen sollten. Aktuell werden dort 14 infizierte Patienten behandelt. Seit Ausbruch der Corona-Pandemie wurden insgesamt 176 Menschen positiv getestet. 49 von ihnen sind wieder gesund.

    10.39 Uhr: Im Landkreis Rosenheim sind 80 Prozent der Intensivbetten mit Beatmungsgeräten belegt

    In den RoMed Kliniken im Landkreis Rosenheim sind die Intensivbetten mit vollwertigen Beatmungsgeräten zu 80 Prozent belegt. Das teilte das RoMed-Klinikum auf Anfrage mit und erklärt: Die vollwertigen Beatmungsgeräte würden die langfristige Beatmung von Patienten mit schweren Lungenerkrankungen ermöglichen. Verlegungen von Klinik zu Klinik innerhalb des Rettungsdienstbereiches Rosenheim/Miesbach hätten bereits stattgefunden. Die koordinierte Aufnahme erfolgt über die Rettungsdienste, die eine laufend aktualisierte Übersicht bekommen würden und so wissen, welche Klinik aufnahmebereit ist.

    Weiter erklären die Ro-Med-Kliniken, dass erst die Kapazitäten mit den vollwertigen Beamtungsgeräte genutzt werden, erst dann die weiteren Beatmungsgeräte wie Narkosegeräte und Homecare-Beatmungsgeräte, die primär zur Unterstützung der Eigenatmung dienen. "Dies war bisher nicht notwendig", so der Klinikverbund. Zu den RoMed Kliniken im Landkreis Rosenheim gehören die Standorte Stadt Rosenheim, Wasserburg am Inn, Prien am Chiemsee und Bad Aibling.

    Laut dem Landratsamt Rosenheim wurden bis gestern 887 COVID-19 Fälle registriert, 34 Patienten auf Intensivstationen behandelt. Die Zahl an Intensivbetten in Stadt und Landkreis Rosenheim werde weiter aufgestockt und man habe sich mit Kliniken anderer Träger vernetzt.

    Inzwischen nimmt auch die Schön Klinik Vogtareuth COVID- 19 Patienten auf und es werden erste Patienten auf Intensivstationen behandelt. Am Standort Vogtareuth wurde die Zahl der Intensivbetten mit Beatmung von 10 auf 22 erhöht. "Wir sind dabei, weitere Beatmungsplätze aufzubauen und rechnen damit, als Einzelklinik circa 25 Prozent der Beatmungskapazitäten im Landkreis zu stellen", so Klinikleiter Lissat in einer Pressemitteilung.

    Es gebe zudem drei Isolierstationen mit 70 Betten für Patienten, die nicht beatmet werden müssen. Auch diese Kapazität werde nun ausgebaut.

    9.52 Uhr: Aktuelle Infektionszahlen im Raum Ingolstadt

    In Ingolstadt wurden gestern 80 Personen gemeldet, die sich mit dem Coronavirus infiziert haben. Laut einem Schreiben der Stadt werden sechs Personen im städtischen Klinikum auf der Intensivstation behandelt und 20 Menschen liegen isoliert auf der Infektionsstation. 12 Personen sind genesen.Im Landkreis Eichstätt sind bislang 81 Menschen positiv auf das Virus getestet worden, 244 weitere Menschen befinden sich in Quarantäne, eine Person ist verstorben. Im Landkreis Pfaffenhofen liegt die Zahl der Infizierten nun bei 107 Menschen. Im Kreis Neuburg-Schrobenhausen wurden bislang 77 Personen positiv getestet, davon sind nach Auskunft des Landratsamts 12 wieder genesen.

    7.12 Uhr: Münchens OB Reiter mahnt, in Parks Abstand zu halten

    Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter hat sich mit einem Appell an die Bevölkerung gewandt, doch bitte auch beim Joggen, an der Isar und in Parks den geforderten Sicherheitsabstand einzuhalten. Viele hätten den Ernst der Lage offenbar noch nicht erkannt. Es mache keinen Sinn, nebeneinander zu laufen, durch eine Spaziergängergruppe, "die es eigentlich auch nicht mehr geben darf", oder nah an Passanten vorbeizuradeln. Im Englischen Garten und an der Isar gebe es genug Platz, sagte Reiter: "Man könnte tatsächlich deutlich höhere Abstände zwischeneinander halten, ohne daheim bleiben zu müssen." Sollte alles nicht helfen, werde aber irgendwann "gar nichts anderes übrig bleiben", als Bußgelder zu verhängen.

    Montag, 30. März

    19.15 Uhr: Hochbetrieb beim Krisendienst Psychiatrie

    Die Corona-Krise bringt Menschen auch psychisch an ihre Belastungsgrenze. Beim „Krisendienst Psychiatrie“ des Bezirks Oberbayern herrscht derzeit Hochbetrieb. Und immer wieder steht bei den Beratungsgesprächen ein Thema im Zentrum: Die Angst vor Corona.

    Waren es im vergangenen Jahr im Durchschnitt rund 70 Anrufer, die pro Tag die Nummer der Notfall-Hotline wählten, so sind es aktuell im Schnitt etwa doppelt so viele. Mehr dazu auch hier.

    18.45 Uhr: Kleiderkammern vielerorts geschlossen, Spenden dennoch möglich

    Aufgrund der Coronakrise sind viele soziale Einrichtungen in Bayern geschlossen, darunter auch Kleiderkammern. In München betrifft das beispielsweise die Kleiderkammern des Roten Kreuzes, der Inneren Mission sowie der Diakonia.

    Wer spenden will, kann dies aber weiterhin tun. Sowohl die Innere Mission als auch das Rote Kreuz in München geben an, dass Spenden-Container weiterhin regelmäßig geleert werden.

    17.20 Uhr: 196 bestätigte Fälle im Kreis Weilheim-Schongau

    Bis heute sind dem Gesundheitsamt im Landkreis Weilheim-Schongau insgesamt 186 bestätigte Fälle von COVID-19 Infektionen gemeldet worden. Die Zahl der stationär behandelten Patienten sei dabei stabil geblieben, so das Landratsamt.

    Die Fälle seien relativ gleichmäßig über den Landkreis verteilt. Häufungen gebe es aktuell nur im engen familiären Umfeld, wenn sich Familienmitglieder im gleichen Haushalt gegenseitig angesteckt haben. Die meisten Fälle im Landkreis zeigen einen mäßigen Verlauf.

    17.10 Uhr: Über 300 Urlaubsheimkehrer am Münchner Flughafen gelandet

    Eine Lufthansa-Maschine hat am Mittag mehr als 300 Passagiere aus Mexiko nach Deutschland gebracht. Eine weiteres Flugzeug im Rahmen des Rückholprogramms der Bundesregierung kam aus Namibia. Von dort werden in den nächsten Tagen auch weitere Maschinen erwartet.

    Davon abgesehen ist der Flugbetrieb im Erdinger Moos mittlerweile fast zum Erliegen gekommen: Heute waren es nur noch 57 Starts und Landungen insgesamt - im regulären Betrieb wären es um die 1.000 gewesen.

    16.55 Uhr: Zweiter Todesfall und 21 Infizierte in Ismaninger Pflegeheim

    Ein weiterer Bewohner des Ismaninger Pflegeheims, in dem es bereits einen Todesfall gab, ist an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Es handle sich um "eine Person Mitte 70", wie das Landratsamt München mitteilt.

    Mittlerweile wurden alle Bewohner und Mitarbeiter getestet. Bisher wurden elf Bewohner und zehn Mitarbeiter positiv getestet. Einige Ergebnisse stehen noch aus. Die betroffenen Mitarbeiter sind freigestellt und befinden sich in häuslicher Quarantäne, die Bewohner sind laut Landratsamt in einem separaten Quarantäne-Wohnbereich untergebracht und von den negativ getesteten Bewohnern isoliert.

    16.30 Uhr: 245 neue Infektionen in München, fünfter Todesfall

    In München wurden am heutigen Montag, 30. März (Stand 13.30 Uhr), 245 neue Fälle bestätigt. Damit sind in der Landeshauptstadt aktuell insgesamt 2.501 Infektionen gemeldet.

    In diesen Zahlen enthalten sind 250 Personen, die bereits geheilt sind, sowie ein vierter und fünfter bestätigter Todesfall: Ein 68-jähriger Münchner sowie eine 66-jährige Münchnerin sind an COVID-19 verstorben.

    15.22 Uhr: Erste Todesfälle im Lkr. Berchtesgadener Land

    Das Landratsamt hat heute die ersten beiden Corona-Todesfälle im Landkreis gemeldet. Danach sind zwei Männer im Alter von 78 und 80 Jahren verstorben, die mit Covid-19 infiziert waren. Nähere Angaben zu etwaigen Vorerkrankungen der beiden Männer machte die Behörde nicht.

    Nach aktuellem Stand gibt es derzeit 80 bestätigte Corona-Fälle im Landkreis Berchtesgadener Land, zu denen auch die beiden Verstorbenen gerechnet werden. Das sind vier Corona-Fälle mehr als gestern.

    15.20 Uhr: SpVgg Unterhaching verliert Hauptsponsor

    Die SpVgg Unterhaching verliert in der Corona-Krise ihren Hauptsponsor. Wie der an der Münchner Börse notierte Fußball-Drittligist am Montag mitteilte, hat die Frostkrone Tiefkühlkost GmbH ihr Kündigungsrecht genutzt. Die Firma hat demnach den Sponsorenvertrag vorzeitig zum 30. Juni 2020 gekündigt. Die Unterhachinger hätten in der Saison 2020/2021 beim Verbleib in der 3. Liga 450 000 Euro plus Umsatzsteuer erhalten. Frostkrone war seit Januar 2018 Hauptsponsor der Hachinger gewesen.

    14.50 Uhr: "Lange Nacht der Musik" in München abgesagt

    Gut vier Wochen vor der geplanten "Langen Nacht der Musik" haben die Organisatoren jetzt die Reißleine gezogen und alles abgesagt. Zwar gelten die aktuellen coronabedingten Beschränkungen nach derzeitigem Stand nur bis einschließlich 19. April. Aber "es ist davon auszugehen, dass auch im unmittelbaren Zeitraum danach keine Großveranstaltungen stattfinden können", schreibt nun die Münchner Kultur GmbH: "Im Sinne der Planungssicherheit" und zum Schutz aller Beteiligten habe man sich deshalb zur Absage entschlossen. Die "Lange Nacht der Musik" sollte am 25. April stattfinden. Eine Verschiebung in den Herbst sei aufgrund des langen Vorlaufs der Veranstaltung und des dichten Terminkalenders in München nicht möglich.

    14.45 Uhr: Münchens Gesundheitsreferentin schlägt Schwerpunktpraxen vor

    Die niedergelassenen Ärzte sollten Schwerpunktpraxen für die Testung und Behandlung von Corona-Patienten etablieren. Dazu hat Gesundheitsreferentin Stephanie Jacobs jetzt aufgerufen. In den Schwerpunktpraxen könnten leichter erkrankte Corona-Patienten, die nicht ins Krankenhaus müssen, versorgt werden, und die Notaufnahmen würden entlastet. Zugleich könne man in den übrigen Praxen die ambulante Grundversorgung anderer Patienten garantieren, erklärt Jacobs. Außerdem könnte mit der Schaffung von Schwerpunktpraxen die Versorgung mit notwendigem Material wie Schutzkleidung und -masken effektiver als bisher organisiert werden.

    13.40 Uhr: Ausbau der Angebote für Bedürftige in München

    Foodtrucks für Bedürftige, leerstehende Läden als Kleiderkammern, Notbetrieb in Obdachloseneinrichtungen - die Träger der Bahnhofsmission und ihre Spitzenverbände Diakonie und Caritas bauen mit dem städtischen Sozialreferat die Angebote für bedürftige Menschen im Stadtgebiet aus. Aktuell kommen täglich 600 Menschen zur Bahnhofsmission am Münchner Hauptbahnhof. Seit heute versorgt die Caritas Bedürfte auch an einem Foodtruck Ecke Luisen-/Elisenstraße mit Essen. Ein zweiter Foodtruck soll folgen.

    In einem nächsten Schritt sollen dann mit der diakonia, einer Tochtergesellschaft der Inneren Mission München, in leerstehenden Läden des ehemaligen Postbankgebäudes "weitere Versorgungsstrukturen für Bedürftige" eingerichtet. Gedacht ist zum Beispiel an die Ausgabe von Kleidung. Das Kälteschutz- und Übernachtungsschutzprogramm der Stadt München in der Bayernkaserne ist mittlerweile ganztägig inklusive einer Essensverpflegung geöffnet. Die obdachlosen Männer und Frauen, die dort übernachten, müssen tagsüber die Einrichtung nicht mehr verlassen. Außerdem halten Anlaufstellen wie Schiller 25, Otto und Rosi, D3 und die Teestube „komm“ einen Notbetrieb aufrecht. Gleiches gilt für die Notversorgung im Amt für Wohnen und Migration.

    12.35 Uhr: Bayern verlängert Ausgangsbeschränkungen bis Ende der Osterferien

    Die seit dem 21. März wegen des Coronavirus geltenden Ausgangsbeschränkungen in Bayern werden bis zum Ende der Osterferien am 19. April verlängert. Das sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Montag in München.

    12.25 Uhr: Positive Zwischenbilanz der Münchner Polizei - Sehr wenige Verstöße, weniger Gewalt

    Die Münchner Polizei hat heute eine positive Zwischenbilanz zur Einhaltung der aktuellen Allgemeinverordnung in der Stadt und im Landkreis gehalten. Im Verhältnis zur Einwohnerzahl habe es sehr wenige Verstöße gegeben, so der Leiter der Pressestelle Marcus da Gloria Martins. Von Sonntag- bis Montagmorgen hat die Polizei knapp 5.000 Kontrollen durchgeführt, dabei wurden 186 Verstöße angezeigt, bis auf einen betrafen alle die Ausgangsbeschränkung.

    Die Zahlen seien witterungsbedingt erheblich niedriger ausgefallen, als bei dem schönen Wetter am Samstag (344) und Freitag (251), so ein Polizeisprecher. Die Einsätze unter der Alarmierung "Häusliche Gewalt" sind im Vergleich zum Vorjahr gesunken. In den letzten zwei Wochen sind Beamte deshalb 70 Mal ausgerückt, 2019 zählte man im selben Zeitraum 77 Fälle. Auch Körperverletzungsdelikte, Streitigkeiten und Suizide sind nach Angaben des Präsidiums zum Teil erheblich zurückgegangen, Zahlen wurden in dem Zusammenhang nicht genannt.

    12.10 Uhr: 77 bestätigte Infektionen im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen

    Im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen sind bislang 77 Personen positiv auf das neue Coronavirus (SARS-CoV-2) getestet worden. Mittlerweile sind zwölf der Erkrankten bereits wieder genesen. Die höchsten Fallzahlen im Landkreis sind in der Großen Kreisstadt Neuburg sowie in Schrobenhausen zu verzeichnen.

    11.55 Uhr: Weihenstephan hilft mit Alkohol für Desinfektionsmittel

    Die Staatsbrauerei Weihenstephan hilft mit ihrem Alkohol den bayerischen Zahnärzten: Sie stellt den überschüssigen hochprozentigen Alkohol, bei der Herstellung von alkoholfreien Bieren übrig bleibt, für die Produktion von Desinfektionsmitteln zur Verfügung. 1500 Flaschen wurden jetzt damit abgefüllt. Zahnärzte müssen nach jeder Behandlung ihr Sprechzimmer und ihren Arbeitsbereich desinfizieren.

    11.12 Uhr: Kein Frühlingsfest in Moosburg

    Die Stadt Moosburg im Landkreis Freising hat wegen der Corona-Pandemie ihr Frühlingsfest abgesagt. Es sollte von 8. bis 13. Mai stattfinden. In Moosburg gibt es jedes Jahr zwei Volksfeste - eines im Frühjahr und eines im Herbst.

    10.20 Uhr: Sanitätszelte vor Krankenhäusern im Landkreis Dachau

    Vor den Krankenhäusern in Dachau und Markt Indersdorf wurden jetzt Sanitätszelte aufgebaut. Diese "dienen nicht zur Behandlung oder Pflege", wie ein Sprecher des Landratsamts betont. Vielmehr würden dort Tests durchgeführt: Patienten und Besucher würden auf Fieber bzw. grippeähnliche Symptome überprüft. Schließlich müssten weiterhin auch "Nicht-Corona-Patienten" behandelt werden. Das Landratsamt appelliert nun an die Bürger, "diese kritischen Einrichtungen bei Spaziergängen großräumig zu meiden". Aktuell gibt es im Landkreis 290 Corona-Infizierte, 47 sind am Wochenende dazu gekommen.

    10.00 Uhr: Spenden an München Klinik: Masken aus China und Burritos für die Notaufnahme

    Die München Klinik baut an ihren vier großen Standorten in Schwabing, Harlaching, Bogenhausen und Neuperlach gerade die bestehenden intensivmedizinischen Kapazitäten aus. Für das Schwabinger Krankenhaus hat sie nun eine besondere Spende bekommen: Es sind 13.000 Schutzmasken aus China. Eine Kollegin, die in der Frühchenstation in Harlaching tätig ist, hatte den entsprechenden Kontakt zu einer kanadisch-chinesischen Firma hergestellt.

    Die Spende sei ursprünglich für China selbst gedacht gewesen, berichtet ein München Klinik-Sprecher. Sie sei dort aber "aufgrund der Entspannung vor Ort nicht mehr benötigt" und deshalb nach München gebracht worden. Auch sonst bekommt die München Klinik Unterstützung von vielen Seiten, zum Beispiel Essensspenden von Unternehmen und Restaurants für die Mitarbeiter - darunter Burritos für die Notaufnahme und eine Pizzalieferung für das Personal in Schwabing. Und in Bogenhausen kochen Freunde und Angehörige der Mitarbeiter täglich für das Personal.

    Sonntag, 29. März

    17.27 Uhr: Polizeieinsatz bei KVR - Corona-Mutmacher-Plakat

    Ein verdächtiges Transparent hat am Samstagvormittag in München einen Polizei- und Feuerwehreinsatz ausgelöst. Eine Streife war auf das etwa 20 Meter lange Banner aufmerksam geworden, das an einer S-Bahn-Brücke direkt neben dem Kreisverwaltungsreferat hing.

    Da es sich verdreht hatte, war der Wortlaut darauf allerdings nicht lesbar. Die Beamten konnten deshalb nicht ausschließen, dass Unbekannte den Aufhängeort gewählt hatten, um im Zusammenhang mit der Stichwahl an diesem Sonntag ohne Erlaubnis der Behörden eine politische Botschaft zu verbreiten. Sie verständigten die Feuerwehr, die mit Hilfe einer Drehleiter zu dem fraglichen Transparent in fünf Meter Höhe auffuhren und es in voller Länge entrollten.

    Darauf stand in Großbuchstaben "Bleibts dahoam, seids solidarisch! Danke allen Helfern, München hält zsam!". In Absprache wurde das Corona-Mutmacher-Plakat daraufhin von der Feuerwehr für alle lesbar an der S-Bahn-Brücke fixiert. Wer es dort aufgehängt hat, ist nicht bekannt.

    15.50 Uhr: 176 neue Coronavirus-Fälle in München

    Die Stadt München hat bis Sonntag, 13.30 Uhr, 176 neue Coronavirus-Fälle innerhalb von 24 Stunden registriert. Damit sind in der Landeshauptstadt aktuell insgesamt 2.256 Infektionen gemeldet.

    15.20 Uhr: 504 Verstöße gegen Corona-Regeln im südlichen Oberbayern

    Bei 3.031 Kontrollen stellte die Polizei im südlichen Oberbayern am Samstag 504 Verstöße gegen die Corona-Regeln fest, in 186 Fällen gab es eine Anzeige. Während sich der Ausflugsverkehr im Berchtesgadener Land in Grenzen hielt, waren die Parkplätze im Gebiet der Chiemgauer Alpen laut Polizei zu drei Vierteln gefüllt. Stark frequentiert waren die Ausflugsziele im Raum Garmisch-Partenkirchen, Bad Tölz und am Kochelsee, wo die Wanderparkplätze an ihre Kapazitätsgrenzen stießen. Viele Spaziergänger registrierte die Polizei auch am Ostufer des Starnberger Sees. Die Bilanz nach einer Woche Ausgangsbeschränkung mit über 20.000 Kontrollen: Insgesamt zeigten die Menschen Verantwortung und würden die Beschränkungen zur Eindämmung des Coronavirus nahezu durchweg beachten.

    14.29 Uhr: Polizei verhängt Bußgelder gegen Kletterer im Kreis Eichstätt

    Das Polizeipräsidium Oberbayern Nord hat in seinem Zuständigkeitsbereich von Samstag- bis Sonntagmorgen 420 Verstöße gegen die aktuelle Allgemeinverordnung festgestellt, etwa die Hälfte wurde demnach angezeigt. Insgesamt wurden in dem Zeitraum 3.100 Kontrollen durchgeführt. In Einzelfällen mussten Platzverweise ausgesprochen werden, die meisten Bürger hielten sich aber an die Regeln der Ausgangsbeschränkungen. Im Landkreis Eichstätt zeigten Beamte zehn Kletterer wegen eines Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz an. Die Sportler waren teilweise extra aus München zu den Kletterfelsen in Dollnstein und Wellheim angereist, um dort ihrem Hobby nachzugehen. Diese Art der Freizeitgestaltung ist aber laut Polizei kein triftiger Grund, die Wohnung zu verlassen, deshalb erwartet die Betroffenen jetzt ein Bußgeld.

    13.35 Uhr: Zwei neue Todesfälle im Landkreis München

    Mittlerweile gibt es im Landkreis München fünf Todesopfer in Folge der Corona-Pandemie. Laut Landratsamt sind am Freitag "eine weit über 80-jährige Frau" und am Samstag ein Mann "Mitte 70" gestorben.

    13.19 Uhr: Kardinal Marx ruft zur Umkehr auf

    Kardinal Reinhard Marx, Erzbischof von München und Freising, hat dazu aufgerufen, die aktuelle Corona-Krise dazu zu nutzen, ein neues gesellschaftliches Miteinander zu erzeugen. In einem Gottesdienst, der am Sonntag im Fernsehen und im Internet übertragen wurde, sagte Marx, dass es in der aktuellen Situation um mehr gehe, als um Leben und Tod. Es sei die Frage, was die Krise "für unser Zusammenwirken bedeutet, welche Lehren wir für die Zukunft aus dieser furchtbaren Krise ziehen", sagte der Erzbischof von München und Freising. Er appellierte an die Menschen, zu prüfen, "wie wir die Kräfte der Hoffnung angesichts des Todes stärken können". In seinem Gottesdienst dankte der Kardinal auch denjenigen, die gegen die Krankheit kämpfen. 

    12.39 Uhr: Verstöße gegen Corona-Regeln erreichen Höchstwert

    Die angezeigten Verstöße gegen die Corona-Maßnahmen haben gestern in München den bislang höchsten Wert der vergangenen Tage erreicht. Wie das Polizeipräsidium München mitteilte, kam es zu 344 Anzeigen, die allermeisten (324) richteten sich gegen Personen, die sich nicht an die Ausgangsbeschränkungen hielten. Einen Tag vorher waren es noch 251 gewesen. Von Samstag- bis Sonntagmorgen hat die Polizei über 7.000 Kontrollen durchgeführt. Wegen des schönen Wetters hätten sich viele Menschen an der Isar und in den Parks aufgehalten, so ein Polizeisprecher. An der Regattastrecke in Oberschleißheim wurden vier Personen wegen eines Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz angezeigt. Die Polizei war mit Lautsprecherdurchsagen durch das Gelände gefahren, um darauf hinzuweisen, dass derzeit ein längeres Verweilen an einer Örtlichkeit nicht gestattet ist. Eine 59-jährige Münchnerin und ihr erwachsener Sohn sowie zwei 20-jährige Dachauer zeigten sich davon aber zunächst unbeeindruckt und blieben auf einem Steg am Ostufer liegen. Erst als sich die Streife näherte, sprangen die vier auf und fingen laut Polizei an, "Hampelmänner" zu praktizieren. Die Beamten ließen die plötzliche sportliche Betätigung nicht gelten und zeigten die Spontansportler an.

    11.26 Uhr: Dritter Corona-Toter aus dem Landkreis München

    Mittlerweile sind drei Menschen aus dem Landkreis München in Folge der Corona-Pandemie gestorben. Bei dem dritten Todesopfer handelt es sich um einen 80-jährigen Mann. Er war zuletzt in einer Klinik in Miesbach behandelt worden und starb dort am Donnerstag.

    11.23 Uhr: Weitere Einschränkungen im Bahnverkehr

    Nach der Deutschen Bahn streichen in der Corona-Krise jetzt auch mehrere Privatbahnen Verbindungen in Bayern. Züge würden deswegen ab Montag seltener fahren, teilte die Länderbahn am Samstag mit. Laut der Länderbahn betrifft das u.a. den Zug alex Nord und die Berchtesgadener Landbahn. Auch die Takte, in denen die manche Züge tagsüber unter der Woche fahren, werden größer. Am Freitag hatte schon die Bayerische Oberlandbahn (BOB) bekanntgegeben, dass Meridian- und BOB-Züge ab April vorerst nur noch im Stundentakt und in den Hauptverkehrszeiten fahren. Zugausfälle gebe es auch auf der Strecke der Bayerischen Regiobahn, hieß es weiter.

    10.03 Uhr: Virtueller Sonntagsspaziergang durch Bayerns Kunstsammlungen

    Bayern Kunstminister Sibler macht darauf aufmerksam, dass viele bayerische Kulturschätze online besucht werden können. Zum Beispiel haben die Bayerischen Staatsgemäldesammlungen mit 17 Museen oder die Staatliche Graphische Sammlung, haben ihre Bestände für den Online-Besuch digitalisiert. Das Landeskulturportal "bavarikon" lade ein zu einem virtuellen Spaziergang mit rund 320.000 digitalisierten Objekte aus Bayerns Museen, Archiven, Bibliotheken und anderen Kultureinrichtungen. Darüber hinaus biete die Kunstzeitschrift AVISO Nachwuchskünstlerinnen und -künstlern die Möglichkeit, ihre Arbeit auch digital zu präsentieren. Für die Lesehungrigen biete die Bayerische Staatsbibliothek mit 2,5 Millionen digitalisierten Büchern eine der europaweit größten digitalen Literatursammlungen kostenfrei im Internet an, inklusive komfortabler Downloadmöglichkeiten. Das Ägyptische Museum in München bietet Interviews, Erklärfilme und digitale Rundgänge an. Auf Facebook, Instagram und Twitter stellen Kuratoren der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen unter dem Hashtag #Kulturminute berühmte Gemälde vor.

    8.20 Uhr: Rosenheim sucht Pflegepersonal

    In Stadt und Landkreis Rosenheim wird dringend und kurzfristig Pflegepersonal gesucht. Das Landratsamt Rosenheim veröffentlichte am Samstgag einen dementsprechenden Aufruf. Gesucht wird Pflegepersonal sowohl für den Dienst in den RoMed-Kliniken als auch in Pflege- und Altenheimen. Auch Teilzeitlösungen seien möglich. Ein Teil der Pflegekräfte in den Alten- und Pflegeheimen könne auch in infektiösen Bereichen eingesetzt werden, hier sei die Bereitstellung von Schutzkleidung sichergestellt. Interessierte können sich per E-Mail melden unter pflegehilfe@kfv-rosenheim.de oder unter pflegedirektion@ro-med.de

    Samstag, 28. März

    17.17 Uhr: Landkreis Weilheim-Schongau meldet 23 neue Corona-Infektionen

    Aktuell sind 177 Patienten im Landkreis Weilheim-Schongau positiv auf das neuartige Coronavirus getestet. Das sind 23 Fälle mehr als am Vortag. Das Gesundheitsamt beobachte nun auch schwerere Verläufe bei jüngeren Patienten ohne bekannte Vorerkrankungen, teilt das Landratsamt mit.

    Das Gesundheitsamt beobachte nun auch schwerere Verläufe bei jüngeren Patienten ohne bekannte Vorerkrankungen. 17 Patienten befänden sich in stationärer Behandlung, davon müssten 5 beatmet werden.

    16.56 Uhr: Münchner Polizei bittet: Haltet Mindestabstand ein!

    Die Münchner Polizei bittet erneut darum, beim Spazierengehen den in der Coronakrise vorgeschriebenen Mindestabstand von 1,5 Metern einzuhalten. Die Parks und Wiesen etwa an der Isar seien am Samstagnachmittag gut besucht gewesen, sagte ein Polizeisprecher. Er appellierte eindringlich, sich nicht mit Freunden oder Bekannten zu treffen - dies sei derzeit nicht erlaubt. Die Polizei war vielerorts mit Einsatzkräften unterwegs, um Verstöße gegen die Auflagen zu ahnden. Das Verlassen der Wohnung ist - zunächst befristet bis einschließlich 3. April - nur noch aus triftigen Gründen erlaubt. Dazu zählen Arbeiten und zur Arbeit gehen, Einkaufen, alleine Sport machen und Spazierengehen.

    14.05 Uhr: 21 neue Fälle von Coronavirus im Landkreis Pfaffenhofen

    Im Landkreis Pfaffenhofen haben sich 21 weitere Coronavirus-Fälle bestätigt. Die Fallzahl im Landkreis steigt somit auf insgesamt 92 Infizierte, meldet das Landratsamt. Acht Fälle gelten als geheilt. Im Lauf des Tages mussten an diesem Samstag wieder drei Personen aus dem Kreis der Neuinfizierten stationär in Krankenhäuser aufgenommen werden. Eine davon muss beatmet werden, so das Landratsamt.

    13.30 Uhr: 2.080 Corona-Infektionen in München

    Die Stadt München hat nunmehr 2.080 Infektionen mit dem Coronavirus bestätigt. Das sind 235 neue Fälle. Insgesamt hat sich die Zahl der bestätigten Infektionen in München seit dem vergangenen Samstag damit nahezu verdoppel. In der Gesamtzahl enthalten sind auch vier Geheilte und drei Todesfälle.

    12.11 Uhr: Polizei warnt vor größeren Ausflügen

    Nach dem bayerischen Innenminister Joachim Herrmann (CSU) hat nun auch die Polizei an Spaziergänger appelliert, das sonnige Wetter am Samstag nicht für größere Ausflüge zu nutzen. Wie die Polizei in München mitteilte, seien dort Streifen im gesamten Stadtgebiet unterwegs, um mögliche Verstöße gegen die Maßnahmen zum Eindämmen des Corona-Virus festzustellen. Die Beamten sollen darauf achten, dass Spaziergänge und Ausflüge nach draußen in einem angemessenen Rahmen bleiben. "Es ist sicher nicht Sinn und Zweck, unter dem Deckmantel eines Spaziergangs drei Stunden Wandern zu gehen", sagte Ronny Ledwoch, Sprecher der Polizei München. Ziel sei es, das Infektionsrisiko weiter zu senken. Am Freitag hatte Minister Herrmann dazu aufgerufen, am Wochenende nicht in die Berge zu fahren. Das schöne Wetter sei nicht Anlass dafür, Ausflüge zu unternehmen.

    12.01 Uhr: Münchner Polizei meldet 6.000 Kontrollen und 251 Verstöße in 24 Stunden

    Zwischen Freitag- und Samstagfrüh kontrollierte die Polizei in Stadt und Kreis München 6.000 mal die Einhaltung der aktuellen Regeln zur Eindämmung des Coronavirus. Das meldet das Polizeipräsidium München. Dabei wurden 251 Verstöße angezeigt, von denen 228 die Ausgangsbeschränkung betrafen.

    4.56 Uhr: Coronavirus macht Hopfenbauern Probleme

    Der Einreisestopp für Saisonarbeiter wegen des Coronavirus bereitet den bayerischen Hopfenbauern Sorgen. Aktuell müssten auf den Feldern die Drähte gespannt werden, an denen sich die Hopfenpflanzen hinaufranken können, sagt Lukas Raith, Geschäftsführer beim Hopfenring in Wolnzach (Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm) in der Hallertau. Die Region an der Grenze zwischen Oberbayern und Niederbayern gilt als das größte Hopfenanbaugebiet der Welt. "Die Situation ist sehr schwierig", so Raith.

    Die Erntehelfer kommen in der Regel aus Rumänien und Polen, von wo die Einreise zurzeit nicht möglich sei. Beim Aufhängen der Drähte könnten sich viele Hopfenbauern noch mit der Unterstützung von Familienangehörigen und Freunden behelfen.

    Ab Ende April würden dann die Hopfenpflanzen an den Drähten befestigt. Dazu reichten die privaten Helfer dann nicht mehr aus. Raith verweist auf den Maschinenring, der im Internet eine Plattform eingerichtet hat, auf der sich freiwillige Helfer melden können. Am Freitag hatte Innenminister Joachim Herrmann (CSU) zudem die Ausländerbehörden im Freistaat aufgefordert, Asylbewerbern Beschäftigungserlaubnisse zu erteilen, um Landwirten in der Corona-Krise zu helfen.

    Freitag, 27. März

    18.05 Uhr: Landkreis Weilheim-Schongau: Corona-Fallzahlen steigen weiter deutlich an

    Im Landkreis Weilheim-Schongau sind aktuell 154 Patienten positiv auf COVID-19 getestet, am vergangenen Montag waren es 90. Wie das Landratsamt weiter mitteilt, befinden sich 16 Patienten in stationärer Behandlung, davon müssen 4 Patienten beatmet werden.

    Das Gesundheitsamt beobachtet nun auch schwerere Verläufe bei jüngeren Patienten ohne bekannte Vorerkrankungen. Dies ist Grund für Landrätin Andrea Jochner-Weiß nochmals eindringlich auf die Einhaltung der Ausgangsbeschränkungen hinzuweisen. "Wenn wir alle gemeinsam es für wenige Wochen schaffen, uns an die Einschränkungen zu halten und solidarisch zusammenzustehen, profitieren wir alle davon. Nur so kann jeder Erkrankte auch in Zukunft die Hilfe erhalten, die für ihn optimal ist", wird die Landrätin in der Pressemitteilung zitiert.

    Und weiter: "Gerade wenn die Witterung frühlingshaft bleibt, fällt es manchen vielleicht schwer, auf Kontakte zu verzichten und daheim zu bleiben. Dies ist aber jetzt das wirksamste Mittel, um einen weiteren Anstieg der Erkrankungszahlen zu verlangsamen."

    17.46 Uhr: Auf bestimmten BOB- und Meridan-Strecken Züge nur noch in Kernzeit

    Die Bayerische Regiobahn (BRB) und die Bayerische Oberlandbahn (BOB) schränken ihr Zugangebot weiter ein. Von 1. bis voraussichtlich 19. April fahren im Mangfalltal auf der Strecke Holzkirchen-Rosenheim (Meridian) und südlich von Holzkirchen im Oberland (BOB) Züge nur noch in der sogenannten Kernzeit zwischen 5 und 21 Uhr. Außerhalb dieses Zeitraums müssen die Fahrgäste auf Busse umsteigen. Die Fahrpläne für die Züge stehen auf der Webseite www.meridian-bob-brb.de.

    Grund für die weitere Einschränkung ist laut Bayerischer Oberlandbahn die Personalsituation beim Infrastrukturbetreiber DB Netz. Diese reduziere – in Absprache mit der Oberlandbahn – die Betriebszeiten der Stellwerke, um in der Corona-Krise das Personal zu schonen und für Ausfälle gewappnet zu sein.

    Wie Oberlandbahn und Regiobahn weiter mitteilen, fahren auf allen Strecken von Meridian, BOB und BRB Züge mindestens im Stundentakt. "Ich danke all unseren tollen Kolleginnen und Kollegen, dass wir dank ihres Einsatzes allen Menschen, die auch in Krisenzeiten auf einen verlässlichen Nahverkehr angewiesen sind, wie zum Beispiel den Krankenhausbeschäftigten im Schichtdienst, diesen stabilen Grundfahrplan anbieten können", wird Geschäftsführer Fabian Amini zitiert. Nach seinen Angaben gibt es in der gesamten Belegschaft bisher keinen bestätigten Fall einer Infektion mit dem Coronavirus.

    17.30 Uhr: Ski-Verband verschiebt Kongress - WM-Vergabe und Garmisch betroffen

    Der Ski-Weltverband Fis hat wegen der Corona-Krise seinen für Mai geplanten Kongress in Thailand und damit auch die Wahl des Ausrichterorts für die alpine WM 2025 verschoben. Für die Weltmeisterschaft in knapp fünf Jahren bewirbt sich Garmisch-Partenkirchen. Wann der Kongress, auf dem zudem ein neuer Fis-Präsident gewählt wird, nachgeholt wird, war offen. Als Ziel für einen neuen Termin wurde am Freitag der Herbst dieses Jahres genannt.

    Der oberbayerische Ski-Traditionsort muss also noch länger warten, ob er den Zuschlag für die Titelkämpfe 2025 erhält. Neben Garmisch gehen noch das favorisierte Saalbach-Hinterglemm in Österreich und Crans-Montana in der Schweiz in das Rennen um die WM-Austragung.

    17.15 Uhr: In der Sonne liegen in Parks verboten

    Das Sonnenbad auf einem Handtuch oder ein Picknick in einer öffentlichen Grünanlage ist auf Grund der Ausgangsbeschränkung auch mit dem eingehaltenen Mindestabstand nicht erlaubt. Darauf weist die Münchner Polizei hin. Nur in der Sonne zu liegen stelle keinen triftigen Grund für das Verlassen der eigenen Wohnung dar. Dagegen sind sportliche Betätigung an der frischen Luft wie Joggen und auch Spaziergänge erlaubt.

    17.03 Uhr: Corona - dritter Todesfall im Landkreis Traunstein

    Das Staatliche Gesundheitsamt meldet den dritten Corona-Todesfall im Landkreis. Ein mit dem Coronavirus infizierter 68-jähriger Mann sei aufgrund verschiedenster Vorerkrankungen und einer COVID-19-Infektion verstorben, teilt die Behörde mit. Die Zahl der Infizierten im Landkreis Traunstein ist seit gestern um 13 Personen auf insgesamt 158 gestiegen. In den Kliniken im Landkreis Traunstein werden derzeit 19 Coronavirus-Patienten behandelt, davon befinden sich fünf Patienten in intensivmedizinischer Betreuung.Immerhin kann das Gesundheitsamt mittlerweile auch von zehn geheilten Menschen berichten.

    16.36 Uhr: Corona-Betrüger im Lkr. Ebersberg unterwegs

    Auch im Landkreis Ebersberg haben Betrüger versucht, angeblich "in Sachen Corona" in Privatwohnungen zu gelanden. Zwei solche Fälle wurden jetzt bekannt.Das Landratsamt ruft deshalb zu besonderer Vorsicht auf und rät, lieber zur Sicherheit bei der Behörde nachzufragen, von der man einen Besuch erwartet". Im Landkreis Ebersberg sind aktuell 106 Menschen mit dem Corona-Virus infiziert (gestern: 97). 27 weitere sind bereits wieder gesund.

    16.23 Uhr: Begehrter Alkohol für Desinfektionsmittel aus Oberding

    Der Alkohol aus der reaktivierten Brennerei in Oberding ist begehrt. Mit der Produktion wird nicht nur der Bedarf im Lkr. Erding gedeckt. Vielmehr wurde nach dem Klinikum Rosenheim inzwischen auch das Kreisklinikum Ebersberg mit 2000 Litern Ethanol versorgt, um selbst Desinfektionsmittel herstellen zu können. Außerdem gebe es mittlerweile Anfragen aus Mühldorf und Miesbach, teilt das Landratsamt mit. Wie berichtet liefern Landwirte als Rohstoff Kartofffeln in die Genossenschaftsbrennerei, die vor sieben Jahren eigentlich stillgelegt worden war (KOR 40491). Im Landkreis Erding selbst gibt es aktuell 254 bestätigte Covid-19-Patienten. 44 davon sind seit gestern dazu gekommen. Im Klinikum werden 28 Patienten behandelt, fünf müssen beatmet werden.

    15.50 Uhr: Insgesamt drei Corona-Todesfälle in München – vier Menschen geheilt

    In München sind heute 158 neue Corona-Fälle bestätigt worden. Damit sind es jetzt insgesamt 1.845 Fälle, darunter drei Todesfälle. Vier Menschen gelten als geheilt. Am Freitag vergangener Woche waren es 202 neue bestätigte Corona-Infektionen und insgesamt 878 Fälle gewesen.

    14.56 Uhr: Mann "Anfang 40" ist zweites Todesopfer im Lkr. München

    Im Landkreis München gibt es in Folge der Corona-Pandemie einen zweiten Todesfall. Es handelt sich laut Landratsamt um einen Mann "Anfang 40, mit moderaten, gesundheitlichen Vorbelastungen". Er starb in einer Münchner Klinik. Weitere Details will die Behörde dazu nicht nennen.

