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Camping und Corona - Betreiber warten auf Vorgaben | BR24

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Pünktlich zu den Pfingstferien dürfen in Bayern die Campingplätze wieder öffnen. Damit ist Bayern das letzte Bundesland, das campen wieder erlaubt. Doch wie das genau aussehen kann, ist derzeit noch unklar.

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Camping und Corona - Betreiber warten auf Vorgaben

Pünktlich zu den Pfingstferien dürfen in Bayern die Campingplätze wieder öffnen. Damit ist Bayern das letzte Bundesland, das campen wieder erlaubt. Doch wie das genau aussehen kann, ist derzeit noch unklar.

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Die Pfingstferien stehen vor der Tür. Die Nachfrage bei Campingplätzen ist hoch, aber wichtige Fragen sind noch nicht geklärt. Knackpunkt für viele Campingplätze sind die Gemeinschafts-Sanitäranlagen. Dürfen sie überhaupt geöffnet werden? Bisher gibt es keine klare Ansage von den bayerischen Behörden. In anderen Bundesländern ist Duschen wegen der Corona-Ansteckungsgefahr nicht erlaubt oder es werden nur Camper zugelassen, die in ihrem Wohnwagen oder Wohnmobil eigene sanitäre Anlagen haben.

Wie viele Camper dürfen auf den Platz?

Außerdem gibt es vielerorts beschränkte Gästezahlen - zum Beispiel darf nur jede zweite Parzelle belegt werden. Trotz der vielen offenen Fragen sind die meisten Plätze für die Pfingstferien schon ausgebucht.

Beispiel Campingplatz Riegsee

So auch am Campingplatz Riegsee. Rund 150 Plätze für Dauercamper gibt es dort und etwa 60 frei verfügbare Plätze und die sind praktisch schon ausgebucht. Für den Bürgermeister von Riegsee könnte es eigentlich nichts Besseres geben. Der Platz gehört nämlich der Gemeinde. Aber so einfach ist es nicht, meint Bürgermeister Jörg Steinleitner:

Ich vermute, dass unser Dorf komplett zugeparkt werden wird. Wir haben in normalen Sommern auch schon Schwierigkeiten mit den Autos und diesen Sommer wird es noch extremer sein, weil viele, die normalerweise nach Italien fahren, jetzt Urlaub bei uns im Oberland machen werden. Bürgermeister von Riegsee, Jörg Steinleitner

Camper sollten "sanitärmäßig autark" sein

Wer hier zum Campen kommt, muss mit erheblichen Einschränkungen rechnen. Bis jetzt ist völlig unklar, was mit Gemeinschaftsbädern passieren soll: Wie viele Personen dürfen gleichzeitig rein? Wie oft muss geputzt werden? Oder bleiben die Bäder vielleicht sogar geschlossen. Platzwartin Monika Schlegel rät jedem, der buchen will, nur zu kommen, wenn man in Sanitärangelegenheiten autark ist, sprich das entsprechende Equipment mit dabei hat.

Warten auf die Vorgaben

Damit am 30. Mai die Campingsaison wirklich starten kann, braucht es jetzt dringend Vorgaben. Die Hoffnung aller ist jetzt, dass in der nächsten Kabinettssitzung konkrete Entscheidungen getroffen werden, damit Planungssicherheit für die Campingplätze besteht.

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