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Campingplatz-Betreiber bereiten sich auf ein Ende der Leere vor | BR24

© BR/Martin Breikopf

Alle Campingplätze in Deutschland sind aufgrund der Corona-Krise vorerst bis 19. April geschlossen. Wie wird es danach weitergehen? Das fragt sich auch der Betreiber des Alpencaravanparks Tennsee in Krün. Klar ist: Nichts wird mehr wie früher sein.

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Campingplatz-Betreiber bereiten sich auf ein Ende der Leere vor

Alle Campingplätze in Deutschland sind aufgrund der Corona-Krise vorerst bis 19. April geschlossen. Wie wird es danach weitergehen? Das fragt sich auch der Betreiber des Alpencaravanparks Tennsee in Krün. Klar ist: Es wird anders als früher sein.

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Am Alpencaravanpark Tennsee in Krün im Landkreis Garmisch-Partenkirchen waren für die Osterferien fast alle Stellplätze reserviert – doch wegen der Corona-Sperre wurden sie allesamt storniert. Lediglich neun Camper haben eine Ausnahmegenehmigung vom Landratsamt erhalten.

Polizei kontrolliert

Diese wird laut Andreas Zick, dem Betreiber des Campingplatzes, nur in triftigen Ausnahmefällen vergeben – etwa wenn kein Wohnsitz existiert, berufliche oder gesundheitliche Gründe gegen eine Abreise sprechen. Alle anderen Langzeitcamper mussten auf Anordnung der Regierung von Oberbayern den Campingplatz verlassen. Regelmäßig kontrolliert die Polizei mit Streifen die Einhaltung der Regelung, heißt es vonseiten des Campingplatzes.

Hoffen auf die Pfingstferien

Das ausgefallene Ostergeschäft ist das eine – aber was kommt danach? Mit die wichtigste Zeit sind am Campingplatz Tennsee die Pfingstferien. Derzeit werden die Vorbereitungen für eine schrittweise Öffnung des Platzes getroffen. Unter anderem wurden in Kiosk und Restaurant Abstandsflächen eingerichtet und Plexiglasscheiben errichtet. Vor allem die Gemeinschaftseinrichtungen stellen Campingplatzbetreiber vor ein großes Problem. Gemeinsames Zähneputzen, Duschen oder Abspülen sind für Andreas Zick undenkbar – zu groß wäre die Gefahr sich zu infizieren.

Abwarten und Pläne schmieden

Jedoch hat sein Platz nur eine begrenzte Zahl an Einzelkabinen. Gerade in den Stoßzeiten in der Früh und am Abend würde das zu langen Wartezeiten führen. Andreas Zick hat verschiedene Lösungen im Kopf, doch da es derzeit keine Vorgaben von den Behörden gibt, ist er zum Abwarten gezwungen. Außerdem hofft er auf einen Zeitplan von der Regierung, damit er sich auf eine Öffnung des Platzes vorbereiten kann.

Seit 1953 gibt es den Campingplatz am Tennsee. Camping werde sich durch Corona verändern, ist sich Zick sicher. Die Freiheit, die jeder Camper genießt, werde nur schrittweise zurückkommen können. Bis dahin brauche es viel Rücksicht und Verständnis.

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