    13.57 Uhr: Münchner S-Bahn ab 30. März auf allen Linien nur noch 20-Minuten-Takt

    Wegen der Corona-Krise ändert die Münchner S-Bahn ab kommenden Montag, 30. März, ihren Fahrplan. Die Züge fahren jeweils montags bis freitags (ohne Wochenfeiertage) einen 20-Minuten-Takt pro Linie nach dem Samstagfahrplan. Die Deutsche Bahn empfiehlt allen Reisenden vor Antritt der Fahrt auf bahn.de und im DB Navigator die konkrete Reiseverbindung zu überprüfen.

    Ebenfalls ab Montag reduziert die Deutsche Bahn den regionalen Zugverkehr in Bayern weiter. Gestrichen werden vor allem Ausflugsverkehr, von Schülern genutzte Züge sowie die Taktverstärker im Pendlerverkehr. Viele DB-Regionalzüge fahren dann noch im Stundentakt.

    13.31 Uhr: Drittes Todesopfer im Kreis Rosenheim

    Im Landkreis Rosenheim gibt es ein drittes Todesopfer, das an den Folgen von Covid-19 gestorben ist. Das teilte das Landratsamt Rosenheim ohne weitere Angaben mit. Die Zahl der positiv getesteten Personen sei auf 724 angestiegen.

    13.29 Uhr: Landratsamt Miesbach bittet Bundeswehr um Hilfe - Bewachung des THW-Lagers erwünscht

    Das Miesbacher Landratsamt hat die Bundeswehr um Hilfe gebeten und damit ein Angebot von Verteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer in Anspruch genommen. Dabei geht es um die Bewachung des THW-Lagers, indem die derzeit so wichtigen Schutzmaterialien gelagert sind. Da der Landkreis Miesbach der mit am stärksten betroffene Landkreis im Vergleich zur Einwohnerzahl ist, brauchen wir diese Materialien unbedingt, so Pressesprecherin Sophie Stadler. Man wäre sehr dankbar, wenn die Bundeswehr hier unterstützen könne, deswegen habe die Führungsgruppe bei der Bundeswehr angefragt. Noch haben wir aber nichts gehört, weder eine Zu- noch Absage, so Stadler gegenüber dem BR.

    13.08 Uhr: Boulder-Weltcups der Kletterer vorerst gestrichen - München betroffen

    Wegen der Corona-Krise sind sämtliche Weltcups der Sportkletterer in der Disziplin Bouldern vorerst gestrichen worden. Das teilte der Weltverband IFSC am Freitag mit. Nachdem die ersten Events im Bouldern - also dem Klettern von schwierigen Elementen in Absprunghöhe ohne Seilsicherung - schon zuletzt abgesagt worden waren, folgte nun das vorläufige Aus der Wettkämpfe in München am 23. und 24. Mai sowie in Salt Lake City und Innsbruck jeweils im Juni.

    Ob und wann die Events in dieser Saison nachgeholt werden, ist unklar. In München hätte rund um den Weltcup eine Aktionswoche zum Bouldern mit Events auch für Amateursportler stattfinden sollen. Diese wurde ebenfalls gestrichen. "Es wird auch eine Zeit nach Corona geben. Und wir hoffen, dieses tolle Event dann auf die Beine stellen zu können", sagte Organisationschefin Julia Zschiesche.

    12.47 Uhr: Landsberg weitet Personenkreis für Corona-Tests aus

    Die Drive-In-Teststation für das Coronavirus am Sportzentrum in Landsberg öffnet sich für einen größeren Personenkreis. Der Aufenthalt in einem Risikogebiet wie Italien spielt keine Rolle mehr, um für einen Test zugelassen zu werden, teilte das Landratsamt mit. Man folge damit einer Anpassung der Kriterien zur Verdachtsabklärung durch das Robert-Koch-Institut.

    Getestet werden demnach fortan alle Personen, mit „akuten respiratorischen Symptomen“ wie Atemwegserkrankungen, Halsschmerzen, Husten oder starkem Schnupfen; außerdem weiterhin Personen mit Kontakt zu Infizierten in den vergangenen 14 Tagen. Insbesondere sollen Menschen in Medizinberufen und Risikogruppen getestet werden. Weiterhin zwingend erforderlich ist laut Landratsamt eine vorherige Terminvereinbarung. Diese ist über die Corona-Hotline des Landkreises (08191) 129 1680, über die bayernweite Corona-Hotline 116 117 oder per E-Mail an corona@LRA-LL.Bayern.de möglich. Die Zahl aktuell positiv bestätigter Corona-Fälle im Landkreis Landsberg liege derzeit bei 108 (Stand: 27.03.2020, 11:00 Uhr).

    12.42 Uhr: Rosenheim - kein Stadtrat mehr, sondern "Pandemie-Rat"

    In Rosenheim kommt der Stadtrat bis zum Ende der Legislaturperiode Ende April nicht mehr in voller Besetzung zusammen. Künftig trifft ein "Pandemie-Rat" alle Entscheidungen, dieser hat die Befugnisse eines Ferienausschusses. "Dadurch soll der Geschäftsgang der Kommunen nicht gefährdet, aber gleichzeitig der Schutz vor weiterer Verbreitung des neuartigen Corona-Virus maximal gewährleistet werden", teilte die Stadt mit. Die Sitzungen finden am 1. April und am 29. April statt. Die Tagesordnungspunkte werden auf das Notwendigste beschränkt, alles andere wird bis zur Entspannung der Lage vertagt, so die Stadtverwaltung.

    12.40 Uhr: IHK für München und Oberbayern setzt Aus- und Fortbildungsprüfungen bis Ende Mai aus

    Aufgrund der Coronakrise setzt die IHK für München und Oberbayern nun alle Aus- und Fortbildungsprüfungen in der Landeshauptstadt und in Oberbayern bis Ende Mai 2020 aus. Ersatztermine sind ab Juni geplant, wie es in einer Pressemitteilung heißt. Bislang waren alle Prüfungen bis zum 24. April abgesagt. Grundlage dafür ist ein Beschluss der bundesweit zuständigen IHK-Gremien.

    Von der Verschiebung betroffen sind in Oberbayern 11.100 Auszubildende, deren schriftliche Abschlussprüfungen nach jetzigem Stand zwischen dem 16. und 19. Juni 2020 nachgeholt werden. Bis einschließlich Mai finden auch keine IHK-Fortbildungsprüfungen statt. Ersatztermine sind ab Juni bis August geplant.

    12.15 Uhr: Fünf neue Beatmungsgeräte am Rosenheimer Klinikum

    Im Rosenheimer Klinikum sind neue Beamtungsgeräte eingetroffen. Das Technische Hilfswerk Rosenheim lieferte heute die ersten fünf Geräte an, die durch den Freistaat beschafft wurden. "Weitere Geräte sind im Zulauf. Damit kann die Versorgungssituation im Rosenheimer Klinikum weiter verbessert werden", so THW-Sprecher Stefan Huber. In der momentanen Situation sei jedes Beatmungsgerät medizinisch von unschätzbarem Wert, bedankte sich Geschäftsführer Deerberg-Wittram beim THW für die Arbeit.

    11.00 Uhr: Flughafen München: 6000 statt 130 000 Passagiere

    Am Flughafen München sind heute erneut nur etwa 90 Starts und Landungen geplant - das entspricht nicht ganz zehn Prozent des regulären Aufkommens. Noch massiver ist der Einbruch bei den Passagieren: Während es normalerweise im Schnitt 130 000 pro Tag sind, sind es momentan gerade noch 6000. Ein Zehntel der Belegschaft der Flughafen München GmbH ist schon seit gut zehn Tagen in Kurzarbeit Konkret geht es dabei um die Konzerntochter "Eurotrade", die mit ihren 1000 Mitarbeitern die Läden in den Terminals betreibt. Für die anderen Konzernbereiche laufen die Gespräche mit den Mitarbeitervertretern noch, wie ein Sprecher dem Bayerischen Rundfunk sagte.

    9.10 Uhr: Lachen könnte helfen - Lachyoga jetzt online

    Wem Ausgangsbeschränkungen und Kontaktverbote in der Corona-Krise auf die Psyche schlagen, der könnte es einmal mit Online-Lachtraining versuchen. Der Lachclub am Münchner Westpark treffe sich nun jeden Sonntag um 11.00 Uhr im Videochat, teilte eine Sprecherin am Freitag mit. «Ich weiß von ganz vielen Leuten, denen die Decke auf den Kopf fällt», sagte sie. 25 bis 35 Teilnehmer gibt es den Angaben zufolge aktuell pro Sitzung, täglich werden es mehr. Doch mit «Hihihi» und «Hohoho» hat das sogenannte Lachyoga nichts zu tun. «Das ist der große Irrtum, den viele beim Lachtraining haben», sagte die Sprecherin. Stattdessen gehe es um Atemübungen und darum, zu lächeln - das natürliche Lachen käme dann von allein.

    8.20 Uhr: Herrmann warnt vor Ausflügen am Wochenende

    Der bayerische Innenminister Joachim Herrmann (CSU) hat die Bürger dazu aufgerufen, am Wochenende auf Ausflüge in die Berge zu verzichten. "Es ist nicht der Sinn der Sache, wenn Leute zuhauf über 50 oder 100 Kilometer meinen, in die Berge fahren zu müssen. Da rate ich dringend davon ab", sagte Herrmann im Interview mit dem Bayerischen Rundfunk

    Für die betroffenen Landkreise wie Miesbach und Garmisch-Partenkirchen seien Ausflügler eine Belastung, zum Beispiel für die örtliche Bergwacht. "Es ist schon eine Belastung, wenn man in solch einer Situation jemanden retten muss, der sich den Fuß umknickt."

    Herrmann weiter: "Der Landkreis Miesbach beispielsweise, wenn ich an die Ausflügler zum Tegernsee denke, ist inzwischen leider einer der Landkreise mit der höchsten Zahl an Corona-Infizierten. Darum kann ich nur in jeder Hinsicht davon abraten, auch wenn morgen schönes Wetter werden wird, das zum Anlass zu nehmen, das für solche Ausflüge zu nutzen." Herrmann: "Das ist nicht der Sinn der Sache."

    6.20 Uhr: Fußballprofi Thomas Müller startet in seiner Heimat Dankeaktion für Helden des Corona-Alltags

    Rund um seinen Heimatort Pähl am Ammersee startet Müller heute eine Dankeaktion. Ob Pflegekräfte, Ärzte, Postboten oder Mitarbeiter in Lebensmittelläden, Müllabfuhr oder Gesundheitsamt spendiert der Bayernstar heute Schweinebraten oder Schnitzel mit Kartoffelknödel. Damit will der Fußballer auf seine Art allen Danke sagen, die bei der Corona-Krise ihren Mann oder ihre Frau stehen und der Situation trotzen. Ursprünglich war eine ToGo Abholung in den Pähler Gaststätten "Alte Post" und "Neue Post" geplant, heißt es auf Müllers Homepage. Jedoch wegen der großen Nachfrage und Bedenken der Behörden soll es jetzt einen Lieferservice direkt zu den Unternehmen oder Einrichtungen geben. Wer ein Corona-Helfer ist und im Umkreis von 15 Kilometern um Pähl wohnt kann sich Schnitzel oder Schweinebraten liefern lassen. Bestellungen sind heute /Freitag 27.3.) zwischen 10 Uhr und 18 Uhr möglich. Wer Schweinebraten mit Kartoffelknödel will ruft in der "Alten Post“ ab (Tel. 08808-9246161) Schweinebraten mit Kartoffelknödel gibt es in der„Neuen Post“ (Tel. 08808-278). Wenn möglich wird um Sammelbestellungen pro Lieferort gebeten.

    Donnerstag, 26. März

    20.50 Uhr: Freising: Neue Corona-Infizierte nennen weniger Kontaktpersonen - erster Erfolg der Ausgangsbeschränkungen

    Beim Kampf gegen die Corona-Ausbreitung sieht der Freisinger Landrat Josef Hauner (CSU) erste Hoffnungszeichen: "Wir stellen im Gesundheitsamt fest, dass die Infizierten der letzten Tage schon deutlich weniger Kontaktpersonen benennen als noch vor einer oder zwei Wochen. Also nehmen wir an: Weil viel mehr Leute daheim sitzen, gibt's auch viel weniger Kontaktpersonen." Und das heißt: Die möglichen Infektionsketten werden kürzer.Im Landkreis Freising waren schon Ende Februar erste Coronafälle aufgetaucht. Ein Mann hatte sich wohl beim Karneval im rheinischen Heinsberg infiziert und das Virus unwissentlich in Freising weiterverteilt. Stand heute meldet der Landkreis 326 Infektionen, sieben Menschen seien inzwischen an Covid-19 verstorben. 64 Personen seien genesen. Das Freisinger Gesundheitsamt konnte bisher weit über 1.200 Kontaktpersonen Infizierter ausfindig machen.

    18:44 Ein Todesfall und 17 Infizierte in Ismaninger Pflegeheim

    Ismaning, Lkr. München - In einem Pflegeheim in Ismaning ist vergangene Nacht eine "hochbetagte Person" infolge einer Coronavirus-Infektion gestorben. Das teilte das Landratsamt am Nachmittag mit. Es ist der erste Corona-Todesfall im Lkr. München. Im selben Heim gibt es nach derzeitigem Stand noch neun weitere infizierte Bewohner. Alle sind in der beschützenden Station untergebracht, die deshalb jetzt komplett unter Quarantäne gestellt wurde. Daneben wurden acht Pflegekräfte positiv auf das Virus getestet. Für sie wurde häusliche Isolation angeordnet. Laut Landratsamt ist auch noch ein weiteres Pflegeheim im Lkr. München betroffen. "Stand heute" sei ein Bewohner infiiziert, drei weitere werden als Verdachtsfälle behandelt. "Das Vordringen der Infektion in Pflegeeinrichtungen bereitet mir persönlich die größten Sorgen", sagt Landrat Christoph Göbel (CSU) mit Blick auf die Risikogruppen: "Im Landratsamt sind wir deshalb in höchster Alarmbereitschaft und versuchen alles zu tun, um die Einrichtungen bestmöglich zu unterstützen." Insgesamt wurden im Landkreis München seit gestern 56 weitere Fälle einer Infektion mit dem Coronavirus bestätigt. Damit gibt jetzt 429 bestätigte Erkrankungsfälle.

    18:27 Umbau der Ebersberger Dreifachturnhalle zum Hilfskrankenhaus schreitet voran

    Aus der Dreifachturnhalle in Ebersberg wird ein Hilfskrankenhaus - und die Ausstattung verläuft weiterhin planmäßig, wie das Landratsamt am Nachmittag mitteilte. Landrat Robert Niedergesäß (CSU) hofft, dass es "nie in Betrieb gehen muss, aber sich in der aktuellen Situation nicht vorzubereiten, wäre fahrlässig". Seit Ausbruch der Corona-Pandemie wurden im Landkreis Ebersberg 117 Menschen "positiv" getestet, 20 von ihnen sind inzwischen wieder gesund.

    17:35 Dritter Corona-Todesfall in München

    In der Landeshauptstadt gibt es einen dritten Corona-Todesfall. In einem Krankenhaus starb ein 88-jähriger Mann mit Vorerkrankungen, wie die Stadt mitteilt. Unterdessen wurden heute 111 neue Fälle von Infizierten bestätigt. Damit sind es in München nun insgesamt 1687 Fälle. Vier von ihnen gelten mittlerweile als geheilt.

    17:30 Atemschutzmasken bei Fake Shop bestellt - Händler um 160.000 Euro betrogen

    Ingolstadt: Eine Firma im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen ist beim Kauf von Atemschutzmasken einem betrügerischen Fake-Shop aufgesessen. Der Schaden liegt bei 160.000 Euro.

    Wie das Polizeipräsidium in Ingolstadt berichtet, bestellte der Inhaber der Import-Export-Firma Anfang März auf der Internetseite eines polnischen Anbieters eine größere Menge Atemschutzmasken. Nachdem der Geschäftsmann den Lieferschein zugesendet bekommen hatte, überwies er den Kaufbetrag von 160.000 Euro. Die Ware kam jedoch nicht an. Nach eigenen Nachforschungen stellte der Händler fest, dass es die Firma in Wirklichkeit gar nicht gibt. Die Kripo Ingolstadt ermittelt wegen Warenbetrugs. Die Polizei rät zu besonderer Vorsicht bei Käufen im Internet, insbesondere bei vermeintlich günstigen Angeboten.

    17:25 Zweiter Corona -Todesfall im Lkr. Fürstenfeldbruck

    Im Landkreis Fürstenfeldbruck gibt es in Folge der Corona-Pandemie mittlerweile zwei Tote. Dabei handelt es sich um einen 87-Jährigen, der laut Landratsamt an mehreren Erkrankungen litt, und um einen 90-Jährigen aus dem Nachbarlandkreis Dachau (s. KOR 40383). Aktuell sind 250 Fälle von Coronavirus-Infizierten bestätigt - am Montag waren es noch 133. An der Drive-Through-Station wurden mittlerweile fast 500 Personen getestet. 350 Tests sind bereits ausgewertet, bei 22 war das Ergebnis "positiv".

    17:17 Schulbegleiterinnen nutzen freie Zeit und helfen in Caritas-Wäscherei in Raubling

    Es ist ein Zeichen der Solidarität und des Zusammenhalts: Neun Schulbegleiterinnen helfen jetzt in der Wäscherei der Caritas Wendelstein Werkstätten für Menschen mit Behinderung aus und halten so den Betrieb aufrecht. Die Wäscherei wäscht für Kliniken in Prien und Bad Aibling sowie für Seniorenheime und Einrichtungen für Menschen mit Behinderung die Arbeitskleidung und gilt als systemrelevant. Wegen eines positiven Corona-Falls in der Verwaltung der Werkstätten und als Schutzmaßnahme im Besonderen für die beschäftigten Menschen mit Behinderung musste fast die ganze reguläre Belegschaft in Quarantäne geschickt werden, teilt die Caritas mit. „Ich hätte ja sonst sowieso in der Schule gearbeitet und bin froh, hier einen sinnvollen Beitrag leisten zu können“, erklärt eine Schulbegleiterin ihr Engagement. "Der Einsatz der Schulbegleiterinnen ist für die Wäscherei ein großes Geschenk", ergänzt Georg Czerny, Förderstättenleiter in den Caritas Wendelstein Werkstätten. "Gerade weil wir mit den Kliniken und sozialen Einrichtungen Kunden haben, die unsere Arbeit jetzt dringend benötigen."

    Die Wäscherei ist eine Dienstleistung der Caritas Wendelstein Werkstätten für Menschen mit Behinderung in Raubling. Zu den Kunden zählen vor allem auch Wohnheime und Krankenhäuser, neben Hotels und kleineren Betrieben. Bei einem Durchlauf von zwei Tonnen Wäsche pro Tag arbeiten bis zu 30 Menschen mit Behinderung unter der Anleitung von Fachpersonal.

    17:10 Brennerei wg. Desinfektionsmittel-Produktion reaktiviert

    Eine vor sieben Jahren stillgelegte Brennerei wurde jetzt in Oberding reaktiviert. Die örtliche Brennereigenossenschaft stellt dort jetzt Alkohol für die Produktion von Desinfektionsmitteln her. Als Rohstoff liefern die Landwirte Kartoffeln. Auch Getreide könnte verwendet werden. Der Bedarf im Landkreis Erding kann laut Landratsamt komplett über die Brennerei abgedeckt werden. Weitere 2000 Liter wurden dem Klinikum Rosenheim zur Verfügung gestellt.

    17:00 Lkr. Erding startet Vorbereitungen für Hilfskrankenhaus

    Auf dem Gelände des Fliegerhorstes Erding haben die Vorbereitungen zur Einrichtung eines Hilfskrankenhauses begonnen. So wurden Sanitärcontainer hingebracht. Bettwäsche und Schutzkleidung würden ebenfalls bereits angeliefert, so das Landratsamt. Nach derzeitigem Stand könnten die Aufbauarbeiten zum 1. April abgeschlossen werden, so dass man mit 160 Betten starten könnte. Parallel laufen noch "intensive Verhandlungen" mit den übergeordneten Behörden, wie Landrat Martin Bayerstorfer (CSU) mitteilt: "Wir müssen jetzt schnell und durchdacht die Vorbereitungen vorantreiben, damit wir bei weiter steigenden Patientenzahlen unser Klinikum entlasten können." Natürlich werde man bei Bedarf auch umliegenden Landkreisen Unterstützung anbieten. Im Landkreis Erding ist die Zahl der Covid-19-Fälle seit gestern von 178 auf 210 gestiegen. Damit sieht es laut Landratsamt "weiterhin danach aus, dass die Steigerungsrate sich verlangsamt."

    16:41 Berchtesgadener Land erwartet keinen Ausflügler-Ansturm

    Touristiker erwarten am Wochenende keinen Besucheransturm im Berchtesgadener Land. Man sei ja nicht in der Nähe einer deutschen Metropole, auch aus Salzburg/Österreich dürften momentan keine Ausländer einreisen, sagt Brigitte Schlögl, die Geschäftsführerin der Berchtesgadener Land Tourismus GmbH auf BR-Anfrage. Im Berchtesgadener Land sind wie überall alle Besucherattraktionen geschlossen, ob das nun die Königssee-Schifffahrt ist, die Jennerbahn mit ihren Restaurants oder das Salzbergwerk in Berchtesgaden.

    Die gut 100.000 Einwohner der Region haben sich laut Schlögl in den letzten Tagen sehr diszipliniert verhalten und an die Ausgangsregelungen gehalten, das erwarte man auch für das Wochenende. Schlögl hofft allerdings wieder auf einen Besucherandrang, wenn - wann auch immer - die Ausgangsbeschränkungen aufgehoben sind und alles wieder normal läuft.

    16:10 Dachau: Helios Amper-Kliniken bereiten sich auf steigende Patientenzahlen vor

    Das Helios Amper-Klinikum Dachau hat nach der Station C1-01 nun auch die Station C1-00 zur kompletten Isolationsstation umgerüstet. Damit stehen aktuell 50 Zimmer für Covid-19-Patienten und Verdachtsfälle zur Verfügung, so das Klinikum in einer Pressemitteilung. Auf der Intensivstation wurden laut Klinikum die Beatmungsplätze von zwölf auf 16 aufgestockt. Eine weitere Erhöhung sei möglich. Um weitere Bettenkapazitäten am Standort Dachau zu schaffen, werden aktuell einige geriatrische Patienten vom Klinikum Dachau zur Klinik Indersdorf verlegt.

    15:50 Entwicklung der Coronavirus-Fälle in München

    In München wurden am heutigen Donnerstag 111 neue Fälle bestätigt. Damit sind in der Landeshauptstadt aktuell insgesamt 1.687 Infektionen gemeldet. In diesen Zahlen enthalten sind vier Personen, die bereits geheilt sind, sowie leider auch ein dritter bestätigter Todesfall. In der Internistischen Klinik München Süd ist ein 88-jähriger Münchner mit Vorerkrankungen an COVID-19 verstorben. Unter 089-233-44740 hat die Stadt ein Bürgertelefon eingerichtet, das täglich – auch am Wochenende – von 8 bis 20 Uhr Fragen zum Coronavirus beantwortet.

    15:30 Hotline für Ehrenamt im Landkreis München

    Das Landratsamt München hat in Kooperation mit dem Freiwilligenzentrum der Caritas-Dienste im Landkreis München eine Hotline eingerichtet. Die Hotline-Nummer ist ab sofort freigeschaltet unter der Durchwahl: 0800 – 0894000. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind jeweils von Montag bis Donnerstag von 9:00 Uhr bis 12:00 Uhr erreichbar. Sie informieren und beraten Einrichtungen, Vereine, Initiativen und Organisationen im Bereich Freiwilligenengagement rund um das Thema zu Covid-19 – sei es zum Versicherungsschutz, zur Fürsorgepflicht und zu Pandemieplänen, zur Integration oder zu Fördermöglichkeiten des Landkreises.

    15:15 Jungheinrich schließt vorübergehend Werk in Moosburg

    Der Maschinenbaukonzern Jungheinrich wird ab Freitag die Produktion in seinem Werk Moosburg herunterfahren. Grund seien Lieferengpässe in der Materialversorgung durch Zulieferer, bedingt durch die Corona-Krise, teilte Jungheinrich am Donnerstag in Hamburg mit. Ziel sei es, die Produktion nach Ostern wiederaufzunehmen. Bis dahin sollen die Lagerbestände wieder aufgefüllt sein. Die rund 1000 Mitarbeiter sind in dieser Zeit in Kurzarbeit. Das Jungheinrich-Werk in Moosburg produziert sogenannte Gegengewichtsstapler.

    15:00 Klinikum rechts der Isar testet Medikamente gegen Covid-19-Infektion

    München - Das Münchner Klinikum rechts der Isar testet Medikamente gegen Covid-19-Infektion, das hat die Technische Universität München heute mitgeteilt. Demnach können Patienten am Klinikum rechts der Isar, die am neuartigen Coronavirus erkrankt sind, im Rahmen klinischer Studien mit neuen Arzneimitteln behandelt werden, die sich in der klinischen Entwicklung befinden. Am Universitätsklinikum der TUM werden derzeit über 50 Patienten mit Covid-19 behandelt. Unter anderem auch mit dem Mittel Remdesivir. Remdesivir ist ein direkt antiviral wirksames Medikament, das die Vermehrung des Virus hemmt. Es wurde ursprünglich für die Behandlung von Patienten mit Ebola-Infektion entwickelt, ist bisher jedoch nicht für den klinischen Einsatz zugelassen.

    14:30 Stadt Rosenheim tagt mit „Pandemie-Rat“ statt gesamtem Stadtrat

    Der Stadtrat in Rosenheim hat entschieden, ab dem 1. April bis zum Ende der Legislaturperiode nur noch als sogenannter „Pandemie-Rat“ zu tagen. Anstatt der vollen Besetzung mit 44 Stadträt*innen sind dann nur noch 10 plus die Oberbürgermeisterin im Großen Sitzungssaal anwesend. Es handelt sich um die Besetzung des Ferienausschusses. Dadurch könne der nötige Abstand eingehalten und die Politiker*innen geschützt werden, so eine Sprecherin. Die Sitzungen werden weiterhin auch einen öffentlichen Teil haben. Allerdings werden Besucher und Pressevertreter gebeten, sich anzumelden, damit Plätze mit ausreichend Abstand zur Verfügung gestellt werden können.

    14:00 Kfz-Zulassungen in Rosenheim nur noch in Ausnahmefällen

    Aufgrund der aktuell geltenden Ausgangsbeschränkungen hat jetzt auch das Landratsamt Rosenheim alle Zulassungsstellen geschlossen. Einzige Ausnahme ist die Zulassungsstelle des Landkreises in Rosenheim, in der noch vorab vereinbarte Termine erledigt werden können. Allerdings werden nur dringend notwendige Zulassungen vorgenommen, beispielsweise für eine Pflegekraft oder einen Polizeibeamten. Um die Dringlichkeit im Einzelfall prüfen zu können, sind Terminvereinbarungen nur telefonisch oder schriftlich möglich. Online-Termine über die Homepage des Landkreises werden nicht mehr vergeben, heißt es in einer Mitteilung des Rosenheimer Landratsamtes.

    11:50 Uhr: Aktion "Mühldorf hilft": Hilfetelefon für BürgerInnen

    Während der Ausgangseinschränkungen will die Kreisstadt Mühldorf BürgerInnen unterstützen, die nicht ohne weiteres ihr Haus verlassen sollten. Dafür hat die erste Bürgermeisterin Marianne Zollner (SPD) die Hilfsaktion "Mühldorf hilft" ins Leben gerufen. Konkret können BürgerInnen die zentrale Telefonnummer (08631) 612 612 anrufen und um Hilfe bitten. Die Zentrale nimmt die Anfrage entgegen und organisiert dann einen passenden Helfenden. Das Angebot richtet sich an ältere und kranke Menschen, die nicht einkaufen gehen können. "Es geht aber auch darum, wenn jemand generell Hilfe braucht", sagt Monika Pingitzer, Pressesprecherin der Stadt, dem Bayerischen Rundfunk. "Wer zum Beispiel nicht in die Apotheke gehen kann oder wer sich vielleicht unsicher fühlt, besonders auch jetzt, die Wahlunterlagen in den Briefkasten einzuschmeißen, der kann sich gerne melden. All solche Sachen kommen hier zusammen.“

    Auch HelferInnen können unter dieser Nummer ihre Unterstützung anbieten. Bis jetzt gibt es laut Pingitzer bereits ein großes Angebot an Freiwilligen. "In solchen Krisenzeiten wollen wir fest zusammenstehen“, sagt Bürgermeisterin Marianne Zollner. "Wir hoffen, dass wir damit schnell und unbürokratisch denjenigen helfen können, die derzeit die Hilfe am dringendsten benötigen.“

    Montag bis Samstag von 9 bis 12 Uhr können BürgerInnen anrufen und die MitarbeiterInnen der Kreisstadt kümmern sich darum, dass Helfer und Hilfsbedürftige zusammenfinden.

    11:44 Uhr: Freilassinger Firma liefert Schutzmasken im Auftrag des Wirtschaftsministerium

    Das bayerische Wirtschaftsministerium lässt von der Freilassinger Firma Trans-Texil GmbH waschbare Mund-Nasen-Masken im Mehrwegsystem liefern. Die Firma stellt eine Membrane her, aus der schon seit einigen Jahren unter anderem Schutzmasken gemacht werden, zum Beispiel in Österreich. Jetzt liefert die Firma solche Masken auch für das Ministerium, wie sie auf ihrer Homepage mitteilt. Der Auftrag wurde laut Wirtschaftsministerium am 19. März erteilt, der Freistaat arbeitet zum ersten Mal mit diesem Unternehmen zusammen.

    Die Freilassinger Firma stellt die Masken nicht selbst her, ihre Membranen gehen an andere Unternehmen, die die Masken nähen und sie an das Corona-Notfallzentrum in den Münchner Messehallen liefern. Von dort aus werden sie vom THW an Kliniken, Arztpraxen und Heime ausgeliefert.

    Die Masken können etwa 50 mal wiederverwendet werden, nach jedem Gebrauch gehen sie an Großwäschereien, die sie waschen, desinfizieren und wieder ausliefern. Momentan werden etwa 15.000 Stück pro Tag produziert, insgesamt sollen 200.000 Masken geliefert werden. Ob die Produktion dann weitergeht, hänge davon ab, wie sich die Situation entwickelt, so eine Sprecherin des Ministeriums.

    Die Firma Trans-Textil weist auf ihrer Homepage darauf hin, dass an ihrem Firmensitz in Freilassing weder Masken gelagert noch verkauft werden.

    11:31 Uhr: Kloster Ettal produziert Desinfektionsmittel für Krankenhäuser

    Das Klinikum Garmisch-Partenkirchen und die Destillerie im Kloster Ettal produzieren in den kommenden Monaten gemeinsam Desinfektionsmittel für Krankenhäuser. Nachdem den Ettaler Mönchen mit der Ausgangsbeschränkung und der Schließung aller Betriebe im Kloster die Einnahmen wegbrechen, seien beide Einrichtungen froh über diese Kooperation. Der Sprecher von Kloster Ettal sagte dem BR, dass sich fast alle 180 Mitarbeiter des Klosters in Kurzarbeit befinden.

    Um die Likörproduktion im Kloster für andere Zwecke zu nutzen, waren bürokratische Hürden zu überwinden. Mit Hilfe des Landratsamtes in Garmisch-Partenkirchen und dem Hauptzollamt in Rosenheim wurde die Destillerie im Kloster temporär zu einer Außenstelle der Klinikapotheke des Krankenhauses benannt. Frater Vitalis M. (Benediktinermönch), der die Destillerie leitet, soll im Laufe der Woche mit der Produktion beginnen. Die Desinfektionsmittel werden ausschließlich für den Einsatz im Klinikum Garmisch-Partenkirchen und benachbarter Krankenhäuser produziert. Das Kloster bittet darum, von anderen Anfragen abzusehen.

    11:14 Uhr: Besucher ignorieren Klinik-Besuchsverbot im Lkr. Erding

    Trotz des Besuchsverbots müssen an den Krankenhäusern Erding und Dorfen immer wieder Besucher noch ausdrücklich abgewiesen werden. Landrat Martin Bayerstorfer (CSU) appelliert deshalb an die Bürger, nicht zu den Kliniken zu fahren, sondern telefonisch Kontakt zu Patienten zu halten. Sowohl die Telefone als auch das Internetpaket können derzeit kostenlos genutzt werden. Ins Klinikum gelassen werden momentan lediglich werdende Väter und enge Familienangehörige von Patienten, die im Sterben liegen. Aktuell gibt es im Landkreis Erding 178 Fälle von Coronavirus-Infizierten. Zuletzt waren es noch 143 gewesen. Die Zahl steigt derzeit aber "etwas langsamer als der deutschlandweite Durchschnitt", wie das Landratsamt mitteilt. Neun Betroffene sind mittlerweile wieder gesund.

    11:12 Uhr: 1.000 Arbeitsplätze in Gefahr - Münchner Einzelhändler bitten Stadt und Freistaat um mehr Hilfen

    In einem offenen Brief an Ministerpräsident Markus Söder und Oberbürgermeister Dieter Reiter bitten fünf große Münchner Einzelhändler um eine Erweiterung der Wirtschaftshilfen. Die Schließung ihrer Häuser sei bereits nach kurzer Zeit existenzbedrohend, die über 1.000 Arbeitsplätze in Gefahr, schreiben die fünf alteingesessenen Unternehmen Hirmer, Sporthaus Schuster, Hugendubel, Kustermann und Bettenrid in ihrem gemeinsamen Appell. Man sei zwar dankbar über das große Engagement, gleichzeitig bitte man aber auch um eine rasche und unbürokratische Umsetzung der bereits getroffenen Wirtschaftshilfen.

    Da die Händler aber derzeit überhaupt keine Einnahmen hätten, sei es ihnen kaum möglich, die Aufstockung zum staatlichen Kurzarbeitergeld zu zahlen. Deshalb bitten sie darum, dass der Staat das Kurzarbeitergeld vorübergehend um 20 Prozentpunkte aufstockt. Außerdem fordern sie, fällige Zahlungen an das Finanzamt zu stunden und staatliche Bürgschaften für dringend benötigte Überbrückungskredite auf 100 Prozent auszudehnen.    

    Vor zwei Tagen erst hatte der Freistaat angekündigt, seine Finanzhilfen auf 20 Milliarden zu verdoppeln. Die Stadt München hatte daraufhin zugesichert, Anträge auf die "Soforthilfe-Corona" mit höchster Priorität zu bearbeiten. Außerdem können Betroffene Stundungen bzw. Reduzierungen der Gewerbesteuervorauszahlung beantragen, heißt es in einer Pressemeldung der Stadt.

    10:19 Uhr: Hoeneß "Kraft des Fußballs einsetzen"

    Uli Hoeneß hat in der Coronavirus-Krise an die Vernunft der Menschen appelliert. Man müsse die "ganze Kraft des Fußballs einsetzen, um die Leute aufzufordern, dass sie sich diszipliniert verhalten, damit die aktive Ansteckung zurückgeht", forderte der 68 Jahre alte Ehrenpräsident des FC Bayern München im "Kicker" (Donnerstag). "Dieser Appell gilt nach wie vor und umso mehr, da es noch immer Unbelehrbare gibt." Hoeneß lobte als ein Beispiel die Spendenaktion der Bayern-Profis Leon Goretzka und Joshua Kimmich. "Wir sind alle aufgerufen zu helfen. Jede Initiative ist wertvoll", sagte der langjährige Macher des Fußball-Rekordmeisters.

    10:16 Uhr: Flughafen München: "keine Hinweise auf Schließung"

    Während an Flughäfen etwa in Paris und London der Betrieb wegen den Auswirkungen der Corona-Pandemie eingestellt wurde, ist das am Flughafen München offenbar weiter kein Thema: "Zum jetzigen Zeitpunkt gibt es keine Hinweise auf eine Schließung", teilte ein Sprecher auf Anfrage des Bayerischen Rundfunks mit. Allerdings ist der Betrieb weiterhin stark eingeschränkt: Heute sind es rund 90 Flugbewegungen und damit noch einmal etwas weniger als gestern. Das entspricht knapp 10 Prozent des regulären Aufkommens.

    10:08 Uhr: Stimm-Auszählung: Bürgermeister warnt Wahlhelfer anzutreten

    Der Bürgermeister von Ramerberg (Kreis Rosenheim), Georg Gäch, empfiehlt seinen Wahlhelfern, am Sonntag (29.03.) nicht zur Auszählung der Stichwahl um den Landratsposten anzutreten. Es sei eine "grobe Fahrlässigkeit", in diesen Zeiten wildfremde Menschen in engen Räumen zur Auszählung zusammenzuwürfeln. "Es passiert ja nichts, wenn man die Ergebnisse erst später bekommt", so Gäch im BR-Interview. Unverständlich und unverantwortlich sei es für ihn, dass trotz all der Einschränkungen und Vorsichtsmaßnahmen, die in Bayern gelten, die Auszählung der Stichwahl wie geplant stattfinden soll.

    Keine Antwort auf offenen Brief an Innenminister Herrmann

    In einem offenen Brief hatte sich Gäch an Bayerns Innenminister Herrmann gewandt und die Durchführung der Stichwahl kritisiert. Bisher habe er keine Antwort des Ministers erhalten. Aus diesem Grund wird er den Wahlhelfern in Ramerberg nahe legen, am Sonntag daheim zu bleiben. Die Auszählung könne dann in Ruhe und unter Einhaltung der Vorsichtsmaßnahmen in der Gemeindeverwaltung durchgeführt werden. Das Ergebnis käme dann halt später, aber das sei ja kein Problem, so Gäch.

    Viren an Wahlumschlägen

    Neben der engen Zusammenarbeit in geschlossenen Räumen von Menschen, die sonst keinerlei Kontakt haben, sieht Georg Gäch bei der Stichwahl noch ein weiteres Problem: die Gummierung der Wahlumschläge. Viele Leute, so der Ramerberger Bürgermeister, schlecken das Kuvert ab, um es zuzukleben. Somit könnten sich Viren auch auf den Briefwahlunterlagen befinden. Dieses Problem würde sich laut Gäch aber auch lösen, wenn die Umschläge einfach einige Tage liegen bleiben und nicht berührt werden würden.

    Nachfolger Reithmeier: Stichwahl nicht verschieben

    Manfred Reithmeier, der die Wahl zum Ramerberger Bürgermeister mit 53,8 Prozent gegen Gäch gewonnen hat und somit seine Nachfolge antreten wird, erklärte auf BR-Anfrage, dass auch für ihn selbstverständlich die Gesundheit der Wahlhelfer über allem stehe. Mit ausreichend Desinfektionsmittel und Atemschutzmasken sowie Abstand sei die Auszählung jedoch durchzuführen. Die Stichwahl solle seiner Meinung nach auf keinen Fall verschoben werden.

    10:07 Uhr: Hypovereinsbank reduziert Betrieb - Mehrheit der Filialen vorübergehend dicht

    Die Hypovereinsbank schließt wegen der Corona-Krise vorübergehend über 70 Prozent ihrer 337 Filialen für den Kundenverkehr. Dreißig Prozent - das wären etwa 100 Filialen - sollen täglich oder im wöchentlichen Wechsel geöffnet bleiben, wie die Münchner Tochter der italienischen Großbank Unicredit am Donnerstag mitteilte. In Betrieb bleiben die Selbstbedienungszonen mit den Geldautomaten, und auch in den temporär geschlossenen Filialen sollen die Kundenbetreuer telefonisch und online erreichbar bleiben. Die Bank wolle weiter die flächendeckende Betreuung ihrer Kunden gewährleisten und gleichzeitig die Gesundheit von Kunden und Mitarbeitern durch reduzierte physische Kontakte zu schützen, hieß es in der Mitteilung.

    9:21 Uhr: "Tafel" Dachau wird evtl. wieder geöffnet - BR hilft mit "Team Bayern"

    Die "Tafel" in Dachau wird möglicherweise wieder geöffnet. Das Bayerische Rote Kreuz prüft derzeit, ob das möglich ist. Jüngere Dachauer haben sich bereits angeboten, um bei der Ausgabe zu helfen, wie das Landratsamt berichtet. Weitere Freiwillige können sich unter "mailto:essen@dachauer-tafel.de" essen@dachauer-tafel.de melden. Das BRK arbeitet hierfür auch mit dem „Team Bayern“ vom Bayerischen Rundfunk zusammen. Freiwillige können sich auch dort unter http://www.teambayern.info/ registrieren.

    9:19 Uhr: Erster Corona-Toter aus Landkreis Dachau

    Erstmals ist jetzt ein Coronavirus-Patient aus dem Landkreis Dachau gestorben. Es handelt sich um einen 90-jährigen Mann, der über eine Woche lang im Klinikum Fürstenfeldbruck behandelt worden war. Aktuell gibt es im Landkreis Dachau 164 bestätigte Fälle von Infizierten - 46 davon sind gestern dazugekommen. Die meisten Betroffenen leben in der Kreisstadt selbst und in Altomünster.

