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Corona in Oberbayern: Die Ereignisse vom 20. 04. bis zum 26. 04. | BR24

© dpa-Bildfunk/Tobias Hase

Eine Kundin wird in einem Lebensmittelgeschäft trägt eine Maske als Mund- und Nasenschutz. In Rosenheim gilt seit Mittwoch eine Maskenpflicht.

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    Corona in Oberbayern: Die Ereignisse vom 20. 04. bis zum 26. 04.

    In Rosenheim gilt die Maskenpflicht bereits seit Mittwoch. Ob sie eingehalten wird, wie Münchner Kliniken zentral beschaffte Corona-Medikamente in ganz Bayern verteilen - und alle weiteren Entwicklungen zu Corona in Oberbayern im Live-Ticker.

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    +++ DEN AKTUELLEN CORONAVIRUS-TICKER AUS OBERBAYERN UND ALLE EREIGNISSE IM RÜCKBLICK FINDEN SIE GESAMMELT HIER+++

    Sonntag, 26. April

    14.50 Uhr: Weitere 17 Tote in Oberbayern

    In Oberbayern ist die Zahl der Corona-Todesfälle auf 565 angestiegen, das sind 17 mehr als gestern. Das meldet das bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit LGL. Insgesamt sind inzwischen in Oberbayern 18.565 Menschen mit dem Virus infiziert. Das sind 204 mehr als gestern.

    In Oberbayern am meisten betroffen ist weiterhin der Landkreis Rosenheim, mit 785 Fällen pro 100.000 Einwohner, gefolgt von den Landkreisen Traunstein (601), Dachau (528) und Freising.

    In absoluten Zahlen hat Oberbayern damit weiterhin die meisten Coronafälle in Bayern. Bezogen auf die Anzahl pro 100.000 Einwohner liegt Oberbayern hinter der Oberpfalz auf Rang zwei - mit 396 Menschen Infizierten pro 100.000 Einwohner.

    13.00 Uhr: Maskenpflicht in Rosenheim wird großteils eingehalten

    Die bereits seit Mittwoch (22.4.2020) geltende Maskenpflicht in Stadt und Landkreis Rosenheim wird nach Angaben des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd überwiegend eingehalten. Bisher seine fast keine Beanstandungen durch die Polizei notwendig gewesen.

    Die Maskenpflicht dürfte im Bewusstsein von großen Teilen der Bevölkerung schon angekommen sein, bilanziert die Polizei weiter. Polizeipräsident Robert Kopp appelliert an die Bürger, die Schutzregeln weiter zu beachten, weil diese auch Voraussetzung für weitere Lockerungen seien.

    Die Stadt und der Landkreis Rosenheim gelten als einer der „Corona-Hotspots in Deutschland mit knapp 37% mehr Todesfällen als zum Beispiel das gesamte Bundesland Schleswig-Holstein. Die Polizei wird deshalb die Einhaltung der Regeln verstärkt überwachen", so Rosenheims Polizeipräsident. Wer gegen die Maskenpflicht verstoße, müsse mit einer Anzeige und einer Geldbuße von 150 Euro rechnen.

    Positiv fällt auch die Polizeibilanz in Sachen Ausgangsbeschränkungen aus. Fast alle Menschen im südlichen Oberbayern akzeptierten die RegeIn und würden sich nach wie vor an die Beschränkungen halten. In der vergangenen Woche habe man mehr als 16 000 Kontrollen im südlichen Oberbayern durchgeführt, dabei über 1300 Verstöße festgestellt und in 780 Fällen Anzeige wegen Missachtung der Ausgangsbeschränkung erstattet.

    10.00 Uhr: Medikamente für Covid-19-Patienten in ganz Bayern werden von München aus verteilt

    In ganz Deutschland gibt es 18 Verteilstellen für die vom Bundesgesundheitsministerium (BMG) zentral beschafften antiviralen Medikamente zur Behandlung von Covid-19-Patienten mit schweren Verlaufsformen. In Bayern sind das die München Klinik Schwabing und das Uniklinikum München. Sie werden von der Bundeswehr beliefert und sollen eine regionale Verteilung der benötigten Medikamente in der Fläche sicherstellen, heißt es in einer Mitteilung der München Klinik Schwabing.

    Zentral beschafft hat das BMG demnach das HIV-Therapeutikum Kaletra® (Lopinavir, Ritonavir) sowie die in Japan zugelassenen Arzneimittel Avigan® (Favipiravir) und Foipan® (Camostat) und Chloroquin-haltige Arzneimittel zur Behandlung von Covid-19-Patienten mit schweren Verlaufsformen.

    Laut München Klinik Schwabing könnte die neu geschaffene Verteilungsstruktur zusätzlich an Bedeutung gewinnen, wenn das BMG eventuell weitere Arzneimittel zentral verteilt. Häufig angefragt wird z.B. das erfolgsversprechende Ebola-Medikament Remdesivir. Die München Klinik beteilige sich hier aktiv als eines der deutschen Studienzentren an der Forschung.

    Aktuell gebe es noch kein Arzneimittel mit einer Zulassung für die Behandlung von Covid-19 oder mit einer allgemeinen Therapieempfehlung. Der Einsatz der zentral beschafften Arzneimittel erfolge daher ausschließlich im Rahmen einer Einzelfallentscheidung als individueller Heilversuch ohne eine offizielle Therapiezulassung, heißt es in der Mitteilung. Die Klinikärzte würden die klinisch-therapeutische Entscheidung treffen und der Patient müsse einwilligen. Dann fordert die zuständige Krankenhausapotheke das Arzneimittel bei der vom BMG als Verteilstelle festgelegten Krankenhausapotheke an. Diese gibt das Arzneimittel an die bestellende Apotheke weiter. Die Verteilstellen könnten lokal unterschiedliche Bedarfe untereinander ausgleichen, heißt es in der Mitteilung weiter.

    Samstag, 25. April

    15.50 Uhr: "Haus Linde" in Bad Endorf steht nicht mehr unter Quarantäne

    Die sozialtherapeuthische Einrichtung "Haus Linde" in Bad Endorf im Landkreis Rosenheim steht nicht mehr unter Quarantäne. Weder bei Mitarbeitern noch bei Bewohnern ist eine Infektion mit dem Corona-Virus festgestellt worden. Der Bauzaun um das Grundstück wurde entfernt.

    Vor zwei Tagen hatte das Landratsamt die Einrichtung unter Quarantäne gestellt, weil ein Bewohner Symptome gezeigt hatte. Er sei früh negativ getestet worden, sagte der Geschäftsführer der Einrichtung, Martin Kruse. Dennoch blieben die Bewohner der Einrichtung unter Quarantäne. Das Landratsamt hat alle Mitarbeiter und Bewohner testen lassen. Die Ergebnisse waren negativ.

    15.30 Uhr: Rund 200 Menschen am Münchner Gärtnerplatz - Polizei greift ein

    Rund 200 Menschen haben sich am Freitagabend trotz Ausgangsbeschränkungen auf dem Münchner Gärtnerplatz versammelt, berichtet die Polizei. Ob es sich dabei um ein verabredetes Treffen handelte, konnte ein Sprecher der Polizei am Samstag nicht sagen. Als die erste Streife eintraf, verließen einige Personen bereits den Platz, wie die Polizei mitteilt. Anwohner hatten die Menge an Menschen ebenfalls gemeldet. Mit Verstärkung kontrollierten die Beamten die Anwesenden, die zu zweit oder auch in größeren Gruppen zusammenstanden. "Alle waren sehr einsichtig", sagte der Sprecher. Strafen seien nicht verhängt worden. Nach den Hinweisen der Polizisten habe sich der Platz geleert. 

    Insgesamt führten die Beamten in München zwischen Freitag- und Samstagmorgen 5500 Kontrollen aufgrund der aktuellen Ausgangsbeschränkungen durch und stellten dabei 102 Verstöße fest. Die Zahl der Kontrollen liege jeden Tag in diesem Bereich, betonte der Sprecher der Polizei. 

    14.05 Uhr: Feuerwehr München liefert Schulen 80.000 Gesichtsmasken

    Am Samstagmorgen hat die Feuerwehr München die Münchner Schulen mit Gesichtsmasken beliefert. Um am Montag den Unterricht wieder aufnehmen zu können und einen ordnungsgemäßen Betrieb zu gewährleisten, veranlasste das Bayerische Staatsministerium für Unterricht und Kultus, über die Katastrophenschutzbehörden eine Versorgung der Schulen mit Mund-Nasenschutz-Masken. Das Referat für Bildung und Sport erstellte dafür eine Bedarfsliste, welche der örtlichen Einsatzleitung für Material und Logistik der Branddirektion am Freitag zur Verfügung gestellt wurde.

    Dort hat man umgehend mit dem Abpacken des durch das Ministerium beschaffte Material begonnen. Insgesamt mussten über 390 verschiedene Päckchen mit über 80.000 Masken gepackt werden. Die Stadtbrandinspektion der Freiwilligen Feuerwehr München organisierte 20 Mehrzweckfahrzeuge mit je zwei Kollegen und Kolleginnen, um die Masken auszuliefern.

    11.40 Uhr: „Volksfest zum Midnehma!“ statt Volksfest Gmund

    Eigentlich würde die Festzeltsaison allmählich beginnen, doch in Zeiten von Corona ist vieles anders. Auch das beliebte Volksfest in Gmund am Tegernsee, das traditionell als eines der ersten Feste in der Region stattfindet, musste heuer abgesagt werden. Doch die Festwirtfamilie Fahrenschon will trotzdem für Volksfeststimmung sorgen. Vom 30. April bis zum 10. Mai gibt es in Gmund ein „Volksfest zum Midnehma“. Knusprige Hendl, Schweinshaxn, frische Steckerlfische, gebrannte Mandeln, Schokofrüchte, an den Sonntagen auch frische, gebratene Enten – all das gibt’s in Gmund „to go“.

