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Caterer in Gilching: Behörden testen weiter auf Corona | BR24

© Matthias Balk/dpa/dpa-Bildfunk

Säule mit der Aufschrift "apetito catering"

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    Caterer in Gilching: Behörden testen weiter auf Corona

    Nach dem Corona-Ausbruch bei einem Gilchinger Cateringunternehmen setzen die Behörden die Tests fort. Im Fokus steht eine Flüchtlingsunterkunft in Weßling. Dort wurden laut Landratsamt am späten Freitagabend zwei Infektionen bestätigt.

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    Von
    • Matthias Lauer
    • BR24 Redaktion

    Nachdem bis Mittwochabend bei Reihenuntersuchungen bei insgesamt 46 Mitarbeitern eines Cateringunternehmens in Gilching Corona-Infektionen festgestellt worden waren, setzen die Behörden ihre Tests fort.

    Infizierter lebte mit Catering-Mitarbeiter im Container

    Dem Landratsamt zufolge stand am Donnerstag eine Flüchtlingsunterkunft in Weßling im Mittelpunkt. Dort hatte am Vortag ein Bewohner ein positives Testergebnis. Der Mann wohnte mit einem infizierten Mitarbeiter des Unternehmens "Apetito Catering" in einem Container. Inzwischen gibt es in dieser Unterkunft vier bestätigte Infektionen. Die Betroffenen waren alle gemeinsam in dem Wohncontainer untergebracht und wurden nun isoliert.

    Neben Weßling wurde auch in anderen Gemeinschaftsunterkünften umfassend getestet. Eine ganze Reihe der rund 120 Mitarbeiter des Caterers Apetito im oberbayerischen Gilching waren in diesen Einrichtungen untergebracht. Fünf Gemeinschaftsunterkünfte wurden wegen positiver Testergebnisse der Bewohner unter Quarantäne gestellt.

    Großer Kreis an Kontaktpersonen

    Eine ganze Reihe der rund 120 Mitarbeiter des Caterers "Apetito" in Gilching im Kreis Starnberg war in den Flüchtlingsunterkünften untergebracht. Gesucht wird jetzt auch weiter nach Kontaktpersonen im Umfeld des Unternehmens. Dabei würden Zulieferer, Reinigungsfirmen, Techniker, Kühlunternehmen und dergleichen unter die Lupe genommen, so das Landratsamt. Einen "Lockdown" schließt der Starnberger Landrat Stefan Frey (CSU) derzeit aus.

    Kann man sich durch Fleisch mit Corona infizieren?

    "Apetito" unterstrich, dass es bisher bei regelmäßigen externen Audits und Standard-Überprüfungen keinerlei Beanstandungen bezüglich sämtlicher Prozesse gegeben habe.

    "Auch die Lebensmittelüberwachung hat uns im Zuge der aktuellen Corona-Fälle bestätigt, dass unser Hygienekonzept einwandfrei ist." Apetito, Cateringunternehmen

    Das Unternehmen setze alle vom Robert Koch-Institut empfohlenen Maßnahmen um, nehme die aktuelle Situation aber zum Anlass, weitergehende Schritte zu prüfen - etwa, ob die Umgebungstemperatur die Ausbreitung des Virus begünstigen könnte. Aus Experten-Sicht gebe es hier Hinweise, jedoch keine wissenschaftlich gesicherte Evidenz. Vor einer Wiederinbetriebnahme werde die komplette Einrichtung desinfiziert, diese laufe bereits.

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