    8:53 Uhr: Keine Wahlhelfer in München bei Stimmauszählung mit Corona infiziert

    Bei der Kommunalwahl in München haben sich offenbar keine Wahlhelfer mit Corona infiziert. Ein solcher Fall liege dem Referat für Gesundheit und Umwelt nicht vor, wie ein Sprecher auf BR-Anfrage mitteilte.

    Im Rahmen des Kontaktmanagements werden nach Angaben des Referats auch Kontakte außerhalb des familiären Umfelds abgefragt, wie zum Beispiel berufliche Kontakte oder auch ehrenamtliche Tätigkeiten. Dabei werde auch geprüft, ob es sich um infektionsrelevante Kontakte handele. Dem Stadtreferat zufolge gibt es keine Erkenntnisse, dass es im Rahmen der Stimmenauszählung unter den Wahlhelfern zu infektionsrelevanten Kontakten gekommen ist oder dass sich jemand mit Covid-19 infiziert hat.

    Hintergrund für die BR-Anfrage: Bei der Kommunalwahl hatten unter anderem im Briefwahlzentrum in der Messe München Helfer dicht an dicht bei der Auszählung gegessen.

    7:51 Uhr: Rosenheimer City-Management: Gutscheine für das Lieblingsgeschäft

    Durch fehlende oder weniger Einnahmen sind viele Geschäftsleute aktuell von schweren finanziellen Nöten geplagt. Das Rosenheimer City-Management startet deswegen die Aktion: Gutscheine kaufen als Unterstützung für das Lieblingsgeschäft und Lieblingslokal.

    Wer seinen Lieblingsladen retten will, so heißt es, kann Gutscheine kaufen, die eingelöst werden können, wenn der Betrieb wieder geöffnet hat. Heute zahlen und das Angebot später nutzen - damit bekämen die Geschäfte zumindest eine kleine Überbrückung, um beispielsweise Personal weiter zahlen zu können. Die individuellen Gutscheine können entweder direkt bei den Rosenheimer Betrieben gekauft werden. Oder auch im Internet.

    Auf den Webseiten vieler Geschäfte und Lokale oder auf den Social Media Kanälen sind weitere Infos zu finden. Es geht darum, gemeinsam den regionalen Lieblingseinkaufsorten Liquidität zu verschaffen und ihnen jetzt das Geld zur Verfügung zu stellen, das man sowieso in den nächsten Monaten bei ihnen ausgeben würde, so das City-Management.

    5:58 Uhr: Stadtratssitzung in Traunstein wegen Corona verschoben

    Wegen der Corona-Krise verschiebt die Stadtverwaltung Traunstein die öffentliche Ratssitzung, die heute Nachmittag (Donnerstag, 26.3.) hätte stattfinden sollen. Bei der Zusammenkunft der Stadträte sollte es auch um ein bei den Kommunalpolitikern umstrittenes Millionengeschenk gehen. Ein schwer kranker, vermögender Bürger will seiner Heimatstadt einige Millionen Euro schenken. In einer nichtöffentlichen Sitzung Ende Februar hatte die Opposition (CSU und UW) im Stadtrat der Annahme des Geldes nicht zugestimmt. Stattdessen wollte sie sich die Bedingungen des notariellen Vertrags noch einmal erklären lassen und darüber heute öffentlich diskutierten. Corona macht nun diese brisante Sitzung nicht möglich. Geplant ist das Thema bei der nächsten Stadtratssitzung am 30. April zu behandeln, die unter der Leitung des dann noch amtierenden Oberbürgermeisters Christian Kegel stattfinden soll. Kegel (SPD) tritt am kommenden Sonntag in der Stichwahl gegen Christian Hümmer (CSU) an.

    5:16 Uhr: Kaum Helfer und kaum Lebensmittel - Tafeln leiden unter Corona-Krise

    Den Tafeln in Bayern fehlen wegen der Corona-Krise immer mehr Helfer und Lebensmittel. "Es ist wichtig, dass gerade die Ärmsten in unserer Gesellschaft auch jetzt mit Lebensmitteln und Sachspenden versorgt werden", sagte Sozialministerin Carolina Trautner (CSU) am Mittwoch in München.

    In der aktuellen Krisenlage fehlten vielerorts Helfer und wegen der hohen Nachfrage in den Supermärkten auch Lebensmittel, die an Bedürftige weitergegeben werden könnten. Viele der sonstigen ehrenamtlichen Helfer könnten derzeit nicht eingesetzt werden, da sie selbst zu den Coronavirus-Risikogruppen gehörten, beispielsweise wegen ihres Alters oder chronischen Erkrankungen.

    Der Besuch von Tafeln ist ausdrücklich auch zu Zeiten der Ausgangsbeschränkungen in Bayern erlaubt. Damit die bedürftigen Menschen weiterhin versorgt werden könnten, brauche es noch mehr Unterstützung von freiwilligen jungen Helferinnen und Helfern, hieß es weiter. Um Ansteckungsrisiken zu minimieren, hätten manche Tafeln bereits auf einen Bringdienst umgestellt.

    5:05 Uhr: 50 Prozent weniger Passagiere am Flughafen München wegen Corona

    Am Flughafen München wurden in den ersten drei März Wochen nur halb so viele Passagiere gezählt wie im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Die Zahl der Starts und Landungen ging um 30 Prozent zurück. In der laufenden Woche hat sich der Abwärtstrend weiter fortgesetzt. Auch am Mittwoch waren es zusammengerechnet nur 108 Starts und Landungen. An einem regulären Tag wären es zehn Mal so viele.

    Mittwoch, 25. März

    17:59 Uhr: Erkrankungen in Landkreisen Rosenheim und Miesbach steigen weiter

    In Rosenheim sind aktuell (Stand 25.03., 0:00 Uhr) 437 Fälle von Covid-19 gemeldet. Alleine gestern (24.03.) ist die Zahl der Erkrankten um 131 Fälle gestiegen. Dabei handelt es sich um den bislang höchsten Anstieg. In den kommenden Tagen rechnet das Gesundheitsamt mit weiteren Erkrankten. Bislang ist eine Person aus dem Landkreis an der neuartigen Krankheit gestorben.

    1.391 Menschen sind in Quarantäne. Heute ist außerdem eine Allgemeinverfügung in Kraft getreten, die dem Gesundheitsamt die Arbeit erleichtern soll. Sie macht es möglich, Kontaktpersonen der Kategorie I ohne telefonische oder schriftliche Anhörung für 14 Tage unter Quarantäne zu stellen.

    Im Landkreis Miesbach sind aktuell 185 Menschen positiv auf das Virus getestet. Der Landkreis rechnet allerdings damit, dass diese Zahl noch steigen wird.

    17:47 Uhr: Erster Corona-Infektionsfall in Seniorenzentrum in Burghausen

    In insgesamt zwei Einrichtungen des AWO-Bezirksverbands Oberbayern (Arbeiterwohlfahrt) gibt es bestätigte Infektionen mit dem Corona-Virus. Einer davon betrifft das Seniorenheim im Landkreis Altötting. Dort herrscht im AWO-Seniorenzentrum in Burghausen, dem Georg-Schenk-Hausseit dem 13. März, also fast zwei Wochen, ein erheblich eingeschränktes Besuchsrecht. Dennoch ist der erste Bewohner am Montag (23.03.) positiv auf das Corona-Virus getestet worden. Der 81-Jährige befindet sich aktuell in der Corona-Klinik des Krankenhauses Mühldorf. Mit ihm drei weitere Bewohner, die vorsorglich auf das Virus getestet wurden. Wie es zu der Ansteckung kommen konnte, sei fast unmöglich herauszufinden – erklärte eine Sprecherin der AWO dem Bayerischen Rundfunk. Es könne noch vor dem umfassenden Besuchsverbot passiert sein. Auch die Einrichtungsleiterin in Burghausen, beteuert, dass sie und ihr Team – so wörtlich – alles Menschenmögliche getan hätten, um Bewohner und Mitarbeiter zu schützen. Alle Personen, die mit der Versorgung und Pflege des Bewohners betraut waren, wurden dem Gesundheitsamt gemeldet. Sie sind aktuell in Quarantäne und werden getestet. Den Einwohnern in Burghausen gehe es den Umständen entsprechend gut: Sie würden gelassen mit der Situation umgehen, so der Eindruck der Leiterin.

    Was die Senioren deutlich mehr belaste, seien die fehlenden sozialen Kontakte. Vor allem der fehlende Kontakt zu den Angehörigen sei besonders schwer. Neben dem Seniorenheim in Burghausen gibt es nach aktuellem Stand noch eine weitere Einrichtung des AWO-Bezirksverbandes Oberbayern mit einem bestätigten Corona-Fall.

    Aktuell kämpfen die Einrichtungen laut Astrid Kornelius, Specherin des AWO Bezirksverbands Oberbayern, mit dem Mangel an Schutzausrüstung. Derzeit können demnach noch auf Restbestände zurückgegriffen werden, in absehbarer Zeit würde jedoch ein, "massives Problem" entstehen, erklärt Kornelius. "Atemschutzmasken und Schutzkleidung werden in den Einrichtungen dringend benötigt. Die Nachbestellungen laufen seit Wochen, Lieferungen aber sind bis heute nicht eingetroffen. Wir sind dringend auf die Schutzausrüstung angewiesen und appellieren eindringlich an die Regierung und das Gesundheitsministerium, diese Engpässe so schnellst möglich zu beseitigen", so Kornelius.

    16:54 Uhr: Um Ingolstadt erkranken immer mehr am Coronavirus

    In der Region Ingolstadt mit seinen umliegenden Landkreisen steigt die Zahl der am Coronavirus erkrankten Personen. Im Kreis Pfaffenhofen meldet das Landratsamt eine Steigerung auf 51 positiv getestete Menschen. Seit gestern, 24.3.2020, sind 12 neue Fälle gemeldet worden. In der Zwischenzeit sind von den 51 Fällen jedoch sechs Personen, die als geheilt gelten. Im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen sind mittlerweile 44 Menschen an Covid-19 erkrankt. Das sind vier Personen mehr als gestern. 12 Personen sind in Schrobenhausen gemeldet, 11 in der Großen Kreisstadt Neuburg. Die restlichen Erkrankten stammen aus den umliegenden Gemeinden. In Ingolstadt wurden gestern wurden noch 15 Corona-Patienten registriert. Heute ist die Zahl der Infizierten laut Mitteilung der Stadt weiter gestiegen: Aktuell sind 27 Personen mit dem Virus infiziert. Eine Person ist genesen. Im Landkreis Eichstätt sind nach Auskunft des Landratsamts 38 Personen Corona-positiv, 6 Personen mehr als am Vortag.

    16:52 Uhr: Kardinal Marx: Ostern ohne öffentliche Gottesdienste

    Wegen der Corona-Pandemie werden auch die Kar- und Ostergottesdienste im Freistaat ausfallen. "Wir wissen und anerkennen, dass es keine andere Möglichkeit gibt, das Leben möglichst vieler Menschen zu retten", heißt es in einem Schreiben des Erzbischofs und Kardinals Reinhard Marx an die pastoralen Mitarbeiter des Erzbistums vom Mittwoch. Marx will die Gottesdienste nun ohne Öffentlichkeit im Münchner Liebfrauendom feiern und im Internet streamen. Entsprechend dem allgemein gültigen Verbot von Veranstaltungen dürfen die Gläubigen bis zum 19. April nicht mehr in Kirchen zusammenkommen. Gebete Einzelner sind aber erlaubt.

    "Die Maßnahmen der Regierung sind harte Eingriffe in die Grundrechte der Menschen, auch eine Einschränkung der Religionsfreiheit, wie es sie wohl in unserem Land noch nie gegeben hat", schreibt Marx. Aber: "Wir tragen auch Verantwortung für das ganze Gemeinwesen, in dem wir leben." Gleichzeitig könne aber auch jeder zuversichtlich sein: "Wenn wir wieder zurückkehren in unsere Kirchen, wollen wir ein wirkliches Fest des Glaubens feiern, ein Fest der Auferstehung; das wäre schön!".

    Auch andere Bistümer planen Online-Übertragungen von Gottesdiensten. Die Kirchen selbst stehen laut Marx tagsüber den Menschen einzeln zum Gebet offen. Allerdings würden keine Heiligen Gräber aufgebaut. Zudem soll es für die Feiertage Vorlagen für Hausgottesdienste geben. Als Zeichen der Verbundenheit und Solidarität läuten im Einklang mit anderen deutschen Bistümern und Landeskirchen täglich um 19.30 Uhr Glocken, außer an Karfreitag und Karsamstag.

    16:26 Uhr: Bürgermeister im Werdenfelser Land warnen vor Ausflugs-Ansturm

    Auch im Landkreis Garmisch-Partenkirchen bangt man vor einer möglichen Ausflugswelle am kommenden Wochenende bei schönem Wetter. Thomas Schwarzenberger, Kreisverbandsvorsitzender und Bürgermeister von Krün, hat ebenfalls einen „Brandbrief“ an Landtagspräsidentin Ilse Aigner geschickt. Die Kommunalpolitiker- und Politikerinnen im Landkreis Garmisch-Partenkirchen schließen sich damit den Forderungen der Kollegen im Tegernseer Tal an. Die haben sich dafür ausgesprochen, dass die Menschen auch in der Freizeit in dem Landkreis bleiben sollen, in dem sie leben. Nach einer Woche Ausgangsbeschränkungen in den Städten befürchten viele Bürgermeister einen Ansturm auf die beliebten Ziele auch im Oberland. Rolf Beuting, Bürgermeister der Marktgemeinde Murnau, will keine Parkplätze absperren. Er appelliert an die Vernunft der Menschen. Er könne sich aber vorstellen, kurzfristig einzuschreiten, falls es erforderlich sein sollte, sagte Beuting im Interview mit dem BR. In dem Schreiben warnen die Kommunalpolitiker auch vor Wanderungen in den Bergen. Damit würden Rettungskräfte und Bergwacht stärker beansprucht. „Je mehr Wanderer und Erholungssuchende in unserer Gegend unterwegs sind, desto höher sind die Einsatzzahlen“, heißt es im Brief vom Thomas Schwarzenberger an Landtagspräsidentin Ilse Aigner. Ministerpräsident Markus Söder hat eine Verschärfung der Ausgangsbeschränkungen klar abgelehnt.

    16:26 Uhr: Mühldorf: Erster Todesfall im Landkreis

    Im Landkreis Mühldorf am Inn ist die erste Person, die mit dem Corona-Virus infiziert war, gestorben. Das gab das Landratsamt Mühldorf soeben bekannt. Es handelt sich demnach um eine über 60-jährige Person. Weitere Angaben zum Verstorbenen wurden nicht gemacht. Insgesamt liegen laut Landratsamt im Landkreis Mühldorf 67 bestätigte Fälle vor, elf davon seit heute (25.03) neu bestätigt. Bei den neuen Fällen handle es sich um zwei Erwachsene über 60 Jahre, sieben Erwachsene unter 60 Jahre und zwei Minderjährige. Das Gesundheitsamt ermittle derzeit die Kontaktpersonen der PatientInnen und leite die notwendigen Maßnahmen ein.

    Für die Klinik Mühldorf, welche als Corona-Zentrum für die Landkreise Altötting und Mühldorf festgelegt wurde, ergeben sich zum Stichdatum-/zeitpunkt (Stand: 25. März 2020, 16.00 Uhr) laut Landratsamt folgende Zahlen: Stationäre Corona-Verdachtsfälle: 49, stationäre Corona-Positivfälle: 37, davon Intensivpflichtige Corona-Patienten: Neun, entlassene Corona-Patienten: Einer.

    15:52 Uhr: Zweiter Todesfall im Landkreis Traunstein - mehr Erkrankungen

    Im Landkreis Traunstein ist eine mit dem Coronavirus infizierte 86-jährige Frau verstorben. Sie ist der zweite Corona-Todesfall im Landkreis. Laut Landratsamt hatte die Frau verschiedenste Vorerkrankungen und wurde palliativ betreut.

    Mit Stand heute 15.00 Uhr gibt es im Zuständigkeitsbereich des Staatlichen Gesundheitsamts Traunstein jetzt 120 bestätigte Coronafälle, das sind 34 mehr als gestern. Alle Personen werden medizinisch versorgt, die Behörde ermittelt derzeit auch die Kontaktpersonen der betroffenen Patienten.

    Derzeit werden 15 Coronavirus-Patienten in Kliniken behandelt, fünf davon befinden sich in intensivmedizinischer Betreuung, so das Landratsamt.

    15:35 Uhr: Graffiti-Sprayer kritisieren Regierung in Corona-Krise

    Mit Graffitis an Hauswänden haben ein oder mehrere unbekannte Sprayer in München die Regierung in der Corona-Krise kritisiert. Die Schriftzüge hätten in den vergangenen Tagen bereits Schäden von mehreren Tausend Euro verursacht, teilte die Polizei am Mittwoch mit.

    Mit Beginn der Ausgangsbeschränkungen und dem Erlass von Allgemeinverfügungen seien mehrere «regierungsfeindliche Propagandasprüche im Zusammenhang mit Corona» an Hauswände und Oberflächen gesprüht worden, erläuterte ein Sprecher. So sei an einem Haus ein ungefähr sechs Meter langer Schriftzug in schwarzer Farbe angebracht worden. Die Beamten gehen von einem linkspolitischen Hintergrund aus und ermitteln, ob es sich jeweils um den beziehungsweise die gleichen Täter handelt.

    15:23 Uhr: Online-Benefiz-Konzert für Kulturschaffende

    Der Konzert-Veranstalter Crossgammy organisiert für Freitag (27.03.2020) ein Online-Benefiz-Konzert. Verschiedene Künstler, darunter Liedermacher Konstantin Wecker, Pianist Jo Barnikel, Singer-Songwriterin Sarah Straub und die Cellinistin Fany Kammerlander, spielen ab 19 Uhr live. Gestreamt wird das Konzert auf Facebook und YouTube.

    Das Konzert soll die Plattform für eine Spendenaktion sein. "Kulturschaffende aus allen Bereichen sind aktuell in finanzieller Not, weil sie aufgrund der Pandemie Konzerte absagen, Einrichtungen schließen oder aus anderen Gründen Umsatzeinbußen hinnehmen müssen", schreiben die Veranstalter. Die Spenden, die durch das Konzert eingenommen würden, sollten Künstlern dabei helfen, die kommenden Wochen und Monate finanziell zu überstehen, heißt es weiter.

    15:21 Uhr: 1.000 Liter Desinfektionsmittel in Freising hergestellt

    Der Bedarf an Flächendesinfektionsmitteln im Landkreis Freising ist für kommende Woche erst einmal gedeckt. THW und Feuerwehr haben unter Anleitung eines Apothekers fast 1.000 Liter hergestellt. Das nötige destillierte Wasser kam aus dem Forschungsreaktor Garching, genauer aus der dortigen Produktionsanlage für Reinstwasser. Jetzt wird das Mittel ans Klinikum Freising sowie an Arztpraxen und Pflegeheime ausgeliefert. Bei Bedarf könnte auch noch mehr hergestellt werden, versichert das Landratsamt.

    15:00 Uhr: Zahl der Corona-Fälle in München in einer Woche verdreifacht

    In der Landeshauptstadt hat sich die Zahl von Coronavirus-Infizierten innerhalb einer Woche verdreifacht. Während vergangenen Mittwoch noch 509 Fälle in München bestätigt (!) waren, sind es jetzt bereits 1.576. Allein heute sind 195 Fälle dazu gekommen.

    14:39 Uhr: Oktoberfestplanungen gehen weiter - Maidult abgesagt - Frühlingsfest verschoben

    Die Vorbereitungen für das Münchner Oktoberfest "laufen weiter wie gewohnt". Das hat Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) heute noch einmal bekräftigt. Gleiches gelte für das Stadtgründungsfest am 13./14. Juni. Veranstaltungsabsagen würden "zum spätestmöglichen Zeitpunkt" erfolgen, so der OB: "Für das Oktoberfest wäre dies frühestens im Juni, vor Beginn der Aufbauarbeiten, zu erwarten."

    Definitiv ausfallen wird die Maidult im Stadtteil Au, die am 25. April beginnen würde. Das ist ein schwerer Schlag für rund 300 Marktkaufleute und Schausteller. Zur Maidult auf dem Mariahilfplatz wären 90.000 Besucher erwartet worden.

    Auch aus dem Frühlingsfest wird zum geplanten Termin ab 24. April nichts. Ob die "kleine Wiesn" auf den Sommer verlegt werden kann, wird nach wie vor geprüft. Das Wirtschaftsreferat ist dazu in Gesprächen mit der Veranstaltungsgesellschaft Münchner Schausteller (VMS) und hat angeboten, auf der Theresienwiese den Platz dafür so lange wie möglich freizuhalten. Damit soll ein flexibler Nachholtermin ermöglicht werden, sobald sich ein Ende der Corona-Krise abzeichnet.

    13:05 Uhr: Stadtwerke Rosenheim sichern Ver- und Entsorgung zu

    Die Stadtwerke Rosenheim teilen mit, dass die Ver- und Entsorgung in Rosenheim gesichert sei. Die Mitarbeiter des Kundenservices seien weiterhin telefonisch erreichbar und stellten die Versorgung mit Strom, Gas, Wasser und Wärme wie gewohnt sicher, heißt es in einer Pressemitteilung. Auch die Entsorgung sei gewährleistet.

    Der Wertstoffhof an der Innlände ist weiterhin von Montag bis Samstag von 8-17 Uhr geöffnet. Es kann aber zu Wartezeiten vor dem Wertstoffhof kommen, weil immer nur zehn Fahrzeuge auf den Hof dürfen, so die Stadtwerke. Die Bürger werden außerdem gebeten, von größeren Entrümpelungsmaßnahmen abzusehen. Hierfür könne man online einen Containerdienst buchen.

    Auch das Anrufsammeltaxi, das AST, ist weiterhin telefonisch erreichbar und online buchbar. Zur Sicherheit der Fahrgäste werden die Fahrten nur noch mit einem Fahrgast durchgeführt. Die Fahrzeuge werden regelmäßig nach den Fahrten desinfiziert, so die Stadtwerke Rosenheim.

    13:00 Uhr: Corona-Fälle bei den Stadtwerken München

    Bei den Stadtwerken München gibt es unter den rund 10.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter derzeit vier bestätigte Corona-Infizierte. Das teilte die Pressestelle des Kommunalbetriebs auf Nachfrage des BR mit. Zwei Personen befinden sich demnach in behördlich angewiesener Quarantäne.

    Bei den Beschäftigten der kritischen Infrastruktur, die also direkt für die Energie- und Trinkwasserversorgung sowie für die Mobilitäts-Steuerung verantwortlich sind, hat die SWM besondere Vorsorgemaßnahmen umgesetzt. So sind Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Wassergewinnung, der Kraftwerke und der MVG-Leitstelle in festen Teams auf mehrere Standorte oder in getrennte Schichten verteilt worden, die untereinander keinen direkten Kontakt haben. Versorgung und Mobilität seien auch dann noch sichergestellt, wenn ein Team von der Infektion betroffen wäre, versichern die Stadtwerke.

    12:40 Uhr: Bezirk Oberbayern verschenkt Liederhefte

    Das Volksmusikarchiv des Bezirks Oberbayern lädt zum Singen daheim ein. Innerhalb Oberbayerns verschickt es dafür kostenlos Liederhefte und -blätter. Die Aktion läuft erst einmal bis Ostern – solange der Vorrat reicht.

    Im Angebot sind unter anderem Liederhefte für das Singen und Spielen mit Kindern und für das Singen mit älteren Menschen, geistliche, bayerische und deutsche Volkslieder sowie zweistimmige Lieder für Frauen- und Männerstimme. Bestellungen werden telefonisch (08062 / 51 64) oder per E-Mail (volksmusikarchiv@bezirk-oberbayern.de) entgegengenommen.

    12:25 Uhr: Bundeswehr-Pioniere in Ingolstadt bieten Hilfe an

    Das Ausbildungszentrum der Pioniere der Bundeswehr in Ingolstadt will in der Corona-Krise Unterstützung anbieten. Der Kommandeur, Brigadegeneral Lutz Erich Niemann, teilte in einem Schreiben mit, das Zentrum stehe "für Unterstützungsleistungen im Rahmen einer möglichen Amtshilfe seitens der zivilen Verwaltung jederzeit bereit". Denkbar seien vor allem die Bereitstellung von Transportkapazitäten sowie personelle Unterstützung.

    Da derzeit der Trainingsbetrieb wegen der Corona-Pandemie ausgesetzt ist, stehen Fahrzeuge und Personal für Hilfsaufträge zur Verfügung. Normalerweise unterstützen die Pioniersoldaten die Beweglichkeit der eigenen Truppen, stören die Bewegung feindlicher Truppen und sind für die Kampfmittelabwehr zuständig.

    10:30 Uhr: Erster Infektionsfall in Seniorenzentrum in Burghausen

    In einem AWO-Seniorenzentrum in Burghausen, dem Georg-Schenk-Haus, ist ein 81-jähriger Bewohner positiv auf das Corona-Virus getestet worden. Das bestätigte Anja Fischbeck, die Leiterin der Einrichtung, dem Bayerischen Rundfunk. Die Ergebnisse liegen der Arbeiterwohlfahrt seit Montag (23.03.) vor. Dies soll nach aktuellem Stand der erste Fall in einer der insgesamt 22 Seniorenzentren der AWO in Oberbayern sein. Der Bewohner sowie drei weitere Verdachtsfälle aus dem Heim befinden sich nun in der Corona-Klinik in Mühldorf.

    Das Gesundheitsamt sei umgehend informiert und Angehörige sowie das Pflegepersonal seien dem Gesundheitsamt gemeldet worden, sagte Fischbeck. "Wir haben unser Menschenmöglichstes getan, um unsere Bewohner und Mitarbeiter zu schützen." Bereits seit Freitag, 13. März, gebe es im Seniorenheim ein komplettes Besuchsverbot, somit schon eine Woche vor der offiziellen Anordnung der Bayerischen Staatsregierung. Den Einwohnern gehe es aber den Umständen entsprechend gut: "Die Einwohner gehen relativ gelassen mit der Situation um", erklärt die Einrichtungsleiterin, "was sie deutlich mehr belastet, sind die fehlenden sozialen Kontakte, vor allem der fehlende Kontakt zu den Angehörigen." Wie sich der Bewohner angesteckt habe, werde derzeit geklärt.

    10:20 Uhr: Erster Patient im Landkreis Altötting gestorben

    Teising (Lkr. Altötting) - Ein 85-jähriger Mann ist am Dienstagabend (24.03) an den Folgen des Corona-Virus im Krankenhaus Mühldorf gestorben. Das bestätigte Markus Huber, Pressesprecher des Landratsamts Altötting, dem Bayerischen Rundfunk. Weitere Informationen, wie mögliche Vorerkranungen, über den verstorbenen Mann würden derzeit nicht kommuniziert. Im Landkreis Altötting gibt es laut Huber aktuell 57 Infektionen mit dem Coronavirus.

    9:20 Uhr: Drive-In-Station am Kloster Andechs

    Auf dem Besucherparkplatz von Kloster Andechs richtet das Landratsamt ab heute eine Drive-In-Station für Coronavirus-Tests ein. Bis zu 90 Menschen sollen dort täglich getestet werden. Möglich ist das auch dort nur mit Termin und PIN. Die Termine müssen über niedergelassene Ärzte vereinbart werden. Die Patienten können dann mit dem Auto zur Station fahren. Man wolle mit der Teststation Ärzte und Krankenhäuser entlasten, aber auch Material sparen, "das derzeit sehr rar ist", sagt Landrat Karl Roth. Als Beispiel nannte er Schutzanzüge.

    Dienstag, 24. März

    18.43 Uhr: Corona - Statistik aus dem Landkreis Miesbach

    Im Landkreis Miesbach werden derzeit elf Corona-Patienten stationär betreut, vier davon intensivmedizinisch. Das teilte das Landratsamt Miesbach in seinem täglichen Update mit. Elf Personen konnten die häusliche Quarantäne wieder verlassen. 171 Personen sind mittlerweile positiv getestet worden, sie sind zwischen 4 und 97 Jahre alt. Alle Zahlen sind Momentaufnahmen, so das Landratsamt. In der Behörde hat inzwischen die "Führungsgruppe Katastrophenschutz" die Arbeit aufgenommen, die zweimal täglich Lagebesprechungen durchführe. Ihr Ziel sei es, den Landkreis so gut wie möglich auf einen raschen Anstieg der Fallzahlen vorzubereiten.

    18.35 Uhr: Corona - Testzentrum in Rosenheim in Betrieb

    In Rosenheim gibt es seit heute ein Corona-Testzentrum. Es wurde auf der Loretowiese in Betrieb genommen. 80 Patientenabstriche pro Tag sind dort aktuell geplant. Der Ärztliche Kreisverband Rosenheim weist ausdrücklich darauf hin, dass dort nur Personen getestet werden, die von ihrem Hausarzt einen Überweisungsschein bekommen haben. Deswegen wendet man sich bei Beschwerden zuerst telefonisch beim Hausarzt, der dann dem Patienten ein Teströhrchen und einen Überweisungsschein zukommen lässt, auf "sicherem Weg", wie es heißt. Der Abstrich wird im Testzentrum auf der Loretowiese vorgenommen, über den Laborbefund informiert der Hausarzt. Der Appell des Ärztlichen Kreisverbandes: "Die Bevölkerung wird gebeten, das Testzentrum nicht zu behindern und nur anzufahren, wenn ein Patient vom Hausarzt einen Überweisungsschein für das Testzentrum und ein Teströhrchen für den Abstrich erhalten hat. Im Testzentrum erfolgt ausschließlich ein Abstrich, keine weitergehende ärztliche Untersuchung oder Versorgung." Mit dem Testzentrum solle der Hausbesuchsdienst der Kassenärztlichen Vereinigung Bayern, der stark belastet sei, und die Rosenheimer Hausärzte entlastet werden. Zudem werde so knappes Infektionsschutzmaterial eingespart.

    17.46 Uhr: Erster Corona-Patient im Klinikum Erding gestorben

    Im Klinikum Erding ist jetzt der erste Coronavirus-Patient gestorben. Er war über den Flughafen gekommen und stammt aus einem anderen Bundesland. Deshalb wird er auch nicht in der offiziellen Statistik für den Landkreis oder für Bayern geführt. Aktuell gibt es im Landkreis Erding derzeit 143 Coronavirus-Infizierte, 25 davon werden im Klinikum der Kreisstadt behandelt. Inzwischen bietet der Landkreis auch eine telefonische Sprechstunde an: Unter der Telefonnummer (08122) 59-6773 steht ein Arzt zur Verfügung, um medizinische Fragen zu klären und Verdachtsfälle zur Screeningstelle zu "lotsen".

    17.20 Uhr: Wahl der bayerischen Bierkönigin abgesagt

    Bayern bekommt dieses Jahr keine neue Bierkönigin - der bayerischer Brauerbund hat die Wahl vor dem Hintergrund der Corona-Krise in München abgesagt. "Derzeit müssen wir leider davon ausgehen, dass das Finale nicht wie geplant am 14. Mai 2020 im Löwenbräukeller stattfinden kann", sagte der Hauptgeschäftsführer des Bayerischen Brauerbunds, Lothar Ebbertz, in einer Mitteilung vom Dienstag.

    Da zahlreiche Feste und Veranstaltungen, auf denen die Bierkönigin auftreten sollte, abgesagt wurden, wird demnach auch nicht auf anderem Weg abgestimmt - etwa online oder per Jury-Entscheidung. Die bereits ausgewählten sieben Finalistinnen sollen nun im kommenden Jahr gegeneinander antreten. Die amtierende Bierkönigin Vroni Ettstaller wird laut Brauerbund bis zur Wahl der Nachfolgerin im Mai 2021 im Amt bleiben. Die Wahl der Bayerischen Bierkönigin wird seit 2011 jährlich vom Bayerischen Brauerbund organisiert.  

    17.15 Uhr: Landkreis Ebersberg richtet in Turnhalle Hilfskrankenhaus ein

    Die Vorbereitungen für ein Hilfskrankenhaus in der Dreifachturnhalle Ebersberg laufen laut Landratsamt auf Hochtouren. Die Halle sei bereits weitgehend leer geräumt . Die Maßnahme ist vorsorglich, falls die Kapazitäten in der Kreisklinik nicht mehr ausreichen sollten. Dort könnten noch bis zu 400 zusätzliche Betten bereitgestellt werden. Sollten aber auch die voll belegt sein, dann stünden im Hilfskrankenhaus maximal 100 Betten zusätzlich bereit.

    Derzeit werden im Ebersberger Krankenhaus fünf mit dem Corona-Virus infizierte Menschen behandelt, drei von ihnen befinden sich auf der Intensivstation und müssen beatmet werden. In häuslicher Quarantäne befinden sich derzeit 405 Menschen. Um den Betrieb des Hilfskrankenhauses zu gewährleisten, sei man auf der Suche nach qualifiziertem Personal. Man brauche dringend die Unterstützung von Ärzten, Kranken- und Pflegepersonal ansonsten könne man die Notfallversorgung im geplanten Hilfskrankenhaus nicht umsetzen, heißt es aus dem Landratsamt.

    16.40 Uhr: Weitere Infizierte und einige Genesene in Region Ingolstadt

    Die Zahl der Personen, die sich mit dem Coronavirus infiziert haben ist in der Region Ingolstadt gestiegen: Im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen sind mittlerweile 40 Menschen an Covid-19 erkrankt, im Landkreis Eichstätt sind es nach Auskunft des Landratsamts 32 Personen, wobei im Laufe des heutigen Tages zwei neue Infizierte gemeldet wurden. Im Landkreis Pfaffenhofen wurden sieben Neuinfektionen registriert, jedoch gelten sechs Personen mittlerweile als geheilt. Damit sind im Pfaffenhofener Landkreis insgesamt 33 Personen aktuell Covid-19-positiv. In Ingolstadt sind bis jetzt 15 Personen erkrankt, eine Person ist wieder genesen.

    16.10 Uhr: Baustellen sind kein Grund für einen Notruf

    Auf gewerblichen Baustellen darf weiter gearbeitet werden. Das sagt das Münchner Polizeipräsidiums. Es seien wegen der Bauarbeiter viele Hinweise aus der Bevölkerung eingegangen. Auch sonst häuften sich nach wie vor Anrufe unter der Notrufnummer wegen Corona.

    Wie ein Polizeisprecher sagte, hätten viele Anrufer darauf hingewiesen, dass auf Baustellen vermeintlich verbotener Weise weiterhin gearbeitet wird. Der Sprecher wies darauf hin, dass gewerbliches Bauen laut Corona-Verfügung aber erlaubt ist.

    Auch sonst erreicht die Einsatzzentrale viele Anrufe unter der Notrufnummer 110, die sich auf Corona beziehen. So seien auch Hinweise auf Gruppenbildungen darunter, wie sie derzeit verboten sind. Diese Anrufe seien nicht „nervig“, so der Sprecher, vielmehr werde allen Hinweisen nachgegangen, zudem achteten Streifenbesatzungen von sich aus vermehrt auf Menschen, die in Gruppen unterwegs sind.

    Von gestern bis heute führte die Münchner Polizei 140 Einsätze durch nach Meldungen wegen Verstößen gegen die Allgemeinverfügung. Die Notrufnummer 110, so der Sprecher, sollte nur in Notfällen angerufen werden. In ähnlicher Weise appellieren die Hilfsorganisationen an die Bürger, den Notruf 112 auf keinen Fall für allgemeine Fragen rund um den Corona-Virus zu wählen

    15.58 Uhr: Zweiter Todesfall in München

    In der Landeshauptstadt ist ein zweiter Coronavirus-Patient gestorben. Es handelt sich nach Angaben der Stadtverwaltung um einen 79-jährigen Mann mit Vorerkrankungen. Heute wurden 65 neue Fälle von Infizierten in München bestätigt. Damit sind in der Landeshauptstadt aktuell insgesamt 1.381 Infektionen gemeldet. Zum Vergleich: Vergangenen Dienstag sind es noch 359 Fälle gewesen.

    15.30 Uhr: Sinkflug am Münchner Flughafen geht weiter

    Die Zahlen am Flughafen München sind weiter im Sinkflug: Heute stehen gerade noch 51 Landungen (gestern: 56) und 52 Starts (gestern: 60) auf dem Plan. Das entspricht zehn Prozent des üblichen Angebots.

    14.40 Uhr: Erste Soforthilfe-Auszahlungen in München

    In München werden die ersten Auszahlungen der „Soforthilfe Corona“ an kleine und mittelständische Unternehmen überwiesen. Unternehmen und Freiberufler mit bis zu 250 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können die finanzielle Soforthilfe beantragen, wenn sie durch die Corona-Krise in eine existenzbedrohende Schieflage und in Liquiditätsengpässe geraten sind.

    Die ersten Anträge waren bereits kurz nach dem Beschluss der Bayerischen Staatsregierung vergangene Woche beim Münchner Wirtschaftsreferat angekommen und dort geprüft worden. Neben den Sofortmaßnahmen des Freistaats gibt es auch Hilfen der EU und der Bundesregierung. Außerdem können Betroffene Stundungen und eine Reduzierung der Gewerbesteuervorauszahlung beantragen.

    Der Link zur Soforthilfe: https://www.muenchen.de/rathaus/Stadtverwaltung/Referat-fuer-Arbeit-und-Wirtschaft/News/info-unternehmen-covid-19.html

    13.16 Uhr: Krankenhaus Agatharied sucht Mitarbeiter - "Jeder wird gebraucht"

    Das Krankenhaus Agatharied versucht sich personell für mehr Covid19-Patienten im Haus zu rüsten. Viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter würden schon jetzt an ihrer Belastungsgrenze arbeiten. Gesucht werden Ehrenamtliche und Mitarbeiter jeglicher Qualifikation. "Jeder wird gebraucht – wir finden den passenden Einsatzbereich.“, richtet sich Geschäftsführer Michael Kelbel an die Bürgerinnen und Bürger.

    Derzeit wird ein Pool an Mitarbeitern gebildet, der im Bedarfsfall auf Abruf die Belegschaft verstärken kann. Eine Mithilfe ist in jeder Form möglich – ob kleine Einsätze im Ehrenamt, als 450 € -Job oder in Festanstellung in Voll- oder Teilzeit, so das Krankenhaus Agatharied.

    Die Bewerbung funktioniert über einen sehr einfachen Anmeldevorgang telefonisch über die Telefonnummer (08026) 393-4271 oder online auf: http://www.khagatharied.de/mithelfen"

    12.45 Uhr: Zahlreiche Einsätze der Münchner Polizei

    In der Nacht von Montag auf Dienstag kam es im Zusammenhang mit der gültigen Allgemeinverfügung zu mehr als 140 Einsätzen der Münchner Polizei. Die Beamten waren außerdem eigeninitiativ unterwegs und kontrollierten die Einhaltung der geltenden diesbezüglichen Regelungen. Dabei kam es insgesamt zu mehr als 5.300 Kontrollen bei denen knapp 200 Verstöße festgestellt wurden. In mehr als 120 Fällen hat die Polizei Anzeigen erstattet.

    Im Landkreis München wurden seit gestern 48 weitere Coronavirus-Infizierte bestätigt. Damit gibt es mittlerweile insgesamt 327 Fälle. Die meisten Corona-Fälle sind in Ismaning (33) und Grünwald (30).

    9.55 Uhr: Dachauer OB appelliert: Lieber bei kleinen Läden kaufen!

    Mit einem eindringlichen Appell wendet sich der Dachauer Oberbürgermeister Florian Hartmann (SPD) und mehrere örtliche Zusammenschlüsse von Einzelhändlern, Unternehmern und Gastronomen an die Öffentlichkeit. Die Bürger werden aufgefordert, derzeit auf "unnötige Anschaffungen bei großen Online-Handelskonzernen" zu verzichten und nach Möglichkeit abzuwarten, bis der örtliche Einzelhandel wieder geöffnet hat, oder sich über Online-Angebote der Dachauer Geschäfte zu informieren. "Damit leisten sie aktive Wirtschaftsförderung vor Ort", heißt es in dem Aufruf. An die Vermieter von Gewerbeimmobilien appellieren die Unterzeichner, bei Mietrückständen nicht zu kündigen, sondern gemeinsam nach Lösungen zu suchen. "Die Zeit nach Corona wird kommen", so die Botschaft: "Wie unsere regionale Einzelhandels- und Gaststättenlandschaft dann aussehen wird, das können wir Dachauerinnen und Dachauer aktiv beeinflussen".