    „Für die Hygienemaßnahmen aller Besucher und Mitarbeiter ist bestens gesorgt,“ so Festwirt Christian Fahrenschon, „mir geht es aber auch darum, wieder für die Bürgerinnen und Bürger da zu sein und ihnen Lebensfreude und ein Stückchen Normalität zurückgeben.“

    Der Abstand von mindestens 1,5 Metern zwischen den Kunden könne jederzeit eingehalten werden. Durch Vorbestellungen soll zudem verhindert werden, dass sich zu viele Menschen gleichzeitig auf dem Volksfestplatz aufhalten. Die Gemeinde Gmund unterstützt die Aktion.

    11.35 Uhr: Münchner Tierpark Hellabrunn für Quarantäne in der Corona-Krise gerüstet

    Der Tierpark Hellabrunn in München ist für eine mögliche Quarantäne in der Corona-Krise gerüstet. Der Zoo habe zusätzliche Betten gekauft, damit Mitarbeiter im Notfall mehrere Wochen auf dem Gelände bleiben könnten, sagte Direktor Rasem Baban der «Süddeutschen Zeitung». «Da haben sich sofort Freiwillige gemeldet, die sagten: Ich komme, nehme meinen Schlafsack mit und lasse mich einkasernieren, um die Tiere versorgen zu können.»

    Wahrscheinlicher sei aber, dass der Tierpark ab 4. Mai wieder unter Auflagen öffnen dürfe. Schutzmasken, Handschuhe und spezielle Matten zur Schuhdesinfektion seien im Umgang mit den Tieren ohnehin Standard, erklärte Baban gegenüber der Zeitung. Der Tierpark erarbeite bereits Pläne für die Wiedereröffnung.

    Um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen, mussten bayerische Tier- und Wildparks Mitte März ihre Tore für Besucher schließen. Dies gilt vorläufig bis zum 3. Mai.

    Freitag, 24. April

    17.34 Uhr: Zehn Bewohner in Asylbewerberunterkunft in Trostberg positiv

    In einer Gemeinschaftsunterkunft für Asylbewerber in Trostberg im Landkreis Traunstein haben sich zehn Personen mit dem Corona-Virus angesteckt. Die betroffenen Personen werden derzeit mit ihren Familienmitgliedern in eine entsprechende Unterkunft im Landkreis verlegt und unter häusliche Quarantäne gestellt. Das teilte das Landratsamt auf BR-Anfrage mit. Weitere Testergebnisse stehen noch aus.

    Die 86 Bewohner der Unterkunft stehen nun unter Quarantäne, es gilt eine 14-tägige Ausgangsbeschränkung.

    Vergangene Woche wurden in der Gemeinschaftsunterkunft in Traunreut insgesamt fünf Personen positiv auf das Virus getestet. Auch sie wurden verlegt und unter häusliche Quarantäne gestellt, zwei davon außerhalb des Landkreises. Für die weiteren 182 Bewohner der Gemeinschaftsunterkunft wurde die häusliche Quarantäne bis zum 8. Mai verlängert.

    16.48 Uhr: ÖPNV im Lkr. Traunstein fährt werktags wieder regulär

    Kommende Woche (27.4.2020) fahren die Busse im Landkreis Traunstein an Schultagen wieder nach dem regulären Fahrplan. Die Taktung wird an den Schulbetrieb für die Abschlussklassen angepasst.

    Die Einschränkung an Sonn- und Feiertagen bleibt aber weiterhin bestehen. An diesen Tagen verkehren ausschließlich die Linien 9142 und 9242.

    Ab Montag gilt dann auch die Maskenpflicht im Öffentlichen Nahverkehr. Aktuelle Fahrplan-Auskünfte sind auf der "Wohin-Du-Willst-App" erhältlich. Sie steht kostenfrei zum Download auf das Smartphone oder Tablet zur Verfügung.

    16.40 Uhr: In Oberbayern 247 mehr Corona-Infizierte an einem Tag

    In Oberbayern sind 18.172 Menschen mit dem Corona-Virus infiziert. Das sind 247 mehr als gestern. Das meldet das bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL). Die Zahl der Todesfälle in Oberbayern ist auf 533 gestiegen, das sind fünf mehr als gestern.

    Am meisten betroffen sind nach wie vor die Stadt und der Landkreis Rosenheim mit 723,42 Fällen pro 100.000 Einwohner. Hohe Infektionszahlen gibt es jetzt auch im Landkreis Traunstein. Dort sind 30 Frauen und Männer seit gestern neu erkrankt. Aktuell kommen 575,85 Fälle auf 100.000 Einwohner im Landkreis Traunstein, im Landkreis Dachau gibt es 14 neue Infizierte. Dort kommen 513,30 Fälle auf 100.000 Einwohner, in Freising sind es 511 Fälle pro 100.000 Einwohner.

    15.32 Uhr: Lkr. Rosenheim: Alten- und Pflegeheime gesichtet, gut zwei Drittel ohne Corona

    Alten- und Pflegeheime gelten längst als mögliche Corona-Hotspots. Aus diesem Grund haben Erkundungsteams der Führungsgruppe Katastrophenschutz im Landratsamt Rosenheim alle Alten- und Pflegeheime im Landkreis besucht, um den Status bezüglich Personal, Patienten- bzw. Bewohnerklientel und Material festzustellen. Oberstes Ziel der Aktion war, Probleme zu erkennen sowie Hilfe anzubieten und zu leisten.

    Das Ergebnis steht jetzt fest: Etwa zwei Drittel aller Alten- und Pflegeheime im Landkreis Rosenheim sind aktuell nicht von Corona betroffen. Neben den gut 40 Corona-freien Häusern gibt es 18, in denen das Corona-Virus bei Bewohnern, zum Teil aber auch bei Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern nachgewiesen wurde.

    Die Erkundungsteams stießen auf ganz unterschiedliche Probleme. Fachpersonal wurde gebraucht, aber auch Schutzausrüstung. Wobei der Einsatz von externem Personal nicht immer ohne weiteres möglich ist, weil beispielsweise Gebärdensprache beherrscht werden muss.

    Bei der Schutzausrüstung bemüht sich der Landkreis Rosenheim massiv, Masken, Handschuhe, Kittel und Desinfektionsmittel zu beschaffen. 1,2 Millionen Euro wurden bisher ausgegeben. In einzelnen Häusern wurde nach Lösungen gesucht, um infizierte Bewohner isolieren zu können. Es wurden Strukturen geschaffen, um Infizierte von negativ Getesteten zu trennen. Für die Pandemiebeauftragten in den Pflegeheimen wurde ein virtuelles Schulungsangebot organisiert.

    13.45 Uhr: Bad Reichenhaller singen auf Balkon, Terrasse und am Fenster

    Die Bad Reichenhaller Philharmoniker setzen die Initiative "Klingendes Bad Reichenhall" am Sonntag (26.4.2020) fort.

    Um 10.15 Uhr laden die Musiker die Menschen in Bad Reichenhall wieder zum gemeinsamen Singen und Musizieren ein. Die Aktion soll ein Zeichen für den Zusammenhalt in der Gemeinde in schwierigen Corona-Zeiten sein. Dieses Mal haben sich die Philharmoniker die Kinderlieder "Alle Vöglein sind schon da" und "Wenn alle Brünnlein fließen" ausgesucht. Jeder kann mitmachen, ob auf dem Balkon oder durch offene Fenster oder Türen.

    "Die Bürger sehnen sich nach Gemeinschaft und auch nach Musik", sagt Fred Ullrich, Orchestervorstand der Bad Reichenhaller Philharmoniker.

    Die Aktion, die am Ostermontag zum ersten Mal stattfand, stieß auf große Resonanz bei den Bürgern. Am dritten Mai soll die Aktion noch einmal stattfinden; dann mit den Liedern "Komm lieber Mai" und "Der Kuckuck und der Esel". Die Texte und Melodien der Lieder sind als Bild- und Tondateien auf www.bad-reichenhaller-philharmoniker.de zu finden.

    13.30 Uhr: Keine Masken für Münchner U-Bahn-, Bus- und Trambahnfahrer

    Die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) weist darauf hin, dass alle Fahrgäste ab Montag in U-Bahn, Bus und Tram Mund und Nase bedecken müssen. Die Regelung gelte auch an Bahnhöfen und Haltestellen, so die MVG. Sowohl professionelle Schutzmasken, als auch selbst genähte und Schals seien zulässig.

    Dagegen seien Fahrer von U-Bahn, Tram und Bus nicht verpflichtet, im Fahrerstand eine Maske zu tragen. Durch ihren Arbeitsplatz in den Kabinen der Züge oder die Sperrung der ersten Bustür kämen sie nicht in Kontakt mit Fahrgästen.

    Neben Informationen über die Masken-Vorschrift mit Lautsprecherdurchsagen, auf Infotafeln, in Apps und auf Plakaten würden auch die Fahrzeugtüren mit Masken-Symbolen versehen.

    Fahrgäste ohne Masken würden vom MVG-Personal angesprochen, überwacht werde die Maskenpflicht von der Polizei. Die MVG weist daraufhin, dass es trotz Masken eine Pflicht gebe, den 1,5-Meter-Abstand zum nächsten Fahrgast einzuhalten. Außerdem werden die Münchnerinnen und Münchner dazu aufgerufen, möglichst außerhalb der Stoßzeiten zu fahren und unnötige Fahrten zu vermeiden.

    13.28 Uhr: Wirbel um in München getestetes Medikament

    Frühe Studiendaten zur Therapie der Lungenkrankheit Covid-19 mit dem Medikament Remdesivir haben für Wirbel gesorgt. Die Wirkung des ursprünglich gegen Ebola entwickelten US-Präparats wird derzeit weltweit untersucht. Kurzzeitig führten Medienberichte zu Aufruhr, nach denen das Mittel keinen Erfolg brachte. Hersteller wie Mediziner warnen nun vor voreiligen Schlüssen. Das Medikament habe bei Patienten in der München Klinik Schwabing erste Erfolge gebracht, sagte Clemens Wendtner, Chefarzt der dortigen Klinik für Infektiologie.

    Nach zurückhaltenden Schätzungen habe die Hälfte seiner Patienten profitiert, sagte Wendtner. Es sehe danach aus, dass schwer Erkrankte früher von den Beatmungsmaschinen genommen werden könnten.

