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Christopher Street Day: Aktionstage in Nürnberg | BR24

© picture alliance/Pacific Press Agency

Wegen Corona kann der Christopher Street Day (CSD) auch in Nürnberg nicht wie gewohnt stattfinden.

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    Christopher Street Day: Aktionstage in Nürnberg

    Wegen Corona kann der Christopher Street Day nicht wie gewohnt stattfinden. Stattdessen machte die queere Szene in Nürnberg zwei Wochen lang mit Aktionen auf sich aufmerksam. Der Höhepunkt: Eine bunte Menschenkette.

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    Unter dem Begriff "Pride Weeks" sollte mit unterschiedlichsten Aktionen für Solidarität mit der queeren Szene geworben werden – das Wochenende (01./02.08.20) bildet nun den Höhepunkt dieser beiden Aktionswochen.

    Sternlauf und Flaggen-Installation

    Am Samstag (01.08.20) findet unter Ausschluss der Öffentlichkeit ein Sternlauf statt. Gruppen von maximal zehn Teilnehmern starten von verschiedenen Nürnberger Stadtteilen aus. Der Lauf endet am Kornmarkt. Dort wird dann eine Europa-Fahnen-Installation aufgebaut. Die Positionierung der Fahnen soll ein Länder-Ranking symbolisieren und zeigen, dass die Achtung der Menschenrechte und die Gleichstellung von LSBTIQ*-Menschen in Europa nach wie vor eine große Baustelle sind. Die Aktion wird in einem mehrstündigen Live-Stream mit Ansprachen, Interviews und Videobeitragen im Internet übertragen.

    Menschenkette quer durch die Innenstadt

    Außerdem sind CSD-Unterstützer dazu aufgerufen, sich mit Regenbogen-Farben zu schmücken, den Symbolfarben der queeren Szene. Am Sonntag (02.08./14.00 Uhr) rufen die Organisatoren des CSD die Öffentlichkeit zu einer sitzenden "Regenbogen-Pride-Menschenkette" quer durch Nürnberg auf. Geschmückt mit Regenbogenfahnen, Regenbogenoutfits und Demoschildern wird die bunte Menschenkette in der Innenstadt für die Sichtbarkeit der regionalen LSBTIQ*-Community sorgen. Die Regenbogen-Pride-Menschenkette soll mindestens drei Kilometer lang werden und startet sowohl an der Lorenzkirche als auch am Weißen Turm.

    Ursprung im Jahr 1969

    Der Christopher Street Day geht auf das Jahr 1969 zurück. Damals hatten sich in der Christopher Street in News York zuerst transsexuelle Latinas und Drag-Queens gegen willkürliche und teils brutale Polizeikontrollen gewehrt. Zu der Zeit gab es immer wieder Razzien der Polizei in schwul-lesbischen Bars und Clubs. Nach dem Aufstand in der Christopher Street gab es tagelange Straßenschlachten. In Deutschland wurde der erste CSD im Jahr 1979 gefeiert, wobei das Kürzel CSD nur im deutschsprachigen Raum verwendet wird. Weltweit laufen die Feierlichkeiten unter dem Namen "Pride".

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