    8.20 Uhr: Rosenheimer Krankenhaus wappnet sich

    Im Ro Med Klinikum Rosenheim sind derzeit fünf Stationen für Corona-Patienten vorgesehen. Ziel ist es, ein ganzes Bettenhaus für Covid-19-Patienten vorzuhalten, teilte die Klinik nun mit. Die vorhandenen Beatmungsplätze würden deutlich erhöht und mittelfristig soll die Anzahl mehr als verdoppelt werden. Wieviele Covid-19-Patienten derzeit behandelt werden, könne nicht mitgeteilt werden, "da sich die Situation schnell ändere", meldet das Klinikum. Die Rosenheimer Klinik habe derzeit ausreichend Mundschutzmasken und Schutzkleidung, aber nach wie vor sei hier ein ressourcenschonender Umgang angezeigt. Im Laufe der Woche wird das Atemmasken-Kontingent erwartet, dass das Ministerium zugesagt hat. Das Krankenhaus bittet Menschen aus dem medizinischen Bereich um Unterstützung. Dabei berichtet der medizinische Direktor Christoph Knothe von einem sehr solidarischen Verhalten der Bevölkerung. Viele würden sich melden um zu helfen - Mediziner, Studenten und auch Nichtmediziner.

    Im Landratsamt Erding melden sich derweil immer mehr Menschen, die helfen wollen - auch im Klinikum. Für "Hilfskräfte mit ärzlicher, medizinischer oder pflegerischer Ausbildung oder Erfahrung" wurde deshalb jetzt eine eigene E-Mail-Adresse eingerichtet: Sie können sich unter freiwillige@klinikum-erding.de melden. Tatsächlicher Personalmangel im Klinikum sei aber nicht der Anlass, wird versichert. Auch sonstige Hilfsbereite und Hilfesuchende sollen möglichst effektiv zusammengebracht werden. Darum kümmert sich im Landratsamt die "Koordinierungsstelle Ehrenamt", bei der sich Freiwillige online (www.landkreis-erding.de/helfen) und telefonisch (08122/581788) melden können. Gesucht werden insbesondere junge Engagierte, "die nicht zu den Risikogruppen gehören", um für mögliche Einsätze in der Nachbarschaft aktiv zu werden. Dazu zählen etwa Einkaufsdienste, das Abholen von Rezepten, Apothekengänge, Gassigehen mit Hunden und ähnliches. Im Landkreis Erding gibt es aktuell (Stand Montagnachmittag) 129 Coronavirus-Infizierte. 20 davon sind seit Sonntagnachmittag dazugekommen. Im Klinikum werden 17 Patienten behandelt, alle werden laut Landratsamt beatmet.

    6.17 Uhr: Nur noch "systemrelevante" Kfz-Zulassungen in Oberbayern

    Seit Montag liegt bei vielen Landratsämtern in Oberbayern die Zulassung für Privatfahrzeuge auf Eis. In Sonderfällen, so hört man beispielsweise aus Miesbach, wären zwar noch Zulassungstermine frei. Die Zulassungsstellen in Traunstein, Ebersberg und München haben dagegen laut ihrer Homepages im Internet bis einschließlich 3. April geschlossen. Grund natürlich: das Coronavirus und dessen Eindämmung. Daher entfallen auch vielerorts bereits vereinbarte Termine.

    Allerdings gibt es Ausnahmen. Wie zum Beispiel die Landkreise Neuburg-Schrobenhausen und Pfaffenhofen an der Ilm melden, gibt es durchaus noch Zulassungen von Autos und Lastwagen. Sie müssen allerdings systemrelevant sein. Das heißt konkret: Fahrzeuge für den Katastrophendienst, Rettungsdienst und die Feuerwehr sowie Wagen für die Krankenversorgung und den Pflegedienst werden auch weiterhin zugelassen. Weitere dringliche und unaufschiebbare Zulassungsanträge sind für die Landwirtschaft, das Transportgewerbe und für Schwerbehinderte möglich, allerdings nur begründet und nach Terminabsprache.

    Montag, 23. März

    17.52 Uhr: 156 Menschen im Landkreis Miesbach positiv auf das Coronavirus getestet

    Die Zahl der Menschen, die im Landkreis Miesbach positiv auf das Coronavirus getestet wurden, ist über das Wochenende stark gestiegen. Wie das Landratsamt mitteilt, sind inzwischen 156 Personen positiv getestet worden. Am vergangenen Freitag waren es 58.

    Der Grund für den starken Anstieg ist nach Angaben des Landratsamtes die gebündelte Übermittlung der Testergebnisse durch verschiedene Labore. "Es gibt keine 'Hotspots' im Landkreis, die den starken Anstieg rechtfertigen würden", heißt es in der Pressemitteilung. Aktuell werden sechs Personen im Landkreis stationär betreut. Vier Personen sind den Angaben zufolge bereits wieder gesundet und können die häusliche Quarantäne verlassen.

    Die Übermittlung der Testergebnisse an die Gesundheitsämter dauere inzwischen teilweise über sieben Tage, so das Landratsamt. Viele Menschen reagierten gegenüber den Mitarbeitern verständnislos und erbost, wenn sie mehrere Tage auf das Testergebnis warten müssen. Angesichts der allgemeinen Anspannung sei das natürlich verständlich. Landrat Wolfgang Rzehak appelliert aber an alle Bürger: "Bitte unterstützen Sie die Mitarbeiter im Gesundheitssektor und verhalten Sie sich kooperativ. Nur gemeinsam werden wir es schaffen, diese Krise zu bewältigen!"

    16.57 Uhr: Münchner Corona-Patient stirbt im Krankenhaus

    In München ist jetzt erstmals ein Corona-Patient gestorben. Es handelt sich um einen 56-jährigen Mann mit Vorerkrankungen, wie die Stadt mitteilt. Er starb im Klinikum Großhadern. Gestern und heute (Stand 13.30 Uhr) wurden in München 274 neue Fälle von Corona-Infizierten bestätigt. Damit sind nun insgesamt 1.316 Infektionen gemeldet.

    16.29 Uhr: Kurzarbeit am Flughafen München

    Ein Zehntel der Belegschaft der Flughafen München GmbH ist bereits in Kurzarbeit. Das hat ein Sprecher dem Bayerischen Rundfunk bestätigt. Betroffen ist demnach schon seit einer Woche die Konzerntochter "Eurotrade", die mit 1.000 Mitarbeitern die Läden in den Terminals betreibt. Für die anderen Konzernbereiche "laufen Gespräche mit den Mitarbeitervertretern".

    Insgesamt beschäftigt die Flughafen München GmbH mit ihren Tochter- und Beteiligungsgesellschaften rund 10.000 Mitarbeiter. In Folge der Corona-Pandemie wird der Flugbetrieb derzeit immer weiter eingeschränkt. Am heutigen Montag standen gerade noch 56 Landungen und 60 Starts auf dem Plan. Das entspricht zehn Prozent des üblichen Angebots.

    15.27 Uhr: Handwerkskammer weitet Erreichbarkeitszeiten aus

    Um in der Corona-Krise verstärkt für ihre Mitglieder da zu sein, hat die Handwerkskammer für München und Oberbayern ihre Erreichbarkeitszeiten ausgeweitet. Mitglieder können die Beratungsleistungen nun montags bis donnerstags von 7.30 bis 18.00 Uhr und freitags von 7.30 bis 15.00 Uhr telefonisch, per E-Mail oder online abrufen. Aber auch außerhalb dieser Zeiten und am Wochenende beantworteten die Kammerberater Fragen der Betriebe, heißt es in einer Pressemitteilung.

    Die Berater unterstützen die Mitgliedsbetriebe dabei, das Corona-Soforthilfeprogramm des Freistaats Bayern zu beantragen, helfen bei Liquiditätsplänen und Ertragsvorschauen, damit Bürgschaften beantragt und Darlehenstilgungen ausgesetzt werden können und beraten die Unternehmen bei der Beantragung des Kurzarbeitergeldes.

    "Da die Politik die Situation aber laufend neu bewertet, empfehlen wir unseren Mitgliedern, sich regelmäßig auf der Internetseite der Handwerkskammer unter "http://www.hwk-muenchen.de/corona" wird Kammerpräsident Franz Xaver Peteranderl zitiert. "Wir sind mit den zuständigen Behörden in ständigem Austausch und aktualisieren die Seite, sobald es für unsere Betriebe relevante Neuigkeiten gibt."

    Die meisten handwerklichen Versorger und Dienstleister dürfen auch während der Ausgangsbeschränkungen in Bayern bis auf Weiteres ihrer Geschäftstätigkeit nachgehen. Auch handwerkliche Arbeiten beim Kunden sind laut Handwerkskammer weiterhin möglich.

    14.02 Uhr: Notruf 110 nicht für allgemeine Corona-Anfragen nutzen

    Die Polizei weist einmal mehr darauf hin, dass die Nummer 110 ausschließlich für Notrufe genutzt werden darf. Wie das Polizeipräsidium Oberbayern Süd berichtet, melden sich nach wie vor zahllose Menschen unter der 110 in der Einsatzzentrale, um allgemeine Fragen etwa zur Ausgangsbeschränkung zu stellen. Dadurch seien die Leitungen für echte Notfälle blockiert.

    Für telefonische Anfragen allgemeiner Art steht die Hotline des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit unter der Nummer 09131/6808-5101 oder die Hotline des jeweiligen Landratsamtes zur Verfügung.

    10.05 Uhr: Notklinik in Erding im Gespräch

    Im ehemaligen "Warteraum Asyl" in Erding wird möglicherweise eine Notklinik eingerichtet. Der Landkreis führt entsprechende Gespräche mit dem Bundesinnenministerium. Die Zahl der Corona-Infizierten ist seit Freitag von 70 auf 109 Fälle (Stand Sonntag) angestiegen. Dabei handelt es sich nicht nur um Landkreis-Bürger, sondern auch um Patienten, die vom Flughafen München aus ins Klinikum Erding eingewiesen wurden. Mit Blick auf den Airport komme dem Landkreis besondere Verantwortung zu, betont Landrat Martin Bayerstorfer (CSU). Den "Warteraum Asyl" – auch "Camp Shelterschleife" genannt – hatte das BamF 2015 für ankommenden Flüchtlinge eingerichtet. Laut Bayerstorfer stehen rund 1.000 Betten bereit.

    Unterdessen hat am Samstag an der FOS/BOS Erding die dritte Screeningstelle im Drive-By-Prinzip ihren Betrieb aufgenommen. Heute soll in Taufkirchen/Vils eine weitere Stelle eingerichtet werden. Im Feuerwehr-Servicezentrum wurden am Samstag unter Anleitung eines Apothekers 1.800 Liter Flächendesinfektionsmittel für verschiedene Einrichtungen hergestellt.

    Sonntag, 22. März

    16:04 Uhr: Caritas sucht Freiwillige für Lebensmitteleinkäufe

    Der Caritasverband der Erzdiözese München und Freising seine Lebensmittelausgaben umorganisiert und alle Tafeln und Tische in der bisherigen Form geschlossen. Die Versorgung der rund 4.000 Klientinnen und Klienten mit Lebensmitteln kann laut Caritas weiter gewährleistet werden. Die Berechtigten der Caritas-Tische bekommen nun Lebensmittel-Gutscheine. „Wer nicht mobil oder rüstig ist oder zu einer Risikogruppe zählt und seine Wohnung deshalb nicht mehr verlassen kann, bekommt von uns die Lebensmittel bis zur Haustür gebracht“, erläutert Geschäftsführer Harald Bachmeier. Die Münchner Caritas sucht dafür jetzt freiwillige Einkaufshilfen. Interessierte können sich montags bis freitags von 9 bis 17 Uhr über die Hotline 0800-000 5802 bei den Münchner Freiwilligenzentren melden.

    13:07 Uhr: Fahrgastzahlen in München mehr als halbiert

    Im Zuge der Corona-Krise hat sich die Zahl der Fahrgäste bei der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) nach ersten Auswertungen mehr als halbiert. Die Zahl sei im Vergleich zu Tagen mit normalem Betrieb „vor Corona“ zu sehen, sagte ein Sprecher auf BR-Anfrage. Weil es insbesondere bei der U3 dennoch eine höhere Nachfrage gebe und man auf Fahrgastbeschwerden reagieren wolle, werden ab 23. März - abhängig vom verfügbaren Personal - in den Hauptverkehrszeiten zusätzliche Fahrten angeboten. Damit stehe mehr Platz zur Verfügung und Fahrgäste könnten den erforderlichen Abstand zueinander einhalten, hieß es weiter. Die Verstärkerlinie U7 verkehrt ab 23. März zwischen Sendlinger Tor und Rotkreuzplatz. Die seit Samstag geltenden Ausgangsbeschränkung haben laut MVG derzeit keine Fahrplanänderungen zur Folge.

    9:08 Uhr: Zahl der Infizierten steigt weiter

    Im Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm gibt es sechs weitere Corona-Fälle. Das hat das Landratsamt am Abend mitgeteilt. Insgesamt gibt es damit laut Angaben 30 bestätigte Fälle im Landkreis. Von den sechs neuen Fällen wird eine Frau derzeit in der Ilmtalklinik in Pfaffenhofen versorgt. Die anderen befinden sich in häuslicher Quarantäne. Allen gehe es den Umständen entsprechend gut, teilten die Behörden mit.

    Im Landkreis Weilheim-Schongau sind 18 weitere Corona-Fälle bestätigt. Damit sind im Landkreis 74 Menschen positiv auf das Virus getestet. Die neu Erkrankten weisen laut Landratsamt überwiegend leichte Erkrankungssymptome auf. Von den bisher Infizierten seien vier in stationärer Behandlung.

    Im Landkreis Berchtesgadener Land sind 28 Corona-Fälle bestätigt. Knapp über 300 Kontaktpersonen befinden sich in häuslicher Quarantäne. Der Landkreis Traunstein meldet inzwischen 50 bestätigte Fälle (Stand: 21. März).

    8.26 Uhr: Ausgangsbeschränkungen werden akzeptiert

    Der erste Tag der erweiterten Ausgangsbeschränkungen in Bayern zur Eindämmung der Infektionen mit dem Coronavirus verlief ruhig. Es scheint eine hohe Akzeptanz im Freistaat für die Maßnahmen zu geben. Darin sind sich der überwiegende Teil der Social-Media-Kommentatoren einig und das bestätigt auch die Polizei in Bayern. Für die Beamten der Polizeipräsidien von Franken bis zum Alpenrand war es wohl eine der ruhigsten Nächte überhaupt. Schon am Abend dankte die Polizei allen, die gegenseitig Rücksicht genommen haben und sich vernünftig verhielten. In München wollen Polizei und Feuerwehr auch heute wieder durch die Stadt fahren und mit Lautsprecherdurchsagen auf Deutsch und Englisch auf die Ausgangsbeschränkungen hinweisen.

    Samstag, 21. März

    14.02 Uhr: Mehr als 1.000 Corona-Positive in München

    In München sind derzeit 164 neue Corona-Fälle bestätigt. Damit sind in der bayerischen Landeshauptstadt aktuell insgesamt 1.042 Infektionen gemeldet – im Vergleich zu insgesamt 201 Fällen vor noch einer Woche (14. März). Unter der Telefonnummer 089 / 233 44740 hat die Stadt ein Bürgertelefon eingerichtet. Auch am Wochenende werden hier zwischen 8 und 20 Uhr Fragen zum Coronavirus beantwortet.

    13.33 Uhr: Mann aus Landkreis Rosenheim stirbt an Corona

    Im Landkreis Rosenheim gibt es den ersten Corona-Todesfall. Das teilte das Landratsamt Rosenheim mit. Es handelt sich um einen Mann aus dem Landkreis. Mehr Angaben machte das Landratsamt nicht. Insgesamt sei die Zahl der Menschen, die nachweislich mit dem Virus infiziert sind, bis Freitag (Stand: 24 Uhr) auf 212 Personen deutlich gestiegen.

    13.06 Uhr: Neue Corona-Teststation in München

    An der Georgenstraße in der Münchner Maxvorstadt startet eine Drive-/Walk-through-Station, um das Coronavirus zu bekämpfen. Das hier ansässige Tropeninstitut des LMU-Klinikums München organisiert Tests – allerdings rein für medizinisches Personal und Personengruppen wie Polizei und Feuerwehr, denen eine Schlüsselrolle bei der Eindämmung in der Covid-19-Pandemie zukommt. Nur wenn für diese Helfer ausreichend Testkapazitäten zur Verfügung stehen, kann die gesamte Bevölkerung vor einer weiteren Ausbreitung des Coronavirus geschützt werden, erläutert die Bayerische Staatsregierung ihren Beschluss.

    11.55 Uhr: Münchner Polizei: "Kontrollieren mit Augenmaß"

    Die Münchner Polizei kontrolliert die Einhaltung der Ausgangssperre mit Fingerspitzengefühl. Das versprach Sprecher Marcus da Gloria Martins in einem Interview mit Bayern 2 am Samstagvormittag. Nach dem jetzigen Konzept der bayerischen Polizei seien keine groß angelegten Straßensperren geplant: "Es wird auch nicht so sein, dass jemand, der unterwegs ist, alle fünf Meter von einem Kollegen von mir angesprochen wird. Wir machen das mit Augenmaß, vor allem natürlich sehr lageorientiert. Sprich: Haben wir Erkenntnisse, dass es größere Fußgängerströme gibt, dann werden wir da sein. Wir wollen die Menschen nicht weiter dadurch belasten, dass sie die Polizei ständig im Nacken haben."

    Die meisten Menschen würden sich sehr kooperativ verhalten, sagt da Gloria Martins. Aber natürlich gäbe es wie immer auch die Unbelehrbaren, denen man klarmachen müsse, dass die Lage zu ernst und die befürchteten Opferzahlen zu hoch seien. Auffallend sei vor allem die Generation 30 und jünger. Sie wüssten gerade nicht so recht, was sie mit ihrer vielen Freizeit anfangen sollten.

    9.35 Uhr: Bei Corona-Fragen nicht Notruf 110 wählen

    Die Polizei Oberbayern-Süd bittet die Bevölkerung, wegen Fragen zu Corona nicht den Notruf 110 zu wählen. Diese Nummer sei ausschließlich Notfällen vorbehalten. Nach der Veröffentlichung der vorläufigen Ausgangsbeschränkungen hatten sich viele Menschen unter der 110 in der Einsatzzentrale gemeldet. Dabei wurden meist allgemeine Fragen zum Coronavirus oder zur Auslegung der verfügten Ausgangsbeschränkungen gestellt.

    8.21 Uhr: Meridian, BOB und BRB verringern ihr Zug-Angebot

    Die Bayerische Oberlandbahn und Bayerische Regiobahn werden ab Mittwoch, 25. März, ihre Zug-Angebote verkleinern. Der Grund: Der ÖPNV sei von großer Bedeutung, um wichtige gesellschaftliche Funktionen aufrecht zu erhalten. Um dies weiterhin gewährleisten zu können, würden schon jetzt Mitarbeiter im täglichen Dienst reduziert. Viele Lokführer, die zur Risikogruppe gehörten, seien freigestellt. Auf allen Strecken von Meridian, BOB und BRB (Augsburg–Schongau, Augsburg–Ingolstadt–Eichstätt, Augsburg/München–Füssen, Augsburg–Landsberg) wird das Zug-Angebot mindestens bis zum 19. April auf stündliche Angebote reduziert.

    Besonderheiten: Bei Meridian ist der grenzüberschreitende Verkehr auf den Strecken München–Rosenheim–Salzburg/Kufstein unterbrochen. Meridian-Züge enden und wenden in Freilassing oder Kiefersfelden. Ab Mittwoch, 25. März, wird der grenzüberschreitende Verkehr zwischen Freilassing und Salzburg wieder aufgenommen, da mit der Polizei Lösungen zur Durchführung von Grenzkontrollen gefunden wurden. Der grenzüberschreitende Verkehr zwischen Kiefersfelden und Kufstein (Tirol) bleibt ausgesetzt. Zudem fallen die Pendelfahrten zwischen München und Deisenhofen aus. Bei der BRB (Augsburg–Schongau und Augsburg–Ingolstadt–Eichstätt) fahren die Züge bereits seit 18. März im Stundentakt.

    6.55 Uhr: Münchner Arzt: Auch Jüngere auf Intensivstation

    Auf den Intensivstationen werden immer öfter junge mit dem Coronavirus infizierte Patienten behandelt. Das habe sich in Italien gezeigt - und "das ist ein Bild, das sich auch in Deutschland ergibt", sagte der Chefarzt Clemens Wendtner von der Klinik für Infektiologie in der München-Klinik Schwabing. "Die jüngsten symptomatischen Covid-19-Patienten waren demnach Anfang 20 Jahre alt. Insgesamt sehen wir das ganze demografische Altersspektrum, egal ob auf Normalstation oder Intensivstation."

    Auch ein junger Patient sei nicht gefeit davor, einen schweren Verlauf zu haben. Die Weltgesundheitsorganisation WHO appellierte an junge Menschen, sich an die strengen Ausgangsbeschränkungen zu halten. "Ich habe eine Botschaft für junge Leute", sagte WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus: "Ihr seid nicht unbesiegbar!"

    Freitag, 20. März

    20.24 Uhr: Münchner Wirte schreiben Brandbrief an OB Reiter

    Die Münchner Gastronomen haben in einem Brandbrief an Münchens OB Dieter Reiter (SPD), der dem BR vorliegt, massive Unterstützungsmaßnahmen gefordert. So verlangen sie konkret die „sofortige und 100-prozentige Kostenübernahme aller Bruttogehälter (Vollzeit und Teilzeit)“, die „Fortzahlungen aller ausgefallenen Arbeitsstunden“, „Steuernachlässe anstelle von Stundungen und Aufschiebungen“, die „Aussetzung der Insolvenzantragspflicht bis zum 01.03.2021“, „Rechtlichen Schutz vor Vollstreckungsmaßnahmen aufgrund von Dauerschuldverhältnissen (Miet-, Leasing- und Kreditverträge)“ und „erleichterte Kreditbedingungen“. Andernfalls, so die Unterzeichner, drohten flächendeckende Insolvenzen. Jetzt verlorene Einnahmen könnten schließlich nicht in der Zukunft wieder eingeholt werden. Daher würde die Bereitstellung von Überbrückungskrediten nur „für einen Aufschub der Probleme (und) nicht für Lösungen“ sorgen. Im Gegenzug bieten die Gastronomen beispielsweise an, einen Lieferdienst für Risikogruppen zu organisieren oder an der Grundversorgung der Bevölkerung mit To-Go-Mahlzeiten mitzuwirken.

    19.01 Uhr: Ein Corona-Toter im Landkreis Starnberg

    In Bayern sind fünf weitere Menschen gestorben, die mit dem neuartigen Coronavirus infiziert waren. Es handelt sich um vier Todesfälle aus Würzburg und einen aus dem Landkreis Starnberg, wie das Gesundheitsministerium in München mitteilte. Damit gibt es in Bayern derzeit insgesamt 20 Coronavirus-Todesfälle.

    17.06 Uhr: Münchner Polizei im Einsatz gegen Corona-Verstöße

    Über 370 Polizeibeamte hatten zwischen dem 19.03., 06.00 Uhr und dem 20.03.2020, 06.00 Uhr Einsätze wegen der Allgemeinverfügung gegen die Ausbreitung für Corona. Schwerpunkte dieser Einsätze waren Überprüfungen von gastronomischen Betrieben, Ladengeschäften sowie Einrichtungen und Veranstaltungen, teilt die Polizei mit. Über 2.900 Überprüfungen wurden in dem Zeitraum durchgeführt. Dabei wurden über 500 Verstöße festgestellt. In vielen Fällen hatten die angetroffenen Personen Verständnis für die aktuelle Problematik und befolgten die Anweisungen der Polizei. In 37 Fällen mussten Verantwortliche wegen Verstößen angezeigt werden., so die Polizei.

    Mehrere Personen hielten sich am 19.03.2020 gegen 20.50 Uhr unterhalb der Thalkirchner Brücke auf, wobei sie Musik hörten, alkoholische Getränke konsumierten und dabei keinen Mindestabstand von 1,5 Meter einhielten. Sie wurden von den Einsatzkräften aufgefordert die Bestimmungen einzuhalten. Zwei Personen mit Wohnsitzen in München (22 und 23 Jahre alt) waren sehr uneinsichtig. Der 22-Jährige hustete und spukte zudem in Richtung der Beamten. Dazu behauptete er, mit dem Coronavirus infiziert zu sein. Beide Tatverdächtige wurden nach dem Infektionsschutzgesetz angezeigt.

    16.06 Uhr: Spediteure: Keine Lieferengpässe auf Italienrouten

    Der Warenverkehr zwischen Bayern und Italien läuft trotz der Ausgangssperre in Tirol weiter ohne Probleme. Trotz Polizeikontrollen am Grenzübergang Mittenwald-Scharnitz können bayerische Spediteure alle offenen Grenzübergänge ungehindert benutzen. Polizisten auf beiden Seiten der Grenze kontrollieren die Ein- und Ausreisenden. Die deutsche Bundespolizei befragt die zahlreichen Lastwagenfahrer nach gesundheitlichen Auffälligkeiten – und ob sie Kontakt zu infizierten Menschen in Italien gehabt hätten. Fernfahrer Peter Buchwieser aus Garmisch-Partenkirchen sagte dem BR, dass die Situation im Epizentrum in der Lombardei zum Teil bedrückend sei. Der Kontakt mit dortigen Firmen wird auf ein Minimum reduziert, Papiere werden mit Gummihandschuhen ausgetauscht, das Fahrerhaus wird nur für den Gang zur Toilette verlassen. Es gibt keine Einschränkungen auf der Straße, bestätigt Firmenchef Georg Wittwer in der Spedition in Eschenlohe. Die Transportsysteme sind ausgelastet. Zwischen Sizilien und England hat das Unternehmen über 180 Vierzigtonner auf der Straße. Nudeln, Reis und Rotwein kommen aus Italien. Getreide aus Bayern geht täglich tonnenweise zur Weiterverarbeitung in den Süden. Die Versorgung funktioniert dank dem Einsatz der Brummi-Fahrer, die täglich neu mit Desinfektionsspray, Handschuhen und Mundschutz ausgestattet werden. Der Bundesverband Güterkraftverkehr, Logistik und Entsorgung ünterstützt die Bemühungen für "Green Lanes" an den Grenzen. LKW sollen hier eine eigene Fahrspur zur schnelleren Abfertigung bekommen.

    16.01 Uhr: Grüne Rosenheim beenden Wahlkampf um Stichwahl

    Die Grünen Rosenheim beenden den Wahlkampf für die Stichwahl um das Amt des Oberbürgermeisters. "Jetzt ist nicht die Zeit für Wahlkampf. Jetzt ist die Zeit zusammenzustehen", schreibt der Grünen-Kandidat Franz Opperer in einem offenen Brief an die Bürger. Die Inhalte und seine Themen seien jederzeit online nachzulesen. Er wolle nun mehr keinen Kampf um Bürgerstimmen führen, sondern Kräfte bündeln für die Geschlossenheit im Umgang mit der Corona-Krise und für den Zusammenhalt der Stadtgesellschaft. Auch Rosenheim werde von den Maßnahmen mit voller Wucht getroffen. Deswegen appelliert der Grünen-Kandidat u.a. an die Bürger, daheim zu bleiben und bei geplantem Konsum und Investitionen auf eine Beruhigung der Lage zu warten und dann die Waren bei Rosenheimer Händlern zu erwerben. "Der Handel und das Gewerbe der Stadt brauchen, wenn alles vorbei ist, jeden Euro und unser aller Solidarität.", so Opperer, der trotz allem deutlich macht, sich mit aller Kraft für die Stadt einsetzen zu wollen.

    15.59 Uhr: Flughafen München schränkt Betrieb weiter ein

    Am Flughafen München wird das Satellitengebäude des Terminals 2 ab Dienstag nicht mehr für den Passagierverkehr genutzt. Damit reagieren die Airport-Betreiber auf die erheblichen Verkehrsrückgänge infolge der weltweiten Reisebeschränkungen. Alle Starts und Landungen werden dann erst einmal direkt über das Terminal 2 abgewickelt. Auch im Terminal 1 werden die Ressourcen gebündelt: Dort gibt es seit heute nur noch eine zentrale Passagier- und Handgepäckkontrolle für alle Gates. Ab Montag werden zudem sämtliche Abfertigungsprozesse im Modul A eingestellt und auf andere Bereiche verlagert. Die Zahlen am Flughafen gehen seit Ausbruch der Pandemie kontinuierlich nach unten: Heute waren es - wie schon gestern - nur 350 Starts und Landungen. Im regulären Betrieb sind es etwa 1.000 am Tag.

    15.55 Uhr: Schutzschirm für Einrichtungen der Behindertenhilfe

    Der Bezirk Oberbayern hat mit den Trägern der Einrichtungen und Dienste der Behindertenhilfe "großzügige Vereinbarungen" getroffen, um die Corona-Krise finanziell zu überbrücken. Das teilte der Bezirk in einer Pressemitteilung mit. "Wir spannen einen Schutzschirm über unseren Partnern auf, sagte Bezirkstagspräsident Josef Mederer. Keine Einrichtung dürfe jetzt in existentielle Nöte geraten, so Mederer. Damit seien nun die Weichen gestellt, "dass jetzt niemand seinen Job verliert und nach dieser Ausnahmesituation alle in der gewohnten und bewährten Weise weiterarbeiten können. Wir werden weiterhin schnell, entschlossen und verantwortungsbewusst handeln, um die Ansteckung mit dem Corona-Virus einzudämmen. Dafür setzen wir im Bezirk Oberbayern all unsere Energien und Ressourcen ein.“

    Gemäß einer Verordnung des Bayerischen Gesundheitsministeriums wurden alle Werk- und Förderstätten für Menschen mit Behinderungen vorerst bis zum 19. April geschlossen. Die Einschränkungen gelten auch für Kindertagesstätten und weitere Einrichtungen der Behindertenhilfe. Auch viele Beratungsstellen wie die Sozialpsychiatrischen Dienste und Suchtberatungen können nicht mehr wie gewohnt arbeiten. Hier werden vielfach vor Ort alternative Beratungsmöglichkeiten etwa per Telefon oder E-Mail ausprobiert und angeboten. Die Leitstelle des Krisendienstes Psychiatrie sei wie gewohnt unter 0180 / 655 3000 erreichbar.

    "Durch diese Krise geraten viele Menschen in seelische Extremsituationen. Beim Krisendienst haben sie hochkompetente Ansprechpersonen, um über ihre Sorgen und Ängste zu sprechen." Bezirkstagspräsident Josef Mederer

    Im laufenden Jahr finanziert der Bezirk Leistungen für Menschen mit Behinderungen in Höhe von 1,15 Milliarden Euro. Beratungsstellen wie Sozialpsychiatrische Dienste, Suchtberatungsstellen und Offene Behindertenarbeit werden mit rund 90 Millionen Euro gefördert.

    13.00 Uhr: 202 neue Corona-Infektionen in München

    Die Landeshauptstadt München bestätigt 202 neue Fälle von Coronavirus-Infektionen. Damit sind in der Landeshauptstadt aktuell insgesamt 878 Infektionen gemeldet. Am Freitag vergangener Woche (13.3.) waren es noch 39 neue bestätigte Corona-Infektionen gewesen (gesamt 149). Unter 089-233-44740 hat die Stadt ein Bürgertelefon eingerichtet, das auch am Wochenende von 8 bis 20 Uhr Fragen zum Coronavirus beantwortet. Aktuelle Informationen gibt es auch im Internet unter muenchen.de/corona.

    12.25 Uhr: Handwerksbetriebe sollen Schutzmasken an Pflegeeinrichtungen abgeben

    Die Vereinigung der Pflegenden in Bayern hat Handwerksbetriebe aufgerufen, Schutzmasken an Pflegeeinrichtungen und Pflegedienste abzugeben. Der Präsident der Pflegevereinigung, Georg Sigl-Lehner, sagte, Altenheime und ambulante Betreuungsdienste hätten derzeit oft große Schwierigkeiten, Schutzmasken zu kaufen. Wenn die Zahl der Corona-Infektionen weiter ansteigt, seien solche Masken aber dringend nötig. Deswegen hat der Verband, der als Körperschaft des öffentlichen Rechts die Interessen der Pflegeberufe vertritt, einen Aufruf an Handwerksbetriebe wie Schreinereien, Trockenbauer oder Lackierer gestartet, ihre Bestände zu prüfen, und Schutzmasken, die sie selbst nicht dringend brauchen, an Pflegeeinrichtungen und ambulante Pflegedienste in ihrer Region abzugeben. Ein Sprecher des Landes-Gesundheitsamtes sagte, der Aufruf sei „grundsätzlich sehr gut“. Wichtig sei es allerdings, dass die Handwerksbetriebe möglichst Masken weitergeben, die ein Schutzniveau erfüllen, wie es auch in der Medizin üblich ist, den sogenannten "FFP-Standard" der Stufen 2 und 3. Die Handwerksbetriebe sollten den Pflegeeinrichtungen entsprechende Informationen geben, empfiehlt das Landes-Gesundheitsamt.

    12.09 Uhr: Produktion von Atemmasken in Bayern startet

    Die Staatsregierung will den Mangel an Atemschutzmasken in der Corona-Krise mit Hilfe heimischer Produktion überwinden. Die Staatsregierung hat an mehrere Firmen Aufträge vergeben, ab sofort sollen etwa 10.000 Masken pro Tag hergestellt und ausgeliefert werden. Vorrangig gehen diese zuerst an Krankenhäuser und Arztpraxen. "Die Kapazität soll so schnell wie möglich erhöht werden", sagte Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) am Freitag in München.

    Hergestellt werden laut Ministerium sowohl Einweg- als auch mehrfach verwendbare Masken. Jede wiederverwendbare Maske kann demnach etwa 50 Mal benutzt werden. "Wir können mit der eigenen Produktion den Schutz des medizinischen und pflegerischen Personals deutlich verbessern, das in diesen Tagen ein besonderes Risiko für eine Corona-Infektion trägt", sagte Aiwanger.

    11.21 Uhr: Tafeln in Oberbayern müssen schließen

    Die Coronakrise trifft besonders auch ärmere Menschen. In Oberbayern mussten bereits "Tafeln" schließen, denn oftmals kann weder der Schutz der Bedürftigen noch der Ehrenamtlichen gewährleistet werden, da viele Helfer im Seniorenalter sind. Zuletzt blieben zudem immer mehr Lebensmittelspenden von Supermärkten aus. In Oberbayern sind die "Tafeln" etwa in folgenden Städten und Gemeinden vorerst geschlossen: Burghausen, Bad Reichenhall, Berchtesgaden, Freilassing, Laufen, Teisendorf, Traunreut (ab Montag), Kolbermoor (vorerst bis nächsten Mittwoch), Landsberg, Dießen, Freising, Herrsching, Dachau, Bad Tölz, Pfaffenhofen, Marquartstein (Berechtigte bekommen Lebensmittelgutscheine, die sie in lokalen Geschäften einlösen können), Moosburg, Dorfen, Ebersberg, Markt Schwaben, Grafing, Zorneding, Kirchseeon, Germering, Olching, Starnberg, Gauting, Gilching und Herrsching. Noch offen sind z.B. die "Tafeln" in Mühldorf, Rosenheim (es dürfen allerdings immer nur 2-3 Leute in den Laden und an die Theke), Traunstein, Trostberg, München, Geretsried / Wolfratshausen, Raubling. Die "Tafeln" in Lenggries, Loisach und Weilheim verteilen Lebensmittel nur noch im Freien. Trotz der Schließungen erleben viele "Tafeln" gerade eine unglaubliche Solidarität. Menschen rufen an und bieten Spenden oder ihre Mitarbeit an. Auch Vereine wollen spenden und Lebensmittelunternehmen schicken Lieferungen. In Rosenheim etwa hat eine Molkerei eine ganze Palette Mozarella bereitgestellt. Schöne Nachrichten gibt es auch aus dem Landkreis Garmisch-Partenkirchen: Bei den "Tafeln" Murnau, Oberammergau und Mittenwald startet die Ausgabe dank zahlreicher Geldspenden wieder. Es haben sich auch freiwillige jüngere Helfer gemeldet, die Ausgabe erfolgt mit fertiggepackten Carepaketen.

    10.46 Uhr: BR legt Hörfunkprogramme zusammen

    Wegen des Coronavirus legt der Bayerische Rundfunk die beiden Hörfunkprogramme B5 aktuell und Bayern 2 überwiegend zusammen. Von Montag an senden die beiden Wellen unter dem Namen "Informationen, Hintergrund und Gespräche – das gemeinsame Programm von B5 aktuell und Bayern 2", teilte der BR am Freitag in München mit.

    Der Grund für die Maßnahme seien erste Corona-Fälle innerhalb des BR und damit verbundene Quarantänemaßnahmen. "Sobald die personellen Engpässe sich entspannt haben, werden beide Wellen wieder getrennt senden", so der öffentlich-rechtliche Sender. Den Angaben zufolge arbeiten im gesamten BR so viele Mitarbeiter wie möglich im Home-Office.

    Die Nachrichten werden zunächst am Morgen im Viertelstunden-Takt und tagsüber jede halbe Stunde gesendet. Vorerst sollen die Nachrichten laut BR nur noch bis zehn Uhr getrennt in den einzelnen Hörfunkwellen zu hören sein. Danach werden zwei zentrale Nachrichtenformate gesendet: eines für B5 aktuell, Bayern 2 und BR-Klassik und ein zweites für die Massenwellen Bayern 1 und Bayern 3. 

    10.30 Uhr: Siemens Energy soll trotz Pandemie pünktlich an Börse

    Siemens will sein Energiegeschäft trotz des überraschenden Chefwechsels und der Corona-Krise nach dem bisherigen Zeitplan an die Börse bringen. Das teilte der scheidende Konzernchef Joe Kaeser am Freitag in München mit. Er gehe davon aus, dass man die dafür wichtige Hauptversammlung am 9. Juli abhalten könne. Dazu, was passiert, falls die Hauptversammlung wegen der Corona-Pandemie nicht stattfinden kann, äußerte sich Siemens nicht. Diese Frage stelle sich im Moment nicht, sagte ein Sprecher.

    Die Corona-Krise trifft auch Siemens. Man sei robust, aber sie werde nicht spurlos am Unternehmen vorübergehen, sagte Kaeser. Stand Donnerstag gebe es im Konzern 57 Corona-Fälle, 41 davon in Deutschland. Mit Ausnahme von zwei kleineren Werken liefen die Fabriken des Konzerns aber. Zudem sei man in China wieder auf 95 Prozent des Levels, den man vor Ausbruch der Krise gehabt habe.

    10.18 Uhr: "Digital-Gala" für Computerspielpreis

    Der Deutsche Computerspielpreis soll in diesem Jahr in München in einer "Digital-Gala" verliehen werden. Wegen der rasanten Ausbreitung des Coronavirus fällt die geplante Verleihung im Löwenbräukeller am 27. April aus.

    Die Preisträger sollen stattdessen an diesem Tag via Online-Stream gekürt werden. "Dabei soll die Community stärker denn je eingebunden werden", hieß es in einer Mitteilung.

    Der Deutsche Computerspielpreis 2020 wird von der Bundesregierung - vertreten durch Digitalministerin Dorothee Bär (CSU) - und dem Verband der deutschen Games-Branche in 15 Preiskategorien vergeben. Er ist mit insgesamt 590.000 Euro dotiert.

    10.05 Uhr: Zentrale Sicherheitskontrolle am Flughafen München

    Am Flughafen München gibt es im Terminal 1 ab heute nur noch eine zentrale Sicherheitskontrolle für alle Gates. Es ist eine Reaktion auf die zurückgehende Zahl von Flügen. Auch heute sind es nur 350 Starts und Landungen - etwa genau so viele wie gestern. Im regulären Betrieb wären es etwa 1.000.

    9.53 Uhr: Tropenstation errichtet Teststation bei Münchner Siegestor

    In der Nähe des Siegestors - Ecke Leopold-/Georgenstraße baut das dortige Tropeninstitut derzeit eine Corona-Teststation für medizinisches Personal auf. Das hat die Stadt München bestätigt. Die Station soll nächste Woche in Betrieb gehen. Passanten hatten vermutet, dass die Absperrungen bereits zu Vorbereitungen für eine mögliche Ausgangssperre gehören könnte.

    8.57 Uhr: Virus "glättet auch die Eisbachwelle" in München

    "Der Coronavirus glättet auch die Eisbachwelle" - das teilt das Münchner Gesundheitsreferat jetzt mit. Es hat eine Absenkung des Bachs veranlasst, und damit kann die Welle nicht mehr zum Surfen genutzt werden. So soll vermieden werden, dass sich dort weiter zahlreiche Zuschauer treffen. Zugleich appelliert Gesundheitsreferentin Stephanie Jacobs nochmals an alle Münchnerinnen und Münchner, Menschenansammlungen zu vermeiden, um so einer weiteren Verbreitung des Coronavirus zu begegnen.

