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Center Parcs wäre eine Chance für das Fränkische Seenland | BR24

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Bildrechte: dpa/pa, Levin den Boer

Ferienparks Center Parc

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    Center Parcs wäre eine Chance für das Fränkische Seenland

    Der Tourismusverband Fränkisches Seenland hat sich für den geplanten Center Parcs Langlau ausgesprochen. Die Ferienanlage soll auf dem 150 Hektar großen Waldstück des ehemaligen Munitionslagers in Langlau am Brombachsee entstehen.

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    Von
    • Annika Svitil

    Der Geschäftsführer des Tourismusverbandes Hans-Dieter Niederprüm betont, dass Center Parcs eine Chance für das Fränkisches Seenland wäre. Zum einen würde es helfen, das ganze Jahr Touristen in die Region zu locken, aktuell sei man stark an die Saison gebunden. Außerdem würde die Bekanntheit des Seenlands insgesamt steigen und damit auch andere Zielgruppen anlocken. Als dritten Punkt nennt er die Arbeitsplätze, die mit dem Park entstehen.

    Tourismuskonzept bewahren

    Wenn die Planungen vorangehen sollten, ist es Niederprüm wichtig, das Leitbild des Seenlandes mit dem Niederländischen Ferienparkbetreiber zu vereinen. Beide Tourismuskonzepte sollen miteinander harmonieren. Zu genauen Plänen oder einer Zusammenarbeit könne er allerdings noch nichts sagen. In diesem Zusammenhang erwähnt er auch, dass der Brombachsee weiterhin rundherum zugänglich bleiben wird.

    Widerstand gegen Center Parcs Projekt

    Erst vergangene Woche gründete sich eine Bürgerinitiative gegen den Park. Bereits zuvor hatte der Bund Naturschutz kritisiert, dass es mit einem solchen Ferienpark zu einem Overtourism kommen könnte. Außerdem sei das ehemalige Munitionslager Naturschutzgebiet. Die Betreiber planen eine Abholzung des Waldstückes. Nach Angaben des Tourismuschefs sei das Gebiet mit Altlasten belastet. Die Kosten für die Sanierung würde der Betreiber des Ferienparks übernehmen, so Niederprüm.

    49 Prozent weniger Übernachtungen

    Insgesamt stiegen schon jetzt die Zahlen des Tourismusverbands Fränkischen Seenland kontinuierlich an. Allerdings ist schon jetzt ein Einbruch für 2020 zu verzeichnen, den man in diesem Jahr nicht mehr aufholen könnte. Die Übernachtungen sind bis einschließlich Juni um 49 Prozent gesunken. Allerdings sei man mit den Tagesbesuchern sehr zufrieden. Hier spricht Niederprüm aber ausdrücklich nicht von Overtourism. Die Zahl der Gäste sei im Vergleich zu 2018 und 2019 nur um zwei bis drei Prozent gestiegen. Für die Zukunft wünscht er sich, mit Angeboten noch mehr Zielgruppen anzusprechen und für mehr Übernachtungsmöglichkeiten zu sorgen.

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