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"chance.natur" in Franken: Förderprogramm für Wiesenbrüter | BR24

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Von neun Wiesenbrüterarten im Altmühltal sind inzwischen sieben vom Aussterben bedroht. Mit einem Förderprogramm der Bundesregierung soll der Lebensraum für die bedrohten Vogelarten gesichert werden. Und das auf einer Fläche von rund 7.000 Hektar.

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"chance.natur" in Franken: Förderprogramm für Wiesenbrüter

Von neun Wiesenbrüterarten im Altmühltal sind inzwischen sieben vom Aussterben bedroht. Mit einem Förderprogramm der Bundesregierung soll der Lebensraum für die bedrohten Vogelarten gesichert werden. Und das auf einer Fläche von rund 7.000 Hektar.

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Seit Jahren ist der Bestand vieler Wiesenbrüter rückläufig. Dazu zählen zum Beispiel der Große Brachvogel oder auch die Uferschnepfe. Um ein Aussterben zu verhindern, haben der Landkreis Ansbach und Weißenburg-Gunzenhausen, der Landschaftspflegeverband Mittelfranken und der Landesbund für Vogelschutz ein Kooperationsprojekt ins Leben gerufen. Fünf Jahre haben sie an dem Projekt gearbeitet. Jetzt kann "chance.natur – Lebensraum Mittelfränkisches Altmühltal" umgesetzt werden.

Sechs Millionen Euro für Schutz der Wiesenbrüter

"Chance.natur" ist ein Förderprogramm der Bundesregierung, mit dem laut Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit "ein wesentlicher Beitrag zum Schutz der biologischen Vielfalt und des nationalen Naturerbes geleistet wird". In den Schutz der Wiesenbrüter fließen in den nächsten zwölf Jahren rund sechs Millionen Euro. 75 Prozent davon übernimmt der Bund, 15 Prozent kommen vom Freistaat und dem bayerischen Naturschutzfond. Außerdem bringen die Träger des Projekts 600.000 Euro ein.

Naturschutz und nachhaltige Bewirtschaftung

Das zu schützende Gebiet erstreckt sich von Colmberg im Landkreis Ansbach bis nach Trommetsheim im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen. Bis Mitte 2022 läuft die Planungsphase. Unter anderem sollen die Landwirte bei einer nachhaltigen Bewirtschaftung gefördert werden. Im Wiesmet – einem Teil des Naturschutzprojekts – funktioniert das schon. Die Landwirte setzen dort häufig auf alte Balkenmäher. Durch diese Mähmaschinen haben die Jungvögel mehr Zeit zu flüchten. Das Altmühltal ist eines der größten zusammenhängenden Feucht- und Nasswiesengebiete Nordbayerns.