    8.51 Uhr: Liste mit offenen Grenzübergängen nach Österreich

    In Oberbayern sollen bis auf Weiteres 15 Grenzübergänge nach Österreich geöffnet bleiben. Im Bereich der Bundespolizeiinspektion Rosenheim sind dies die Grenzübergange: Oberaudorf (BY), an der A93, in Griesen Ehrwald (Bahn), in Achenpass (BY), an der B11 zwischen Mittenwald und Scharnitz, auf der Bahnstrecke Rosenheim - Kufstein.

    Im Bereich der Bundespolizeiinspektion Freilassing: Grenzübergang in Burghausen (BY), an der B304 Saalbrücke, an der A8, in Reit im Winkl, Winkelmoosalm, Melleck / Steinpass (BY), Marktschellenberg, an den Bahnhöfen Salzburg und Freilassing.

    Alle anderen Übergänge in den Bereichen der Bundespolizeiinspektionen in Rosenheim und Freilassing sind bereits geschlossen oder werden sukzessive geschossen. Die Bundespolizei bittet die Reisenden um Verständnis und Ausweisdokumente bzw. ggf. eine Pendlerbescheinigung

    8.50 Uhr: Vorbereitungen für Wiesn laufen weiter

    Während zahlreiche Veranstaltungen und Konzerte wegen des Coronavirus abgesagt werden, laufen die Vorbereitungen für das Münchner Oktoberfest vorerst weiter. Die Entscheidung darüber, ob die Wiesn abgesagt wird, soll erst in ein paar Monaten fallen, heißt es in der "tz" am Freitag. "Ich kann nicht sagen, ob es Mai oder Juni wird", sagte Wiesn-Chef Clemens Baumgärtner (CSU). "Ich gehe aber weiter davon aus, dass die Wiesn stattfinden wird."

    Dementsprechend laufen die Vorbereitungen laut Wirtesprecher Christian Schottenhamel "ganz normal weiter". Fast alle Tische seien schon vergeben und bisher gebe es kaum Stornierungen.

    Das Oktoberfest soll dieses Jahr am 19. September beginnen und bis zum 4. Oktober dauern. Es ist das größte Volksfest der Welt und lockt alljährlich während der zwei Festwochen rund sechs Millionen Besucher an.

    7.40 Uhr Erdinger OB verbietet Tische vor Innenstadt-Lokalen

    Weil speziell vor einem Café besonders viele Gäste saßen, hat der Erdinger Oberbürgermeister Max Gotz ein Machtwort gesprochen: Er hat allen Gaststätten in der Innenstadt erst einmal die Genehmigung entzogen, öffentliche Flächen im Außenbereich zu nutzen. Eine so hohe Zahl von Gästen wie am Mittwochmittag sei "in Zeiten der Corona-Krise unverantwortlich und läuft allen derzeit geltenden Regelungen zuwider", betont Gotz. Zugleich appellierte er erneut an die Bevölkerung, sich "der Krise angemessen" zu verhalten und "jeden möglichen Beitrag zu leisten, um eine Verbreitung des Virus zu verlangsamen".

    7.59 Uhr: Garchinger Fußballer starten Einkaufsservice

    Das Training fällt derzeit wegen Corona auch für die Fußballer des VfR Garching aus, und die Zeit wollen sie nun sinnvoll nützen: Die Abteilung startet am Freitag gemeinsam mit der Stadt einen Einkaufsservice. Damit soll speziell Älteren, Menschen mit Vorerkrankungen und Bürgern in Quarantäne geholfen werden. Die Stadt hat eine Hotline eingerichtet, die ab sofort montags bis freitags (Tel. 089/32089460) und samstags (089/3207887) jeweils von 8.30 bis 12.30 Uhr erreichbar ist. Die Fußballer gehen dann einkaufen und übernehmen den Lieferservice nach Hause. Kurz vor der Auslieferung rufen sie an, so dass die jeweiligen Auftraggeber das Geld und einen Behälter für die Waren vor die Tür legen können. Auch Postgänge werden auf Wunsch erledigt.

    5.45 Uhr: Ambulante Pflegedienste am Limit

    Das neuartige Coronavirus stellt die ambulanten Pflegedienste in Bayern vor große Schwierigkeiten. Die Menschen, die sie versorgen, sind meist alt und krank und laufen so Gefahr, an schweren Verläufen des Virus zu erkranken. Die Pflegedienste beschwichtigen – man lasse niemanden im Stich. Mit erhöhten Hygienevorkehrungen geht der Service uneingeschränkt weiter – noch. Denn Handschuhe und Desinfektionsmittel werden langsam knapp. "Wir sind an der Grenze unserer Kapazitäten", sagt Armin Heil, Leiter eines ambulanten Pflegedienstes in Tutzing. Unter strengen Hygieneregeln seien seine Mitarbeiter weiterhin rund um die Uhr im Einsatz, um alten und kranken Menschen auch während der Corona-Krise unverzichtbare Unterstützung zu Hause zu bieten - ob beim Essen, Waschen oder vielen anderen täglichen Aktivitäten.

    5.01 Uhr: Eröffnung von Ben-Haim-Forschungszentrum verschoben

    Wegen der Ausbreitung des Coronavirus wird die für Ende März geplante Eröffnung des Ben-Haim-Forschungszentrums in München verschoben. Sie werde nicht mehr im Sommersemester 2020, das bis Ende September läuft, erfolgen können, hieß es in einer Mitteilung von Freitagmorgen. Die Hochschule für Musik und Theater München, zu der das Forschungszentrum gehört, verlegte zudem den Unterrichtsbeginn an der Hochschule auf den 20. April.

    Das Ben-Haim-Forschungszentrum soll das jüdische Musikleben im süddeutschen Raum erforschen. Ein Schwerpunkt sollen Biografien und Werke jüdischer Musiker und Komponisten während des Nationalsozialismus sein.

    Donnerstag, 19. März

    20.19 Uhr: Prozess trotz Corona? Münchner Anwälte scheitern in Karlsruhe

    Zwei Strafrechtler wollten den Stopp zweier Prozesse wegen der Ausbreitung des Coronavirus erzwingen - beim Bundesverfassungsgericht sind die beiden erst einmal gescheitert. Es wies am Donnerstagabend den Eilantrag der Anwälte ab, wie der Gerichtssprecher der Deutschen Presse-Agentur in Karlsruhe sagte. Die Kläger hätten sich zunächst auf niedrigerer Ebene rechtlich zur Wehr setzen müssen. Außerdem lasse der Antrag eine argumentative Auseinandersetzung mit der Ursprungsentscheidung vermissen.

    Der Eilantrag war erst am Donnerstag eingereicht worden. Rechtsanwalt Adam Ahmed sagte vor der Entscheidung in München: "Es geht um die Ansteckungsgefahr und die Übertragungsgefahr für jeden Prozessbeteiligten." Erforderlich sei eine grundsätzliche Aussage. "Man muss mal eine gewisse Linie reinbringen: Die einen Gerichte machen es so, die anderen so."

    Ahmed kritisierte, neue Prozesse würden inzwischen zwar häufiger abgesagt, laufende aber nicht. "Inkonsequenter kann die Justiz sich dieser Tage nicht darstellen." Konkret geht es Ahmed und einem Kanzleikollegen um zwei Münchner Strafprozesse. Einer davon soll am Freitag, der andere am Montag fortgesetzt werden.

    Das Bundesjustizministerium arbeitet bereits an einer Regelung, die es Gerichten gestattet, laufende Strafprozesse länger als bisher erlaubt zu unterbrechen. Die Pause soll maximal drei Monate und zehn Tage dauern dürfen. Die Entscheidung, ob die Aussetzung einer Verhandlung angebracht ist, sollen die Gerichte unabhängig treffen.

    16.42 Uhr: Zehn Corona-Teststationen im Lkr. München

    Innerhalb von sechs Tagen wurden im Landkreis München zehn Corona-Teststationen in Betrieb genommen. Sie befinden sich in Hohenbrunn, Grünwald, Haar, Ismaning, Kirchheim, Oberhaching, Sauerlach, Unterföhring, Unterhaching und Unterschleißheim. Weitere sind laut Landratsamt bereits in Planung. Die Stationen wurden meist als Drive-In- und Walk-In-Stationen realisiert. Die Tester arbeiten entweder in bestehenden Gebäuden, auf Parkplätzen oder in bereitgestellten Zelten. Wegen der hohen Nachfrage wurde auch der Bürgertelefon-Service ausgeweitet. Ab sofort man jeden Tag zwischen acht und 18 Uhr unter 089/6221-1234 anrufen. Momentan gehen an einem durchschnittlichen Tag rund 500 Anrufe ein. Dabei geht es neben der Frage nach Ansteckungsmöglichkeiten, zurückliegenden Reisen in Risikogebiete und den Kriterien für einen Corona-Test auch um Fragen nach Unterstützungsmöglichkeiten für geschlossene Betriebe.

    16.35 Uhr: Vier bestätigte Corona-Fälle bei der Münchner Polizei

    Bei der Münchner Polizei gibt es vier bestätigte Corona-Fälle. Diese Zahl nannte Präsidiumssprecher Marcus da Gloria Martins bei einer Telekonferenzschalte für die Medien. Die Zahl der sich deshalb in Quarantäne befindlichen Kontaktpersonen bemesse sich im unteren zweistelligen Bereich, so Martins. Beim Polizeipräsidium München sind rund 6.000 Beamte und 800 Angestellte beschäftigt.

    16.04 Uhr: "Parkplätze" für Flugzeuge im Erdinger Moos werden rar

    Am Münchner Flughafen wird es immer enger: Weil der Flugplan wegen Corona so ausgedünnt ist, stehen mittlerweile 130 Maschinen am Boden. An normalen Tagen sind es nach Auskunft eines Sprechers maximal 95. Trotzdem habe man noch etwas freie Kapazität, zumal auch auf den Flächen der allgemeinen Luftfahrt noch Platz zur Verfügung stehe. Während in Frankfurt mittlerweile eine ganze Landebahn zum "Parkplatz" umfunktioniert wurde, ist davon in München noch keine Rede: "Das haben wir nicht vor", sagte der Sprecher dem Bayerischen Rundfunk. Heute wurden im Erdinger Moos nur 350 Starts und Landungen abgewickelt. An einem regulären Tag sind es um die 1.000.

    11.44 Uhr: Münchens OB Reiter ruft Münchner zum Daheimbleiben auf

    Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter hat die Münchner per Audiobotschaft dazu aufgerufen, zuhause zu bleiben. Persönliche Zuneigung, persönliche Rücksicht zeige man in Zeiten der Corona-Krise nicht durch enges Zusammenrücken, sondern durch Distanz, so Reiter. Spielplätze, Isar, Parks sollten wirklich nicht mehr zum Feiern oder für Treffen größerer Gruppen genutzt werden, bat er eindringlich. Ein solches Verhalten sei "absolut unverantwortlich". Dringend notwendig seien jetzt Respekt und Rücksichtnahme: "Bleiben Sie wenn irgend möglich zuhause!", so der Oberbürgermeister.

    10.59 Uhr: 136 bestätigte Corona-Fälle im Landkreis Freising

    Im Landkreis Freising wurde bereits Ende Februar der erste Fall gemeldet – der Mann hatte sich offenbar wie so viele beim Karneval im Kreis Heinsberg in Nordrhein-Westfalen infiziert und – bevor er das wusste - den Virus daheim auf rund 20 andere übertragen. Ein Teil ist vermutlich schon wieder gesund, taucht aber noch in der Statistik auf. 136 Fälle heißt also nicht, dass es aktuell tatsächlich 136 Corona-Kranke im Landkreis Freising gibt. In Zolling wird am Nachmittag übrigens eine Corona-"Teststelle" für Kontaktpersonen von Infizierten eingerichtet. Die Betroffenen werden vom Gesundheitsamt informiert und bekommen Termine zugeteilt. Und da ist man streng: Wer ohne Termin kommt, wird abgewiesen.

    10.53 Uhr: Landkreis Pfaffenhofen schließt Wertstoffhöfe

    Alle Wertstoffhöfe im Landkreis Pfaffenhofen werden ab Freitag, 20. März bis vorübergehend 29. März geschlossen. Wie der Abfallwirtschaftsbetrieb des Landkreises (AWP) mitteilt, sei diese Maßnahme erforderlich, um sowohl Bürgerinnen und Bürger, als auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an den Wertstofföfen vor einer Ansteckung mit dem Virus zu schützen. Landrat Martin Wolf bat die Bürger um Verständnis. Bürger sollten zuhause wie bisher ihren Müll sammeln und nicht in der Landschaft entsorgen. Weitere Informationen gibt es im Internet .

    9.52 Uhr: Keine Lufthansa-Langstreckenflüge mehr ab München

    Die Lufthansa stellt ihre Langstreckenflüge am Flughafen München ein und wickelt sie nur noch über Frankfurt ab. Das hat die Flughafen München GmbH soeben über den Kurznachrichtendienst Twitter mitgeteilt.

    9.39 Uhr: IHK bietet Beratung per Internet und Telefon-Hotline

    Zur Eindämmung der Ausbreitung des Coronavirus baut die IHK für München und Oberbayern ihr Beratungs- und Serviceangebot im Internet und per Telefon stark aus, teilt sie mit. Zugleich sagt sie alle Veranstaltungen und Prüfungen ab. Informationen gibt es über alle Unterstützungsleistungen, Förderungen, Kredite, Arbeits- und Reiserecht und die aktuellen staatlichen Vorgaben. Die Corona-Hotline der IHK ist unter 089-5116-0 erreichbar.

    8.45 Uhr: Bislang keine Corona-Infektion in Bayerns Gefängnissen

    Die Gefängnisse in Bayern sind bisher von dem neuartigen Coronavirus verschont geblieben. Weder bei Häftlingen noch bei Justizbediensteten wurde bislang eine Infektion festgestellt, so das bayerische Justizministerium. Damit das nach Möglichkeit so bleibt, wird der Haftantritt in einigen Fällen auf einen späteren Zeitpunkt verschoben. Das gilt für Menschen, die eine Ersatzfreiheitsstrafe antreten müssen, weil sie eine Geldstrafe nicht gezahlt haben, für Jugendarrest oder Freiheitsstrafen von bis zu sechs Monaten. Außerdem dürfen Häftlinge bis zum 19. April keinen Besuch empfangen.

    8:18 Uhr: Flixtrain stellt Verbindungen bis Ende April ein

    Voraussichtlich bis Ende April fahren wegen der Coronakrise keine Züge des Anbieters Flixtrain mehr. Betroffene Kunden könnten ihre Tickets "in dieser Ausnahmesituation" in der 2. Klasse der ICE- und IC-Züge der Deutschen Bahn nutzen, teilten die beiden Unternehmen am Donnerstag in München und Berlin mit. "Wir informieren, sobald wir den Betrieb von Flixtrain wieder aufnehmen können", erklärte ein Sprecher der Flixbus Dach GmbH.

    Das Unternehmen, das zunächst mit grünen Fernbussen an den Markt gegangen war, bietet seit 2018 auch Zugreisen. Verbindungen gab es zuletzt zwischen Berlin und Stuttgart, Hamburg und Köln sowie Berlin und Köln inklusive Zwischenstopps. Am Dienstag hatte das Unternehmen schon mitgeteilt, ab Mittwoch den Busbetrieb auf allen nationalen sowie grenzüberschreitenden Verbindungen von und nach Deutschland auszusetzen. Da hatte es noch geheißen, die Fernzugsparte sei von den Maßnahmen ausgenommen.

    7.30 Uhr: Maßnahmen gegen Diebstahl von Mundschutz und Desinfektionsmittel in Landsberg

    Das Klinikum Landsberg am Lech hat Maßnahmen gegen den Diebstahl von Mundschutz und Desinfektionsmittel ergriffen. Offenbar sind die zuletzt in größerem Stil gestohlen worden. Laut Klinik werden diese für manche überlebenswichtigen Utensilien jetzt weggesperrt. Außerdem gebe es strenge Einlass- und Ausgangskontrollen, auch die Taschen von Besuchern würden dabei jetzt kontrolliert. Die Gefahr, dass die Hygieneartikel kurzfristig ausgehen, besteht laut Klinik aber nicht. Erst kürzlich habe man noch 50.000 Mundschutze bestellt und auch geliefert bekommen - normalerweise der Bedarf für ein ganzes Jahr. Die Klinikleitung vermutet, dass Personen gezielt das Krankenhaus aufgesucht haben, um Mundschutz und Desinfektionsmittel zu stehlen

    5.30 Uhr: Corona hat starken Effekt auf Einkaufsverhalten

    Die Corona-Epidemie hat nach einer Analyse des in München ansässigen Bonussystems Payback starke Auswirkungen auf das Einkaufsverhalten in Deutschland - und nicht nur beim rasant gestiegenen Absatz von Nudeln oder Klopapier. Einen sehr starken Anstieg beobachtet das Münchner Unternehmen bei Online-Shops aus den Kategorien Kinderspielzeug, Tierbedarf, Sportkleidung, Büroartikel und Mode. Einen "wahren Ansturm" gibt es bei der Nachfrage nach dem "Disney"-Streaming-Angebot, wie eine Unternehmenssprecherin auf Anfrage sagte.

    Mittwoch, 18. März

    18.40 Uhr: Polizeikontrollen im Englischen Garten ohne Zwischenfälle

    Dutzende Streifenbeamte der Münchner Polizei waren am Nachmittag im Englischen Garten unterwegs, um die Einhaltung des seit Dienstag geltenden Versammlungsverbots zu kontrollieren. Unterstützt wurden sie von der Reiterstaffel und einem Lautsprecherfahrzeug, das per Durchsage die Parkbesucher aufforderte, genügend Abstand voneinander zu halten und keine Gruppen über fünf Personen hinaus zu bilden. Bei Temperaturen knapp unter 20 Grad und Sonnenschein hielten sich zwischen Monopteros und Haus der Kunst hunderte zumeist junger Menschen auf. Vereinzelt mussten die Streifen zusammensitzende Gruppen auf die Bestimmungen der Allgemeinverfügung und deren Sinn hinweisen, die Mehrheit reagierte verständnisvoll, Platzverweise mussten nach Angaben eines Polizeisprechers nicht ausgesprochen werden. Die Maßnahmen, zu denen auch die Überprüfung von Spielplätzen und anderer Freizeitflächen wie die Isar gehören, werden - abhängig von der Witterung - auch in den nächsten Tagen fortgeführt.

    18.24 Uhr: Tennis-Turnier in München abgesagt

    Die BMW Open, die eigentlich vom 25. April bis zum 3. Mai angesetzt waren, finden an diesem Termin nicht statt. Das gaben die Veranstalter in München bekannt. Ob das Turnier später im Jahr stattfinden kann, wird noch geprüft.

    14.29 Uhr: Regierung von Oberbayern erlaubt Ausnahmen von Höchstarbeitszeit und Feiertagsruhe

    Die Regierung von Oberbayern erlaubt ab sofort, dass zur Gewährung der Daseinsvorsorge etwa bei Bäckereien oder für Strom- und Energieversorgung von Bestimmungen des Arbeitszeitgesetzes abgewichen werden darf. Durch eine Allgemeinverfügung werden Ausnahmen vom Arbeitszeitgesetz zur Produktion von existentiellen Gütern und für Dienstleistungen zugelassen. Die Gesundheit der einzelnen Arbeitnehmer dürfe durch die Abweichungen jedoch nicht gefährdet werden, teilt die Regierung von Oberbayern mit. Demnach dürfen Arbeitnehmer täglich über acht beziehungsweise zehn Stunden hinaus und auch an Sonn- und Feiertagen beschäftigt werden. Ruhepausen dürfen verkürzt werden - und zwar auf mindestens 15 Minuten bei einer Arbeitszeit von sechs bis neun stunden und auf mindesten 30 Minuten bei einer Arbeitszeit von mehr als neun Stunden insgesamt. Die Ruhezeit darf um bis zu zwei Stunden verkürzt werden. Die wöchentliche Arbeitszeit darf trotzdem 48 Stunden im Durchschnitt eines halben Jahres nicht überschreiten.

    13.19 Uhr: Teststation für Kontaktpersonen von Infizierten in Freising

    Der Landkreis Freising richtet jetzt eine Corona-"Teststelle" für Kontaktpersonen von Infizierten ein. Wenn sie entsprechende Symptome haben, werden dort Abstriche gemacht. Die Betroffenen werden vom Gesundheitsamt informiert und bekommen Termine zugeteilt. Wer ohne Termin kommt, wird abgewiesen, wie das Landratsamt betont. Aktuell sind im Landkreis Freising 117 Menschen infiziert. Im Klinikum Freising sind derzeit 20 Patientinnen und Patienten isoliert untergebracht. Einige davon sind Verdachtsfälle, die auf das Ergebnis ihrer Testung warten.

    11.28 Uhr: Notbetrieb in Bahnhofsmission und anderen sozialen Einrichtungen

    Nicht alle sozialen Einrichtungen sind wegen Corona geschlossen. Darauf weist jetzt die Arbeitsgemeinschaft der Münchner Wohlfahrtsverbände hin. Schließlich würden viele Menschen trotz allem Unterstützung und Betreuung brauchen oder kämen mit der fehlenden Tagesstruktur und der Einsamkeit schwer klar. Einen Notbetrieb hat unter anderem die Bahnhofsmission eingerichtet. Gleiches gelte bei Angeboten für obdachlose Menschen wie "Otto & Rosi" sowie für die Teestube KOMM und Schiller 25. Die Adressen der Einrichtungen finden sich unter www.arge-freie-muenchen.de. Andrea Betz, Sprecherin der freien Wohlfahrt, hob auch die bürgerschaftliche Solidarität in der Stadt hervor: "Inzwischen haben sich viele kleine nachbarschaftliche Hilfesysteme aufgebaut", berichtet sie, "das ist ein wunderbares Zeichen unseres starken Zusammenhalts“.

    11.07 Uhr: Genügend Kapazitäten für Obdachlose in Ingolstadt

    In Ingolstadt sei man sich sicher, auch in der Corona-Krise genügend Kapazitäten zur Unterbringung von obdachlosen Menschen zu haben. Das erklärte Pressesprecher Michael Klarner dem BR. Aktuell befänden sich rund 183 Personen in den Notunterkünften der Stadt Ingolstadt. Im Krankheitsfall könne die Stadt Einzelbelegungen in den Unterkünften anbieten. Sollte man von akuter Obdachlosigkeit betroffen sein und einen Krankheitsverdacht haben, solle man sich an das örtliche Gesundheitsamt wenden. Dort werde dann die Vorgehensweise besprochen und auch eine Unterkunft zur Verfügung gestellt, sagt Klarner.

    10.51 Uhr: Nach Einreiseverbot für Nicht-EU-Bürger – Lage am Münchner Flughafen entspannt

    Am Flughafen im Erdinger Moos ist die Lage entspannt. Die Zahl der Flüge geht weiter zurück. Heute stehen nach Angaben eines Sprechers nur noch 460 Starts und Landungen an. An einem regulären Tag wären es rund 1.000 Flugbewegungen.

    Seit gestern Abend gilt ein Einreiseverbot für Nicht-EU-Bürger. Doch die Zahl der tatsächlich Einreisenden aus Nicht-EU-Ländern am Münchner Flughafen sei sehr überschaubar, wie ein Sprecher der Bundespolizei dem Bayerischen Rundfunk mitteilte. Man gehe davon aus, dass der allgemeine Rückgang im Flugverkehr sein übriges tue.

    Grundsätzlich würde ankommenden Nicht-EU-Bürgern die Einreise verweigert und mit dem nächstmöglichen Flug wieder in ihr Herkunftsland zurückgeschickt. Sollte ein Rückflug nicht gleich verfügbar sein, könnten die Betroffenen am Flughafen übernachten, dürften aber den Transitbereich nicht verlassen, so die Bundespolizei. Einzige Ausnahme seien medizinische Notfälle, die dann in enger Zusammenarbeit mit den Gesundheitsbehörden behandelt würden.

    10.47 Uhr: Einreisekontrollen an der österreichischen Grenze - weniger Zurückweisungen

    Seit Montag, 8.00 Uhr, dürfen Ausländer nicht mehr nach Deutschland einreisen, wenn sie nicht einen Wohnsitz in Deutschland haben, dort als Pendler arbeiten oder einen sonstigen triftigen Grund für die Einreise haben. Wer nicht berechtigt ist, wird an der Grenze von der Bundespolizei zurückgeschickt. Die Bundespolizei in Freilassing hat auf BR-Anfrage mitgeteilt, dass in ihrem Bereich am Montag und Dienstag rund 1.900 Menschen nach Österreich zurückgeschickt werden mussten.

    Nach dem Beginn der Kontrollen wurden am Montag (16.03.) bis Mitternacht rund 1.300 Menschen zurückgeschickt, am Dienstag (17.03.) waren es nur mehr rund 580, wie der Sprecher der Bundespolizei in Freilassing, Maximilian Wirz sagte. Das Einreiseverbot hat sich also offensichtlich herumgesprochen, außerdem hatten am Dienstag viele Pendler, die aus Österreich zur Arbeit nach Bayern einreisen wollten, bereits Bescheinigungen ihrer Arbeitgeber dabei, mit deren Hilfe sie einreisen durften.

    Die Bundespolizei Freilassing kontrolliert, unterstützt von Kräften der bayerischen Landespolizei, die Grenze zwischen Bad Reichenhall und Burghausen. Etwa am viel befahrenen Autobahngrenzübergang Walserberg auf der A8 oder am Grenzübergang Saalachbrücke in Freilassing.

    10.37 Uhr: TÜV Süd setzt vorübergehend Fahrerlaubnisprüfungen aus

    Der TÜV Süd führt aufgrund des Coronavirus keine Theorie- und Praxisprüfungen mehr durch. Das teilte das Unternehmen mit Sitz in München mit. Bereits vereinbarte Prüfungstermine werden demnach abgesagt. TÜV Süd will hierzu mit den beteiligten Fahrschulen Kontakt aufnehmen. Den Bewerbern werden die gezahlten Gebühren angerechnet und keinerlei Stornokosten berechnet, heißt es in der Mitteilung. Die Maßnahme gelte vorerst bis zum 19. April. Für Bewerber, die zur Sicherstellung der öffentlichen Ordnung dringend eine Fahrerlaubnis benötigen, wird es eine Notfallversorgung geben.

    10.30 Uhr: Am Münchner Airport bisher wenige Passagiere betroffen

    Der am Dienstagabend wegen des Coronavirus verhängte Einreisestopp für Nicht-EU-Bürger hat am Flughafen München am Mittwochmorgen nur wenige Passagiere betroffen. Die Zahl der zurückgewiesenen Reisenden bewege sich im einstelligen bis niedrigen zweistelligen Bereich, sagte ein Sprecher der Bundespolizei am zweitgrößten Airport Deutschlands am Morgen.

    Das liege auch daran, dass viele Flüge gar nicht erst gestartet seien. Die Angaben können sich aber noch ändern: "Wir haben teilweise im Minutentakt Ankünfte", sagte der Sprecher. Flüge innerhalb des Schengenraums kontrolliere die Bundespolizei nicht.

    Das Ziel der Beamten sei, dass betroffene Passagiere gleich mit dem nächstmöglichen Flug wieder zurückfliegen, hieß es weiter - entweder in das Land, aus dem sie kommen, oder in ein Land, in das sie noch einreisen dürfen. Die Europäische Union will mit einem 30-tägigen Einreiseverbot die Ausbreitung des Coronavirus bremsen.

    9.56 Uhr: Stadtrat München - keine Kündigung bei Mietrückständen

    Die Stadt München wird in der Coronakrise keinen privaten oder gewerblichen Mietern wegen Mietrückständen kündigen. Das hat Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) soeben in der Stadtratssitzung angekündigt. Außerdem wird die Stadt einen "niedrigen zweistelligen Millionenbetrag" für Soforthilfe zur Verfügung stellen, um zum Beispiel Insolvenzen städtischer Gesellschaften zu vermeiden. Städtische Zuschüsse werden auch weiterhin ausbezahlt, damit zum Beispiel Kitas erhalten werden können, auch wenn sie gerade keine Einnahmen haben. "Das System soll auch nach der Krise weiter funktionieren", betonte Reiter. Im "sportlichen Bereich" werde man ebenfalls entsprechend verfahren.

    9.48 Uhr: Stadtrat München: "Gesundheitskrise - keine Versorgungskrise"

    Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) hat in der Stadtratssitzung erneut vor Panik wegen des Coronavirus gewarnt und dazu aufgerufen, von Hamsterkäufen abzusehen. "Wir haben eine Gesundheitskrise und keine Versorgungskrise", betonte er. Zugleich zeigte er sich skeptisch, dass all die Aufrufe durchschlagende Wirkung zeigen: "Wenn das so weitergeht, muss halt auch so was wie Klopapier reglementiert werden."

    9.26 Uhr: Baumarkt-Mitarbeiter klagt über Kundenzustrom

    Mitarbeiter eines Ingolstädter Baumarktes beklagen sich über einen massiv erhöhten Kundenzulauf. Baumärkte dürfen trotz Corona-Schließungen auch weiterhin offen bleiben, da sie für den täglichen Bedarf wichtige Dinge vorhalten. Der Mitarbeiter, der anonym bleiben möchte, beklagte sich im Gespräch mit dem BR über die Unvernunft vieler Kunden, die den Ernst der Lage nicht erkannt hätten: "Wir hatten in den letzten Tagen mehr Umsatz als bei unserer Eröffnung. Die Leute kommen mit ihren Kindern, bummeln und kaufen Rindenmulch, als wäre Urlaub. Dabei sollen wir doch offen haben, damit die Leute wichtige Dinge wie Glühbirnen kaufen können!"

    8.06 Uhr: Freisinger Tafel stellt Betrieb ein

    Wegen des Coronavirus wurde die Freisinger "Tafel" geschlossen. Begründet wird die Entscheidung mit dem Schutz der Mitarbeiter: Die meisten Helfer seien älter als 60 Jahre und hätten Vorerkrankungen. Zuletzt kamen jede Woche mehr als 200 bedürftige Menschen zur "Tafel", um sich und ihre Familien mit Lebensmitteln zu versorgen.

    7.59 Uhr: Erdinger Landrat bietet persönliche Gespräche an

    Im Landkreis Erding können sich besorgte Menschen nicht nur an das Bürgertelefon wenden, sondern auch an den Landrat persönlich: Martin Bayerstorfer (CSU) ist ab sofort montags bis freitags zwischen zwölf und 13 Uhr für jeden telefonisch zu erreichen. Laut Mitteilung des Landratsamts bietet er "seine Unterstützung bei allgemeinen Fragen und Anliegen in Bezug auf das Coronavirus sowohl für Betriebe als auch für Privatpersonen" an. Auch die Kommunalwahlen sind für Bayerstorfer noch nicht erledigt: Er muss am 29. März in die Stichwahl.

    6.55 Uhr: Schwieriges Geschäft mit der Liebe in Zeiten von Corona

    Die Liebe hat es schwer in den Zeiten des Coronavirus - zumindest die käufliche. Bordelle müssen schließen, Escort-Services vermitteln zum Teil keine Damen mehr. Doch besonders dramatisch ist die Situation für die Prostituierten. Viele der Prostituierten wohnen auch in den Bordellen und können jetzt keine Miete mehr bezahlen.

    Rund 32.800 gemeldete Prostituierte arbeiteten Ende 2018 nach Angaben des Statistischen Bundesamtes in Deutschland, davon fast 6.400 in Bayern. Etwa 90 bis 95 Prozent der Frauen stammten aus dem Ausland, der Großteil davon aus Osteuropa, sagte Christ. Wegen der Corona-Krise könnten viele von ihnen nicht in ihre Heimat zurückkehren.

    Einige Bordellbesitzer lassen die Frauen weiterhin in den Zimmern wohnen. Im Münchener Leierkasten leben zurzeit 26 Prostituierte, 19 Zimmer stehen leer. "Wir können die Frauen ja nicht auf die Straße setzen. Sie wären sonst aufgeschmissen", sagte Besitzer Deniz Müller. Seit zwei Wochen kämen weniger Kunden in sein Haus. "Wir haben Einbußen von 50 bis 60 Prozent - und jetzt 100 Prozent Ausfall." Am Montag hatten Bund und Länder entschieden, die Bordelle zu schließen, um die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus einzudämmen.

    Zur Sexarbeit - egal, ob im Bordell oder im Escort-Service - gehört viel Körperkontakt. Deshalb sind Prostituierte und deren Kunden besonders gefährdet sich anzustecken. Die Angst davor bekommt auch die Agentur Royale Escort in München zu spüren. Seit Anfang März gebe es nur noch wenig Buchungen. "Geschäftsreisen werden abgesagt, dadurch kommen auch keine Buchungen zustande", sagte Inhaberin Susanne Horn. Inzwischen hat sie die Vermittlung komplett eingestellt - aus Sorge um die Gesundheit der Damen und der Klienten.

    In der digitalen Welt lässt sich in Zeiten von Corona dagegen gefahrlos sexuelle Anregung finden. Die Erotikseite xHamster verzeichnet eigenen Angaben nach jetzt schon mehr Interesse an den Videos. "Wir erwarten definitiv auch weiterhin mehr Zugriffe, je länger diese Ausnahmesituation anhält", sagte Sprecher Walter Hasenclever. "Man muss aber auch bedenken, dass Personen, die mit ihren Familien in Quarantäne sind, nicht mehr die Möglichkeit haben, online zu gehen, wann immer sie möchten."

    18.45 Uhr: Abgesagte Termine und Forderungen nach längeren Fristen - Eklat im Gerichtssaal und Strafanzeige gegen einen Richter

    Ein Rechtsanwalt aus München hat am Dienstag einen Richter des Landgerichtes München I angezeigt - wegen versuchter Körperverletzung. Trotz der aktuellen Corona-Pandemie hatte der Richter auf einer Verhandlung bestanden.

    Zu dem Corona-Eklat in München kam es während eines Verfahrens wegen versuchten Totschlags. Der Richter habe "bewusst eine Gefahrenlage" geschaffen und nahm "sehenden Auges in Kauf, dass sich die Anwesenden im Sitzungssaal einem erhöhten Ansteckungsrisiko aussetzen", heißt es in der Anzeige des Rechtsanwaltes Thomas Pfister, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Pfister sprach von einem "ungeheuerlichen Vorgang".

    Seinen Angaben zufolge waren während der Verhandlung mehr als 50 Menschen im Gerichtssaal. "Eine derartige Anzahl von Personen wird nach allgemeiner Auffassung (...) als absolute Hochrisikoveranstaltung bezeichnet", kritisierte Pfister. Die Verteidiger hätten sich geweigert, den Sitzungssaal zu betreten, der Richter habe aber darauf bestanden, die Verhandlung zu beginnen. Pfister stellte daraufhin nicht nur Strafanzeige, sondern erstattete auch eine Dienstaufsichtsbeschwerde.

    Gerichtssprecher Florian Gliwitzky wies die Vorwürfe gegen den Richter zurück. Die Justiz könne auch in Zeiten des sich rasant verbreitenden Coronavirus nicht die Arbeit einstellen. "Die Justiz ist in bestimmten Bereichen systemrelevant", sagte er. Außerdem habe es keine Hinweise darauf gegeben, dass sich im Gerichtssaal ein infizierter Mensch aufhalte oder jemand, der Kontakt zu einem Infizierten gehabt habe.

    Wo es gehe, seien Strafprozesse abgesetzt worden, betonte Gliwitzky. So finde beispielsweise in dieser Woche keine einzige Berufungsverhandlung statt und auch andere Verhandlungen seien abgesetzt worden. Auch andere Gerichte in Bayern meldeten Prozessausfälle und erhöhte Sicherheitsvorkehrungen.

    Nach dem Willen des Justizministeriums sollen derzeit so wenig Verhandlungen wie möglich stattfinden. "Das bayerische Justizministerium hat den Gerichten, die in richterlicher Unabhängigkeit entscheiden, empfohlen, nur noch in eiligen und dringenden Fällen Verhandlungstermine durchzuführen", teilte eine Sprecherin mit.

    Justizminister Eisenreich sprach sich angesichts der rasanten Ausbreitung des neuartigen Coronavirus für längere Unterbrechungen von Strafprozessen aus. "In der aktuellen Krise benötigen unsere Gerichte dringend eine flexible Regelung", sagte er der Deutschen Presse-Agentur. "Die zulässige Unterbrechung von Hauptverhandlungen sollte sich deutlich verlängern, etwa von drei beziehungsweise vier Wochen auf drei Monate, ohne dass die Hauptverhandlung wieder neu begonnen werden muss."

    Laut Strafprozessordnung (StPO) darf eine Hauptverhandlung in der Regel für höchstens vier Wochen unterbrochen werden. Das Bundesjustizministerium arbeitet derzeit an einer entsprechenden gesetzlichen Regelung, die eine Pause für maximal drei Monate und zehn Tage erlaubt. So wolle man verhindern, dass viele Verhandlungen platzen und neu begonnen werden müssen, erklärte das Ministerium.

    Die Vorsitzende des Bayerischen Richterbundes, Andrea Titz, sagte, die maximal zulässige Unterbrechungsfrist könne zum Problem werden. Sie fügte aber hinzu: "Wir befinden uns ohne Zweifel in einer absoluten Ausnahmesituation, in der man im Moment genug zu tun hat, die Lage stets neu zu bewerten und darauf so flexibel wie möglich zu reagieren, ohne sofort mit Forderungen an den Gesetzgeber zu reagieren."

    17.21 Uhr: Corona-Test in München: Drive-In Station auf Theresienwiese

    Auf der Theresienwiese hat das Referat für Gesundheit und Umwelt eine Drive-In-Station für Corona-Tests eingerichtet. Die Station ist rund um den Behördenhof auf der Theresienwiese aufgebaut, wo während des Oktoberfests auch die Sanitätsstation beheimatet ist.

    Der Drive-In, der unter anderem in Zusammenarbeit mit der Kassenärztlichen Vereinigung betrieben werde, sei ausschließlich für Personen bestimmt, bei denen ein begründeter Verdacht auf eine Corona-Virusinfektion bestehe, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt.

    Wer in einem Corona-Risikogebiet gewesen sei und Symptome aufweise, soll den Kassenärtzlichen Bereitschaftsdienst 116 117 anrufen. Dort wird dann abgeklärt, ob ein Test nötig ist und gegebenenfalls ein Termin vereinbart, heißt es in der Mitteilung. Aufgrund der derzeit hohen Auslastung der 116 117, kann es zu längeren Wartezeiten kommen. Wer ohne Termin zum Drive-In kommt, wird abgewiesen, schreibt die Stadt in ihrer Pressemitteilung.

    17.04 Uhr: Zweite Screening-Stelle im Lkr. Erding

    Im Landkreis Erding gibt es jetzt eine zweite Screeningstelle neben der bestehenden in der Kreisstadt: Auch im Gymnasium Dorfen kann man sich ab sofort auf eine Coronavirus-Infektion testen lassen. Voraussetzung ist aber die Anmeldung durch den Hausarzt oder den Kassenärztlichen Dienst. Geöffnet ist täglich - auch am Wochenende - von neun bis 17 Uhr. Unterdessen wird bereits am Aubau einer dritten Screening-Stelle gearbeitet. Aktuell gibt es im Landkreis Erding 23 Erkrankungsfälle, nachdem zuletzt fünf weitere Fälle gemeldet wurden: drei in Erding und je einer in Kirchberg und Finsing.

    16.43 Uhr: Bayern sperrt zahlreiche, kleinere Grenzübergänge komplett

    Seit gestern früh gilt in Deutschland ein Einreiseverbot - nur mit triftigen Grund darf die Grenze von Österreich nach Bayern überschritten werden. An den größeren Grenzübergängen wie etwa Kufstein/Kiefersfelden, Bad Reichenhall/ Salzburg oder Mittenwald/ Scharnitz kontrollieren Bundespolizisten jeden PKW-Fahrer der Einreisen will und fragen nach dem Einreisegrund. Viele kleinere Grenzübergänge sind dagegen komplett gesperrt worden, sagt Rainer Scharf von der Bundespolizei dem Bayerischen Rundfunk. Vielerorts haben Kräfte des THWs und der Bundespolizei Betonsperren errichtet. Betroffen sind unter anderem die Grenzübergänge Garmisch-Partenkirchen/Lermoos, Mittenwald/Leutasch, Ettal/Reutte, Bayrischzell, Grenzhub und Reit im Winkel. Eine Durchfahrt über diese Grenzübergänge ist bis auf weiteres nicht möglich. Mehr Infos gibt es auch beim Bayerischen Rundfunk im aktuellen Verkehrsdienst und im Internet unter br24.de

    16.38: Stadt Traunstein beschränkt Teilnehmer für Hochzeitsgesellschaften

    Trauungen vor dem Traunsteiner Standesamt können bis Ende April nur noch im kleinen Kreis stattfinden. Grund dafür ist die aktuelle Corona-Situation. Wie die Stadt mitteilt, werden alle geplanten Eheschließungen im Rathaus auf den engsten Personenkreis beschränkt. Nur noch Brautpaar, Trauzeugen und engste Angehörige dürfen dabei sein, maximal 15 Personen sind zugelassen. Bis Ende April betrifft das sechs Hochzeiten.