    Am Donnerstag kam es zu einer überraschenden Veröffentlichung, nach der eine chinesische Studie mit Remdesivir enttäuschende Ergebnisse gebracht haben soll. Medien beriefen sich auf ein auf der Seite der Weltgesundheitsorganisation WHO veröffentlichtes Dokument - das aber rasch wieder entfernt wurde.

    Die US-Herstellerfirma Gilead Sciences wies die Berichte zurück. Es habe keine Genehmigung zur Veröffentlichung gegeben. Die Studie sei aufgrund geringer Beteiligung vorzeitig abgebrochen worden, daher seien keine statistisch aussagekräftigen Schlussfolgerungen möglich. "Insofern sind die Studienergebnisse nicht schlüssig, obwohl Trends in den Daten einen potenziellen Nutzen für Remdesivir nahe legen, insbesondere bei Patienten, die früh in der Krankheit behandelt werden." Ergebnisse weltweiter Studien erwarte man Ende Mai.

    13.24 Uhr: FC Bayern verkauft Gesichtsmasken

    Der FC Bayern München unterstützt die von Joshua Kimmich und Leon Goretzka initiierte Hilfsaktion #WeKickCorona. Der deutsche Rekordmeister verkauft individuell gestaltete Gesichtsmasken und spendet den Gewinn der Initiative seiner beiden Fußballer. Diese unterstützt in der Corona-Krise soziale und karitative Einrichtungen.

    Die Masken werden von einem bayerischen Unternehmen aus Schals hergestellt, die eigentlich anlässlich des Champions-League-Spiels der Münchner gegen den FC Chelsea produziert worden waren. Ob das Achtelfinal-Rückspiel der europäischen Königsklasse überhaupt noch gespielt werden kann, ist unklar. Aber auch wenn das Match in München in der Saison nachgeholt wird, findet es ohne Zuschauer statt.

    Kimmich und Goretzka haben mit ihrer Aktion, an der sich seither viele Sportler beteiligten, bislang nach eigenen Angaben mehr als 3,9 Millionen Euro für karitative Zwecke eingesammelt. Die beiden Nationalspieler freuen sich über die Unterstützung des Vereins. "Die Masken sind in der Tat optisch sehr cool. Und da hinter der ganzen Aktion mit den umgenähten Fan-Schals auch noch ein Umweltgedanke steht, ist die Geschichte nun noch runder", sagte Goretzka.

    13.20 Uhr: Internet-Eucharistiefeier für Erstkommunionkinder

    Der Erzbischof von München und Freising, Kardinal Reinhard Marx plant für den Sonntag (26.4., 10 Uhr) eine Internet-Eucharistiefeier, ganz speziell für Erstkommunionkinder. Er werde bei dem Gottesdienst im Münchner Dom die Kinder direkt ansprechen, schreibt der Kardinal in einer Pressemitteilung.

    Auf diese Weise möchte Marx ein Zeichen setzen, dass er mit Eltern und Kindern auf dem Weg sei. In diesen Zeiten sehe es die Kirche als Aufgabe, weiter für die Menschen da zu sein und mit ihnen "auf teils auch neuen Wegen" in Kontakt zu bleiben, so Marx.

    13.14 Uhr: Audi verlängert auch in Ingolstadt die Kurzarbeit

    Audi verlängert auch am Standort Ingolstadt die Kurzarbeit. Wie Audi-Sprecherin Johanna Barth heute (24.04.2020) dem Bayerischen Rundfunk erklärte, verlängert das Unternehmen die Maßnahme bis 10. Mai. Dies ist bereits die dritte Verlängerung der Kurzarbeit, die am 23. März aufgrund der Corona-Krise eingeführt wurde. Als Grund für die erneute Verlängerung nannte die Sprecherin Lieferengpässe und Nachfragerückgänge im Zuge der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen durch die Corona-Pandemie.

    Wie es nach dem 10. Mai weitergeht, lasse sich, so die Unternehmenssprecherin, derzeit noch nicht absehen. Betroffen von der Kurzarbeit sind - Stand heute - in Ingolstadt gut 21.000 Audianer. In der nächsten Woche nehmen 1.500 von ihnen ihre Arbeit wieder auf. Dann fährt Audi in sehr kleinen Schritten die Produktion langsam wieder hoch.

    Im zweiten deutschen Audiwerk wurde die Kurzarbeit bereits in der vergangenen Woche verlängert, vorläufig bis 3. Mai. In Neckarsulm betrifft die Kurzarbeit 11.000 Arbeitnehmer. Dort startet Audi später als in Ingolstadt mit dem Wiedereinstieg in die Produktion. Die Audianer in Deutschland sind finanziell gut abgefedert. Ihr Betriebsrat hat für sie ausgehandelt, dass sie während der Kurzarbeit 95% ihres Nettogehalts erhalten.

    13.01 Uhr: Fridays for Future: Netzstreik in München und kleine Demos

    Die heutige deutschlandweite Netzdemonstration von Fridays for Future (#NETZSTREIKFÜRSKLIMA) fand in München wegen der Corona-Krise in sehr kleinem Rahmen auch jenseits von PCs und Smartphones statt.

    Aktivisten bestätigten, dass es von 9 Uhr bis 12 Uhr jeweils im Abstand von einer Stunde drei Kundgebungen mit je zehn Teilnehmern gegeben hat. Der Gedanke dahinter, so David Distel von Fridays for Future München, sei es gewesen, dass zehn Demonstranten zehntausende Demonstranten repräsentieren sollten.

    Zudem habe man in München etwa 300 Klimaprotest-Plakate gemalt, die heute mit tausenden anderen aus ganz Deutschland vor dem Kanzleramt in Berlin aufgestellt werden. Beim Netzstreik-für-das-Klima-Streaming seit 12 Uhr halten auch Münchner Teilnehmer Reden.

    9.01 Uhr: Maskengebot in allen Wertstoffhöfen im Landkreis Mühldorf

    Auch in den Wertstoffhöfen des Landkreises Mühldorf gilt ab kommenden Montag ein Mund-Nasen-Maskengebot. Das hat der Landkreis entschieden. Diese Maßnahme diene sowohl dem Schutz der Wertstoffhofmitarbeiterinnen und -mitarbeiter als auch der Bürgerinnen und Bürger, heißt es in einer Mitteilung. Die bisher geltenden Zutrittsregeln bleiben weiterhin in Kraft. Wie überall in den bayerischen Wertstoffhöfen darf nur eine bestimmte Anzahl von Personen gleichzeitig auf die Anlage. Diese Zahl variiert je nach Größe und ist vor Ort ausgeschildert. Außerdem gilt der Mindestabstand von zwei Metern. Das Landratsamt bittet die Bürger um Geduld, falls Wartezeiten entstehen. Sollten die staatlicherseits angeordneten Verhaltensregeln nicht eingehalten werden, wären die Wertstoffhofmitarbeiter gezwungen, den Wertstoffhof unverzüglich zu schließen.

    5.58 Uhr: Contact Tracing Team unterstützt Freising bei der Ermittlung von Kontaktpersonen

    In Räumen der Realschule Freising Gute Änger wird ab heute ein sogenanntes Contact Tracing Team (CTT) seine Arbeit aufnehmen. Das hat das Landratsamt Freising mitgeteilt. Das CCT bestehe aus 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die von der Regierung von Oberbayern nach Freising abgeordnet wurden, um das Gesundheitsamt bei der Nachverfolgung von Kontaktpersonen zu unterstützen. Diese Aufgabe haben bislang Bedienstete des Landratsamts erledigt, die eigentlich in anderen Bereichen tätig sind. Diese sollen nun nach und nach wieder ihrer eigentlichen Arbeit nachgehen können. Die Arbeitsplätze des CTT sind laut Landratsamt in einem eigenen Flügel der Schule untergebracht, der über ein separates Treppenhaus zugänglich ist.

    Donnerstag, 23. April

    23.14 Uhr: Lagergemeinschaft: Holocaust-Überlebenden in Corona-Krise beistehen!

    Die Lagergemeinschaft Dachau hat an Politik und Verwaltung appelliert, in der Corona-Krise "den Überlebenden von Holocaust und nationalsozialistischer Verfolgung in besonderer Weise beizustehen". "Sie sind als hochbetagte Menschen erst recht durch Covid-19 in ihrem Leben bedroht", erklärte die Lagergemeinschaft am Donnerstag. "In der durch die Pandemie bedingten Isolation und Verunsicherung, so erfuhren wir, werden oft die eigenen traumatisierenden Erfahrungen in Holocaust und Verfolgung besonders bedrängend. Ihre aktuellen Nöte lindern zu helfen, wäre ein großer Akt von Wertschätzung, Dankbarkeit und Solidarität."

    Zum 75. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Dachau am 29. April waren eigentlich 70 ehemalige Häftlinge des KZs aus aller Welt und 20 amerikanische Befreier zu einer großen Gedenkfeier nach Dachau eingeladen. "Die allgegenwärtige Corona-Pandemie hat die Befreiungsfeier unmöglich gemacht, zumindest in ihrer öffentlichen Form", erklärte die Lagergemeinschaft, die von überlebenden Häftlingen, unter anderen Max Mannheimer, gegründet wurde.

    Das Konzentrationslager Dachau wurde im März 1933 als eines der ersten Lager für politische Gegner des NS-Regimes errichtet. Bis 1945 wurden dort und in den Außenlagern mehr als 200.000 Menschen inhaftiert. Etwa 41.500 Menschen wurden dort ermordet. Am 29. April 1945 befreiten amerikanische Truppen die Überlebenden.

    16.49 Uhr: Ergebnis der Reihentestung in Seniorenheim in Schrobenhausen

    Das Gesundheitsamt Neuburg-Schrobenhausen hat eine Reihentestung in einer Senioreneinrichtung in Schrobenhausen vorgenommen. Insgesamt wurden 84 Bewohner sowie 70 Mitarbeiter abgestrichen. Das Ergebnis der Reihentestung liegt nun vollständig vor, teilt der Landkreis mit: Demnach wurden sieben Bewohner sowie neun Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet. Die betroffenen Bewohner sind isoliert, die Mitarbeiter befinden sich in Quarantäne. Einer der positiv getesteten Bewohner der Senioreneinrichtung ist mittlerweile verstorben.

