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Es kommt kein Bus. Am 13. Mai streikt der Landesverband Bayerischer Omnibusunternehmen.

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Wegen Streiks: Freitagmorgen fahren teils keine Busse

Um auf ihre teils prekäre Situation aufmerksam zu machen, hat der Landesverband Bayerischer Omnibusunternehmen seine Mitglieder für Freitag zum Protest aufgerufen. In einigen Regionen bleiben die Busse von Betriebsbeginn bis 9 Uhr morgens stehen.

Von
Julia GrantnerJulia Grantner
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In mehreren bayerischen Regionen streiken am Freitagmorgen zahlreiche Busunternehmen. Vor allem auf dem Land könnte es für Pendler und Schüler schwierig werden, zur Arbeit und oder in den Unterricht zu kommen, weil auch keine Schulbusse fahren. Rund 60 Firmen beteiligen sich laut dem Landesverband Bayerischer Omnibusunternehmen (LBO) an der Aktion, vor allem in Ober- und Niederbayern. Aber auch in Oberfranken sind einzelne Busverbindungen betroffen.

Verbandssprecher: Streik ist ein Hilferuf

Wie LBO-Geschäftsführer Stephan Rabl BR24 erklärte, sehen sich die mittelständischen Busunternehmen aufgrund der hohen Spritpreise, der ausbleibenden staatlichen Finanzhilfen und des Kostenrisikos beim 9-Euro-Ticket dazu gezwungen, mit einer Protestaktion auf ihre Lage aufmerksam zu machen. Der Streik sei ein Hilferuf.

Mittelfranken doch nicht betroffen

Mit der Aktion will der Landesverband auch Druck auf die Landkreise ausüben. Einige hätten zwar die Not der Busunternehmen erkannt und die Preise bereits angepasst, so Rabl, aber eben längst nicht alle. Ursprünglich wollten sich auch Unternehmen in Mittelfranken beteiligen. Doch hier habe sich allein aufgrund der Streikankündigung etwas bewegt, erklärt Rabl. Die Busverbindungen in Rohr (Landkreis Roth) und in Scheinfeld (Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim), die ursprünglich bestreikt werden sollten, sind nun nicht mehr betroffen.

Dramatische Auswirkungen auf Mobilität befürchtet

Die finanzielle Lage der Busunternehmen und damit die Sicherstellung der Mobilität im ÖPNV sieht Sandra Schnarrenberger, LBO-Präsidentin und Busunternehmerin aus Neu-Ulm, in Gefahr: "Es ist ein Hilfeschrei der Unternehmen, um zu zeigen, was ohne finanzielle Unterstützung eintreten wird: Die Schüler kommen morgens nicht in die Schule und Berufstätige nicht zu ihrem Arbeitsplatz", sagte sie laut Pressemitteilung.

Die nach Regierungsbezirken geordnete Liste mit den betroffenen Regionen wird auf der Website der LBO laufend aktualisiert.

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