    16.26 Uhr: Erdinger Service für allein lebende Senioren

    Damit in der Corona-Krise auch allein lebende Senioren sicher mit Lebensmitteln und Medikamenten versorgt werden, bietet die Stadt Erding jetzt einen besonderen Service an: Die Senioren selbst, aber auch Arztpraxen und Apotheken können sich ab sofort an die Seniorenbeauftragte Silke Hörold-Ries wenden (Telefon 08122/408-108, E-Mail: seniorenbeauftragte@erding.de). Mitarbeiter des Ordnungsamtes übernehmen dann die Verteilung der benötigten Waren oder Arzneimittel.

    16.22 Uhr: Chiemsee-Schifffahrt stellt Betrieb ein

    Wegen der Corona-Krise ist die Personen-Schifffahrt auf dem Chiemsee bis auf weiteres eingestellt. Das hat die Chiemsee-Schifffahrt mitgeteilt.

    16.13 Uhr: Champions League ausgesetzt

    Der FC Bayern München muss auf sein Königsklassen-Spiel gegen den FC Chelsea einige Zeit warten. Die Europäische Fußball-Union hat im Zuge der Coronavirus-Krise alle Spiele für Vereine und Nationalmannschaften "bis auf Weiteres" ausgesetzt. Entscheidungen zu neuen Terminen beispielsweise für Partien der Champions League sollen "zu gegebener Zeit" getroffen und mitgeteilt werden, wie die UEFA nach mehreren Krisensitzungen am Dienstag mitteilte.

    Die Münchner hatten ihr Hinspiel im Achtelfinale gegen den FC Chelsea mit 3:0 gewonnen. Das Rückspiel in München hätte an diesem Mittwoch stattfinden sollen.

    Eine Arbeitsgruppe solle unter Beteiligung der Ligen und Clubs nach Lösungen im Kalender suchen, die es ermöglichen, die Saison zu Ende zu spielen, hieß es von der UEFA. Die für Ende März geplanten Playoff-Spiele zur Europameisterschaft, die in den Sommer 2021 verschoben wurde, sollen nach Möglichkeit Anfang Juni stattfinden.

    Damit blieb erst einmal unklar, wie die Sieger in den beiden europäischen Vereinswettbewerben ermittelt werden sollen. Zuletzt hatte es Medienberichte gegeben, dass es in Champions League und Europa League jeweils Final-Four-Turniere mit Halbfinals und Endspielen am selben Ort geben solle. Das Finale der Champions League sollte bislang am 30. Mai in Istanbul steigen, das Endspiel der Europa League war drei Tage zuvor in Danzig geplant.

    16.06 Uhr: 1860 München stoppt Training

    Der TSV 1860 München setzt nach dem gestoppten Spielbetrieb der 3. Fußball-Liga bis mindestens Ende April den Trainingsbetrieb seiner Mannschaft bis auf Weiteres aus. Das ist die Konsequenz aus der grassierenden Coronavirus-Epidemie. "Die Plätze und Fitnesseinrichtungen dürfen vorerst aufgrund von behördlichen Anordnungen des Freistaates Bayern und der Stadt München nicht genutzt werden", berichtete Geschäftsführer Günther Gorenzel am Dienstag.

    Wann diese Anweisung wieder aufgehoben werden könne, sei aktuell unklar. Man hoffe, dass der Spielbetrieb im Mai wieder regulär aufgenommen werden könne, sagte Gorenzel. "Wir arbeiten parallel mit hoher Intensität an Maßnahmen, damit die wirtschaftlichen Schäden für den TSV 1860 München keinen existenzbedrohenden Umfang annehmen", ergänzte Finanz-Geschäftsführer Michael Scharold in einer Mitteilung.

    "Die sich nahezu stündlich veränderte Situation bringt sicherlich viele Vereine der ersten drei Ligen in eine gefährliche Schieflage. Insbesondere für die Vereine der 3. Liga, die sicherlich keine Liga der Millionäre ist und in der bereits das Überleben im Normalbetrieb eine Herausforderung ist, gilt es alle möglichen Schritte und Maßnahmen, die zur wirtschaftlichen Stabilisierung beitragen können, zu prüfen", erläuterte Scharold.

    16.01 Uhr: Landsberg schließt Stadtverwaltung wegen großen Andrangs

    Das Bürgerbüro in der Landsberger Stadtverwaltung ist infolge der Ausbreitung des Corona-Virus ab sofort geschlossen. Der Appell an die Bürgerinnen und Bürger, die Stadtverwaltung nur in dringenden Angelegenheiten persönlich aufzusuchen, wurde "leider nicht beachtet", teilte die Stadt mit. "Aufgrund der hohen Besucherzahlen“ würden die Öffnungszeiten bis auf Weiteres ausgesetzt. Am Montag waren diese zunächst eingeschränkt worden: Das Bürgerbüro hatte nur noch von 9 bis 12 Uhr geöffnet und konnte nach vorheriger telefonischer Absprache noch aufgesucht werden. Die Stadt Landsberg weist darauf hin, dass "dringende Termine" weiterhin per Telefon vereinbart werden können. Es werde dann im Einzelfall nach Dringlichkeit entschieden, ob ein persönlicher Besuch möglich und nötig ist. Grundsätzlich sollten demnach "alle Bürgerinnen und Bürger ihre Anliegen nach Möglichkeit per E-Mail bzw. telefonisch an die Stadtverwaltung richten". Der Landkreis Landsberg, in dem der deutschlandweit erste bestätigte Corona-Fall aufgetreten war, meldet heute sechs weitere Fälle. Zwei davon werden demnach im Klinikum Landsberg behandelt, bei einem der beiden sei der Krankheitsverlauf "als schwer einzustufen". Insgesamt wurden damit bislang acht Personen aus dem Landkreis Landsberg positiv auf das Corona-Virus getestet.

    14.12 Uhr: Landratsamt München - keine allgemeinen Öffnungszeiten mehr

    Um die Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern, gibt es im Landratsamt München und seinen Außenstellen keine allgemeinen Öffnungszeiten mehr. Alle Landkreis-Bürger werden gebeten, nur nach einer ausdrücklichen Terminvereinbarung ins Landratsamt zu kommen. Die nötigen Schritte finden sich auf der Website www.landkreis-muenchen.de/buergerservice. Je nach gewünschter Dienstleistung kann man dort den richtigen Ansprechpartner finden und dann telefonisch oder per Mail abklären, ob ein Erscheinen im Landratsamt wirklich notwendig ist.

    13.34 Uhr: Corona mit ersten bestätigten Fällen in Lkr. Altötting und Mühldorf

    In den oberbayerischen Landkreisen Altötting und Mühldorf ist das Coronavirus offiziell angekommen, die Landkreise haben heute jeweils zwei erste Fälle in einer Pressekonferenz gemeldet. Es wurde auch bekanntgegeben dass das InnKlinikum Altötting und Mühldorf ein Krankenhaus festgelegt hat, in dem fortan alle Corona-Infizierten der zwei Landkreise behandelt werden. Das "Corona-Haus" oder auch "Corona-Zentrum" ist das Krankenhaus in Mühldorf. Man darf es nur noch über die Notaufnahme betreten und davor wurde schon am Freitag ein Krisenzelt aufgebaut. Darin arbeiten pro Schicht etwa 15 Angestellte des Krankenhauses in 12-Stunden-Schichten. In den anderen drei Häusern in Haag, Burghausen und Altötting werden keine Covid-Patrienten behandelt, es handelt sich dabei laut Klinikleitung um "Covid-freie Häuser". Derzeit werden in Mühldorf zwei infizierte Frauen aus dem Landkreis Mühldorf stationär behandelt. In Mühldorf stehen derzeit 20 Beatmungsbetten bereit, weitere wurden beantragt. In der Pressekonferenz wurde betont, dass man Hilfe aus der Politik brauche und dass man sich nichts vorzumachen brauche, weil nun einiges auf die zwei Landkreise zukommen werde. Seit Wochen hat das InnKlinikum Altötting und Mühldorf laut eigenen Angaben eine Taskforce, die sich mit Corona befasst und fortan jeden Tag um 7.30 Uhr trifft.

    Weitere Infos zu den Fällen aus dem Landkreis Altötting: Im Landkreis Altötting hat sich ein Mann beruflich in der OMV Burghausen aufgehalten, der letzten Freitag positiv getestet wurde, er stammt eigentlich aus Sachsen-Anhalt. Die zweite Person aus dem Landkreis Altötting ist ein 30-Jähriger aus Unterneukirchen, seine Kontaktpersonen werden derzeit ermittelt.

    13.21 Uhr: FC Bayern rüstet Fußball-Profis mit Heimtrainingsgeräten aus

    Der FC Bayern München rüstet seine Fußball-Profis wegen der Coronavirus-Krise für individuelles Training daheim aus. Der deutsche Rekordmeister veröffentlichte am Dienstag ein Foto mit Fahrradergometern, die den Spielern um Kapitän Manuel Neuer und Torjäger Robert Lewandowski nach Hause geliefert würden.

    Der 31-jährige Lewandowski veröffentlichte in den Sozialen Medien ein Foto, das ihn nach dem Anbruch der Schienbeinkante am linken Knie zu Hause im Kraftraum zeigt. Bei Liegestützen liegt dabei Tochter Klara auf dem Rücken des polnischen Nationalstürmers.

    Ursprünglich hätte das Team des Bundesliga-Tabellenführers am Dienstag nach freien Tagen erstmals wieder auf dem Vereinsgelände trainieren sollen. Die sportliche Leitung um Sportdirektor Hasan Salihamidzic und Trainer Hansi Flick hatte die Einheit aber abgesagt. Über das weitere Vorgehen wollte der Verein am Dienstag beraten.

    Die Mitgliederversammlung der 36 deutschen Proficlubs hatte am Montag entschieden, dass die Bundesliga und die 2. Liga ihren Spielbetrieb wegen der Corona-Pandemie mindestens bis zum 2. April unterbrechen. Bayern-Präsident Herbert Hainer hatte am Montag gesagt, dass der Verein alles unternehmen werde, "um die Spieler und ihre Familien zu schützen". Die Gesundheit sei aktuell "das wichtigste Gebot".

    13.13 Uhr: Berghütten sollen schließen

    Alle Berghütten des Deutschen Alpenvereins (DAV) sollen wegen des Coronavirus den Betrieb einstellen. "Wir empfehlen allen Hüttenwirten, zu schließen", sagte DAV-Sprecher Thomas Bucher am Dienstag. Zuständig seien aber die einzelnen Sektionen.

    "Wir haben sehr viele Anfragen bekommen von Wirten, wie sie mit der Situation umgehen sollen", sagte Bucher. Nun gebe es die behördliche Anweisung zu Hotels und Gastronomiebetrieben, die auch die DAV-Hütten in Bayern betreffe. Rund 30 von 80 Hütten im Freistaat hatten geöffnet, die anderen waren im Winter ohnehin geschlossen. Die Häuser des DAV in Österreich sind schon seit einigen Tagen geschlossen.

    13.12 Uhr: Audi sagt Bilanz-Pressekonferenz wegen Coronavirus ab

    Audi hat seine für Donnerstag geplante Jahrespressekonferenz angesichts der Coronavirus-Epidemie komplett abgesagt. Auch der als Notlösung geplante Webcast mit dem scheidenden Vorstandschef Bram Schot findet nicht statt, wie der Autobauer am Dienstag in Ingolstadt mitteilte. "Die Bewahrung der Gesundheit aller steht im Fokus: Wir ziehen daraus unsere Konsequenzen." Jahresabschluss und Geschäftsbericht würden am Donnerstag um 10.00 Uhr zusammen mit Presseinformationen veröffentlicht, sagten Sprecher.

    12.26 Uhr: Bundespolizei beantwortet Fragen zum Grenzübertritt

    Für Pendler und Reisende hat die Bundespolizei eine Telefonhotline eingerichtet. Dort werden alle Fragen zum Grenzübertritt beantwortet. Darauf macht das Landratsamt Rosenheim aufmerksam. Die Hotline ist unter 0800 / 6888 000 erreichbar. Am Bürgertelefon im Staatlichen Gesundheitsamt besteht eine so große Nachfrage, dass die Kapazität dort nun verdoppelt wurde. Die Nummer: 08031/ 392 5555. Auch das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit hat eine Hotline eingerichtet: 09131 / 6808 5101.

    12.20 Uhr: Halb so viele Flüge in München

    Am Flughafen München gibt es momentan nicht einmal mehr halb so viele Flugbewegungen wie gewohnt: Heute sind es 530 Starts und Landungen, regulär wären es nach Angaben eines Sprechers fast 1000. Nach Möglichkeit docken die Maschinen an Verbindungsgängen ("Fingern") zu den Terminals an. Wenn das nicht geht und Passagiere zum Vorfeld gebracht oder dort abgeholt werden müssen, werden mehr Busse als üblich eingesetzt, damit die Fahrgäste nicht gedrängt stehen müssen.

    12.02 Uhr: Oberammergau: Bisher keine Absage der Premiere

    Für die Oberammergauer Passionsspiele bleibt es vorerst bei der geplanten Premiere am 16. Mai. Gemeinderat und Spielleitung berieten am Montagabend die Lage angesichts des Coronavirus. Fazit laut Passionssprecher Frederik Mayet: "Wir wissen es nicht." Es gebe bisher nur eine behördliche Anordnung bis 19. April. Er schränkte zugleich ein: "Keiner weiß, was nächste Woche ist."

    Die Volksproben mit vielen Menschen auf der Bühne wie auch das Fotografieren für den Bildband mit vielen Beteiligten sind vorerst ausgesetzt. Im kleinen Kreis gehen die Proben der Hauptdarsteller aber weiter. Parallel dazu entwerfen die Verantwortlichen Ausweichszenarien, etwa ob die Premiere auf Juni oder Juli oder sogar auf ein anderes Jahr verschoben werden könnte. "Das sind alles Optionen, die wir in den nächsten Wochen prüfen müssen", sagte Mayet.

    Entstanden aus der Pestepidemie heraus könnte nun die Coronaepidemie die Passion verhindern. 1633 gelobten die Oberammergauer, alle zehn Jahre das Spiel vom Leiden, Sterben und der Auferstehung Christi aufzuführen, wenn niemand mehr an der Pest sterben sollte. Der Legende nach geschah dies auch.

    Bis 4. Oktober sind nach derzeitigem Stand rund 100 Vorstellungen geplant, knapp eine halbe Million Gäste aus aller Welt werden erwartet. 95 Prozent der Tickets sind verkauft.

    Es gebe bisher einige wenige Stornierungen. Teils sagten Besucher ab, weil ihre Flüge gestrichen wurden, sagte Mayet. Die Gemeinde ist gegen einen möglichen Ausfall der Passion versichert. Die Vorbereitungen bisher kosteten laut Spielleitung etwa 15 Millionen Euro, versichert seien 25 Millionen Euro.

    11.31 Uhr: Audi stoppt Produktion ab Montag

    Die VW-Tochter Audi fährt ihre Werke in Ingolstadt, Neckarsulm, Belgien, Mexiko und Ungarn bis Ende dieser Woche schrittweise komplett herunter. Angesichts der deutlich verschlechterten Absatzlage und der sich abzeichnenden Unsicherheit der Teileversorgung der Werke "wird es an den meisten Standorten des Volkswagen-Konzerns zu Produktionsunterbrechungen kommen", teilte Audi am Dienstag mit. Produktions- und Logistikvorstand Peter Kössler sagte: "Die aktuelle Lage zwingt uns nun zu den angekündigten Maßnahmen und wird uns weiterhin viel Flexibilität und Solidarität abverlangen." Ab kommendem Montag solle die Produktion in diesen Werken stehen, denn das Coronavirus breite sich in Europa und vielen Ländern der Welt aus. Der Schritt sei mit dem Betriebsrat und dem Volkswagen-Konzern abgestimmt. In den deutschen Audi-Fabriken arbeiten rund 60.000 Beschäftigte.

    11.23: Olympiapark München schließt alle Einrichtungen

    Im Olympiapark sind ab sofort alle Freizeit-und Tourismuseinrichtungen geschlossen, und es finden keine Veranstaltungen mehr statt. "Unser Anliegen ist es, die Gesundheit unserer Besucherinnen und Besucher zu schützen und alles dafür zu tun, dass sich die Ausbreitung des Coronavirus verlangsamt", sagt Geschäftsführerin Marion Schöne.

    11.06: Einschränkungen für Läden und Lokale am Flughafen München

    Auch in den Läden und Lokalen am Flughafen München werden die Vorgaben der Staatsregierung zu den Öffnungszeiten umgesetzt. Gestern hatte ein Flughafensprecher gesagt, dass in dieser Frage noch "verhandelt" werde.

    9.33 Uhr: Aufs Rathaus in Fürstenfeldbruck nur noch nach Vereinbarung

    Die Stadtverwaltung Fürstenfeldbruck weist darauf hin, dass es den öffentlichen Service nur noch stark eingeschränkt gibt:

    "Ab heute, 17.03.2020 ab 12:00 Uhr: Aufgrund der aktuellen Situation rund um das Coronavirus können die Bürgerinnen und Bürger Angelegenheiten im Landratsamt Fürstenfeldbruck entweder schriftlich oder telefonisch, oder (wenn das nicht geht) nur nach Vereinbarung eines Termins persönlich wahrnehmen.
    Wir bitten Sie, abzuwägen, welche Angelegenheiten zwingend notwendig sind.
    Bei unaufschiebbaren Angelegenheiten vereinbaren Sie bitte telefonisch oder per Email oder im Bereich der Zulassungsstelle auch Online, einen Termin mit Ihrer zuständigen Fachstelle bzw. Ihrem/Ihrer zuständigen Sachbearbeiter/in. Der Zutritt zum Landratsamt Fürstenfeldbruck (Münchner Str. 32) und seinen Außenstellen wird ab sofort nur Bürgerinnen und Bürgern mit Termin ermöglicht.
    Der Einlass ins Hauptgebäude findet nur am Haupteingang statt. Alle übrigen Zugänge sind geschlossen.
    Der Spieleverleih des Landratsamts Fürstenfeldbruck bleibt ebenfalls ab sofort bis auf weiteres geschlossen."

    (Alle Zitate Mitteilung der Stadt Fürstenfeldbruck)

    8.15 Uhr: Münchner Feuerwehr ruft auf, nur in dringenden Fällen 112 zu wählen

    Trotz eventueller Wartezeiten sollen Menschen bei Beschwerden den ärztlichen Bereitschaftsdienst anwählen und nicht die Notrufnummer 112 der Feuerwehr. Darauf hat die Münchner Berufsfeuerwehr via Twitter aufmerksam gemacht:

    9.00 Uhr Einschränkungen in vielen Kommunen greifen heute: Beispiel Ingolstadt

    In Bayerischen Städten ist vieles dicht, bleibt geschlossen , steht nur eingeschränkt zur Verfügung. Zum Beispiel in Ingolstadt: Das Ziel: Möglichst wenig direkter Kontakt. Die Kundencenter der Stadtwerke Ingolstadt schließen vorerst. Und das Klinikum erlässt ein Besuchsverbot und untersagt auch Operationen, die nicht lebenswichtig sind. Ausnahme sind Geburten. In Ingolstadt mit seinen zahlreichen Kommunalbetrieben öffnen sich Geschäftsstellen nur für diejenigen, die eine Termin haben. Anders ist es beim Jobcenter. Hier sollen die Angelegenheiten von zuhause aus am Telefon geklärt werden. Und auch Menschen, die sich arbeitslos melden wollen, sollen das ausdrücklich am Telefon machen.

    Die Stadtbücherei bleibt aber geschlossen, doch Mahngebühren fallen bis 19. April nicht an. Gestern nachmittag hat Oberbürgermeister Christian Lösel eine Einsatzgruppe gebildet mit Experten aus Medizin, Stadtverwaltung und dem Katastropehnschutz. Die Gruppe soll zweimal täglich zusammenkommen, um die Stadt über neue Maßnahmen zu informieren.

    6.35 Uhr: S-Bahn dünnt Fahrplan aus

    Die S-Bahn München reduziert ihr Fahrangebot wegen der gesunkenen Fahrgastzahlen infolge der Coronakrise. Das gibt sie heute früh auf ihrem Ticker bekannt: "aufgrund der Schulschließungen, sowie etlichen Arbeitnehmern im Homeoffice, wird die Deutsche Bahn auf einigen Linien ihre Fahrplanangebote anpassen, um den Betrieb auch unter den aktuellen Umständen nachhaltig zu sichern.

    Somit entfallen derzeit die Taktverstärker der Linien S 2, S 3, S 4 und S 8."

    Normalerweise sind an einem Werktag etwa 850.000 Fahrgäste mit S-Bahn im Großraum München unterwegs. Infolge der Coronakrise ist es derzeit nur ein Bruchteil. Auch viele Busbetriebe bieten derzeit ein Angebot, das dem Ferienfahrplan entspricht. Die DB und andere Bahnbetreiber haben bereits zu Wochenbeginn das Zugangebot im Regionalverkehr eingeschränkt. Die Deutsche Bahn empfiehlt Reisenden vor Antritt der Fahrt auf elektronischen Fahrplänen, z.B. auf bahn.de sowie im DB Navigator die konkrete Reiseverbindung zu überprüfen.

    5.45 Uhr: Keine Trauungen mehr - soziale Kontakte weiter eingeschränkt

    Das Rathaus Holzkirchen bleibt bis zum 19.04.2020 geschlossen, so wie viele Rathäuser in Oberbayern, wird Holzkirchen den Publikumsverkehr bis zum Beginn der Osterferien einschränken.

    Das öffentliche Leben wird im Freistaat Bayern in diesen Tagen weiter eingeschränkt, um die Ausbreitung des Coronavirus in Deutschland einzudämmen. Einige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Rathauses befinden sich aufgrund der eigenen Kinderbetreuung im Urlaub bzw. arbeiten im Homeoffice. Die Gemeindeverwaltung Holzkirchen bittet daher die Bürgerinnen und Bürger, wirklich dringende Belange, Fragen und Rückrufanfragen in diesem Zeitraum vorrangig per E-Mail an die zuständigen Abteilungen bzw. Ansprechpartner/innen zu richten, es gibt allerdings in begründeten Fällen persönliche Termine nach Vereinbarung. Auch die nächsten Gemeinderatstermine entfallen, so der Bürgermeister.

    Montag, 16. März

    15.37 Uhr: Oberbürgermeister Reiter ruft Bevölkerung zur Besonnenheit auf

    Oberbürgermeister Dieter Reiter hat die Münchner Bevölkerung aufgefordert ruhig zu bleiben. Es gebe eine Gesundheitskrise, aber keine Versorgungskrise, für Hamsterkäufe bestehe kein Grund, so Reiter in einer von der Stadt veröffentlichten Stellungnahme.

    Mit der Ausrufung des Katastrophenfalls von Seiten der Staatsregierung würden einschneidende Maßnahmen ergriffen. Um diese für die Münchnerinnen und Münchner etwas abzufedern, wurde laut Reiter das Sozialreferat beauftragt, schnelle und unkomplizierte Hilfen zu organisieren. Wenn jemand zum Beispiel Hilfe beim Einkaufen benötige oder Probleme habe die Miete oder Lebensmittel nicht mehr zahlen zu können. Betroffene, die aufgrund des Katastrophenfalls rasch Hilfe brauchen, sollen sich an die Sozialbürgerhäuser wenden, heißt es in der von der Stadt veröffentlichten Stellungnahme. Vermieter bittet der Oberbürgermeister von Kündigungen wegen Mietrückständen vorerst abzusehen. Ferner wurde das Kreisverwaltungsreferat beauftragt, schnellstmöglichst zu klären, welche Behördenangelegenheiten automatisch verlängert werden könnten, um den Münchnern den Gang ins KVR zu ersparen.

    15.14 Uhr: Entwicklung der Coronavirus-Fälle in München

    In München wurden am Montag (16.03.20) 18 neue Coronavirus-Fälle bestätigt. Damit sind in der Landeshauptstadt aktuell insgesamt 260 Infektionen gemeldet. Im Vergleich zum Montag vergangener Woche, an dem 16 Corona-Neuinfektionen bestätigt und insgesamt 60 Infektionen gemeldet waren, ist damit ein Anstieg an Neuinfektionen zu verzeichnen.

    14.59 Uhr: Seit heute 10 bestätigte Coronafälle im Lkr. Traunstein

    Im Zuständigkeitsbereich des Gesundheitsamtes Traunstein steigen die bestätigten Coronafälle an. Seit heute gibt weitere drei mit den neuartigen Virus Infizierte. Es handelt sich dabei um drei Männer, die sich alle in häuslicher Isolation befinden. Das Gesundheitsamt Traunstein ermittelt derzeit die Kontaktpersonen der drei Patienten. Insgesamt liegen damit im Landkreis Traunstein aktuell 10 bestätigte Fälle vor.

    14.41 Uhr: Ämter in Neuburg und Lkr. Pfaffenhofen: Massiv eingeschränkter Dienstbetrieb

    Der Neuburger Oberbürgermeister Bernhard Gmehling hat angesichts der Corona-Situation und des landesweiten Katastrophenfalls am heutigen Montag eine Stabsitzung mit folgendem Ergebnis abgehalten: Ab sofort wird der Dienstbetrieb der Stadtverwaltung massiv eingeschränkt. Das bedeutet über die bereits bekannten Schließungen öffentlicher Einrichtungen hinaus, dass auch die Stadtbücherei im Bücherturm sowie die Tourist-Info für Besucher geschlossen bleiben. Das Rathaus mit interner Verwaltung sowie die Außenstellen Kulturamt im Härtlhaus, Umweltamt in der Landschaftsstraße sowie Tiefbauamt, Stadtarchiv und Rechnungsprüfungsamt sind ebenfalls geschlossen. Außerdem wird der Kundenverkehr bei der Stadtverwaltung deutlich eingeschränkt: Anliegen soll man von nun an nur noch telefonsich oder per Mail klären. Ausnahmen gelten nur nach vorheriger Telefonvereinbarung und auschließlich für absolut unaufschiebbare Erledigungen, schreibt die Stadt in einer Pressemitteilung.

    Der Landkreis Pfaffenhofen schließt zur Eindämmung des Coronavirus das Landratsamt und die angeschlossenen Dienststellen. Ebenfalls betroffen ist die Kreisbücherei. Wie in Neuburg sind auch in Pfaffenhofen die Bürger dazu angehalten, ihre Anliegen vorrangig telefonisch oder per Mail zu klären. Unbedingt notwenidge Amtsbesuche sind nur mit vorheriger Telefonvereinbarung möglich.

    14.40 Uhr: Fürstenfeldbruck eröffnet "Drive-Through-Stelle" für Tests

    Auch in Fürstenfeldbruck wird jetzt eine "Drive-Through-Stelle" eingerichtet, an der sich Bürger auf eine Coronavirus-Infektion testen lassen können, ohne ihr Auto verlassen zu müssen. Am Dienstag wird sie in Betrieb genommen. Voraussetzung für eine Testung ist eine Bestätigung des Landratsamts, dass der Test medizinisch sinnvoll ist. Wer das abklären möchte, kann sich montags bis freitags, jeweils zwischen neun und 15 Uhr, unter der Telefonnummer 08141/ 519-7007 beraten lassen. Gegebenenfalls bekommt man dann einen Termin für die "Drive-Through-Stelle" zugeteilt.

    14.31 Uhr: Flughafen München droht keine Schließung - 35 Prozent weniger Passagiere

    Auch wenn in Baden-Württemberg der Flugverkehr eingestellt werden soll: Am Flughafen München sei das "kein Thema", sagte ein Sprecher dem Bayerischen Rundfunk. Dabei beruft man sich im Erdinger Moos auch auf Aussagen von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU), wonach große deutsche Flughäfen trotz Corona-Krise offengehalten werden sollen. Unterdessen gib es für die als "massiv" bezeichneten Einbrüche im Flugverkehr auch Zahlen, die sich auf die ersten zwei Wochen des laufenden Monats beziehen: Die Zahl der Passagiere ging am Münchner Airport gegenüber dem Vorjahres-März um 35 Prozent zurück, die Zahl der Flugbewegungen um 16 Prozent.

    14.08 Uhr: Keine Verfahren an Bayerns Verwaltungsgerichten

    Wegen der rasanten Ausbreitung des Coronavirus sollen an bayerischen Verwaltungsgerichten bis zum Ende des Monats keine Verhandlungen stattfinden. Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof in München habe alle Verwaltungsgerichte im Freistaat aufgerufen, den Sitzungsbetrieb zwischen dem 17. und 31. März komplett einzustellen, sagte ein Sprecher des Verwaltungsgerichtes in München.

    14.08 Uhr: Chiemseeschifffahrt reduziert Schiffverkehr auf die Inseln

    Die Chiemseeschifffahrt reduziert ihren Schiffsverkehr. Ab Dienstag (17.03.20) fahren die Schiffe von Prien und Gstadt zur Herren- und Fraueninsel in einem zweistündigen Rhythmus. Die Fahrten würden dazu dienen, die Versorgung der Inselbewohner aufrecht zu erhalten. Der aktuelle Fahrplan ab Dienstag (17.03.20) gelte bis auf Weiteres.

    13.58 Uhr: Große Veränderungen am Münchner Viktualienmarkt

    In Anbetracht der Corona-Krise reagieren auch die Betreiber des Viktualienmarkts auf die neuen Entwicklungen. Birgit Unterhuber, Pressesprecherin des Kommunalreferats, sagte dem BR, dass am heutigen Nachmittag Standlbetreiber und Verbraucher umfassend informiert werden. Laut Unterhuber, halte man sich an die Vorgaben der Staatsregierung. Demnach soll ab Mittwoch für jedes ansässige Geschäft die branchentypische Schließzeit gelten. Gastronomie-Betriebe dürfen bis 15 Uhr geöffnet haben und Lebensmittelgeschäfte sogar länger als üblich. Große Menschenansammlungen sollen in den kommenden Wochen vermieden werden. Darauf achtet die Polizei, wie an allen öffentlichen Plätzen. Eine generelle Abriegelung ist nicht geplant. Weitere Einschränkungen soll es nicht geben. Lieferengpässe sind, laut Kommunalreferat, bisher nicht abzusehen, da der Europäische Binnenmarkt nach wie vor offen sei. Sollte es dennoch zu Ausfällen von einigen Waren kommen, sei man sich sicher, flexibel umschwenken zu können, sodass kein Mangel entstehe, so Unterhuber.

    13.43 Uhr: Agentur für Arbeit Rosenheim und alle dazugehörigen Dienststellen in Oberbayern ab Mittwoch geschlossen

    Die Rosenheimer Agentur für Arbeit und die Jobcenter bleiben ab Mittwoch (18.03.20) für den Publikumsverkehr geschlossen. Das betrifft sowohl die Hauptstelle in Rosenheim sowie die Geschäftsstellen in Holzkirchen, Bad Tölz und Wolfratshausen als auch die Jobcenter Stadt und Landkreis Rosenheim und Bad Tölz-Wolfratshausen. Alle Einrichtungen seien aber weiterhin telefonisch erreichbar. Die Agentur für Arbeit rechnet hier mit einem sehr hohen Anrufaufkommen, deswegen müssen die Kapazitäten auch technisch verstärkt werden, was einige Tage in Anspruch nehmen könne. Deswegen könne die Erreichbarkeit vereinzelt eingeschränkt sein, heißt es. Alle persönlichen Gesprächstermine entfallen ohne Rechtsfolgen. Die Agentur für Arbeit Rosenheim betont: "Wenn jetzt Termine entfallen oder persönlicher Kontakt nicht möglich ist, entstehen für unsere Kundinnen und Kunden keine finanziellen Nachteile. Wir agieren so gut es geht in diesen schwierigen Zeiten unbürokratisch und flexibel, so dass die Versorgung aller Menschen, die auf die Geldleistungen von Jobcenter oder Arbeitsagentur angewiesen sind, sichergestellt ist". Das gelte auch für die Auszahlung von Kindergeld und Kinderzuschlag. Arbeitslosenmeldungen können telefonisch erfolgen, ein Antrag auf Grundsicherung könne formlos in den Hausbriefkasten eingeworfen werden.

    13.25 Uhr: Wirte: Klare Ansage gut, aber "schwerer Gang" für Gastronomie

    Nach den von der Staatsregierungen verkündeten Einschränkungen für Gaststätten reagiert der Sprecher der Münchner Innenstadtwirte, Gregor Lemke, mit Verständnis aber auch mit Sorge. Dem Bayerischen Rundfunk sagte er: "Generell sind wir dankbar, dass es ganz klare Aussagen gibt und die Regierung Handlungsfähigkeit dokumentiert. Das ist ein gutes Zeichen, weil die Leute auch ein wenig Orientierung brauchen. Für uns als Gastronomen ist das ein ganz schwieriger Gang. Ich mache das über 45 Jahre und habe so etwas noch nie erlebt."

    Für die großen Gaststätten in der Innenstadt lohne sich ein Betrieb mit nur maximal 30 Gästen nicht: "Das ist betriebswirtschaftlich absolut nicht darstellbar." Man werde sich jetzt überlegen, ob man weiter öffnen soll. Auf der einen Seite könne es helfen ein Signal zu setzen, eine gewisse moralische Verpflichtung gegenüber unseren Gästen und auch der Bevölkerung. Auf der anderen Seite "hilft es nichts wenn die ganzen Betriebe irgendwann betriebswirtschaftlich hinten runterfallen und die Mitarbeiter auf der Straße stehen".

    Kündigungen wolle man möglichst vermeiden, zumal gute Fachkräfte in der Gastronomie schwer zu bekommen seien. Die Arbeitsagentur zeige sich sehr kooperativ bei der Vermittlung von Kurzarbeitergeld. Die Frage sei jedoch, wie lange man die Beschränkungen durchhalten könne. "Die gesamte Gastronomie ist mit keiner großen Kapitaldecke ausgestattet."

    Angekündigte Notfallkredite des Staates seien nur eine begrenzte Hilfe: "Das Problem an Krediten ist, dass man sie zurückzahlen muss. Und dann muss man hinterher das Doppelte verdienen."

    13.04 Uhr: Hellabrunn ab 17.März für Besucher geschlossen

    Um die weitere Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen, bleibt der Münchner Tierpark Hellabrunn nach behördlicher Anordnung ab Dienstag (17.03.20) bis auf Weiteres für Besucher geschlossen. Oberstes Ziel ist der gesundheitliche Schutz der Bevölkerung.

    "Aufgrund der dynamischen Entwicklung des Coronavirus gilt es, das öffentliche Leben und nicht alltagsnotwendige Unternehmungen in den kommenden Wochen herunterzufahren und Solidarität zu zeigen", teilt Tierparkdirektor Rasem Baban mit. "Um die exponentielle Verbreitung des Coronavirus zu verlangsamen, wurde die vorübergehende Schließung des Tierparks angeordnet. Die Versorgung aller Tiere ist selbstverständlich auch weiterhin ausnahmslos sichergestellt“, so Baban.

    13.03 Uhr: Krise laut Hainer für FC Bayern "Herausforderung"

    Vereinspräsident Herbert Hainer bezeichnet die wirtschaftlichen Folgen der aktuellen Coronavirus-Krise auch für den FC Bayern München als eine "große Herausforderung". Der 65-Jährige sieht den deutschen Rekordmeister, der in der Fußball-Bundesliga die größte Finanzkraft besitzt, aber "hervorragend aufgestellt", wie er am Montag der Deutschen Presse-Agentur sagte: "Wir blicken trotz dieser immensen Herausforderung, die wir alle nur gemeinsam bewältigen können, zuversichtlich in die Zukunft."

    Es gebe aber "aktuell weit größere Probleme und Sorgen als die des Fußballs", betonte der ehemalige Chef des Sportartikelherstellers Adidas: "Die Bayerische Staatsregierung hat am Montagvormittag den Katastrophenfall ausgerufen, das zeigt den Ernst der Lage." Der FC Bayern will als Verein mit den meisten Mitgliedern und Fans in Deutschland "versuchen, ein Vorbild in unserem täglichen Handeln zu sein. Das ist ein wichtiger Beitrag, den wir als Verein leisten können", sagte Hainer. "Jeder Einzelne ist gefragt. Jeder Einzelne ist nun wichtig", lautet sein Appell an die Bevölkerung.

    Gespannt ist Hainer auf die Ergebnisse der Sitzung der Deutschen Fußball Liga, die sich am Montag in Frankfurt mit Szenarien zur weiteren Bundesligasaison befasst, und einer Videokonferenz der UEFA am Dienstag zur geplanten EM in diesem Sommer. "Diese beiden Sitzungen der Spitzen des Fußballs sind wichtig, aber jeder weiß: In diesen Tagen muss man bei Beschlüssen flexibel bleiben und die Situation täglich neu bewerten", meinte der Präsident des FC Bayern. Die EM stehe "besonders auf dem Prüfstand". Er könne sich eine Austragung der Turniers im Zeitraum vom 12. Juni bis 12. Juli "zum jetzigen Zeitpunkt beim besten Willen nicht vorstellen".

    12.07 Uhr: Straßenzeitung "Biss" stellt Verkauf wegen Corona vorerst ein

    Die Münchner Straßenzeitung "Biss" stellt den Verkauf zum Schutz der Verkäufer und Kunden ab sofort ein. Die mehr als 100 Verkäufer der Zeitung, die meist obdachlos oder in sozialen Schwierigkeiten sind, werden weiterhin finanziell unterstützt. "Wir lassen unsere Verkäufer nicht hängen, keiner muss Angst um seinen Arbeitsplatz haben", sagte Karin Lohr, die Geschäftsführerin von "Biss" demnach. Sie behielten durch die Festanstellung auch den vollen Schutz ihrer Krankenversicherung.

    11.41 Uhr: Berchtesgadener Land: neun bestätigte Corona-Fälle

    Im Landkreis Berchtesgadener Land gibt es weitere Coronavirus-Infektionen. Wie das Gesundheitsamt im Landratsamt Berchtesgadener Land mitteilt, gibt es inzwischen neun bestätigte Corona-Fälle. Die infizierten Personen befinden sich alle in häuslicher Quarantäne. Auch die engen Kontaktpersonen der Infizierten sind bereits in häuslicher Quarantäne, weitere Kontaktpersonen werden derzeit ermittelt. Das Landratsamt richtet zur Information der Bürgerinnen und Bürger ein Bürgertelefon ein und bittet, ab sofort nur noch in dringenden, nicht aufschiebbaren Angelegenheiten in das Gesundheitsamt zu kommen.

    11.02 Uhr: Deutscher Bob- und Schlittensportverband reagiert auf Corona-Krise

    Der Deutsche Bob- und Schlittensportverband in Berchtesgaden reagiert auf die Corona-Krise und hat umfangreiche Maßnahmen beschlossen. Die Mitarbeiter, Trainer, Techniker und Betreuer werden hauptsächlich im Homeoffice arbeiten, die Geschäftsstelle ist bis auf weiteres nur sporadisch besetzt. Auslandsreisen und Trainingslager der Sportler finden nicht mehr statt. Die Bob- und Skeletonteams haben ihr Trainingslager in Lake Placid vorzeitig beendet und sind alle wieder zurück in Deutschland. Der komplette Trainingsbetrieb wird bis 19. April 2020 eingestellt. Der Bahnbetrieb auf allen vier deutschen Kunsteisbahnen ist eingestellt. Es werden auch keine Bahnführungen für Besucher durchgeführt.

    10.13 Uhr: Vier Maschinen starten am Flughafen München zur Urlauberrückholung

    Am Münchner Flughafen sind in der Früh zwei leere Flugzeuge in Richtung Teneriffa abgeflogen. Sie sollen Urlauber, die sonst wegen der coronabedingten Reisebeschränkungen nicht zurückkehren könnten, nach Deutschland transportieren. Wann die Maschinen aus Teneriffa wieder im Erdinger Moos landen, konnte ein Flughafen-Sprecher noch nicht sagen. Am Nachmittag sollen zwei weitere Maschinen nach Bridgetown auf Barbados fliegen und dann wohl morgen zurückkommen.

    Unterdessen ist von "massiven Einbrüchen" im Flugbetrieb insgesamt die Rede. Am Flughafen München starten und landen heute nach jetzigem Stand aber immer noch 700 Flugzeuge - regulär wären es mehr als 1000. Unklar ist allerdings, wie viele Passagiere noch in den Flugzeugen sitzen.