    16.35 Uhr: Neuinfektionen in Oberbayern um 275 Fälle gestiegen

    In Oberbayern sind nun 17.925 Menschen mit dem Corona-Virus infiziert. Das sind 275 mehr als gestern. Das meldet das bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL). Die Zahl der Todesfälle in Oberbayern ist auf 528 gestiegen, das sind 50 mehr als gestern. Am meisten betroffen ist nach wie vor der Landkreis Rosenheim mit 723,42 Fällen pro 100.000 Einwohner. Sieben Frauen und Männer sind seit gestern in dem Landkreis gestorben. Hohe Infektionszahlen gibt es auch in den Landkreisen Traunstein ( 558 ) und Freising (509) pro 100.000 Einwohner.

    Dennoch stabilisierte sich die Lage, so zog der Landkreis Freising Bilanz. "Es ist etwas Ruhe eingekehrt", resumierte am Donnerstag beispielsweise Dr. Mark Bardenheuer, der als Versorgungsarzt im Landkreis Freising tätig ist in der dortigen, mittlerweile neunten Pressekonferenz zum Coronavirus. Doch alle Beteiligten bereiten sich darauf vor, dass sich die Lockerungen der Ausgangsbeschränkungen sowie die Öffnung vieler Geschäfte und Schulen auf die Infiziertenzahl auswirken könnten.

    Im Klinikum Freising ist die Anzahl der Corona-Patienten im Vergleich zur Vorwoche etwas gesunken. Aktuell liegen 35 positiv Getestete im Krankenhaus, zehn davon auf der Intensivstation und davon wiederum müssen sieben beatmet werden, berichtete der Ärztliche Direktor PD Dr. Markus Neumaier. In den Arztpraxen sei es "ruhig", sagte Georg Miedl vom Ärztlichen Kreisverband Freising. Es kämen inzwischen wieder vermehrt Patienten mit anderen Erkrankungen.

    Der Landkreis München meldete inzwischen, einige der seit Mitte März eingerichteten Teststationen würden nun zu Behandlungszentren ausgebaut. Im Zusammenhang mit dem Covid-19-Geschehen soll hier die ambulante Behandlung von Patienten außerhalb von Arztpraxen möglich sein, etwa in Unterföhring. Die ersten Behandlungsräume sind seit dieser Woche betriebsbereit.

    15.41 Uhr: Drive-In-Teststation in Andechs hört auf

    Die Drive-in-Teststation auf dem Klosterparkplatz in Andechs wird ab 27. April vorläufig eingestellt. Mittlerweile werden bei einer Vielzahl von Haus- und Facharztpraxen im Landkreis Abstriche durchgeführt, so dass die Station momentan überflüssig geworden ist. Das meldet der Landkreis Starnberg. Auf der Homepage des Landratsamtes können sich niedergelassene Ärzte informieren, an welche Praxen sie überweisen können.

    Landrat Karl Roth sieht darin, dass nun die Praxen vor Ort testen einen großen Vorteil für die Betroffenen: "Lange Anfahrtswege fallen dadurch weg. Sollte sich die Situation im Landkreis ändern, können wir die Teststation in Andechs jederzeit wieder in Betrieb nehmen. Die Zelte lassen wir stehen, so dass wir gleich wieder loslegen können."

    12.17 Uhr: Keine Fußwallfahrt nach Altötting - Anliegen an Gottesmutter per E-Mail

    Pilger werden in diesem Jahr nicht auf die traditionelle Regensburger Fußwallfahrt nach Altötting gehen. Sie wird wegen der Corona-Krise abgesagt, teilt das Bistum Regensburg mit. Bischof Rudolf Voderholzer werde Anliegen der Gläubigen aber persönlich zur Gottesmutter bringen.

    Dennoch wolle die Pilgerleitung die seit Jahren gewachsene Tradition der "Anliegenzettel" fortführen. Gerade jetzt sei es wichtig, dass die Menschen ihre Anliegen an die "Liebe Frau von Altötting" herantragen könnten. Ab dem 27. April können Gläubige ihre Zettel im Regensburger Dom in eine Urne legen - oder sie per E-Mail schicken. Die Adresse dafür lautet: pilgerfuehrer@regensburger-fusswallfahrt.de

    Am Pfingstsamstag werde Bischof Voderholzer alle gesammelten Anliegen in einem großen Rucksack nach Altötting bringen.

    Jährlich kommen Hunderttausende Pilger aus der ganzen Welt in den oberbayerischen Wallfahrtsort Altötting und beten in der Gnadenkapelle die schwarze Madonna an. Normalerweise treffen rund 8.000 Gläubige bei der dreitägigen und 111 Kilometer langen Fußwallfahrt aufeinander. Das Risiko einer Infektion sei in diesem Jahr zu groß, begründete das Bistum die Absage.

    11.38 Uhr: Ingolstädter Initiative zweifelt an Corona-Schutz in Flüchtlingsunterkünften

    Die Initiative "Ingolstädter Erklärung" hat in einem offenen Brief Zweifel am Corona-Schutz im ANKER-Zentrum Manching sowie seinen drei Dependancen in Ingolstadt geäußert. Die Verfasser befürchten, dass die Schutzmaßnahmen in den Unterkünften nicht umgesetzt werden. Unter anderem wird in dem Schreiben, dass an die Stadt Ingolstadt und die Regierung von Oberbayern adressiert ist, bezweifelt, dass die nötigen Mindestabstände in den Zimmern und bei der Essensausgabe nicht eingehalten werden können. Die Initiative bemängelt, es gebe keine bekannten Maßnahmen darüber, dass die Wohnsituation entzerrt worden wäre. Die Verfasser fordern Stadt und Regierung auf, dass Flüchtlinge den gleichen Schutz vor Covid-19-Infektion bekommen wie alle Menschen. Zudem fordert die Initiative Wlan-Zugang für alle Menschen in den Unterkünften zur Verfügung zu stellen.

    Die Regierung von Oberbayern teilte mit, dass die Schutzmaßnahmen in den Unterkünften greifen und in Ingolstadt noch keine Person positiv auf Corona getestet wurde, weder in der ANKER-Einrichtung in Manching noch in den Ingolstädter Unterkunfts-Dependancen. Das Personal in den Unterkünften wurde demnach über Übertragungswege und Schutz- und Hygienemaßnahmen informiert. In den Unterkünften hängen laut Antwortschreiben mehrsprachige Hinweise und Piktogramme aus mit Regelungen und Handlungsempfehlungen für Bewohnerinnen und Bewohner. Desinfektionsmittel stünden bereit. Zudem gelten verschärfte Zutrittsregelungen, für die Dauer der vom Staat verordneten Beschränkungen werde nur noch den in der jeweiligen Unterkunft untergebrachten Personen sowie dem dort tätigen Personal der Zutritt gestattet. Sollten Personen positiv getestet werden und milde Symptome aufweisen, so werden sie in die Funkkaserne in München gebracht und isoliert. Wlan-Zugang wird laut Auskunft derzeit im ANKER-Zentrum vorbereitet. In den weiteren Unterkünften sie Wlan über die öffentlichen netze der Stadt Ingolstadt zugänglich.

    Derzeit seien Unterkünfte fast zur Hälfte belegt. Im ANKER-Zentrum leben demnach aktuell rund 230 Menschen bei einer Gesamtkapazität von 680 Wohnplätzen und in den Ingolstädter Unterkünften seien derzeit 540 Personen wohnhaft bei einer Gesamtkapazität von 1.400 Plätzen. Dadurch sei eine entzerrte Belegung gewährleistet.

    6.15 Uhr: Vom Seniorenheim ins Vier-Sterne-Hotel

    © picture alliance / dpa Themendienst

    Schild: Vier Hotelsterne

    Fünf Altenheimbewohner wohnen wegen Corona aktuell nicht in ihrem Seniorenheim im Landkreis Freising, sondern in einem Vier-Sterne-Hotel. Laut Landkreis könnten durch die Verlegung die durch das Coronavirus besonders gefährdeten Altenheime entlastet werden. Deshalb genießen die fünf Senioren nun auf Kosten des Landkreises den Komfort des Hotelaufenthaltes.

    Neben den Pflegekräften seien auch die Hotelmitarbeiter auf die neuen Gäste eingestellt – mit Schutzkleidung und einer Einweisung in Hygienegrundsätze im Altenheim. Um die Senioren mit ihren Familien zuhause zu verbinden, helfe man auch gerne beim Videoanruf, sagt Eva Zimmerhof vom Landkreis. In der nächsten Zeit könnten noch Dutzende weitere Senioren in der Region in Hotels einquartiert werden, so Wagensonner vom Landkreis. Generell sei die Verlegung aber nur bei Heimbewohnern mit Orientierung und geringem Pflegebedarf denkbar.

    5.31 Uhr: Münchner Online-Lachseminare gegen Corona-Koller

    Der Lachclub am Münchner Westpark bietet aktuell Online-Lachseminare als Mutmacher in der Corona-Krise an. Wem wegen der Ausgangsbeschränkungen die Decke auf den Kopf fällt, der könne nun regelmäßig im Videochat an den Seminaren teilnehmen-

    "Es geht darum, aus dem Kopf freizubekommen. Das passiert, wenn man atmet und wenn man lacht." Cornelia Leisch, Lachtrainerin

    Laut Leisch ist die Nachfrage groß: Anfangs habe es jeden Sonntag um 11.00 Uhr einen Termin für das Online-Training gegeben, mittlerweile biete der Lachclub zusätzliche Termine mehrmals die Woche an, so Leisch. Manchmal kämen dann bis zu 50 Lachschüler im Chat zusammen.

    Am wichtigsten sei es, sich von allen Zwängen freizumachen – und das habe nicht unbedingt etwas mit lauten Lachgeräuschen zu tun. Man müsse das natürliche Lachen kommen lassen, sagt die Trainerin. Manche könnten dann so loslassen, dass ihnen die Tränen kämen.

    4.31 Uhr: Münchner Lehrerin übernimmt Monatsmiete für Buchladen

    Besonders für viele kleinere Geschäfte sind die wochenlangen Schließungen in der Corona-Krise ein harter Schlag. Jetzt hat die Münchner Lehrerin Ulrike Pauli kurzerhand eine Monatsmiete für eine Buchhandlung in Sendling übernommen. Die großzügige Frau ist Stammkundin in der Münchner Buchhandlung.

