Zurück zur Startseite
Bayern
Zurück zur Startseite
Bayern

Chaos bei Privatbahnen: Wie endlich Zug reinkommen soll | BR24

Video nicht mehr verfügbar

Dieses Video konnte leider nicht geladen werden, da es nicht mehr verfügbar ist.

Weitere Information zur Verweildauer

© BR

Die Bahnkunden sind unzufrieden. Die Kritik richtet sich gegen die private Transdev. Sie betreibt insgesamt drei Strecken. Bei Meridian, BOB und der neuen Ostallgäu-Lechfeldbahn gab es zuletzt viele Verspätungen und Ausfälle.

5
Per Mail sharen
Teilen
  • Artikel mit Video-Inhalten

Chaos bei Privatbahnen: Wie endlich Zug reinkommen soll

Bei BOB, Meridian und der Ostallgäu-Lechfeld-Bahn hat es in den vergangenen Wochen vehemente Probleme gegeben – teils aufgrund des Schnees, teils hausgemacht. Nach einem Krisengespräch bei der Aufsichtsbehörde muss der Betreiber Transdev handeln.

5
Per Mail sharen
Teilen

Die Transdev-Verantwortlichen waren heute zum Rapport bei Thomas Prechtl, dem Geschäftsführer der Bayerischen Eisenbahngesellschaft (BEG) in München. Die BEG plant, finanziert und kontrolliert im Auftrag des Freistaats den Regional- und S-Bahn-Verkehr in Bayern.

Warum ist die Geduld der BEG jetzt am Ende?

Da waren die starken Schneefälle – die Räumtrupps sind nicht hinterhergekommen. Schienen, Weichen, die ganze Leit- und Signaltechnik lagen unter meterhohem Schnee. Die Züge sind nicht mehr durchgekommen. Im Oberland führte das zum tagelangen Totalausfall.

Der Schienenersatzverkehr mit Bussen kam zu spät, fuhr nicht immer – Tausende Pendler waren nur noch frustriert. Den Frust gesteigert hat der Umstand, dass die Informationen schlecht waren: falsche Angaben im Internet, falsche Durchsagen. Wenn dann ein Zug gefahren ist, war er viel kürzer, oft nur ein Dreiteiler statt zwei Dreiteilern. Die Folge war ein enormes Gedränge in den Zügen.

Warum die vielen Ausfälle etwa bei BOB und Meridian?

Es ist sehr viel Schnee in kurzer Zeit gefallen. Von der BOB heißt es dazu: Wenn anständig geräumt worden wäre, wären die Probleme so nicht aufgetreten. Da schiebt man die Schuld auf die Bahn, die ja für das Netz zuständig ist.

Doch ganz so einfach ist es nicht. Es war so viel Schnee, dass in fünf Landkreisen der Katastrophenfall galt. Die Technik war zugeschneit. Beim Räumen der Straßen ist oft bei Bahnübergängen der Schnee auf die Schienen geschoben worden. Für den Betriebsablauf ist die BOB zuständig: also für die Organisation des Verkehrs, auch des Ersatzverkehrs, und vor allem für die Information der Fahrgäste. Da hapert es überall. Und dann fehlen Material und Personal. Viele Mitarbeiter sind krank, es gibt zu wenige Lokführer, zu wenige Monteure.

Die Probleme der Bahnen sind da überall ähnlich. Außerdem ist viel gespart worden – der Kostendruck ist enorm. Im Spagat zwischen Daseinsvorsorge und Wirtschaftlichkeit ist überall knapp kalkuliert worden. Wenn Züge ausfallen oder Lokführer krank sind, fehlt Ersatz.

Was kann kurzfristig besser werden?

Die BEG ist auch zuständig für die Organisation des Schienenverkehrs und kann Strafen verhängen. Es heißt, dass die Chefs von BOB & Co ein Maßnahmenpaket vorlegen müssen. Konkret wird verlangt: Es darf nicht mehr passieren, dass Züge fehlen. Die BEG erwartet, dass wenigstens eine Zuggarnitur zusätzlich angeschafft wird.

Transdev muss weiteres Personal einstellen. Und Transdev muss dafür sorgen, dass in der App, auf der Seite der BOB und am Bahnhof dieselben Abfahrtszeiten und Nachrichten stehen – und das noch im Laufe dieses Winters.

Video nicht mehr verfügbar

Dieses Video konnte leider nicht geladen werden, da es nicht mehr verfügbar ist.

Weitere Information zur Verweildauer

© BR

Was ist da los auf den privaten Eisenbahnstrecken in Schwaben und Oberbayern? Es häufen sich die Beschwerden. Deswegen musste der Betreiber Transdev heute zum Rapport bei der Bayerischen Eisenbahngesellschaft antreten.