    10.02 Uhr: Einreisekontrollen nach Deutschland - ruhiger Auftakt am Grenzübergang Walserberg

    Ruhiger Auftakt der Einreisekontrollen nach Deutschland auf der A8 am Grenzübergang Walserberg. Seit 08.00 Uhr kontrollieren Bundespolizisten mit Mundschutz und Handschuhen nach Deutschland einreisende Menschen. Wer keine Berechtigung dazu hat, wird zurückgeschickt. Bis zum späten Vormittag hat es noch nicht viele getroffen, es ist auffällig ruhig an der Autobahn bei nur mäßigem Verkehr. Offensichtlich haben sich die deutschen Einreisekontrollen schon herumgesprochen.

    Laut Maximilan Wirz von der Bundespolizei Freilassing werden alle Menschen zurückgeschickt, die nicht zur Einreise berechtigt sind. Einreisen dürfen danach nur noch deutsche Staatsangehörige, Ausländer mit Aufenthaltstitel und Wohnsitz in Deutschland, Berufspendler und Menschen mit sonstigen triftigen Gründen, die im Einzelfall geprüft werden. Nicht betroffen ist der Güter- und Warenverkehr.

    Wer nicht einreisen darf, wird am Grenzübergang von der Autobahn ausgeleitet und muss zurück auf die B21 fahren. Laut Maximilan Wirz sorgt die Bundespolizei aber auch dort dafür, dass niemand der Ausgeleiteten auf der Bundesstrasse weiter nach Deutschland fährt, sondern wieder zurück nach Österreich.

    8.32 Uhr: Herrmann: Wegen Corona womöglich Stichwahl in Kommunen nur per Brief

    Die in rund zwei Wochen angesetzte Stichwahl in vielen bayerischen Kommunen findet wegen der Ansteckungsgefahr mit dem Coronavirus womöglich ausschließlich als Briefwahl statt. "Bei der Abhaltung der Stichwahlen in Bayern denken wir darüber nach, diese nur noch per Briefwahl abzuhalten, um die Risiken zu verringern", sagte Innenminister Joachim Herrmann (CSU) am Montag in einem Interview des Bayerischen Rundfunks ("Bayern2 Radiowelt am Morgen").

    Zugleich verteidigte Herrmann, dass die erste Runde der Kommunalwahl am Sonntag wie üblich auch in Wahllokalen durchgeführt worden war. Dies sei trotz der Krisensituation zu verantworten gewesen. Zu vorangegangenen Spekulationen über eine Absage sagte er: "Angesichts der intensiven Vorbereitungen wäre das falsch gewesen."

    Die geplante Ausrufung des Katastrophenfalls in Bayern hält der Innenminister für die geeignete Maßnahme, um die schnelle Ausweitung des neuartigen Coronavirus zu unterbinden. "Dann ist es möglich, dass das Innenministerium alle Weisungen zur Abwehr von Corona zentral erteilen kann. Dazu gehört, dass uns das Katastrophenschutzgesetz die Möglichkeit gibt Einrichtungen und Ausrüstungen zu beschlagnahmen", sagte Herrmann. Er gehe aber zum gegenwärtigen Zeitpunkt davon aus, dass solche drastischen Maßnahmen nicht nötig sein werden. Es gebe auch weiter keinerlei Probleme bei der Lebensmittelversorgung.

    3.30 Uhr: Oberammergauer Passionsspiel wegen Corona-Virus vor dem Aus?

    Am 16. Mai sollte eigentlich Premiere für die Passionsspiele 2020 in Oberammergau sein. Noch wird an dem Termin festgehalten - doch wegen dem Corona-Virus ist fraglich wie lang noch. Eine Verschiebung oder sogar ein kompletter Ausfall wäre für Oberammergau eine Katastrophe - aber die wird immer wahrscheinlicher.

    Oberammergau lebt für und von der Passion - rund eine halbe Million Besucher aus aller Welt werden zu den Pestspielen alle zehn Jahre erwartet. Rund 30 Millionen Euro spielt das allein für Hotels und Gaststätten ein. In die Vorbereitung sind bereits rund 15 Millionen Euro geflossen, seit Jahren wird an Kostümen und Bühnenbild gearbeitet. So gut wie der halbe Ort spielt oder singt bei den Passionsspielen mit - seit Monaten wird intensiv geprobt. Der gestern wiedergewählte Landrat von Garmisch-Partenkirchen Anton Speer, hat zwar noch keine Entscheidung gefällt aber es werde nicht mehr lang dauern. Er sprach den Teilnehmern schon jetzt sein Bedauern aus. Gegenüber dem Bayerischen Rundfunk sprach Speer von einer sehr schweren Entscheidung, die demnächst getroffen werden soll. Letztlich würde aber die Gesundheit der Teilnehmer und Besucher im Vordergrund stehen. Er sicherte schon jetzt der Ort Oberammergau jegliche Unterstützung zu. Heute will sich Landrat Speer auf den aktuellen Stand bei der Regierung von Oberbayern bringen lassen und sich mit Experten beraten. Am Abend trifft sich der Gemeinderat Oberammergau zu einer Sondersitzung. Dabei werden die Verantwortlichen der Passionsspiele verschiedene Szenarien und die Folgen für den Ort präsentieren. Von Verschiebung um Monate bis hin zu Jahren und sogar eine Totalabsage - alles ist derzeit möglich.

    Sonntag, 15. März

    15.41 Uhr: Landkreis Weilheim-Schongau bestätigt acht neue Corona-Fälle

    Wie der Landkreis Weilheim-Schongau bekannt gibt, sind bis zum zum Sonntag insgesamt 19 Bewohner des Landkreises positiv auf das neue Coronavirus getestet worden. Das seien acht neue Fälle seit Freitag, teilte das Landratsamt mit. Die Erkrankten sind zwischen 26 und 75 Jahre alt. Alle acht waren entweder selbst in einem Risikogebiet gewesen oder standen in engem Kontakt zu einem bereits bestätigten Krankheitsfall. Alle Erkrankten zeigen nur leichte Symptome und werden in häuslicher Isolation ambulant betreut.

    Mittlerweile ist auch eine mobile Abstrichstation des Gesundheitsamts in Betrieb gegangen. Am Samstag wurden bereits 43 Personen dort getestet, am Sonntag etwa ebenso viele.

    Am frühen Sonntagmorgen wurde ein Regionalzug auf dem Bahnhof Schongau angehalten, weil ein Zugbegleiter über plötzliche Krankheitssymptome klagte. Alle Passagiere wurden vom Gesundheitsamt informiert. Das BRK und die Polizei waren zur Unterstützung vor Ort. Da sich der Bahnmitarbeiter sofort selbst in ein Dienstabteil zurückgezogen hatte, besteht für die Fahrgäste kein erhöhtes Ansteckungsrisiko. Gegen 11:00 Uhr konnten die Fahrgäste die Weiterreise antreten.

    15.08 Uhr: 42 neue Fälle von Coronavirus in München

    Die Stadt München hat 42 neue Fälle von Coronavirus bestätigt. Damit steigt die Zahl der Coronaviruskranken in der Landeshauptstadt aktuell auf 242. Am Montag davor waren es noch 16 neu bestätigte Infektionen gewesen.

    13.44 Uhr: Seniorenheim Augustinum verschärft Trennung von Senioren und Wählern

    In den drei Häusern Augustinum in Dießen am Ammersee, Augustinum München-Neufriedenheim und Augustinum München-Nord sind die Wahlräume zur heutigen bayerischen Kommunalwahl nur über separate Zugänge erreichbar. Ein Übergang in die Häuser ist für Wählerinnen und Wähler, die nicht im Haus wohnen, nicht möglich, teilte das Augustinum mit. Mit solchen Maßnahmen wie am Augustinum wollen Seniorenheime verhindern, dass das Virus durch Wähler in den Heimen verbreitet wird.

    13.29 Uhr: Mitarbeiterin des Krankenhaus Schongau positiv auf Coronavirus getestet

    Eine Mitarbeiterin im medizinisch-administrativen Bereich im Krankenhaus Schongau wurde positiv getestet und befindet sich in häuslicher Quarantäne. Das teilte die Krankenhaus GmbH des Landkreises Weilheim Schongau mit. Außerdem wurden drei Verdachtspatienten des Krankenhauses getestet und sicherheitshalber auf Isolierstation verlegt. Das Ergebnis des Tests wird für Montag erwartet. Ab sofort gilt Maskenpflicht für alle Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Klinikums.

    12.16 Uhr: Gemeinnütziger Verein bietet Hilfsdienst für Risikogruppen an

    Der gemeinnützige Verein "Münchner Freiwillige - Wir helfen e.V." bietet für ältere Menschen und Menschen der Corona-Risikogruppen einen Hilfsdienst an. Der Verein wendet sich selbst mit einer Pressemitteilung an die Öffentlichkeit. "Bei uns können sich ältere Menschen und Menschen der Corona-Risikogruppen melden, wenn sie Unterstützung brauchen – etwa für die Besorgung von Lebensmitteln und Medikamenten – aber nicht selbst in einen Supermarkt oder eine Apotheke gehen wollen oder können." Auch dringliche Post besorgen die Helfer, die vor ihrem ersten Einsatz in Sachen Hygiene und Eigenschutz auf Grundlage der Empfehlungen des RKI geschult werden, wie der Verein versichert. Hilfsbedürftige können sich telefonisch von 9 bis 18 Uhr täglich melden: 089-46132983.

    11.31 Uhr: Mehr Briefwähler in München wegen Coronavirus

    In der bayerischen Landeshauptstadt haben sich bisher mehr Bürger an der Kommunalwahl beteiligt als vor sechs Jahren. Nach Angaben der Stadt München hatten am Sonntag bis 10.00 Uhr einschließlich der Briefwähler 31,5 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme in Deutschlands drittgrößter Stadt abgegeben. 2014 waren es zum selben Zeitpunkt erst 26,3 Prozent. Der Zuwachs geht wesentlich auf die Briefwahl zurück, die im Zuge der Corona-Krise diesmal deutlich höher ist als vor sechs Jahren.

    11.31 Uhr: Coronavirus verursacht zahlreiche Ausfälle bei Wahlhelfern in Ingolstadt

    Erhebliche Verzögerungen bei der Übermittlung der Zahlen zur Wahlbeteiligung gab es in Ingolstadt. Dort leidet die Wahlzentrale unter den zahlreichen Ausfällen bei den Wahlhelfern. Etliche hätten kurzfristig absagen müssen, da sie nach Rückkehr aus Corona-Risikogebieten ihrer Aufgabe nicht mehr nachkommen konnten, hieß es.

    11.28 Uhr: Leere Bänke bei evangelischen Gottesdiensten in München

    Anders als noch am Freitag von der evangelischen Landeskirche angekündigt, finden heute nicht alle Sonntags-Gottesdienste in den evangelischen Kirchen in München statt. Noch am Samstag kam die Aufforderung durch die Kirchenleitung an die Kirchengemeinden, vor Ort selbstständig zu entscheiden. So hat etwa die evangelische Stephanus Gemeinde in München alle Gottesdienste bis Anfang April gestrichen. In der benachbarten evangelischen Christuskirche fand heute ein Gottesdienst statt, mit entsprechenden Sicherheitsmaßnahmen: nur jede zweite Reihe durfte besetzt sein. Nur wenige Menschen kamen. Dekan Christoph Jahnel wandte sich in einer voraufgezeichneten Videobotschaften an Gemeindemitglieder, die zu Hause bleiben wollten oder mussten. Die landeskirchlichen Tagungshäuser wurden bereits gestern geschlossen.

    11.26 Uhr: Landkreis Pfaffenhofen bestätigt achten Coronavirus-Fall

    Im Landkreis Pfaffenhofen gibt es einen achten bestätigten Fall von Coronavirus. Es handle sich um eine erwachsene Frau, die in keinem Zusammenhang zu den bisher bestätigten Fällen stehe, teilte das Landratsamt mit. Eine Konzentration des Infektionsgeschehens auf eine bestimmte Gemeinde im Landkreis sei dabei bislang nicht zu erkennen.

    10.28 Uhr: Taktverstärker auf der S-Bahn München entfallen ab Montag

    Ab Montag entfallen die Taktverstärker bei der Münchner S-Bahn auf den Linien S2, S3, S4 und S8. Als Grund gibt die Bahn die Schulschließungen an. Dass die Menschen mehr Abstand halten sollen, um eine mögliche Ansteckung mit dem Virus zu erschweren, wird in der Pressemitteilung der DB Regio AG nicht erwähnt.

    8.50 Uhr: Deutsche Rentenversicherung schließt Beratungsstellen

    Um die Ausbreitung des Corona-Virus einzudämmen, schließt die Deutsche Rentenversicherung Süd ihre Auskunfts- und Beratungsstellen München, Regensburg, Rosenheim, Landshut, Passau, Weiden und Amberg ab Montag, 16. März, bis auf Weiteres für den Besucherverkehr, teilt sie mit. Für Fragen rund um die Themen Rente, Altersvorsorge, Prävention und Rehabilitation stehe aber weiterhin das kostenlose Servicetelefon unter 0800-1000 480 15 zur Verfügung.

    Samstag, 14. März

    15.49 Uhr: Alpen Plus-Skigebiete stellen am Montag den Betrieb ein

    Am Sonntag (15.05.) ist der letzte Skitag der Saison in den Alpen Plus Skigebieten. Brauneck, Wallberg, Spitzingsee und Sudelfeld stellen den Betrieb aller Bahnen und Lifte ab Montag vollständig ein. "Auch wenn wir bedauern, die Saison vorzeitig beenden zu müssen, sehen wir unsere Entscheidung als notwendige Vorsichtsmaßnahme zur Eindämmung und Bekämpfung des Coronavirus", erklärt Peter Lorenz, Sprecher der Alpen Plus Partnergebiete. Eigentlich sollte die Wallbergbahn zu Ostern wieder ihren Betrieb aufnehmen, im Mai hätten die Bergbahn am Brauneck und die Taubensteinbahn am Spitzingsee in die Sommersaison gehen sollen. Wann der Betrieb tatsächlich wieder aufgenommen werden kann, steht zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht fest, teilte Alpen Plus mit.

    14.34 Uhr: So schützt das Münchner Augustinum seine Bewohner am Wahltag

    Die Seniorenresidenz Augustinum München-Nord hat das Wahllokal am Sonntag in einen anderen Gebäudeteil verlegt, so ein Sprecher. Das Wahllokal sei nun durch einen eigenen Eingang zu erreichen und räumlich klar von der Seniorenresidenz getrennt. Mitarbeiter werden am Sonntag zudem die Zugänge zur Residenz beaufsichtigen. Die Entscheidung hat das Augustinum heute gemeinsam mit dem zuständigen Wahlamt getroffen. "Wir sind dankbar, dass wir die Wahlräume ohne Probleme verlegen konnte", so der Sprecher des Augustinums. Für alle Wähler bleibt die Adresse aber gleich. Ursprünglich sollte das Wahllokal direkt im Gebäude des Seniorenheims aufgebaut werden. Die Schutzmaßnahmen sollen die älteren Bewohner vor einer Infizierung mit dem Coronavirus schützen. Auch für das Augustinum gelten mittlerweile strenge Besuchsregeln. Ein Besuch von Angehörigen ist nur in speziellen Ausnahmefällen erlaubt.

    14.33 Uhr: Landkreis Pfaffenhofen bestätigt siebten Corona-Fall

    Ein siebter bestätigter Coronavirus-Fall ist im Landkreis Pfaffenhofen aufgetreten, teilte das Landratsamt mit. Es handle sich um einen erwachsenen Mann, der sich nun in häuslicher Isolation befinde. Es gehe ihm den Umständen entsprechend gut. Die Kontakte des Betroffenen seien bereits ermittelt worden. Der Fall stehe im unmittelbaren Zusammenhang mit einer schon bestätigten infizierten Person.

    14.13 Uhr: Stadt München bestätigt 52 neue Coronavirus-Fälle

    Wie die Stadt München bekannt gibt, wurden bis Samstagmittag (13 Uhr), 14. März (Stand 13 Uhr), 52 neue Corona-Fälle bestätigt. Damit sind in der Landeshauptstadt aktuell insgesamt 201 Infektionen gemeldet.

    Am Samstag vergangener Woche (7.3.) waren elf Corona-Infektionen neu bestätigt worden.

    Unter 089-233-44740 hat die Stadt ein Bürgertelefon eingerichtet, das täglich – auch am Wochenende – von 8 bis 18 Uhr Fragen zum Coronavirus beantwortet.

    14.09 Uhr: Zugspitzbahn stellt Gästebetrieb ein

    Die Bayerische Zugspitzbahn stellt den Gästebetrieb auf der Zugspitze und im Skigebiet Garmisch Classic ab Montag, 16. März ein. Das bedeutet das vorzeitige Saisonende für die Skigebiete, sowie die komplette Schließung der Zugspitze, darunter fallen beispielsweise auch die Seilbahn und die Gletscherbahn. Für Sonntag meldete der Betreiber eine Limitierung der Besucherzahl. Wie viele am Sonntag genau hoch dürfen, wolle man spontan entscheiden. Eigentlich hätte die Skisaison im Skigebiet Garmisch-Classic noch bis nach Ostern bis zum 13.04.2020 laufen sollen. Auch auf die Zugspitze kommt kein Gast mehr - denn auch die Tiroler Zugspitzbahn stellt ihren Betrieb ein - schon am Sonntag. Überhaupt gaben die beiden österreichischen Bundesländer Tirol und Salzburg bekannt, alle Seilbahnen zu schließen.

    Wann die Bayerische Zugspitzbahn ihren Betrieb wieder aufnimmt, ist aktuell noch nicht bekannt. Die Schließung dient als Vorsichtsmaßnahme und soll eine weitere Verbreitung des Corona-Virus verhindern. Das benachbarte Tirol wurde am Samstag offiziell zum Risikogebiet erklärt. Von der Schließung nicht betroffen ist der öffentliche Nahverkehr zwischen Garmisch-Partenkirchen und Grainau.

    12.30 Uhr: Klinikum Großhadern bittet Medizinstudenten um Hilfe

    Die Münchner Krankenhäuser bereiten sich auf den Corona-Ernstfall vor. Das Uni-Klinikum Großhadern bittet momentan Medizinstudenten um Unterstützung. Freiwillige können sich melden, um bei Telefondiensten oder der Dokumentation mitzuhelfen. Der Pressesprecher des Uni-Klinikums bestätigt, dass sie aktuell einen Pool an Freiwilligen zusammenstellen. Es gebe viele Studenten, die jetzt in der Krise helfen wollen. Gezwungen werde aber niemand. Zudem sollen Studenten nicht in den Notfalldienst direkt am Patienten.

    Während es am Innenstadt Standort des Uni Klinikums bereits eine Station für Covid-19-Patienten gibt, wird in Großhadern alles vorbereitet. Ein Teil der Intensivstation soll für Infizierte freigeräumt werden, zudem wird eine weitere Station vorbereitet, um Corona-Patienten aufzunehmen. Es sei eine rein logistische Vorbereitung, aktuell ohne Hektik, so der Pressesprecher.

    11.08 Uhr: Bayerische Spielbanken schließen

    Die Spielbanken im Freistaat stellen vorübergehend den Betrieb ein, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. Die neun staatlichen Spielbanken sollen von sofort an bis einschließlich 19. April geschlossen bleiben, wie Lotto Bayern am Samstag mitteilte. "Oberste Priorität hat die Gesundheit unserer Gäste sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter", hieß es. In Oberbayern betrifft die Maßnahme die Spielbanken in Garmisch-Partenkirchen, Bad Wiessee und Bad Reichenhall.

    Freitag, 13. März

    Wie schon in Italien sowie in Tirol und Salzburg ziehen nun auch Seilbahnbetreiber in Deutschland Konsequenzen aus der Ausbreitung des Coronavirus. Die Bergbahnen am Wendelstein kündigten am Freitag die Einstellung ihres Betriebs an. Von Samstag an fahren die Wendelstein-Zahnradbahn in Brannenburg und die Seilbahn in Bayrischzell nicht mehr. An der Zugspitze läuft der Betrieb derzeit noch. "Aktuell steht keine Schließung unsere Bergbahnen und Skigebiete im Raum", sagte eine Sprecherin am Freitagmittag. Die Lage werde aber jeden Tag neu bewertet.

    Der Bayerische Rundfunk in München zeichnet wegen der Coronavirus-Epidemie bis Mitte April sämtliche Sendungen ohne Publikum auf. Außerdem wurden für die kommenden Wochen alle Publikumsveranstaltungen und Besucherführungen abgesagt. Die Regel gilt vorerst bis zum Ende der Osterferien am 19. April.

    Trotz des Betretungsverbots von Alten- und Pflegeheimen für Besucher verlegt das Wahlamt der Landeshauptstadt München keine Wahllokale. Das bestätigte ein Sprecher des Kreisverwaltungsreferats dem BR. Wie in anderen Kommunen auch dienen in München in manchen Vierteln Altenheime als Wahllokale. Die Wahlen finden dort in abgetrennten Räumen statt, zu einem Kontakt zwischen den Wählerinnen und Wählern und den Bewohnerinnen und Bewohnern käme es aber nicht, betont das KVR. Vor und nach der Nutzung der Räumlichkeiten von Altenheimen als Wahllokal werden diese gesondert gereinigt. Eine Verlegung der Wahllokale beispielsweise in benachbarte Schulen sei nicht möglich gewesen, weil in Schulen oft die Barrierefreiheit nicht gewährleistet oder nicht ausreichend Mobiliar für Erwachsene vorhanden sei. Bei der Einrichtung „Münchenstift“ sei man auf die Verschärfung der Corona-Gefahr vorbereitet gewesen, sagte ein Sprecher. Die Räume für die Stimmabgabe seien schon in den letzten Tagen so gewählt worden, dass sie von den Wohnbereichen der Senioren komplett getrennt liegen. Für Wahlhelfer und Besucher werden Spender für die Handdesinfektion bereitgestellt. Die Cafeterien der Seniorenheime bleiben am Sonntag geschlossen, und der Besucherstrom werde so gelenkt, dass es keine Berührungspunkte mit den Anwohnern gebe. Nach 18 Uhr werden alle Wahlräume desinfiziert.

    Die Münchner Verkehrsgesellschaft MVG dünnt ihr Transportangebot ab Montag aus. Grund sind laut MVG die Schulschließungen und Schließungen anderer Bildungseinrichtungen wegen des Coronavirus. Bei U-Bahn, Bus und Tram werde nach dem Wochenende im Berufsverkehr auf einzelne Verstärkerfahrten verzichtet. Die MVG schreibt in einer Pressemitteilung, dass es bereits weniger Fahrgäste durch die angekündigten Schließungen gebe. Außerdem hätten viele Unternehmen auf Home-Office umgestellt. Viele Menschen müssten Kinder Zuhause betreuen - das habe auch Auswirkungen auf die Zahl des Personals bei U-Bahn, Tram und Bus. Darüber hinaus sind laut MVG Vorsorgemaßnahmen im Hintergrund getroffen worden, damit der Nahverkehr nicht eingestellt werden muss. So sei die Arbeit der Leitstelle dezentralisiert worden, weil ohne sie kein ÖPNV auf Schienen möglich ist. Durch die Verteilung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf zwei Standorte werde das Risiko reduziert, dass eine Erkrankung zu einer Quarantäne führe und die Leitstelle nicht besetzt werden könne. Laut MVG kann das im Extremfall zu einer Einstellung des Nahverkehrs in München führen.

    Als erstes Bistum in Bayern sagt das Erzbistum München-Freising alle öffentlichen Gottesdienste ab. Man sei sich bewusst, dass dieser Schritt das kirchliche Leben der Gläubigen erheblich einschränke, heißt es in einer Mitteilung des Erzbistums. Dennoch habe derzeit Vorrang, „der Ausbreitung des Virus durch die Zusammenkunft von Menschen nicht weiter Vorschub zu leisten“. Das heißt: Bereits ab diesem Sonntag wird es in den katholischen Kirchengemeinden im Erzbistum München keine Gottesdienste mehr geben. Der Erzbischof von München und Freising, Kardinal Reinhard Marx, entbindet die Gläubigen ausdrücklich von der sogenannten Sonntagspflicht, also von der Pflicht, am Sonntag eine Heilige Messe zu besuchen. Die Absage betrifft alle Gottesdienste bis zum 3. April. Ob öffentliche Gottesdienste an den Osterfeiertagen stattfinden, soll später entscheiden werden. München-Freising ist das erste Bistum, das zu dieser Maßnahme greift. Andere werden wohl folgen: Am Vormittag hatte Bayerns Ministerpräsident Söder die Absage aller Veranstaltungen mit mehr als 100 Teilnehmern empfohlen.

    Bei den derzeit seit Mitte der Woche vier bestätigten Coronafällen im Landkreis Traunstein handelt es sich um zwei Frauen und zwei Männer im Alter zwischen 30 und 60 Jahren, die sich untereinander nicht kennen. Drei betroffene Patienten befinden sich in häuslicher Quarantäne, einer mit schwereren Symptomen isoliert im Klinikum Trostberg. Der Gesundheitszustand des Corona-Patienten sei stabil, er bekäme eine leichte Beatmungsunterstützung. 50 Menschen, die mit den Coronainfizierten engeren Kontakt hatten, wurden informiert und befänden sich ebenfalls in häuslicher Quarantäne. Das wurde heute auf einer eigens einberufenen Pressekonferenz im Gesundheitsamt Traunstein mitgeteilt. Landrat Siegfried Walch bat die Bürger darum, Besuche in den Krankenhäusern und Altenheimen auf das Nötigste zu beschränken, um kranke und alte Menschen, sowie Mitarbeiter nicht unnötig zu gefährden.

    Die Kliniken Südostbayern seien auf einen Anstieg der Coronafälle bestens vorbereitet, so der Ärztliche Leiter der Kliniken, Stefan Paech. Es gäbe ausreichend Schutzausrüstungen, jedoch werde es ab kommenden Montag (16.3.) zum Beispiel am Klinikum Traunstein einen zentralen Eingang mit Kontrollen geben. Im Trostberger Krankenhaus gebe es 25 Betten auf der Isolierstation. Es mache Sinn dort die schwereren Fälle zu bündeln. Gegebenenfalls könne in den weiteren Krankenhäusern des Klinikverbundes auf mehr Corona-Patienten reagiert werden. Landrat Siegfried Walch bat die Traunsteiner Bürger darum, nicht in Panik zu verfallen. Die Krise sei zu meistern, dafür brauche es jedoch "professionelle Gelassenheit".

    Der Traunsteiner Landkreis hat sich eine unbürokratische Maßnahme überlegt, womit er die gebeutelte regionale Wirtschaft unterstützen will. Landrat Siegfried Walch (CSU) hat in einer Pressekonferenz anlässlich der jüngsten vier Coronafälle im Landkreis Traunstein angekündigt, dass den Betrieben landkreisweit die Gewerbesteuervorauszahlung gestundet wird. Für die Stundung der Gewerbesteuervorauszahlung werde es ein einfaches Formular geben, das bei den jeweiligen Gemeinden eingereicht werden könne, so der Landrat. In der Folge stunde der Landkreis den Gemeinden die Kreisumlage: "Damit können wir einen kleinen Teil dazu beitragen, dass wir den heimischen Betrieben helfen", sagte der CSU-Politiker. Mit der Maßnahme gehe es um die Liquiditätsversorgung und die Unterstützung der heimischen Betriebe. Umsatzeinbrüche seien bereits in der Gastronomie und der Hotelerie, sowie im produzierenden Mittelstand im Landkreis deutlich spürbar, so Walch.

    Wegen des Coronavirus sagt die CSU ihre für Montag geplante Vorstandssitzung in München ab. Dies teilte die Partei am Freitag mit. Bei der Sitzung des Führungsgremiums sollte eigentlich die am Sonntag anstehende Kommunalwahl analysiert werden. Anstelle der Vorstandssitzung in der Parteizentrale soll es nun nur eine Telefonkonferenz des CSU-Präsidiums geben. Am Mittag (12.00 Uhr) wird es den Angaben zufolge aber dennoch eine Pressekonferenz mit CSU-Chef Markus Söder und Generalsekretär Markus Blume in der Parteizentrale geben.

    Die Gemeinde Bruckmühl sucht dringend nach freiwilligen Wahlhelfern für die Kommunalwahl am 15. März. Zahlreiche Wahlhelfer haben krankheitsbedingt, aus Angst vor Ansteckungsrisiken oder aufgrund des Verbots von Arbeitgebern abgesagt. Die Gemeinde befürchtet, dass ein reibungsloser Ablauf der Wahl nicht gewährleistet sei. Neben einer Brotzeit wird für die Tätigkeit ein Erfrischungsgeld in Höhe von 80 € bezahlt. Eine Einweisung in das Ehrenamt erfolgt vor Ort durch den Wahlvorsteher bzw. Schriftführer des Wahlvorstands.

    Weil das Besuchsrecht in Seniorenheimen und Pflegeeinrichtungen wegen der Corona-Pandemie massiv eingeschränkt werden muss, müssen in Rosenheim zwei Wahlräume verlegt werden. Diese waren im Caritas-Altenheim St. Martin geplant und werden jetzt ins Bildungszentrum St. Nikolaus verlegt. Betroffen sind die Stimmbezirke 22 und 24. "Alle Wählerinnen und Wähler der betroffenen Stimmbezirke bitte ich zur Wahl in die neuen Wahlräume zu gehen. Die zugesandte Wahlbenachrichtigung kann jederzeit zur Stimmabgabe verwendet werden", so der städtische Wahlleiter Franz Höhensteiger.

    Im Kreis Rosenheim wurden vier weitere Personen positiv auf den neuartigen Corona-Virus getestet. Das teilte das Landratsamt Rosenheim mit. Somit gibt es jetzt 17 an Corona Erkrankte.

    Wegen der Coronavirus-Krise schließt Bayern alle Schulen, Kindergärten und Kitas bis zum Beginn der Osterferien am 6. April. Das sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU). Damit sind in Bayern faktisch bis zum 20. April die Bildungseinrichtungen geschlossen.

    Im Landkreis Eichstätt gibt es laut Landratsamt den ersten Corona-Fall. Der Patient befindet sich derzeit isoliert in der Klinik Eichstätt in stabilem Zustand, heißt es. Im Umfeld des Erkrankten wurden neben der Familie mehrere Kontaktpersonen ermittelt, die teilweise auch unter Hausquarantäne gestellt werden mussten. Diese weisen bisher keine Krankheitssymptome auf. Entsprechende Testungen sind veranlasst.

    Der Bayerische Fußball-Verband (BFV) setzt als Vorsorgemaßnahme den kompletten Spielbetrieb für mindestens zwei Wochen bis einschließlich 23. März in ganz Bayern aus.

    Die Hütten des Deutschen Alpenvereins (DAV) in den Alpen werden laut Verein trotz Corona vorerst weiter bewirtschaftet. Jedoch vermeldet der DAV auch, dass er seine Hütten in Tirol nach deren Anordnung voraussichtlich schließen werden muss. Der DAV hat rund 60 Hütten in dem österreichischen Bundesland, sagte DAV-Präsident Josef Klenner. In den Alpen gibt es rund 330 DAV-Schutzhütten. Der DAV halte sich eng an die Vorgaben der Gesundheitsbehörden, so Klenner. Es gehe auch um Touren, Kurse und andere Veranstaltungen; einige wurden schon abgesagt.

    Auch die Oberbayerischen Skigebiete haben momentan wie gewohnt geöffnet. Verena Lothes, Pressesprecherin der Bayerischen Zugspitzbahn Bergbahn AG erklärt: Auf der Zugspitze und im Skigebiet Garmisch-Classic beispielsweise herrsche ein ganz normaler Skibetrieb, da man aktuell keinen Anlass habe, das Gebiet zu schließen. Selbstverständlich stehe man aber im engen Kontakt zu den zuständigen Gesundheitsbehörden. In den Gebieten Brauneck, Winkelmoosalm, Spitzingsee, Sudelfeld und am Jenner kann man ebenfalls noch das ganze Wochenende Wintersport betreiben. Danach werde man die Situation neu bewerten, auch in Anbetracht der Schneesituation. Selbstverständlich kann sich die Situation jeder Zeit ändern, dann würden die betroffenen Gebiete aber schnellstmöglich auf ihren Homepages informieren.

    Donnerstag, 12. März

    64 Personen aus dem Landkreis Freising sind nach aktuellem Stand mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. "Die Fallzahlen steigen deutlich an", sagte Christine Setzepfandt, Leiterin des Gesundheitsamts Freising am Donnerstag, 12. März, bei einer Pressekonferenz im Landratsamt. Mit der steigenden Zahl der positiv Getesteten erhöht sich auch der Aufwand für das Gesundheitsamt, die jeweiligen Kontaktpersonen zu ermitteln. "Unsere Mitarbeiter arbeiten dort seit zwei Wochen vollkommen am Limit, über die normalen Arbeitszeiten hinaus und auch am Wochenende", sagte Landrat Josef Hauner. Deshalb habe das Landratsamt eine Koordinierungsgruppe ins Leben gerufen, die das Gesundheitsamt bei der Bewältigung des Coronavirus-Ausbruchs unterstützt. Sie kümmert sich vor allem um die Beschaffung der erforderlichen Schutzausrüstung. "Wir haben beim Klinikum, dem Gesundheitsamt, den Rettungsorganisationen und der Ärzteschaft den Bedarf erfragt und inzwischen größeren Mengen bestellt", sagte Karoline Schatz, Leiterin der Abteilung Sicherheit und Ordnung. Außerdem weist das Landratsamt darauf hin, dass alle nicht unbedingt erforderlichen Behördengänge wenn möglich auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden sollen.

    Wegen der Veranstaltungsbeschränkungen aufgrund des Coronavirus sind die für Freitag (13. März) geplanten Gedenkveranstaltungen zum Jahrestag der ersten Deportation Münchner Sinti und Roma in das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau abgesagt werden. Um 14 Uhr war in München eine Kranzniederlegung mit Oberbürgermeister Dieter Reiter am Platz der Opfer des Nationalsozialismus vorgesehen, um 19 Uhr eine Gedenkveranstaltung im NS-Dokumentationszentrum München.

    Im Landkreis Berchtesgadener Land gibt es den ersten Coronavirus-Fall. Wie das Landratsamt mitteilt, handelt es sich um eine Familie mit vier Personen, zwei Erwachsene und zwei Kinder sind infiziert. Eine Frau und zwei Kinder wohnen in Schönau am Königssee, ein Erwachsener in Bischofswiesen. Sind kamen von einer Reise aus Norditalien zurück. Laut dem Gesundheitsamt wurden sie am Mittwochabend positiv auf SARS-CoV-2 getestet. Die Infizierten würden nur eine geringe Symptomatik zeigen, heißt es aus der Behörde. Sie seien häuslich isoliert und würden vom Hausarzt betreut. Die engen Kontaktpersonen sind bereits in häuslicher Quarantäne, weitere Kontaktpersonen werden derzeit ermittelt, so das Gesundheitsamt im Landratsamt Berchtesgadener Land. Die beiden betroffenen Kinder haben in der Woche nach den Faschingsferien die Schule besucht, ohne Symptome zu haben. Die Infektionsgefahr zwischen allen Schülerinnen und Schülern einer Einrichtung ist hoch, so das Landratsamt. Deshalb bleiben ab morgen (13.03.) folgende Schulen geschlossen:

    Das CJD-Gymnasium inklusive aller Schulklassen der CJD-Mittelschule und CJD-FOS (Dürreck) und die CJD-Realschule (Schönau a. Königssee, Schneewinklstraße). Die Schulleitungen werden die Schülerinnen und Schüler noch näher informieren. Die Schließung dauert voraussichtlich zwei Wochen.

    Die Bundespolizei reagiert auf die Coronavirus-Pandemie mit verstärkten Kontrollen im 30-Kilometer-Grenzraum und intensiviert sie nun an den Südgrenzen. Das bestätigt das Bundesinnenministerium dem BR auf Anfrage. Bei Corona-Verdachtsfällen werden die erforderlichen Maßnahmen in Abstimmung mit den örtlichen Gesundheitsbehörden getroffen, heißt es aus Berlin. Ob bei den Kontrollen auch Temperaturmessungen vorgenommen werden, wird nicht beantwortet. Die Bundespolizei habe angewiesen, dass in allen Zügen im Regional- und Fernverkehr sogenannte Aussteigekarten auszufüllen sind, wenn Corona-Verdachtsfälle festgestellt wurden – damit müssen Reisende ihre Daten hinterlassen, um mögliche Infektionsketten besser ermitteln zu können. Die Bahnunternehmen seien verpflichtet worden, Passagiere mit Symptomen einer Coronavirus-Erkrankung den Behörden zu melden, heißt es. Unternehmen, die Reisende per Flugzeug, Schiff, Bahn oder Bus über die Grenze bringen, wurden außerdem verpflichtet, Informationen zur Krankheitsvorbeugung zu verteilen.

    Bei der Bayerischen Polizei sind wegen des Coronavirus sämtliche Berufsinformationsveranstaltungen wie Girl's and Boys'Day, Praktika, Berufsinformationstage etc. bis 19. April abgesagt. Dies gilt für alle Polizeidienststellen.

    Angesichts der Diskussion um die Hygiene im ÖPNV betont Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter, dass er den MVV weiter fahren lassen will. Er sagt: "Ich möchte auf jeden Fall nicht das öffentliche Leben stilllegen in dieser Stadt. Denn das würde zu völlig unnötigen Reaktionen führen." Die U-Bahn würde ganz normal gereinigt werden, es werde "keine Showveranstaltungen mit dem Dampfstrahler" geben. Türen würden künftig generell vom Fahrer geöffnet.

    Das Referat für Gesundheit und Umwelt der Stadt München informierte um 15.11 Uhr über die Entwicklung der Zahl der Coronavirus-Infektionen. Demnach wurden am Donnerstag (12. März, 13 Uhr) 22 neue Fälle bestätigt. Damit sind in der Landeshauptstadt aktuell insgesamt 110 Erkrankte gemeldet. Am Mittwoch waren es 20 neue bestätigte Corona-Infektionen gewesen.

    Die Informationsveranstaltung zur Präsentation der Wahlergebnisse für Politiker und Journalisten im Münchner Kreisverwaltungsreferat (KVR) am kommenden Sonntag entfällt. Das hat der Stab für außergewöhnliche Ereignisse (SAE) "Coronavirus" entschieden. Sowohl die Vor-Präsentation am 15.03.2020 entfällt, also auch die Vor-Präsentation am 16.03.2020. Stattdessen werden die Ergebnisse in Echtzeit auf www.wahlen-muenchen.de präsentiert, heißt es in einer Pressemeldung des KVR.

    Zur Vorbeugung gegen die weitere Ausbreitung des Coronavirus will die Münchner Verkehrsgesellschaft ihre Fahrgäste via Fahrgast-Fernsehen, Aushänge und Infoscreens über Hygienemaßnahmen informieren. Einige Fahrer haben außerdem die Möglichkeit, ihre Türen zentral zu öffnen.

    Das Erzbistum München und Freising rät den katholischen Pfarreien angesichts der Coronavirus-Epidemie zu strengen Vorsichtsmaßnahmen. Alle Veranstaltungen, die nicht zwingend jetzt durchgeführt werden müssten, sollten abgesagt oder verschoben werden, um das Ansteckungsrisiko zu verringern, heißt es in einer Empfehlung, die das Erzbischöfliche Ordinariat am Donnerstag in München veröffentlichte. "Dazu müssen wir auch als Kirche unseren Beitrag leisten und verantwortlich handeln."

    Die Erzdiözese empfiehlt etwa bei Gottesdiensten, dass sich nicht mehr als 100 Menschen in einer Kirche aufhalten. Die Anwesenden sollten Hygienemaßnahmen strikt einhalten und ausreichend Abstand zu anderen Menschen wahren. Auch bei Veranstaltungen wie Chorproben, Seniorennachmittage oder Treffen zur Erstkommunionvorbereitung sei über eine Absage oder Verschiebung nachzudenken.

    Im Erzbistum hatte am Mittwochabend ein Krisenstab getagt. Zu den Empfehlungen gehört auch, bis Ostern geplante reguläre Firmungen zu verschieben. Taufen und Trauungen seien nicht in jedem Fall zu verschieben und könnten unter Beachtung der Hygienevorgaben im kleinen Kreis gefeiert werden. Bei einer größeren Gästezahl solle man über eine Verschiebung oder eine Anpassung des Rahmens nachdenken, so der Rat des Krisenstabs.

    Im Landkreis Rosenheim gibt es vier neue Fälle von Coronaerkrankungen. Nach Informationen des Staatlichen Gesundheitsamtes infizierte sich eine Person in Südtirol, die drei anderen hatten Kontakt zu einer zuvor positiv getesteten Person. Damit steigt die Zahl der Coronafälle in der Region auf 13. Das Gesundheitsamt verweist noch einmal an das Bürgertelefon, das eigens für Fragen zum Thema "Corona-Virus" geschaltet wurde: (08031) 392 5555. Das Telefon ist Montag bis Freitag von 8-16 Uhr sowie am Samstag von 8-12 Uhr freigeschaltet.

