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CBD-Shops in Schweinfurt und Würzburg durchsucht | BR24

© Björn Schmitt, Pressesprecher Polizeipräsidium Unterfranken

Die Polizei hat am Dienstag drei sogenannte "CBD-Shops" in Würzburg und Schweinfurt durchsucht. Es bestand der Verdacht, dass in den Geschäften verbotenerweise Betäubungsmittel verkauft werden.

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CBD-Shops in Schweinfurt und Würzburg durchsucht

Die Polizei hat am Dienstag drei sogenannte "CBD-Shops" in Würzburg und Schweinfurt durchsucht. Es bestand der Verdacht, dass in den Geschäften verbotenerweise Betäubungsmittel verkauft werden.

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Konkret soll es sich um THC-haltigen Tee gehandelt haben, der nur mit Erlaubnis nach dem Betäubungsmittelgesetz an Erwachsene werden verkauft darf. Festnahmen gab es keine. In "CBD-Shops" dürfen nur THC-freie Produkte mit dem Wirkstoff Cannabidiol (CBD) verkauft werden. Fünf Personen im Alter zwischen 23 und 35 Jahren stehen im Verdacht, seit Ende Januar 2019 neben zahlreichen anderen Produkten verschiedene Teesorten gewinnbringend weiterverkauft zu haben.

Verkauf als "legales Cannabis"

Laut Polizei haben diese Tees ersten Stichproben zufolge Wirkstoffgehalte von 0,16 bis 0,3 Prozent THC (Tetrahydrocannabinol) und sollen nicht nur an Erwachsene, sondern auch an Jugendliche verkauft worden sein. In den "CBD-Shops" sollen die betreffenden Tees als "legales Cannabis" beworben worden sein. Stattdessen soll es sich aber um THC-haltige Produkte gehandelt haben, für deren Verkauf es einer Erlaubnis nach dem Betäubungsmittelgesetz bedurft hätte. Laut Polizei verfügte keiner der drei "CBD-Shops" über eine solche Lizenz. Bei den Durchsuchungen stellten die Ermittler umfangreiches Beweismaterial sicher.

Untersuchung der beschlagnahmten Tees

Spezialisten des Bayerischen Landeskriminalamts werden die beschlagnahmten Cannabisprodukte nun auf ihre jeweiligen Wirkstoffgehalte hin untersuchen. Im Zuge ihrer Kontrollen stießen die Beamten außerhalb der "CBD-Shops" auch auf geringe Mengen Marihuana, die offenbar für den Eigenverbrauch bestimmt waren. Die fünf Tatverdächtigen blieben auf freiem Fuß. Die Kripo Würzburg ermittelt in dieser Sache in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Würzburg.

Strafrechtliche Folgen

Die Staatsanwaltschaft weist darauf hin, dass sich nicht nur die Verkäufer, sondern auch die Käufer der fraglichen Tees nach dem Betäubungsmittelgesetz strafbar machen können. CBD steht für Cannabidiol. CBD-Produkte sind Hanfprodukte wie zum Beispiel lose Cannabisblüten, cannabishaltige Tees oder CBD-Öle, die nur geringe oder gar keine Anteile von THC enthalten. Da der Wirkstoff Cannabidiol kaum psychoaktiv ist, unterliegt er nicht dem Betäubungsmittelgesetz.