    Auch wenn die meisten Läden in Bayern am 27. April unter Auflagen wieder öffnen dürfen, bleibt die finanzielle Not bei vielen groß. Deshalb hat Pauli auch die Website "Helfer in der Krise" ins Leben gerufen. Hier könnten sich kleinere Läden und Hilfsbereite miteinander verbinden, so Pauli.

    1.36 Uhr: ProSiebenSat.1 will keine Dividenden zahlen

    Der Unterföhringer Medienkonzern ProSiebenSat.1 nimmt vor dem Hintergrund der Corona-Krise Jahresprognose und Dividendenvorschlag zurück. Aufgrund des derzeitigen Stillstands der Weltwirtschaft und der daraus resultierenden erheblichen wirtschaftlichen Unsicherheit sei es aktuell nicht möglich, einen Ausblick auf das finanzielle Ergebnis im zweiten Quartal und für das Gesamtjahr zu geben, teilte das Unternehmen mit.

    Zudem haben demnach Vorstand und Aufsichtsrat beschlossen, der Hauptversammlung vorzuschlagen, für das Geschäftsjahr 2019 keine Dividende auszuschütten. Ursprünglich sollten die Aktionäre 85 Cent je Anteilschein erhalten. Man halte aber an der bisherigen Dividendenpolitik fest, 50 Prozent des bereinigten Konzernjahresüberschusses der Gruppe auszuschütten.

    Anleger zeigten sich wohl auch angesichts der ähnlich lautenden Mitteilungen diverser börsennotierter Unternehmen aus der jüngeren Vergangenheit gelassen. Der Aktienkurs von ProSiebenSat.1 gab auf der Handelsplattform Tradegate in einer ersten Reaktion nur um gut ein halbes Prozent nach.

    Mittwoch, 22. April

    19.36 Uhr: Soziale Einrichtungen für Menschen mit Behinderung schlagen Alarm

    Soziale Einrichtungen wie die "Münchner Pfennigparade" und die "Helfende Hände" haben große Probleme ihr Therapieangebot aufrecht zu erhalten. So könnten wegen der Corona-Pandemie viele Menschen mit Behinderungen derzeit nicht in gewohntem Umfang behandelt oder therapiert werden, heißt es von Seiten der sozialen Träger.

    Neben den negativen Folgen für die Betroffenen haben auch die gemeinnützigen Einrichtungen damit ein riesiges Problem - ihnen fehlen Einnahmen. Der Vorsitzende der Pfennigparade, Dr. Jochen Walter, fordert deswegen einen Corona-Schutzschirm für gemeinnützige Unternehmen. Zwar bieten die Träger wo es möglich ist Teletherapien an, doch können sie diese nicht kostendeckend abrechnen.

    Dazu kommt: Träger sozialer Einrichtungen dürfen kaum Rücklagen bilden. Zwar gibt es gewisse Hilfen des Bundes und des Freistaates, zum Beispiel die bayerische Soforthilfe. Doch die gilt nur für gemeinnützige Unternehmen mit bis zu 250 Angestellten. Die Pfennigparade hat rund 2.500 - die Organisation "Helfende Hände" hat rund 260 Arbeitnehmer.

    Ändert sich nichts, befürchten Träger sozialer Einrichtungen, dass ihr über die Jahre aufgebautes feingesponnenes Netz an Behandlungsmöglichkeiten für Menschen mit Behinderung einsparen müssen. Um das zu vermeiden, fordert auch der Behindertenbeauftragte der Staatsregierung, Holger Kiesel, die finanziellen Lücken bei sozialen Trägern schnellstmöglich zu schließen. Zwar könnten derzeit viele Therapien nicht erbracht werden, so Kiesel, dennoch fordert er von den Kostenträgern Flexibilität. Sollte das nicht der Fall sein, könnte es nach der Corona-Pandemie zu massiven Problemen bei der Behandlung und Therapie von Menschen mit Behinderungen führen.

    18.01 Uhr: München meldet 69 neue Corona-Infektionen

    © Stadt München

    Coronavirus: Entwicklung der Fallzahlen in München

    In der Stadt München wurden am Mittwochnachmittag (22.04.20) 69 neue Corona-Fälle bestätigt. Damit wurden in der Landeshauptstadt bislang insgesamt 5.332 Infektionen gemeldet.

    Wie die Stadt weiter mitteilt, sind in dieser Zahl 3.650 Personen enthalten, die schon wieder gesund sind, 766 Münchner COVID-19-Patienten, die stationär im Krankenhaus aufgenommen werden mussten und 116 Todesfälle.

    Vor genau einer Woche (15.04.20) waren 4.820 Münchner mit dem Corona-Virus infiziert.

    Unter Tel.: 089-233-44740 hat die Stadt ein Bürgertelefon eingerichtet, das täglich – auch am Wochenende – von 8 bis 20 Uhr Fragen zum Coronavirus beantwortet.

    17.27 Uhr: Betreuungseinrichtung in Bad Endorf unter Quarantäne

    Die soziale Betreuungseinrichtung "Haus Linde" in Bad Endorf (Lkr. Rosenheim) ist unter Quarantäne. Das hat das Landratsamt Rosenheim heute mitgeteilt. Ein Bewohner sei positiv auf das Corona-Virus getestet worden. Weil die Infektionsketten innerhalb des Hauses nicht mehr nachvollzogen werden konnten, gelte die Quarantäne für alle Bewohner für 14 Tage. Sie werden außerdem ebenfalls getestet.

    Um die Quarantäne durchzusetzen, wurden das Haus und zugehörige Freiflächen eingezäunt. Die Maßnahme sei mit der Heimleitung abgesprochen, so das Landratsamt.

    In Stadt und Landkreis Rosenheim sind außerdem insgesamt sechs Flüchtlingsunterkünfte unter Quarantäne.

    17.07 Uhr: Münchner "Streetlife Festival" wegen Corona abgesagt

    Nach zahlreichen Veranstaltungen ist auch das Münchner "Streetlife Festival" in der Coronakrise abgesagt worden. Grund sei das bis Ende August geltende Verbot von Großveranstaltungen, teilte die ausrichtende Umweltorganisation Green City am Mittwoch mit.

    Das Straßen-Festival mit jährlich bis zu 300.000 Besuchern war für das Pfingstwochenende Ende Mai geplant gewesen.

    16.18 Uhr: Maskenpflicht in Rosenheim - entspannter Auftakt

    Überwiegend gelassen haben die Bürgerinnen und Bürger auf die Maskenpflicht reagiert, die seit heute in Stadt und Landkreis Rosenheim gilt. Die Behörden haben mit einer kurzfristigen Anweisung schon Tage vor der allgemeinen Maskenpflicht in Bayern darauf reagiert, dass die Zahl der Corona-Infizierten in der Region Rosenheim immer noch ansteigt und unter den Top 10 in Deutschland liegt.

    Die Anweisung zur Maskenpflicht seit heute (22.04.20) kam kurzfristig erst gestern, dennoch haben viele Geschäfte sofort darauf reagiert. So stehen vor Baumärkten und vor großen Supermärkten Sicherheitsmitarbeiter, die Kunden ohne Masken nicht in den Laden lassen. Einige Unternehmen bieten Kunden ohne Schutz Einmalmasken an, die - wie bei Frischemärkten in Raubling, Brannenburg, Bad Aibling und Bad Feilnbach - gegen eine kleine Spende für die Tafel mitgenommen werden können.

    Die Polizei spricht von einem sehr guten, positiven Auftakt der Zeit mit Maskenpflicht. Rückmeldungen bei den Inspektionen in Rosenheim und im Landkreis hätten bis zum Nachmittag keine Meldungen von Anzeigen ergeben, sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd auf BR-Anfrage. Maskenträger seien auch zunehmend im öffentlichen Raum zu sehen, also dort, wo das Tragen von Masken nicht vorgeschrieben ist, etwa auf Plätzen und Strassen.

    Das Bild vor den Läden, ob groß oder klein, ist fast überall identisch. Die Kunden kommen meistens schon mit Masken vor Mund und Nase an, dabei zeigt sich eine bunte Mischung von selbst genähten Masken in vielen Farben, Staubschutzmasken aus der Handwerkerszene oder medizinisch-professionellen Masken. Manche Menschen benützen auch einfach einen Schal vor Mund und Nase. Nur höchstens zehn Prozent der Kunden seien bis zum Nachmittag ohne Schutz gekommen, schätzt der Geschäftsführer eines Supermarktes. Die meisten sind mit der vorgezogenen Pflicht zum Maskentragen einverstanden, viele finden diese Maßnahme überfällig und angemessen.

    Am Morgen gab es vereinzelt Probleme vor den Geschäften, weil Kunden kamen, die wegen der kurzfristigen Bekanntgabe der Maskenpflicht davon noch nichts mitbekommen haben. Sie waren davon ausgegangen, dass die Pflicht erst ab kommendem Montag gilt, wie überall in Bayern.

    Für Thomas Bugl, den Sprecher der Stadt Rosenheim, war die vorzeitige Verpflichtung zum Tragen von Schutzmasken unvermeidlich. Nach den Kriterien des Robert Koch-Instituts seien Stadt und Landkreis Rosenheim in der höchsten Hotspot-Kategorie. Deshalb sei es nach gemeinsamer Überzeugung von Stadt und Landkreis nötig gewesen, die Möglichkeit einer schon vorzeitigen Maskenpflicht wahrzunehmen, um die Infektionsketten möglichst schnell unterbrechen zu können, so Bugl im BR-Interview.

    15.14 Uhr: Online-Seminare: 10.000 Arbeitsplätze im Chiemgau in Gefahr

    Der Chiemgau Tourismusverband bietet derzeit Online-Seminare an, um Gastgeber für den Neustart nach Corona vorzubereiten. Nach Angaben des Vereins haben in den vergangenen Tagen bereits 150 Personen an Online-Kursen teilgenommen.

