BR24 Logo
BR24 Logo
Startseite

Busunternehmer im Lockdown: "Lasst uns wieder fahren!" | BR24

© BR/Sarah Beham
Bildrechte: BR/Sarah Beham

Seit einem Jahr stehen die Schul- und Reisebusse von Peter Wanninger in Bogen still. Der 59-jährige Busunternehmer fordert im BR-Gespräch: "Lasst uns wieder fahren!"

4
Per Mail sharen
  • Artikel mit Audio-Inhalten

Busunternehmer im Lockdown: "Lasst uns wieder fahren!"

Seit einem Jahr stehen die Schul- und Reisebusse von Peter Wanninger in Bogen still. Der 59-jährige Busunternehmer fordert im BR-Gespräch: "Lasst uns wieder fahren!" Die Zukunft seines Familienunternehmens stehe auf dem Spiel.

4
Per Mail sharen
Von
  • Sarah Beham
  • BR24 Redaktion

Busunternehmer Peter Wanninger aus Bogen kann wegen der Coronakrise seit einem Jahr nicht mehr fahren. Wie er erzählt, lebt sein kleines Familienunternehmen mit sechs Groß- und vier Kleinbussen vom Reiseverkehr. "Wir sind momentan tot", sagt der 59-Jährige. Die Zukunft sei ungewiss, Planungssicherheit gebe es nicht.

Schulbusfahrten ungewiss

Wanninger hatte seine Busse ein Jahr lang abgemeldet. Seit 14 Tagen fährt er wieder Schulkinder in die Schule, zwei Stunden am Tag - aber immer wieder werden die Schulen auch wieder geschlossen, keine Arbeit für Wanninger.

Urlaubsfahrten fallen aus

Der Unternehmer, der mit seinen Bussen Reisen anbietet und somit vom Tourismus abhängig ist, klagt, dass auch Hotels nicht aufmachen dürfen. Die Tourismus- und somit auch Busbranche sei aber von Hotels abhängig. "So lange diese zu sind, können wir nicht rausfahren, haben wir nicht einmal Tagesfahrten." Wie Wanninger sagt, seien bereits viele Reiseveranstalter und Reisebüros insolvent. Es gebe momentan keine Reisen. "Wir wissen auch nicht, wann es wieder so weit ist. Es wird auch nichts gebucht. Wir sind total im Ungewissen."

Busunternehmer: "Wir haben ein Berufsverbot"

Der Busunternehmer habe die Reisebusse letztes Jahr mit Trennwänden ausgestattet, habe viel investiert. "Wir haben aber keine Chance, wir haben ein Berufsverbot." Die Zukunft des Familienunternehmens sei ungewiss. Die Busse im Wert von einer Millionen Euro stehen still, ein Einkommen gebe es nicht. "Mit meinem Schulverkehr kann ich das nicht abdecken", so der 59-Jährige weiter. Auf Dauer halte er mit seinem Unternehmen diese Situation nicht aus - Wanninger ist wie viele andere Busunternehmer auf den Tourismus angewiesen.

"Darüber spricht Bayern": Der neue BR24-Newsletter informiert Sie immer montags bis freitags zum Feierabend über das Wichtigste vom Tag auf einen Blick – kompakt und direkt in Ihrem privaten Postfach. Hier geht’s zur Anmeldung!