    Die Protest-Demo, initiiert von Bürgermeistern aus Laufen, Tittmoning, Saaldorf-Surheim, Freilassing und Burghausen, sowie die Sperrung der Länderbrücke in Laufen am kommenden Montag (16.3.) sind abgesagt worden. Als Grund wurden die ersten Coronafälle im Berchtesgadener Land genannt, deshalb sei die Großveranstaltung nicht mehr zu verantworten. Wenn die Maßnahmen der Bundesländer Salzburg und Oberösterreich nicht zurückgenommen werden, soll die Groß-Demo zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden. Die österreichischen Nachbarn werden ab kommenden Sonntag (15.3.) viel befahrene Straßen für den LKW-Verkehr sperren, zum Beispiel durch Lamprechtshausen im nördlichen Flachgau. Oberbayerische Bürger und Kommunalpolitiker befürchten deshalb einen verstärkten LKW-Verkehr auf Straßen in Südostoberbayern, wie der B 20 und der B 12

    Nachdem der Freistaat Bayern wegen der Corona-Krise per Allgemeinverfügung Großveranstaltungen mit mehr als 1.000 Teilnehmern bis zum 19. April untersagt hat, mussten nicht zuletzt in der Landeshauptstadt München zahllose Konzerte, Theatervorführungen und Opern abgesagt werden. Nach dem neuen Scoring-Modell des LGL wird jetzt auch für Veranstaltungen von mehr als 500 Teilnehmer aufgrund „schwerwiegender und weitreichender Ansteckungsrisiken“ eine Absage oder Verschiebung dringend empfohlen. In die Bewertung fließen verschiedene Kriterien ein, wie die maximal gleichzeitige Teilnehmerzahl, Art, Dichte und Dauer des Zusammenkommens, Herkunft der Teilnehmer, Risikopersonen oder Personen aus den Bereichen Krankenversorgung, Öffentlicher Gesundheitsdienst sowie Innere Sicherheit und Ordnung im Publikum. Unter der Leitung von Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter hat der Stab für außergewöhnliche Ereignisse (SAE) nun festgelegt, dass in München alle Veranstaltungen mit weniger als 1.000 Teilnehmern nach diesem Scoring-Modell bewertet werden.

    Das Münchner Referat für Gesundheit und Umwelt empfiehlt dringend, derzeit auf Besuche in Kranken-, Alten- und Pflegeeinrichtungen zu verzichten. Damit soll das Risiko einer Infektion mit dem Coronavirus von besonders gefährdeten Personengruppen wie Senioren und Menschen mit Vorerkrankungen minimiert werden, wie es in einer Pressemitteilung heißt. Nach den Worten der Münchner Gesundheitsreferentin Stephanie Jacobs soll so auch das medizinische Personal vor Infektionen geschützt werden. Die Empfehlung gilt insbesondere für Menschen, die Symptome einer akuten Atemwegsinfektion, Erkältung, Grippe oder Fieber haben, die sich in den vergangenen 14 Tagen in einem Risikogebiet aufgehalten haben oder die Kontakt zu einer mit dem Coronavirus infizierten Person oder deren Angehörigen hatten.

    Wegen der Coronavirus-Epidemie stellt die Universität der Bundeswehr in München ihren Lehrbetrieb bis 14. April ein. Dies teilte ein Sprecher am Donnerstagabend mit. Wichtige Prüfungen sollen weiter abgehalten werden. Auch der Forschungsbetrieb läuft weiter. "Die Uni wird nicht komplett dicht gemacht." Die Universität der Bundeswehr im Münchner Stadtteil Neubiberg wurde 1973 auf Bestreben des damaligen Bundesverteidigungsministers Helmut Schmidt unter dem Namen "Hochschule der Bundeswehr München" gegründet. An ihr gibt es derzeit rund 3.400 Studierende, die von gut 200 Dozenten unterrichtet werden.

    Die Münchner Aufnahmeeinrichtung in der Maria-Probst-Straße testete drei Flüchtlinge positiv auf den Coronavirus. Die Regierung von Oberbayern teilt auf Anfrage mit, dass sich die Geflüchteten in Quarantäne befinden und mit Lebensmitteln versorgt werden. Sie zeigen keine Symptome. Auch Personen mit direktem Kontakt zu den Dreien sind isoliert. Ankommende Flüchtlinge werden seit dem 30.01.2020 in die Einrichtung auf den Virus getestet. Seit letzten Freitag besteht in der Aufnahmeeinrichtung in der Maria-Probst-Straße ein Aufnahmestop. Andere ANKER-Zentren im Bezirk Oberbayern melden keine positiven Testergebnisse.

    Circus Krone verschiebt alle Veranstaltungen, die vom 13.3. bis einschließlich 15.3. im Münchner Circus-Krone-Bau geplant waren. Diese werden auf die kommende Winterspielzeit verlegt. Bereits gekaufte Karten behalten laut Circus Krone ihre Gültigkeit.

    Am Flughafen München wurde ein Mitarbeiter der Sicherheitsgesellschaft positiv auf das Corona-Virus getestet. Das hat die Regierung von Oberbayern dem Bayerischen Rundfunk bestätigt. Die SGM ist am Airport für die Passagierkontrollen zuständig. Ebenso wie der Betroffene wurden auch die Kollegen seiner Arbeitseinheit aus dem Dienst genommen. Die Ermittlung weiterer Kontaktpersonen läuft. Die Passagierkontrollen seien davon "unberührt", versichert die Regierung: "Sie laufen ordnungsgemäß weiter." 

    Derweil bestätigte das Landratsamt Rosenheim einen weiteren Corona-Fall in der Region. Die erkrankte Person habe sich in Südtirol angesteckt. Die Zahl der Infizierten in Stadt und Landkreis Rosenheim steigt damit auf neun. Auch im Landkreis Pfaffenhofen gibt es einen weiteren bestätigten Corona-Fall, wie das Landratsamts meldet. Damit haben sich dort insgesamt sechs Personen infiziert. Bei der betroffenen Person handelt es sich um einen erwachsenen Mann, dem es den Umständen entsprechend gut geht.

    Im Landkreis Traunstein gibt es vier neue Corona-Fälle. Dabei handelt es sich um zwei Frauen und zwei Männer, die sich unabhängig voneinander infiziert haben. Das hat das Landratsamt mitgeteilt. Alle vier Erwachsene werden bereits medizinisch behandelt. Einer der beiden Männer zeigt schwerere Symptome, er befindet sich zur Behandlung im Klinikum Trostberg. Die drei weiteren Patienten sind klinisch stabil und befinden sich in häuslicher Isolation. Das Gesundheitsamt Traunstein ermittelt derzeit die Kontaktpersonen der vier Corona-Patienten.

    Mittwoch, 11. März

    In München wurden 20 neue Corona-Fälle bestätigt. Damit sind in der Landeshauptstadt aktuell insgesamt 88 Infektionen gemeldet. Unter 089 233-44740 hat die Stadt ein Bürgertelefon eingerichtet, das täglich – auch am Wochenende – von 8 bis 18 Uhr Fragen zum Coronavirus beantwortet.

    Ein Mann aus München hat seine chinesische Nachbarin nach Polizeiangaben mit Desinfektionsmittel besprüht und ihr mit dem Tod gedroht. Der Angreifer hat dabei mehrfach das Wort "Corona" gerufen und gedroht, sie "einen Kopf kürzer zu machen", wie ein Sprecher am Mittwoch sagte. Die Frau alarmierte am Dienstag die Polizei, die gegen den 45-jährigen Nachbarn nun ermittelt. Geprüft werde auch ein fremdenfeindliches Motiv.

    Das Dachauer Gesundheitsamt empfiehlt, zur Kommunalwahl am kommenden Sonntag einen eigenen Stift mitzubringen. Es bestehe jedoch kein erhöhtes Ansteckungsrisiko. Das Risiko sei vergleichbar mit dem eines Supermarktbesuchs. In München ist die Zahl der Briefwähler kurz vor der Kommunalwahl in die Höhe geschnellt. "Wir haben deutlich, deutlich mehr Briefwähler. Im sechsstelligen Bereich mehr als 2014", sagte Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) am Mittwoch in München.

    Seit Tagen kämpfen die Ärzte im Krankenhaus Weilheim um das Leben eines 80-Jährigen Corona-Patienten. Jetzt hat sich sein Gesundheitszustand so verschlechtert, dass er kurzfristig in das Klinikum Rechts der Isar München verlegt werden musste. Seit Tagen wird der 80-Jährige künstlich beatmet. Mit Hochdruck versuchten die Ärzte vom Krankenhaus Weilheim das Wochenende über, die Virenproduktion zu reduzieren. Dazu wurden auch Mittel, die eigentlich gegen das HIV-Virus wirken, eingesetzt.

    Der Landkreis Weilheim-Schongau zählt vier neue Corona-Fälle, der Landkreis Pfaffenhofen bestätigt zwei weitere Fälle.

    Das Landratsamt Erding meldet zu den drei bereits bekannten nun noch fünf weitere Coronavirus-Infizierte. Bei vier von ihnen handelt es sich um Familienangehörige eines Patienten aus Dorfen. Sie waren bereits in häuslicher Isolation. Der fünfte neue Fall stammt aus Ottenhofen. Eine vierte Klasse der Grundschule Ottenhofen muss für mindestens zwei Tage dem Unterricht fernbleiben, eine Kita in Ottenhofen wird erst einmal geschlossen.

    Im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen ist das Coronavirus bei einem knapp über 50-Jährigen nachgewiesen worden. Der Patient zeigt aktuell keine Symptome und bleibt in häuslicher Quarantäne, heißt es vom Landratsamt.

    In Moosburg (Lkr. Freising) wurde wegen des Coronavirus jetzt eine Arztpraxis geschlossen. Der Arzt hatte wegen grippeähnlicher Symptome bei sich selbst einen Abstrich durchführen lassen. Das Ergebnis war positiv, wie er auf seiner Homepage mitteilt. Patienten, die vergangene Woche von ihm persönlich behandelt wurden und innerhalb von 14 Tagen Atemwegsbeschwerden oder Symptome wie Fieber entwickeln, fordert der Mediziner auf, unter der Nummer 116 117 den ärztlichen Bereitschaftsdienst zu kontaktieren. 

    Im Landkreis Rosenheim gibt es drei weitere bestätigte Corona-Erkrankungen. Zwei Personen infizierten sich in Südtirol, eine weitere Person stammt aus Nordrhein-Westfalen und ist im Landkreis zu Gast. Somit steigt die Zahl der Corona-infizierten Personen im Kreis Rosenheim auf acht an.

    Der Landkreis Erding richtet eine zentrale Screeningstelle für Corona-Verdachtsfälle ein, die voraussichtlich schon am Mittwoch (11.03.) um 13 Uhr ihre Arbeit aufnimmt. Sie soll eine Anlaufstelle für Verdachtsfälle sein, die aber nur nach telefonischer Rücksprache mit dem Hausarzt kommen dürfen, um einen Abstrich vornehmen zu lassen. Die Hausärzte sollen entsprechende Listen zusammenstellen und an die Screeningstelle weiterleiten. Sie soll täglich von neun bis 17 Uhr geöffnet sein.

    Dienstag, 10. März

    Das Karolinen-Gymnasium in Rosenheim bleibt bis Ende kommender Woche (20.03.) geschlossen. Eine Ausnahme wurde für den Abitur-Jahrgang zugelassen. Weil sich die Räumlichkeiten in einem anderen Gebäude befinden, dürfen die Schülerinnen und Schüler auf freiwilliger Basis weiterhin in den Unterricht gehen und die Vorbereitungen auf die Abiturprüfungen fortsetzen. Nach Informationen des Staatlichen Gesundheitsamtes Rosenheim wurden zwei Schüler positiv auf das neuartige Corona-Virus getestet. Die beiden sind Geschwister und sind im Landkreis zu Hause. Sie sind die Fälle vier und fünf im Zuständigkeitsbereich des Gesundheitsamtes Rosenheim. Auch sie steckten sich bei einem Aufenthalt in Südtirol an.

    Im Landkreis Freising sind aktuell insgesamt 44 Personen aus dem Landkreis positiv auf das Coronavirus getestet worden. Wegen der Viruserkrankung müssen in den nächsten Tagen einige Schulen im Landkreis Freising geschlossen werden oder einzelne Schulklassen dem Unterricht fernbleiben. Auch einige Kindergärten sind geschlossen.

    In Weilheim ist erstmals ein Corona-Patient mit dem HIV-Medikament Kaletra behandelt worden. Wie die Klinikleitung mitteilte, wird der Mann intensivmedizinisch betreut und beatmet, sein Zustand sei stabil.

    Das Münchner Corona-Bürgertelefon wird von bislang 12 auf nun 20 Leitungen ausgeweitet. Allein am Montag verzeichnete das Bürgertelefon fast 1.400 Anrufe. Es ist unter 089 233-44740 täglich von 8 bis 18 Uhr erreichbar. Oberbürgermeister Dieter Reiter appelliert an die Münchner: „Bitte bewahren Sie Ruhe. München ist gut aufgestellt und wird – angepasst an die Lage – alle notwendigen Maßnahmen frühzeitig ergreifen."

    In Freilassing im Kreis Berchtesgadener Land wird an der Grenze zwischen Österreich und Bayern der Grenzverkehr von der Bundespolizei kontrolliert, wie in den vergangenen Monaten auch. Allerdings tragen die Beamten dabei wegen des Coronavirus neuerdings Mundschutz und Handschuhe.

    Ein Schulklasse der Grundschule Wall ist heute vom Unterricht befreit worden. Eine Lehrkraft hatte nach einer Reise nach Südtirol Symptome einer Erkältung entwickelt. Die Entscheidung hat das Gesundheitsamt in Absprache mit dem Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) getroffen.

    Unverändert drei Coronafälle meldet der Landkreis Weilheim-Schongau - darunter auch ein 80-jähriger Patient - sein Zustand ist kritisch aber stabil, heißt es von Seiten des Krankenhauses Weilheim. Der Mann liegt seit Ende letzter Woche auf der Intensivstation. Er kam mit grippeähnlichen Symptomen ins Krankenhaus - wenig später wurde bei ihm der Coronavirus positiv getestet.

    Montag, 9. März

    Rosenheimer Starkbierfest beendet, "No Handshaking" im Münchner Löwenbräukeller

    Im Landkreis München gibt es aktuell 17 Corona-Fälle - und einen Patienten, der bereits wieder gesund ist, sodass er nicht mehr in der Statistik auftaucht. In diesem Fall sei es auch gelungen, die Infektionskette zu unterbrechen, hieß es bei einer Pressekonferenz mit Münchens Landrat Christoph Göbel. Dort war außerdem von derzeit etwa 30 "begründeten Verdachtsfällen" die Rede. Etwa 300 Personen seien der Kategorie 1 zuzuordnen, sie hatten also direkten Kontakt zu Infizierten und sind deshalb in Quarantäne. Wegen der Erkrankung einer Ärztin wurde eine Praxis geschlossen. Nach einem Bericht des "Münchner Merkur" handelt es sich um eine Gemeinschaftspraxis in Aying. Er gehe davon aus, dass eine weitere Praxis im Landkreis vor der Schließung stehe, sagte Gesundheitsamtsleiter Gerhard Schmid in der Pressekonferenz, in der in dem Zusammenhang keine Orte genannt wurden.

    In der Stadt München gibt es mittlerweile 60 bestätigte Coronavirus-Fälle, 16 davon sind am Montag neu dazu gekommen. Für Fragen ist weiterhin ein Bürgertelefon geschaltet. Es ist täglich - auch am Wochenende - von 8 bis 18 Uhr unter der Rufnummer 089/233-44740 erreichbar.

    Im Landkreis Rosenheim gibt es mittlerweile einen dritten bestätigten Corona-Fall. Das teilte das Landratsamt Rosenheim mit. Der Patient habe sich bei einem Aufenthalt in Südtirol infiziert und sei im Rosenheimer Klinikum untergebracht. Dort laufe der Regelbetrieb, außer in der Chirurgie, weiter, so der Geschäftsführer der Ro-Med-Kliniken Jens Deerberg-Wittram. Wie berichtet wurde eine Mitarbeiterin der Chirurgie positiv auf das Virus getestet. Sie und weitere Mitarbeiter wurden für zwei Wochen in häusliche Quarantäne geschickt. Da aber einige Mitarbeiter symptomfrei und bereits negativ getestet sind, wird sich diese Spielregel möglicherweise auch wieder ändern, so der Klinik-Geschäftsführer. Chirurgische Notfälle von außen würden derzeit auf andere Kliniken verteilt.

    Das Rosenheimer Starkbierfest wird beendet. Das teilte am Nachmittag die Rosenheimer Auerbräu GmbH mit. Man folge damit den Empfehlungen der Stadt Rosenheim und des Gesundheitsamtes. Wie heute bei einer Pressekonferenz im Rosenheimer Landratsamt bekannt wurde, findet auch das Starkbierfest in Raubling nicht statt. Die Veranstaltung, die am 13. März begonnen hätte, wurde vom Landratsamt Rosenheim abgesagt.

    Beim Starkbierfest im Münchner Löwenbräukeller wird heuer ohne Händeschütteln gefeiert. Wirt Ludwig Reinbold, Bedienungen und Kellner tragen einen Anstecker. «No Handshaking» ist darauf zu lesen. In Zeiten des Coronavirus wollen Reinbold und sein Team so die Ansteckungsgefahr reduzieren. An allen Eingängen sowie im Festsaal stünden Desinfektionsmittel. Es gebe keinerlei Überlegungen, das Fest abzusagen oder zu verschieben. Das Starkbierfest hat am Freitag begonnen. Es wird noch bis zum 28. März, jeweils Donnerstag bis Samstag gefeiert.

    Am Münchner Großmarkt gibt es derzeit keine Betriebseinschränkungen . Das bestätigte das für die Markthallen zuständige städtische Kommunalreferat dem Bayerischen Rundfunk auf Anfrage. Der Münchner Großmarkt gehört nach Paris und Barcelona zu den größten kommunalen Lebensmittelgroßmärkten in Europa, viele Waren werden aus Italien angeliefert. Eine Übertragung des Virus über kontaminierte Lebensmittel oder importierte Produkte gilt laut dem Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) als unwahrscheinlich. Um sicher zu gehen gelte aber die allgemeine Regel, Obst und Gemüse vor dem Verzehr zu waschen. Da die Viren hitzeempfindlich sind, kann das Infektionsrisiko durch das Erhitzen von Lebensmitteln zusätzlich weiter verringert werden. Der Präsident des bayerischen Fruchtverbands Günther Warchola, der zugleich auch Präsident der Interessensgemeinschaft Großmarkthalle ist, sieht bisher weder Lieferengpässe bei Waren oder sonst irgendwelche Einschränkungen durch das Coronavirus. Auch die Gefahr, dass der Münchner Großmarkt geschlossen werden könnte, sieht Warchola nicht. Das Risiko, dass ein mit Covid-19 infizierter LKW-Fahrer das Virus in die Hallen einschleppen könnte, ist für den Gemüsegroßhändler gering. Dafür sei der Kontakt mit den Lieferanten zu kurz.

    Die Coronavirus-Lage wirkt sich auch immer stärker auf den Betrieb am Flughafen München aus. Nach den ohnehin schon sichtbaren Rückgängen in den vergangenen Wochen werden die Zahlen im März „auf jeden Fall schlechter ausschauen“, sagte ein Sprecher auf Anfrage des Bayerischen Rundfunks. Detailliertere Angaben werden dazu aber noch nicht gemacht, man wolle auch „keine Wasserstandsmeldungen“ abgeben, so der Sprecher. Vergleicht man Februar 2020 mit dem Februar 2019, ergibt sich ein Rückgang um 2,6 Prozent bei den Passagieren und 1,8 Prozent bei den Flugbewegungen.

    In der Inzeller Max-Aicher-Arena hätten am kommenden Wochenende zwei Finalläufe der Eisspeedway-Weltmeisterschaft stattfinden sollen. Die Veranstaltung wurde wegen der aktuellen Corona-Lage ersatzlos gestrichen. Wie es heißt, hätten sich die Veranstalter mit den Genehmigungsbehörden und der Gemeinde zu diesem Schritt entschlossen. Zur Zeit werde an einer Lösung gearbeitet, wie Karteninhaber ihr Geld rückerstattet bekommen. In Inzell wären von Freitag bis Sonntag rund 15.000 Zuschauer zu diesem Sportereignis erwartet worden. Im Vorverkauf wurden bis jetzt 11.000 Karten verkauft.

    Am Kurfürst-Maximilian-Gymnasium (Kumax) in Burghausen müssen Schülerinnen und Schüler einer siebten Klasse aufgrund eines Coronavirus-Verdachtsfalles für zwei Tage zu Hause bleiben. Das bestätigte Markus Huber, Pressesprecher des Landratsamts Altötting, dem Bayerischen Rundfunk. Sobald das Testergebnis vorliegt, werde man über die weiteren Schritte entscheiden. Wann die Ergebnisse vorliegen werden, ist aktuell unklar.

    Sonntag, 8. März

    Klinik-Mitarbeiterin in Rosenheim positiv auf Coronavirus getestet

    Der Zustand des 80-Jährigen habe sich mittlerweile stabilisiert, heißt es in einer Mitteilung des Landratsamtes Weilheim-Schongau. Die Ärzte führten dies auf die eingesetzten Hochleistungstherapien mit "Virustatika" zurück. Bei den Virustatika handelt es sich um speziell gegen Viren ausgerichtete Medikamente, die etwa bei Ebola oder Aids eingesetzt werden. Die Ärzte würden dabei mit den führenden Arzneimittelherstellern weltweit und universitären Einrichtungen in engem Austausch stehen.

    Laut Landratsamt wurde inzwischen auch die Ehefrau des 80-Jährigen positiv getestet. Bei ihr liege ein leichter Verlauf vor, heißt es von Klinikseite, so dass die Erkrankung in häuslicher Quarantäne behandelt werden könne.

    Zudem wurde das Virus bei einer Klinikmitarbeiterin nachgewiesen. Die Frau ist in der Verwaltung tätig und hat keinen Kontakt zu Patienten. Sie zeige keinerlei Krankheitssymptome und befinde sich ebenfalls in häuslicher Quarantäne, heißt es vom Gesundheitsamt.

    In einem Rosenheimer Klinikum ist ebenfalls eine Mitarbeiterin positiv auf das Coronavirus getestet worden. Die Frau arbeite in der Chirurgie der RoMed-Klinik, teilte das Krankenhaus am Sonntagabend mit. Sie befinde sich in häuslicher Quarantäne. Die von ihr behandelten Patienten seien isoliert worden. Auch die engeren Kontaktpersonen der Mitarbeiterin seien in häuslicher Quarantäne.

    Außerdem wurden allgemeinchirurgische Patienten vorsorglich in die RoMed-Kliniken in Bad Aibling, Prien am Chiemsee und Wasserburg am Inn gebracht. In den anderen Fachbereichen würden die Patienten weiter regulär versorgt.

    Samstag, 7. März

    Schulverbot für Schüler, die in Risikogebieten waren

    Bisher war es nur eine Empfehlung - nun ist es ein Muss: Bayerns Schülerinnen und Schüler sowie Besucher von Kindertageseinrichtungen, -pflegestellen oder heilpädagogischen Tagesstätten müssen in der kommenden Woche daheim bleiben, wenn sie in den Faschingsferien oder darüberhinaus in Südtirol oder in einem anderen Corona-Krisengebiet waren. Das hat am Samstag das bayerische Gesundheitsministerium angeordnet.

    Schulen und Kindertageseinrichtungen, an denen bereits ein Coronafall bestätigt wurde, sind ohnehin vorübergehend geschlossen:

    Auch Tutzinger Gymnasium muss schließen

    München hat elf neue Corona-Fälle bestätigt. Damit sind in der Landeshauptstadt aktuell insgesamt 44 Infektionen gemeldet. Am Vortag waren es ebenfalls 11 neue Corona-Infektionen gewesen. Fast die Hälfte der aktuellen Fälle sind auf Südtirol zurückzuführen, das vom Robert Koch-Institut (RKI) neu als Coronavirus-Risikogebiet eingestuft wurde. Unter 233-44740 hat die Stadt ein Bürgertelefon eingerichtet, das täglich (auch am Wochenende) von 8 bis 18 Uhr Fragen zum Coronavirus beantwortet.

    Das Gymnasium in Tutzing am Starnberger See hat einen bestätigten Coronafall gemeldet. Eine Schülerin hatte nach Medienberichten die Faschingsferien mit ihrer Familie in Südtirol verbracht. Auch ihr Vater sei infiziert, hieß es. Beide seien isoliert worden, ebenso die Kontaktpersonen, nur der Vater zeige Erkältungssymptome. Die Schule bleibt ab sofort bis einschließlich 16. März geschlossen.

    In Unterhaching am Lise-Meitner-Gymnasium hatten Schulleitung und Landratsamt München nach einer bestätigten Corona-Infektion eines Kindes angeordnet, den Unterricht zunächst bis Freitag, 6. März, ausfallen zu lassen. Unter Umständen bleibt die Schule auch kommende Woche geschlossen, Informationen sollen im Laufe des Wochenendes folgen.

    Der Unterricht fiel zunächst am Freitag, 6. März, in Karlsfeld bei München an der Fachoberschule aus. Am Sonntag, 8. März, soll über die nächste Woche entschieden werden.

    Im Landkreis Miesbach entfällt der Unterricht an der Privaten Volksschule Holzkirchen GmbH. Die Grundschule und das Gymnasium bleiben bis einschließlich Montag, 9. März geschlossen . Danach werde man weiter entscheiden, sagte eine Mitarbeiterin.

    Auch in der Landeshauptstadt bleiben zwei Schulen, das Wilhelm-Hausenstein-Gymnasium und das Berufliche Schulzentrum an der Riesstraße geschlossen. Zunächst fällt der Unterricht an beiden Einrichtungen bis einschließlich Mittwoch, 11. März, aus.

    Im Landkreis Freising bleibt ebenfalls eine Schule erst einmal geschlossen: Nachdem ein Schüler positiv auf das Corona-Virus getestet wurde, fällt der Unterricht in der Grundschule Au in der Hallertau aus. Die Regelung gilt vorerst bis einschließlich kommenden Dienstag (10.3.).

    Auch an zwei Kindergärten in der Landeshauptstadt, den Katholischen Kindergärten St. Klara in Zamdorf und St. Rita in Bogenhausen, gibt es laut Stadt seit Donnerstag bestätigte Covid19-Fälle. Die Kindergärten bleiben 14 Tage (bis 20. März) geschlossen, so die Stadt München.

    Ebenso wurde bereits am Donnerstag ein Kindergarten in der Gemeinde Gräfelfing geschlossen. Laut Landratsamt München hat sich im Kindergarten Sunrise ABC ein Kind mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. Die Einrichtung bleibe bis einschließlich 16. März geschlossen, so das Landratsamt.

    Auch zwei Kitas im Landkreis Freising – in Zolling und in Nandlstadt – waren zunächst am 6.3. geschlossen. Weitere Infos sollen noch folgen.

    Die für dieses Wochenende geplante Münzmesse "Numismata" im M.O.C. München wurde abgesagt.

    Freitag, 6. März

    Schulen schließen, Nockherberg findet wohl nicht statt

    Auf einer Pressekonferenz liefert Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter aktuelle Zahlen: Demnach haben derzeit 26 Münchner Corona. Rund 100 Personen sind in Quarantäne. Die Stadt München hat eine Hotline für Informationen geschaltet (Tel.: 089/233 447 40) - täglich von 8 bis 18 Uhr außer sonntags. Um weitere Ansteckungen einzudämmen rät die Stadt allen, die sich in einem Risikogebiet aufgehalten haben, aber keine Symptome zeigen, trotzdem möglichst zu Hause bleiben und größere Menschenansammlungen zu meiden. Mögliche Erkrankte sollen nicht zum Hausarzt gehen, sondern den ärztlichen Bereitschaftsdienst anrufen (Tel.: 116117). Von dort aus würde dann ein Corona-Test organisiert. Trotz steigender Infektionen rät Reiter zur Gelassenheit. Es bestehe kein Grund, Läden leer zu kaufen.

    Im Landkreis München gibt es aktuell fünf Erwachsene und zwei Kinder, bei denen das Corona-Virus nachgewiesen wurde. Zuletzt waren insgesamt nur drei Fälle bekannt gewesen. Derzeit richtet das Landratsamt ein Bürgertelefon ein. Es ist ab kommendem Montag immer montags bis freitags von 9 bis 16 Uhr unter der Nummer 089/6221-1234 erreichbar.

    Die Zahl der Coronavirus-Fälle im Landkreis Freising hat sich jetzt von 17 auf 20 erhöht. Deshalb wird das Angebot am Bürgertelefon ausgeweitet: Unter der Nummer 08161/600-601 ist es jetzt auch am Samstag und Sonntag, jeweils von zehn bis 15 Uhr erreichbar.

    Wegen der Ausbreitung des Coronavirus wird die traditionelle Starkbierprobe am Nockherberg in München in diesem Jahr nicht wie geplant stattfinden. Das haben die Organisatoren am Freitag bekannt gegeben.

    Wegen des Verdachts auf Corona-Infektionen fällt an einzelnen Schulen am Freitag (6. März) der Unterricht aus, wie in Unterhaching am Lise-Meitner-Gymnasium und in Karlsfeld bei München an der Fachoberschule. Im Landkreis Miesbach hat die Private Volksschule Holzkirchen GmbH bis einschließlich Montag (9. März) geschlossen. Auch im Landkreis Freising bleibt jetzt eine Schule erst einmal geschlossen: Nachdem ein Schüler positiv auf das Corona-Virus getestet wurde, fällt der Unterricht in der Grundschule Au aus. Die Regelung gilt vorerst bis kommenden Dienstag.

    In München wird am Wilhelm-Hausenstein-Gymnasium wegen des Coronavirus nicht unterrichtet, genau wie am Beruflichen Schulzentrum an der Riesstraße (bis Mittwoch 11. März). In der Landeshauptstadt kommen noch mindestens drei Kindertagesstätten hinzu, die teils für bis zu 14 Tage den Betrieb einstellen sollen. In Gräfelfing hat der Kindergarten geschlossen.

    Im Landkreis Freising gibt es 20 Menschen, die mit dem Coronavirus infiziert sind – das sind drei mehr als zuletzt bekannt. Alle gehören zum selben "Cluster", stehen also in irgendwelchen Beziehungen zueinander beziehungsweise hatten Kontakt. Im Gesundheitsamt spricht man von einem einzigen "Ausbreitungsgeschehen". Unter den Betroffenen ist auch ein viereinhalbjähriges Kind. Die Infizierten sind im Krankenhaus Freising isoliert. 16 Patienten zeigen bisher keine Symptome, wie der ärztliche Direktor Dr. Markus Neumaier im Landratsamt Freising mitteilte. Zwei Kitas – in Zolling und in Nandlstadt – sind geschlossen.

    Diverse Veranstaltungen in Freising wurden vorsichtshalber abgesagt. Die Kulturpreisverleihung am Sonntag soll aber wie geplant stattfinden. Es handle sich dabei um eine Veranstaltung mit geladenen Gästen, und man werde den Saal "locker bestuhlen", sagte Landrat Josef Hauner. Der Vorsitzende des ärztlichen Kreisverbands, Dr. Georg Miedl, wies erneut auf die Bedeutung der "Handhygiene" hin. Daneben sei es derzeit auch "absolut kniggegemäß", sich nicht die Hand zu geben. Dadurch bleibe zudem der Körperabstand größer, was ebenfalls das Infektionsrisiko senke. Miedl sagte weiter, das seien "einfache Dinge, die jeder machen kann“.

    Donnerstag, 5. März

    Neue Corona-Fälle in Oberbayern

    Es gibt weitere Corona-Fälle in Oberbayern. In Unterhaching sei ein Kind, das das Lise-Meitner-Gymnasium besuche, nachweislich mit Sars-CoV-2 infiziert, teilte das Landratsamt München mit. Das Gesundheitsamt und die Schulleitung hätten daher entschieden, die Schule am Donnerstag und Freitag zu schließen. Alle Schülerinnen und Schüler sollten demnach zu Hause bleiben.

    In München wurde eine Person eines externen Dienstleisters der HypoVereinsbank am Standort Tucherpark positiv auf den Coronavirus getestet. Als Vorsichtsmaßnahme hat das Unternehmen den Raum, in dem die Person tätig war, umgehend geschlossen. Die relevanten Teile des Gebäudes seien gründlich gereinigt und desinfiziert worden, wie es in einer Pressemitteilung heißt.

    Darüber hinaus habe man sich mit allen Mitarbeitern, die möglicherweise kürzlich in engem Kontakt mit der Person standen, in Verbindung gesetzt und ihnen geraten, sich 14 Tage lang in Selbstquarantäne zu begeben und den Anweisungen der Gesundheitsbehörden zu folgen. Aus internen Mitarbeiterkreisen ist zu hören, die Person habe sich in den vergangenen Wochen privat in Asien aufgehalten. In den anderen Gebäuden des Areals am Tucherpark würde wie gewohnt weitergearbeitet.

    Im Landkreis Miesbach sind zwei bestätigte Erkrankungen mit dem Coronavirus gemeldet worden. Dabei handelt es sich um einen Familienvater und ein Kind. Die beiden Erkrankten befinden sich im Krankenhaus Agatharied und haben leichte Krankheitssymptome, teilte das Landratsamt Miesbach mit. Beide waren mit einer Reisegemeinschaft aus dem Landkreis Miesbach während der Ferien zum Skifahren in Südtirol.

    Der Coronavirus hat auch den Lankreis Weilheim-Schongau erreicht. Wie das dortige Landratsamt dem Bayerischen Rundfunk bestätigte, gibt es einen Patienten im Krankenhaus Weilheim, der am Coronavirus erkrankt ist.

    Mittwoch, 4. März

    Die bayerischen Gesundheitsbehörden haben fünf weitere Fälle des neuartigen Coronavirus Sars-CoV-2 bestätigt. Die Infektionen seien in den Landkreisen Lindau am Bodensee, Augsburg, Erding und Passau sowie in Nürnberg gemeldet worden, teilte das Gesundheitsministerium in München am Mittwoch mit. Mögliche Kontaktpersonen sowie Zusammenhänge zu bislang bekannten Fällen würden ermittelt. Damit meldete das Ministerium am Mittwoch bereits zum dritten Mal innerhalb eines Tages neue Fälle im Freistaat.

    Bislang sind in Bayern damit insgesamt 56 Patienten positiv auf Sars-CoV-2getestet worden. Bei 14 Patienten ist die Erkrankung Covid-19bereits auskuriert, alle sind wieder aus den Krankenhäusern entlassen worden.

    Dienstag, 3. März

    Das Landratsamt Freising meldet fünf neue Fälle. Damit erhöht sich die Zahl der Infizierten im Landkreis Freising auf sieben. Einer der Fälle betrifft die Stadtwerke Freising. Diese stellen den Kundenverkehr nun bis mindestens einschließlich Freitag ein, die Informationsstelle bleibt geschlossen. Arbeiten bei Kunden durch Techniker und Monteure werden verschoben. Der Störungs- und Bereitschaftsdienst sei aber gewährleistet, wird versichert. Bei einem Mitarbeiter war am Wochenende eine Coronavirus-Erkrankung festgestellt worden.

    Montag, 2. März

    Das Gesundheitsministerium berichtet von drei neuen Fällen in Oberbayern. Zwei wurden aus München gemeldet. Auch BMW in München informiert Behörden und Öffentlichkeit über einen infizierten Mitarbeiter. Ob es sich dabei um einen der bereits bekanntgegebenen Fälle handelt, ist zunächst unklar.

    Bei einem neuen Fall aus dem Landkreis Freising handelt es sich um Kontaktpersonen Infizierter. In Zolling (Landkreis Freising) bleibt die Kita "Kleine Strolche" zunächst geschlossen. Der Ehemann einer der Erzieherinnen der Kita ist positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden.

    Sonntag, 1. März

    Zwei weitere Coronavirus-Fälle in Oberbayern werden bestätigt. Die Erkrankten kommen aus den Landkreisen Freising und Starnberg. Zudem tagt zum ersten Mal der Coronavirus-Krisenstab unter Leitung von Gesundheitsministerin Melanie Huml und Innenminister Joachim Herrmann (beide CSU).

    Samstag, 29. Februar

    Bei drei Menschen wird das neuartige Virus Sars-CoV-2 nachgewiesen. Sie stammen aus München sowie aus den Landkreisen Ebersberg und Rosenheim.

    Freitag, 28. Februar

    In München tagt ein Kabinettsausschuss unter anderem mit Vertretern des Innen- und des Gesundheitsministeriums. Dabei geht es etwa um die Italien-Rückkehrer nach den Faschingsferien, um Schulen und Kitas sowie um Großveranstaltungen wie Messen.

    Donnerstag, 27. Februar

    Das Ministerium teilt mit, dass der letzte Fall aus der München Klinik Schwabing entlassen worden sei.

    Mittwoch, 25. Februar

    Erneut hat ein Patient die München Klinik Schwabing verlassen, wie das Ministerium mitteilt. Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) trifft sich mit Ärzteverbänden und der Bayerischen Krankenhausgesellschaft. Besprochen werden unter anderem Details für das Vorgehen im Fall möglicher Infektionen von Reisenden, die aus Italien zurückkehren.

    18./19./21. Februar

    Das Gesundheitsministerium teilt mit, dass drei weitere Infizierte das Klinikum Schwabing verlassen konnten.

    17. Februar

    Zwei weitere Coronavirus-Fälle können die München Klinik Schwabing verlassen.

    15./16. Februar

    Die München Klinik Schwabing entlässt zwei weitere Infizierte.

    14. Februar

    Eine Familie kann die Trostberger Klinik (Landkreis Traunstein) verlassen.

    12. Februar

    Ein erster Patient aus der München Klinik Schwabing wird entlassen. Um welchen der Betroffenen es sich handelt, geben die Behörden mit Verweis auf die Privatsphäre nicht preis.

    11. Februar

    Bei einem 49-jährigen Mitarbeiter der Firma Webasto im Gautinger Ortsteil Stockdorf (Landkreis Starnberg) wird eine Infektion nachgewiesen. Bei einem 14. Fall handelt es sich um ein Familienmitglied eines anderen Mitarbeiters der Firma. Eine Familie aus der Region Traunstein wird in einer Trostberger Klinik behandelt, neun Patienten in der München Klinik Schwabing und der 14. Fall in einem dritten Krankenhaus, über das es keine Informationen gibt.

    7. Februar

    Die Frau eines Webasto-Mitarbeiters wird positiv auf das Virus getestet. Es ist der zwölfte Fall.

    6. Februar

    Bei der Frau eines Mannes aus dem Landkreis Traunstein wird eine Infektion mit dem Coronavirus bestätigt.

    3. Februar

    Ein weiteres Kind eines Mannes aus dem Landkreis Traunstein erkrankt. Zehnter bestätigter Fall ist erneut ein Webasto-Mitarbeiter, ein 58-Jähriger aus dem Landkreis München.

    1. Februar

    Ein 33-jähriger Mann, der in München wohnt, wird als achter Fall positiv auf das Virus getestet.

    31. Januar

    Zum ersten Mal erkrankt in Deutschland ein Familienmitglied eines schon Infizierten an der neuartigen Lungenkrankheit: ein Kind eines Patienten aus dem Landkreis Traunstein. Siebter Fall ist ein Webasto-Mitarbeiter aus dem Landkreis Fürstenfeldbruck.

    30. Januar

    Bei einem Mann aus dem Landkreis Traunstein wird das Virus nachgewiesen. Er arbeitet bei Webasto.

    28. Januar

    Drei weitere Menschen sind infiziert. Auch sie sind Webasto-Mitarbeiter. Der Zulieferer schließt für rund zwei Wochen seinen Stammsitz in Stockdorf.

    27. Januar

    Ein 33-Jähriger der Firma Webasto fühlt sich wieder fit und geht zur Arbeit. Am selben Tag bekommt die Firma die Nachricht von der Coronavirus-Erkrankung ihrer Mitarbeiterin in China. Daraufhin wendet sich der Mitarbeiter an das Tropeninstitut in München, wo er positiv auf Coronavirus getestet wird. Kurz vor Mitternacht informiert das Gesundheitsministerium die Öffentlichkeit.

    25./26. Januar

    Ein 33-jähriger Webasto-Mitarbeiter bemerkt Symptome, ist krank.

    19. bis 23. Januar 2020

    Eine Chinesin hält sich im Hauptsitz ihrer Firma Webasto im Gautinger Ortsteil Stockdorf auf und nimmt an einem Seminar teil, bei dem auch ein 33-Jähriger aus Landsberg am Lech ist. Nach der Rückkehr wird sie positiv getestet.

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