    Bei den Seminaren ging es vor allem darum, wie Gastgeber auf Stornierungen reagieren können und wie sie ihre Gäste trotzdem halten.

    Hintergrund für die Online-Schulung ist das derzeitige Ausbleiben der Urlaubsgäste wegen der Corona-Krise. Chiemgau Tourismus Geschäftsführer Stephan Semmelmayr schätzt, dass dadurch rund 10.000 Arbeitsplätze in der Region in Gefahr seien.

    Mit den Seminaren will der Verband die Gastgeber dabei unterstützen, dass sie Kunden nach der Krise leichter finden und bei ihnen buchen.

    13.48 Uhr: Bundeswehr produziert Desinfektionsmittel in Neubiberg

    Die Bundeswehr stellt auf dem Gelände ihrer Universität in Neubiberg bei München jetzt auch Desinfektionsmittel her. In der Stunde könnten davon bis zu 6.000 Liter hergestellt werden, sagte Innenminister Joachim Herrmann (CSU) am Mittwoch bei einem Besuch der mobilen Produktionsstätte. Es habe eine höhere Leistungsdichte als herkömmliche Desinfektionsmittel. Grundlage ist ein Amtshilfeantrag des Freistaats Bayern. Vorerst sollen nach Auskunft der Bundeswehr bis zu 200 Tonnen hergestellt werden. Auch andere Bundesländer könnten einen Antrag stellen, sagte ein Sprecher der Bundeswehr.

    In Neubiberg sind Soldaten des ABC-Abwehrkommandos aus Bruchsal in Baden-Württemberg beteiligt. Helfer des Technischen Hilfswerks verteilen das Mittel dann unter anderem an Gesundheitseinrichtungen, Behörden oder Schulen.

    Das Desinfektionsmittel beruht auf einem Patent des Cuxhavener Unternehmers Sven Reichwagen, der es kostenlos zur Verfügung stellt. Anders als bei vielen anderen Mitteln sei die Basis Wasser und nicht Ethanol, erklärte Reichwagen, der die Flüssigkeit schon seit 15 Jahren auf diesem Wege herstellen lässt. In Neubiberg geschieht dies in Spezialfahrzeugen der Bundeswehr, die auf dem Universitätsgelände parken. Sie filtern Leitungswasser und bereiten es auf. In einem weiteren Schritt werden Chemikalien beigesetzt wie Essigsäure oder Ethanol. Anschließend wird die Flüssigkeit abgefüllt und in Kanistern und Flaschen in verschiedenen Größen bayernweit verteilt.

    Die Bundeswehr leistet in der Corona-Krise vielfältige Hilfe, etwa beim Transport von Schutzkleidung, in Gesundheitsämtern oder in der Pflege. Bis Mittwochmorgen seien 450 Amtshilfe-Anträge gestellt worden, sagte Generalleutnant Martin Schelleis.

    13.28 Uhr: Krankenhaus Weilheim-Schongau bereitet Rückkehr in Normalbetrieb vor

    Die Krankenhäuser in Weilheim und Schongau planen die schrittweise Rückkehr zum Normalbetrieb. Seit Anfang März wurden im Krankenhaus Weilheim 17 Covid 19 – Patienten behandelt, 7 davon auf der Intensivstation. Das Haus steht zu 70 % leer und die Verantwortlichen bereiten die Rückkehr in die Normalität ab Mai vor. Zunächst sollen aufgeschobene Operationen, wie Knie- Hüft oder Venen-OP’s nachgeholt werden.

    Gleichzeitig warnt Chefarzt Professor Andreas Knez davor, dass akute Notfälle wegen der Angst vor einer Ansteckung mit Corona nicht zum Arzt oder ins Krankenhaus gehen. Es gäbe derzeit ca. 30 % weniger Notfälle mit Herzinfarkten oder Schlaganfällen. Der Mediziner sagte dem BR, dass es derzeit in Bayern keinen sichereren Ort gäbe, als ein Krankenhaus oder eine Arztpraxis. Dennoch warnt er davor, die hohen Hygiene- und Sicherheitsstandards wieder zu lockern.

    Die Rückkehr zur vollkommenen Normalität wird nach seiner Einschätzung noch lange dauern. Sie wird im Krankenhaus erst wieder einziehen, wenn es einen Impfstoff gäbe, wenn erste Medikamente gegen das Corona-Virus entwickelt seien. Derzeit gäbe es kein einziges Medikament gegen den Erreger.

    12.05 Uhr: Die Ingolstädter Tafel öffnet wieder

    Ab dem kommenden Mittwoch (29.04.) werden in Ingolstadt wieder Lebensmittel an bedürftige Menschen ausgegeben. Um die Ansteckungsgefahr mit dem Coronavirus zu minimieren, werden Lebensmittelpakete vor der Tafel aufgestellt, so die Organisation. Die Ausgabe erfolge zwischen 10.00 und 14.00 Uhr. Auf die üblicherweise zugeteilten Abholzeiten werde vorläufig verzichtet. Die Ingolstädter Tafel hatte wegen der Corona-Krise seit Wochen geschlossen. Die Stadt Ingolstadt hatte versucht, den Verlust der Tafel-Kunden durch Lebensmittelspenden und Gutscheine zu lindern.

    10.30 Uhr: Leere Kliniken, fehlende Patienten - Ärzte sind besorgt

    Mediziner und Krankenhäuser beobachten in der Corona-Krise einen beunruhigenden Trend: Aus Angst vor einer Infektion kommen sehr viel weniger Patienten mit akutem Behandlungsbedarf in die Kliniken. "Wir stellen fest, dass Diagnosen wie Schlaganfallverdacht, Herzinfarkt oder Blinddarmentzündung deutlich nachgelassen haben", sagte Siegfried Hasenbein, Geschäftsführer der Bayerischen Krankenhausgesellschaft, am Mittwoch in München. Gleiches gelte für Krebspatienten.

    Eine genaue Statistik gibt es noch nicht, aber Mediziner registrieren das Phänomen deutschlandweit: "Wir haben auf einmal sehr viel weniger Patienten mit dringenden Symptomen", sagte der Lungenkrebsspezialist Niels Reinmuth, Chefarzt für Thorakale Onkologie an der Asklepios Fachklinik in Gauting bei München. "Das ist etwas, das wir alle beobachten." Ein Hauptgrund ist vermutlich Furcht: "Die Angst, sich zu infizieren, ist offenbar so groß, dass viele lieber gar nicht zum Arzt gehen", meinte ein Sprecher der Deutschen Krankenhausgesellschaft in Berlin.

    2018 gab es nach Zahlen der Krankenhausgesellschaft 210 000 Herzinfarkte und etwa 300 000 Schlaganfälle in Deutschland. Dass sich diese Zahlen wegen der Corona-Epidemie plötzlich verringern, glaubt niemand in der medizinischen Gemeinde. "Wenn man akuten Behandlungsbedarf nicht erkennt, riskiert man möglicherweise lebensbedrohliche Probleme", sagte der Gautinger Chefarzt Reinmuth.

    9.15 Uhr Vor Ramadan: Imam sieht trotz Coronakrise auch positive Aspekte

    Trotz der Coronakrise und den damit verbundenen Beschränkungen für den Ramadan sieht der Penzberger Imam Benjamin Idriz auch positive Dinge an der aktuellen Situation. Auch wenn das Gewohnte wegfalle und Moscheen geschlossen blieben, bekämen "die Familien eine viel größere Bedeutung", sagte Idriz dem "Münchner Merkur". "Ich könnte mir vorstellen, dass wir uns nächstes Jahr an diesen Ramadan erinnern und die schönen Seiten vermissen werden. Die intensive Zeit in den Familien zum Beispiel. Wie schön war es, gemeinsam zu kochen und zu beten."

    Der Fastenmonat Ramadan beginnt am Donnerstagabend. Einen Monat lang verzichten viele Musliminnen und Muslime während dieser Zeit vom Anbruch des Tages bis zum Sonnenuntergang auf Essen, Trinken, Rauchen und Sex.

    8.30 Uhr: Feuerwehr warnt vor Maskenreinigung in Mikrowelle

    Die Münchner Feuerwehr warnt davor, selbstgenähte Masken mit Metalldraht in die Mikrowelle zu legen. Das Metall schlage in der eingeschalteten Mikrowelle Funken, die im Extremfall die Maske und das Gerät in Flammen aufgehen lassen, so die Feuerwehr. Am Montag mussten die Einsatzkräfte bereits zwei Mal solche Brände löschen.

    7.30 Uhr: Starnberg freut sich über Spenden von Schutzmaterial

    Die Starnberger freuen sich in der Coronakrise über ihr Städtepartnerschaft zur taiwanesischen Stadt New Taipei City. "Auf die Freunde aus Taiwan ist Verlass", heißt es in einer Mitteilung des Landratsamtes. Sie folgten dem Hilferuf aus Starnberg und haben angekündigt, Schutzausrüstung zu schicken. Fünf Pakete seien nach Starnberg unterwegs – trotz Exportverbot für medizinische Produkte.

    Firma Webasto verteilt Masken an Klinik

    Auch die Firma Webasto in Stockdorf bei Starnberg will helfen. Bei der Firma waren im Januar die ersten Coronainfizierten gemeldet worden. Jetzt hat Webasto 5.500 Handschuhe, über 25.000 Masken, rund 10.000 Schutzbrillen sowie hunderte Schutzanzüge unter anderem ans Klinikum Starnberg ausgeliefert. Solche Ausrüstung habe die Firma als Arbeitnehmerschutz vorrätig.

    6.25 Uhr: "Contact Tracing Teams" nehmen in Miesbach ihre Arbeit auf

    Im Landkreis Miesbach haben "Contact Tracing Teams" ihre Arbeit aufgenommen. Sie wurden von der Regierung von Oberbayern und dem Gesundheitsministerium entsendet. Die neuen Teams bestehen aus 13 Beamten-Anwärter aus verschiedenen Bereichen, einem "Containment Scout" des Robert-Koch-Instituts und sechs Mitarbeiters des Landratsamtes, die sich für die Aufgabe haben abstellen lassen. Die Teams arbeiten in 17 Containern, die auf dem Parkplatz vor dem Gesundheitsamt Miesbach aufgestellt wurden. Aufgabe der neuen Mitarbeiter wird es sein, enge Kontaktpersonen von Infizierten früh zu identifizieren und zu isolieren. Wie lange die Teams in Miesbach arbeiten hänge von der Entwicklung der Lage ab, so das Landratsamt Miesbach. Alles in allem unterstützten nun etwa 70 zusätzliche Personen von in- und extern die Mitarbeiter im Gesundheitsamt Miesbach und im Katastrophenschutz.

