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Urlauber auf einem Campingplatz in Bayern

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    Campen in Bayern an Pfingsten: Was Sie beachten müssen

    Endlich Ferien, zwei Wochen schulfrei: Und damit ab auf den Campingplatz? Ab dem 21. Mai geht dies in Bayern wieder – wenn die Inzidenz in der entsprechenden Region stabil unter 100 liegt. Es ist nicht die einzige Regel, die man beachten muss.

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    Von
    • Maren Hellwege-Beck

    Pünktlich zu den Pfingstferien dürfen am 21. Mai in Bayern Campingplätze in Landkreisen und kreisfreien Städten mit niedrigen Inzidenzwerten öffnen. Ausschlaggebend ist, dass die 7-Tage-Inzidenz stabil unter 100 liegt. Überall dort, wo dies erfüllt wird, ist eine Öffnung möglich – wie es derzeit aussieht, beispielsweise im Landkreis Traunstein.

    Stefan Ebner vom Campingplatz Chiemsee Camping Rödlgries blickt dem 21. Mai allerdings mit gemischten Gefühlen entgegen. Er hat zwar Personal eingestellt, um vorbereitet zu sein. Aber wie genau die Rahmenbedingungen aussehen werden, wisse er noch nicht.

    "Im Moment haben wir mehr als doppelte Arbeit. Wir ertrinken in E-Mail-Anfragen und Telefonanrufen. Die einen buchen, die anderen stornieren, wieder andere buchen um. So geht das den ganzen Tag." Stefan Ebner, Campingplatz Chiemsee Camping Rödlgries

    Für ihn und sein Team sei es momentan ein Höllentrip. Wobei Ebner einräumt, dass es wahrscheinlich für die Gäste noch unbefriedigender sei als für sie. "Die haben Fragen wie: 'Wo können wir uns vor Ort testen lassen? Was passiert, wenn einer von uns positiv getestet wird?' Das können wir alles nicht beantworten."

    Regelmäßige Corona-Tests verpflichtend – Nur wo?

    Für die Camping-Gäste gilt eine Testpflicht. Die anreisenden Gäste müssen einen negativen PCR- oder Schnelltest vorlegen, der maximal 24 Stunden alt ist, oder sich unter Aufsicht selbst testen. Alle 48 Stunden ist ein weiterer Test nötig. Genesene, vollständig Geimpfte und Kinder unter sechs Jahren sind von der Testpflicht ausgenommen. So der Beschluss des bayerischen Kabinetts vom 10. Mai.

    Stefan Ebner stellen diese Vorgaben vor einige Probleme. Es gibt keine Teststation in der Nähe. Die Ärzte vor Ort führen zwar Tests durch, sagen aber, dass alles, was über das Normale hinausgeht, also auch zusätzliche Urlauber zum Beispiel, nicht möglich sei.

    "Das muss man auch mal überlegen: Auf unseren Campingplatz passen 1.000 Menschen, jetzt sagen wir mal, 300 sind Geimpfte oder Genesene. Bleiben also 700 Menschen, die sich alle 48 Stunden testen lassen müssen. Das macht im Schnitt 350 pro Tag. Da muss das schon zackig gehen, dass das hinhaut." Stefan Ebner, Campingplatz Chiemsee Camping Rödlgries

    Schon einige Gäste, die gebucht hatten, haben bei Stefan Ebner wieder abgesagt – mit der Begründung, ein Corona-Test alle 48-Stunden sei ihnen zu viel. "Die haben gesagt, da fahren sie lieber ins Ausland, wo diese Regelung nicht besteht." Außerdem: Steigt die Inzidenz im Landkreis an drei aufeinanderfolgenden Tagen über 100, muss alles wieder geschlossen werden.

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