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Chemikalie PFC am Bundeswehr-Standort Manching nachgewiesen | BR24

© dpa-Bildfunk/Susanne Pfaller

Protest gegen PFC-Verseuchung

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    Chemikalie PFC am Bundeswehr-Standort Manching nachgewiesen

    Jahrzehntelang setzte die Bundeswehr am Flugplatz in Manching bei Ingolstadt PFC-haltigen Löschschaum ein. Inzwischen verunreinigt die Chemikalie in zwei Ortsteilen das Grundwasser. Vor allem der Stoff PFOS ist problematisch.

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    Der Löschschaum, den die Feuerwehr der Bundeswehr jahrelang auf dem Militärflugplatz in Manching eingesetzt hat, war PFC-haltig. Der Bundeswehr-Standort dort ist kontaminiert, auch in der Umgebung wurden erhöhte PFC-Werte gemessen. Das hat der Gefährdungsbericht ergeben, den die Bundeswehr Ende 2018 vorgelegt hat.

    PFOS seit 2006 europaweit verboten

    Per- und polyfluorierte Chemikalien (PFC) werden laut Umweltbundesamt in der Natur kaum abgebaut. Zudem weisen Studien auf einen Zusammenhang zwischen den Chemikalien und Krebs sowie chronischen Erkrankungen hin. Vor allem der Stoff PFOS, der zu den PFC gehört, gilt als problematisch.

    PFOS wurde 2006 von der EU verboten, für die Verwendung im Löschschaum galt eine Übergangsfrist bis 2011. Seitdem darf PFOS in der EU überhaupt nicht mehr verwendet werden. Auch nicht von der Bundeswehr.

    Maßnahmen gegen PFC-Verunreinigung gefordert

    Die PFC–Kontaminierung in ihrer Umgebung durch den Bundeswehr-Flugplatz beunruhigt die Bürger von Manching. Seit 2015 wissen sie, dass die Chemikalie ins Grundwasser dringt. 

    Im zuständigen Landratsamt Pfaffenhofen verweist man auf den Verursacher der PFC-Verschmutzung, die Bundeswehr. Die bittet um Geduld. Umfangreiche Untersuchungen und Vorbereitungen bräuchten Zeit, Gesundheitsgefahren für die Bevölkerung bestünden nicht.

    Die Bürgerinitiative "PFC Flugplatz Manching", die sich im vergangenen Sommer gegründet hat, fordert hingegen einen verbindlichen Zeitplan und Ergebnisse.