    6.20 Uhr: Österreichische Pendler dürfen wieder durchs Kleine Deutsche Eck

    Österreichische Pendler dürfen seit Dienstagnachmittag wieder durch das Kleine Deutsche Eck fahren. Die Strecke verbindet Salzburg mit dem Bezirk Zell am See (Pinzgau) und führt über das oberbayerische Bad Reichenhall. Die Bundespolizeidirektion München und die österreichischen Behörden haben vereinbart, den durch das deutsche Staatsgebiet führenden Transitverkehr zu erleichtern, wie ein Sprecher mitteilte. Seit dem Beginn der wegen der Corona-Pandemie eingeführten Grenzkontrollen durften österreichische Staatsbürger nur durchreisen, wenn sie Schlüsselberufen angehörten oder wenn sie einen triftigen Grund, etwa einen medizinischen Notfall, nachweisen konnten.

    Freie Durchfahrt gibt es demnach ab Donnerstag (23. April) auch für die Buslinie 260 von Salzburg über Bad Reichenhall nach Zell am See, sofern kein Zu- oder Ausstieg auf deutschem Bundesgebiet erfolgt.

    Dienstag, 21. April

    17.59 Uhr: Münchner VW-Tochter Traton mit Gewinneinbruch

    Der Lkw- und Bushersteller Traton, der seinen Firmensitz in der Dachauer Straße in München hat, bekommt die Folgen der Corona-Krise im ersten Quartal bereits deutlich zu spüren. Nach vorläufigen Zahlen lag der Umsatz mit rund 5,7 Milliarden Euro rund elf Prozent niedriger als im Vorjahreszeitraum, wie die VW-Tochter mit Marken wie MAN, Scania und der brasilianischen VW Caminhoes e Onibus überraschend am Dienstag in München mitteilte. Der operative Gewinn lag mit 160 Millionen Euro rund zwei Drittel niedriger als ein Jahr zuvor. Angaben zum Gewinn unterm Strich wurden nicht gemacht.

    Die andauernde Covid-19-Pandemie habe weiter einen erheblichen Einfluss auf das Geschäft. So seien die Produktionsketten der Nutzfahrzeugindustrie nahezu zum Erliegen gekommen, hieß es weiter. Die Folgen seien weitgehende Produktionsstopps bei Traton. Eine Prognose für das laufende Jahr traut sich das Management wegen der "derzeitigen schnelllebigen Veränderungen" weiterhin nicht zu.

    16.27 Uhr: Uniklinik testet Ohrensensor zur Bekämpfung von Covid-19

    Die Technische Universität München (TUM) testet Ohrensensoren zur Bekämpfung der Lungenkrankheit Covid-19. Die Hightech-Geräte sollen rund um die Uhr Biowerte von Erkrankten messen, die zu Hause in Quarantäne sind.

    "Ziel der Studie ist, herauszufinden, ob eine besonders zeitnahe Behandlung bei schlechter werdenden Werten Überlebenschancen verbessern und Intensivstationen entlasten kann." Mitteilung der TU München

    Die Erkrankung nach einer Infektion mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 lasse sich grob in zwei Phasen einteilen: Während der ersten Phase sind auftretende Symptome weniger ausgeprägt, die Infizierten können meist zu Hause bleiben. In der zweiten Phase kommt es bei einem schweren Verlauf jedoch zu einer Verschlechterung des Gesundheitszustands mit zum Teil schweren Lungenentzündungen.

    "Hier kommt es darauf an, dass Patientinnen und Patienten rechtzeitig in Kliniken behandelt werden. Je früher sie medizinisch gut versorgt werden, desto besser ist die Prognose." Georg Schmidt, Leiter der Arbeitsgruppe am TUM-Klinikum rechts der Isar

    Der Sensor, der wie ein Hörgerät getragen wird, soll unter anderem die Körpertemperatur, die Sauerstoffsättigung des Blutes, Atemfrequenz und Puls messen und so eine Verschlechterung frühzeitig über eine Bluetooth-Funkverbindung an eine "Einsatzzentrale" melden. Denn nicht alle Patienten messen korrekt Fieber, oder sie zögern bei Beschwerden, den Arzt zu informieren und umgehend in ein Krankenhaus zu gehen.

    In Zusammenarbeit mit der zuständigen Münchner Behörde sollen für die Studie nun mindestens 1.200 Covid-19-Erkrankte über 60 Jahre gewonnen werden, die sich in der Landeshauptstadt in häuslicher Isolation befinden.

    15.16 Uhr: Münchner Klinik startet große Corona-Studie beim Personal

    Mit halbjährlichen Blutuntersuchungen von Klinikmitarbeitern startet die Technische Universität (TU) München eine der deutschlandweit größten Antikörper-Studien zum Coronavirus. Die Studie soll über zwei Jahre hinweg Daten über die Stabilität von Antikörpern liefern und so helfen, Schutzmaßnahmen für Krankenhausmitarbeiter sowie Patienten zu entwickeln. Wie die TU am Dienstag mitteilte, sollen alle sechs Monate freiwillige Blutproben des Personals am Klinikum rechts der Isar sowie angeschlossener wissenschaftlicher Institute getestet werden.

    Mit der Studie soll der spezifische Antikörperstatus für Sars-CoV-2 und dessen Stabilität über zwei Jahre bestimmt werden. Parallel soll ein Fragebogen aufzeigen, welchen Infektionsrisiken die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowohl auf Covid-19-Stationen als auch auf Normal-Stationen oder in Logistik und Verwaltung ausgesetzt waren.

    "Da wir weitere Wellen der Pandemie erwarten, werden die Untersuchungen mehrfach im Verlauf durchgeführt." Percy Knolle, Molekularimmunologe und einer der beiden Leiter der Studie

    Aus den Ergebnissen soll abgeleitet werden, wie lange Antikörper nach einer überstandenen Infektion gegen eine erneute Infektion schützen können. Derzeit sei die Datenlage hierzu weltweit noch spärlich.

    15.16 Uhr: LGL Coronazahlen: 25 Todesfälle in Oberbayern seit gestern

    In Oberbayern ist die Zahl der Corona-Todesfälle auf 464 angestiegen, das sind 25 mehr als gestern. Das meldet das bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit LGL.

    Insgesamt sind inzwischen in dem Bezirk 17.392 Menschen mit dem Virus infiziert. Das sind 226 mehr als gestern. Am meisten betroffen ist weiterhin der Landkreis Rosenheim, mit 688,93 Fällen pro 100.000 Einwohner, gefolgt von den Landkreisen Freising (508) und Miesbach (486).

    Oberbayern hat damit in absoluten Zahlen weiterhin die meisten Coronafälle in Bayern. Auf 100.000 Einwohner bezogen, sind 39,67 Menschen mit dem neuen Coronavirus infiziert. Damit liegt Oberbayern auf Platz zwei der Bayerischen Bezirke hinter der Oberpfalz.

    13.15 Uhr: Maskenpflicht in Stadt und Landkreis Rosenheim ab Mittwoch

    In Stadt und Landkreis Rosenheim gilt bereits ab morgen (Mittwoch 22.04.20) eine Maskenpflicht in Geschäften und im ÖPNV. Damit nutzen Stadt und Landkreis eine Ermächtigung, die Bayerns Ministerpräsident Söder gestern bereits für Corona-Hotspots angekündigt hat.

    "Die Zahl der Infizierten steigt in Stadt und Landkreis Rosenheim immer noch an und liegt unter den Top 10 in Deutschland. Unter diesen Rahmenbedingungen ist es gerechtfertigt und geboten, die Maskenpflicht vorzeitig in Kraft zu setzen." Hans Meyrl, Städtischer Leiter der Führungsgruppe Katastrophenschutz

    Neben den klassischen und selbstgenähten Masken bzw. Mund-Nasen-Schutz seien auch Schals und eng anliegende Halstücher erlaubt. Die allgemeine Maskenpflicht im Freistaat gilt ab kommendem Montag (27.04.20)

    10.45 Uhr: Corona im Kreis Eichstätt: Beilngrieser Triathlon abgesagt

    Wegen der Coronakrise entfällt der "Bühler Beilngries Triathlon". Die Organisatoren haben die Veranstaltung im Kreis Eichstätt heute abgesagt. Geplant war der Triathlon für den 23. August 2020. Bereits bezahlte Startgelder werden erstattet, abzüglich einer Bearbeitungsgebühr von 10 Euro zur Deckung der bereits entstanden Kosten.

    09.15 Uhr: Münchner Oktoberfest abgesagt

    Das Oktoberfest fällt wegen der Corona-Pandemie in diesem Jahr aus. Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) gaben die Entscheidung am Dienstagmorgen bekannt. "Es tut uns weh, es ist unglaublich schade", sagte Söder. Ein Fest in der Größe, mit der Internationalität und unter den Bedingungen bedeute jedoch eine zu hohe Gefahr. Reiter sagte, es sei ein emotional schwieriger Moment. Die Wiesn sei das zentrale Fest und das Highlight des Jahres - jedenfalls für ganz viele Menschen. "Und es einfach nicht stattfinden zu lassen, ist schon eine bittere Pille.»"

    Die Wiesn 2020 sollte vom 19. September bis zum 4. Oktober stattfinden. Rund sechs Millionen Besucher aus aller Welt wurden dazu erwartet. In Corona-Zeiten wäre die Ansteckungsgefahr auf dem Volksfest mit oft bis auf den letzten Platz besetzten Bierzelten und dem Gedränge in den Gassen zu groß.

