Zurück zur Startseite
Bayern
Zurück zur Startseite
Bayern

Cathy Hummels wehrt sich gegen Vorwurf unlauterer Werbung | BR24

© BR

Sie ist eine Influencerin, die Ehefrau von FC-Bayern-Star Mats Hummels: Cathy Hummels. Das heißt, was sie in sozialen Medien postet, kann bei Fans Kauf-Entscheidungen beeinflussen. Jetzt wird Cathy Hummels verbotene Werbung auf Instagram vorgeworfen.

3
Per Mail sharen
Teilen
  • Artikel mit Bildergalerie
  • Artikel mit Video-Inhalten

Cathy Hummels wehrt sich gegen Vorwurf unlauterer Werbung

Cathy Hummels, Ehefrau von FC Bayern-Profi Mats Hummels und Influencerin im sozialen Netzwerk Instagram, war vom Verband Sozialer Wettbewerb wegen verbotener Werbung verklagt worden. Hummels hält sich für unschuldig. Das Urteil fällt Ende April.

3
Per Mail sharen
Teilen

Im Prozess ging es um Instagram-Beiträge, auf denen der Vermerk "bezahlte Partnerschaft" fehlte, obwohl User zum Beispiel beim Klicken auf ein Kleidungsstück auf die Websites der Hersteller weitergeleitet wurden. Sie habe in diesen Fällen aber auch keine Gegenleistung bekommen und die Sachen selbst gekauft, betonte Cathy Hummels heute vor Gericht. Sie habe deshalb nichts Verwerfliches getan.

Hummels: "Ich sehe mich als Frauenzeitschrift"

"Ich sehe mich als Frauenzeitschrift", sagte sie außerdem, denn auch dort gebe es Links zu Marken von Kleidungsstücken. Diese Argumentation griff auch die Richterin auf – zur Enttäuschung von Franz Burchert, dem Vertreter des Verbands Sozialer Wettbewerb. Der meinte dann, die Frage der Vergütung sei nicht so entscheidend.

Richterin Monika Rhein kündigte nach der mündlichen Verhandlung an, das Münchner Landgericht werde seine Entscheidung erst 29. April bekannt geben - falls sich nicht beide Seiten vorher einigen.

Vorwurf der unlauteren Werbung für halbe Million User

Der Verband hat Hummels verklagt, weil sie in gut einem Dutzend Instagram-Beiträgen für ihre 465.000 Follower die Hersteller ihrer Schuhe und Bekleidung genannt und die Webseiten der Unternehmen verlinkt hatte. Der in Berlin ansässige Verband wirft ihr deswegen unerlaubte Werbung vor.

Hummels: Habe keine Gegenleistungen erhalten

"Ich bin mir keiner Schuld bewusst", sagte Hummels nach der Verhandlung. Ihr Argument: Sie habe für diese Beiträge keine Gegenleistungen der Hersteller erhalten, weswegen es sich aus ihrer Sicht auch nicht um Werbung handelt.

Richterin zweifelt Argumentation der Kläger an

Die Vorsitzende Richterin ließ durchblicken, dass auch sie Zweifel an der Argumentation der Kläger hat. In traditionellen Medien seien Hinweise auf Produkte erlaubt, und den Followern sei klar, dass es sich bei Hummels' Instagram-Account um keine private, sondern eine kommerzielle Aktivität handle.

"Dass Frau Hummels - bei aller Liebe - nicht mit 465.000 Menschen auf der Welt befreundet sein kann, ist ziemlich klar."

Der Verein ist unter Wettbewerbsrechtlern für Abmahnungen und Klagen bekannt. Neben Hummels hat der Verband in den vergangenen Monaten auch Fitness-Model Pamela Reif und andere Influencer in Rechtsstreitigkeiten verwickelt.

© BR/Birgit Grundner

Cathy Hummels an der Einlasskontrolle ins Gericht.

© BR/Birgit Grundner

Cathy Hummels im Landgericht München kurz vor der mündlichen Verhandlung. Vorgeworfen wird ihr unlauterer Wettbewerb.

© BR/Birgit Grundner

Cathy Hummels an der Einlasskontrolle ins Gericht.

© BR/Birgit Grundner

Cathy Hummels an der Einlasskontrolle ins Gericht.

© dpa-Bildfunk/Tobias Hase

Cathy Hummels im Landgericht München vor der mündlichen Verhandlung. Vorgeworfen wird ihr unlauterer Wettbewerb. Rechts ihr Anwalt Oliver Moser.

© dpa-Bildfunk/Tobias Hase

Cathy Hummels im Landgericht München kurz vor der mündlichen Verhandlung. Vorgeworfen wird ihr unlauterer Wettbewerb.

© dpa-Bildfunk/Tobias Hase

Cathy Hummels im Landgericht München kurz vor der mündlichen Verhandlung. Vorgeworfen wird ihr unlauterer Wettbewerb.