    8.30 Uhr: BRK Kreisverband Rosenheim: zu wenig Kittel - zuviel Bürokratie beim Pflegepool Bayern

    Die Situation in den Alten- und Pflegeheimen, zu wenig Schutzbekleidung und zu wenig Pflegekräfte - diese Sorgen treiben derzeit das Bayerische Rote Kreuz in Rosenheim um. Deutlich wurde das bei einem Gespräch mit der CSU-Bundestagsabgeordneten Daniela Ludwig. Dabei bezeichnete der BRK-Kreisgeschäftsführer Martin Schmid die Situation bei der Schutzbekleidung und bei den Pflegekräften als angespannt und unbefriedigend.

    "Wir helfen mit unseren Einsatzkräften so gut es geht in Alten- und Pflegeheimen aus. Aber wir können das nicht auf Dauer leisten", so Schmid. Derzeit gebe es zu wenig Kittel und Schutzanzüge, bei Masken habe sich die Lage entspannt. Beim letzten Kauf habe man nur sieben Prozent des Bedarfs an Schutzmaterial abdecken können.

    Schmid appellierte dringend an die Politik für mehr Material zu sorgen. Außerdem kritisierte das BRK die Bürokratie beim Pflegepool Bayern. Es dauere viel zu lang, bis Pflegekräfte, die sich dort gemeldet haben, eingesetzt werden könnten. 49 Pflegekräfte hätten sich über den Pool für die Region gemeldet, erst zwei davon hätten ihre Arbeit bislang antreten können. "Bis die alle kommen, überrennt uns die Situation", heißt es vom BRK Kreisverband Rosenheim.

    6.15 Uhr: Corona in Seniorenzentrum Murnau: zwei weitere Todesfälle

    Zwei weitere Bewohner eines Seniorenheims in Murnau sind an den Folgen des Coronavirus im Klinikum Garmisch-Partenkirchen gestorben. Damit hat sich der die Zahl der Toten der Einrichtung auf zehn Menschen erhöht. Laut Stephan Scharf, dem Sprecher des Landratsamts Garmisch-Partenkirchen sind mittlerweile 19 Bewohner und acht Pflegekräfte positiv auf Covid19 getestet worden. Im Seniorenzentrum Kemmelpark war Anfang April der Coronavirus ausgebrochen - seitdem ist die Einrichtung mit Tagespflege und zwei ambulanten Wohngemeinschaften geschlossen. 48 Senioren wurden übergangsweise in anderen Einrichtungen und Wohnformen untergebracht. Zahlreiche Pflegemitarbeiter befinden sich weiter in Quarantäne, deshalb ist derzeit auch unklar wann das Seniorenzentrum wieder öffnen kann.

    Montag, 20. April

    17:50 Uhr: 1000 Schutz-Visiere aus Bastelprojekt für Krankenhaus Agatharied

    1000 Schutz-Visiere für das Krankenhaus Agatharied kommen aus einem Ergotherapie-Projekt mit Patienten an der kbo Lech-Mangfall am Standort Agatharied. Die Visiere stehen jetzt den Mitarbeitern auf den Stationen als Zusatz zur Schutzausrüstung zur Verfügung. In kleinen Gruppen und unter strengen Hygienebedingungen entstanden in sieben Tagen 1000 Visiere - aus Laminierfolie, Schaumstoff und unter Einsatz eines Heißklebers. Den Schaumstoff hatte die Firma Kreativ-Raum aus Hausham zum Selbstkostenpreis beigesteuert. Die kbo Lech-Mangfall-Kliniken betreiben Fachkrankenhäuser für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik.

    16.52 Uhr: Morgen Pressekonferenz zum Oktoberfest

    Die Entscheidung über eine mögliche Absage des Münchner Oktoberfests steht kurz bevor. Ministerpräsident Markus Söder (CSU) lädt für Dienstag um 09.00 Uhr zu einer Pressekonferenz mit dem Münchner Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) "zum Sachstand des diesjährigen Oktoberfests" ein. Beide Politiker haben bereits klar gemacht, dass sie sich kaum vorstellen können, das das größte Volksfest der Welt angesichts der Coronavirus-Pandemie stattfinden könne. Laut "Bild"-Zeitung findet das Oktoberfest nicht statt. Eine offizielle Bestätigung dafür war zunächst nicht zu erhalten.

    Zur Wiesn strömen jedes Jahr rund sechs Millionen Besucher aus dem In- und Ausland in die bayerische Landeshauptstadt. BR24 wird die Pressekonferenz live übertragen.

    15:00 Uhr: Vier neue Todesfälle in Oberbayern

    Insgesamt steigt die Zahl der Toten damit auf 439. Als Todesfälle zählt das LGL Personen, die sowohl mit als auch an SARS-CoV-2 verstorben sind. Insgesamt sind inzwischen in dem Bezirk 17.166 Menschen mit dem Virus infiziert. Das sind 151 mehr als gestern. Am meisten betroffen ist weiterhin der Landkreis Rosenheim, mit 688,93 Fällen pro 100.000 Einwohner. Oberbayern hat damit in absoluten Zahlen weiterhin die meisten Coronafälle in Bayern. Auf 100.000 Einwohner bezogen, sind 366 Menschen mit dem neuen Coronavirus infiziert. Damit liegt Oberbayern auf Platz zwei der Bayerischen Bezirke hinter Niederbayern. .

    12.48 Uhr: "Mahnblumen"-Projekt zur Penzberger Mordnacht auf Herbst verschoben

    Zum 75. Jahrestag der Penzberger Mordnacht am 28. April sollten 300 rote Blüten an die Opfer des NS-Regimes erinnern. Unter dem Motto "Niemals wieder!" sollten die Friedenszeichen eigentlich ab 26. April sechs Wochen lang am und um den Stadtplatz, am Platz „An der Freiheit“, auf dem Friedhof sowie am Museum als Kunst im öffentlichen Raum stehen.

    Parallel war im Museum Penzberg, neben dem dauerhaften Themenraum zur Penzberger Mordnacht, eine Ausstellungsebene von Walter Kuhn zum „Mahnblumen“-Projekt geplant. Wegen der Kontaktbeschränkungen und der Museumsschließung sei beides unmöglich, heißt es jetzt aber vom Team der Museumverwaltung Penzberg. Das gesamte „Mahnblumen“-Projekt zum 75. Gedenkjahr der Penzberger Mordnacht werden auf den Herbst verschoben.

    11.15 Uhr: BR-Stichprobe beim MVV zum Maskengebot

    Seit heute früh gilt die Empfehlung, in öffentlichen Verkehrsmitteln einfache Masken zu tragen. Eine Stichprobe unseres BR-Reporters beim größten Nahverkehrsverbund in Bayern, dem Münchner Verkehrsverbund, hat ergeben:

    Ein Drittel bis die Hälfte der Fahrgäste hält sich an das Maskengebot. Sie tragen einfache, weiße, selbst genähte Schutzmasken in allen Farben oder dünne Tücher und Schals, die Mund und Nase bedecken.Weil die Züge nur etwa ein Viertel so voll sind wie normal, lässt sich der Mindestabstand auch einhalten.

    11.05 Uhr: Sommer-Tollwood fällt aus

    Das Tollwood Sommerfestival 2020 wird in diesem Jahr nicht stattfinden. Aufgrund der andauernden Corona-Pandemie untersagte die Bundesregierung gemeinsam mit den Landesregierungen Großveranstaltungen bis Ende August 2020.

    Aktuell arbeitet das Tollwood-Team unter Hochdruck daran, das für 2020 geplante Programm – insbesondere die Konzerte in der Musik Arena – auf das Tollwood Sommerfestival 2021 (23.06.-18.07.21) zu verlegen. Tollwood will im Laufe der Woche erneut darüber informieren.

    11.00 Uhr: Bayern führt Maskenpflicht in Läden und Nahverkehr ein

    Bayern führt nun doch eine Maskenpflicht in allen Geschäften und im öffentlichen Nahverkehr ein. Von kommende Woche an sollen dort Mund-Nasen-Schutz, Alltagsmasken oder auch Schals Pflicht sein, wie Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Montag in einer Regierungserklärung im Landtag ankündigte. «Man nennt das im allgemein auch eine Maskenpflicht.» Diese werde im gesamten öffentlichen Nahverkehr gelten und in allen Geschäften, die schon jetzt geöffnet haben. Dazu zählen unter anderem auch Supermärkte.

    07.03 Uhr: Weniger Busse in Rosenheim

    Der Stadtverkehr Rosenheim ist seit heute mit Notfahrplan unterwegs. Zur Begründung teilte das Unternehmen mit, dass dem Stadtverkehr derzeit rund 80 Prozent der Fahrgäste fehlen würden. "Inzwischen sind die Einnahmen geringer als nur die Treibstoffkosten", so Geschäftsführer Ingmar Töppel. Die Busse im Notfahrplan verkehren bis 3. Mai auf den Routen der Nachtverkehre. Man bedauere die Einschränkung, aber alternativ wäre nur die komplette Einstellung des Linienverkehrs möglich gewesen.

    Die Rosenheimer Fahrgäste sollen desweiteren beachten, dass die erste Tür zum Fahrer geschlossen bleibt und auf Kontrollen verzichtet wird. Gleichzeitig appelliert der Stadtverkehr an die Ehrlichkeit der Fahrgäste: Damit man auch im Mai wieder fahren könne, brauche man das Fahrentgelt. Es wäre eine große Hilfe, wenn die ehrlichen Fahrgäste ihre Zehnerkarten selbst mit einem Stift entwerten würden, heißt es. Weiter wird auf das neue Masken-Gebot verwiesen.

    06.03 Uhr: Bayerische Regiobahn wieder mit mehr Verbindungen

    Wegen der Corona-Pandemie und sinkender Fahrgastzahlen hatte die Bayerische Regiobahn ihr Angebot ausgedünnt. Ab heute will das Unternehmen wieder mehr Verbindungen anbieten, vor allem morgens und abends. Auch nach Kufstein sollen wieder Züge fahren. Die Rückkehr zum normalen Fahrplan ist zum 4. Mai geplant. Um das Risiko einer Ansteckung mit dem Coronavirus in einem Zug zu vermindern, sind Fahrgäste angehalten, eine Maske zu tragen.

    ALLE BISHERIGEN ENTWICKLUNGEN ZUM CORONAVIRUS IN OBERBAYERN FINDEN SIE HIER.

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