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Busfahrer-Streik und Corona-Pandemie: Verdi weist Kritik zurück | BR24

© BR/Richard Padberg

Kritik, wonach der Streik der Busfahrer in der Corona-Pandemie verantwortungslos sei, weist Dirk Schneider, Verdi-Gewerkschaftssekretär für den kommunalen Bereich Oberfranken-West, zurück.

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Busfahrer-Streik und Corona-Pandemie: Verdi weist Kritik zurück

In Coburg streiken die Busfahrer bereits zum vierten Mal innerhalb weniger Wochen. Kritik, wonach die Streiks in der Corona-Pandemie unverantwortlich seien, weist die Gewerkschaft Verdi zurück.

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In Coburg und Bamberg befinden sich die Busfahrer der städtischen Verkehrsbetriebe seit dem frühen Morgen im Warnstreik. Sie folgen damit einem Aufruf der Gewerkschaft Verdi. Die Gewerkschaft will so den Druck auf die Arbeitgeber in den Tarifverhandlungen erhöhen. Auch in vielen anderen bayerischen Städten wird gestreikt.

Verdi: Weniger Arbeit hier, mehr Geld dort

Der Landesverband Bayerischer Omnibusunternehmen (LBO) verweigere nach wie vor jegliche Verhandlungen, sagte Dirk Schneider, Verdi-Gewerkschaftssekretär für den kommunalen Bereich Oberfranken-West, dem Bayerischen Rundfunk. Ein Großteil der Busfahrer ist bei der Städtischen Werke Überlandwerke GmbH in Coburg (SÜC) privat angestellt. Für sie fordert Verdi unter anderem ein Lohnplus von 3,50 Euro pro Stunde und die Übernahme des Tarifvertrags Nahverkehr. Für die kommunal Angestellten will die Gewerkschaft unter anderem eine Reduzierung der Wochenarbeitszeit von 38,5 auf 35 Stunden erreichen.

Hohes Infektionsrisiko in überfüllten Bussen

Die Kritik, wonach es unverantwortlich sei in der Corona-Pandemie den Nahverkehr zu bestreiken, weist Schneider von sich. Es gebe sowieso zu wenige Schulbusse und Fahrer, die Busse seien zu voll. Wenn wegen des Streiks nun Fahrgemeinschaften gebildet würden, dann sei das Infektionsrisiko dort nicht höher, als in einem überfüllten Schulbus.

Fünfter Streik im Nahverkehr in Coburg

Man verstehe den Unmut der Bürger, dass der ÖPNV in Coburg schon wieder bestreikt werde, so Schneider. Allerdings wolle man nicht die Fahrgäste bestreiken, sondern die Arbeitgeber. Die Tarifeinigung für den öffentlichen Dienst von Sonntag lasse auch für andere Tarifgebiete hoffen. Auch am Dienstag streiken die Busfahrer ganztägig in Coburg. Seit dem 9. September ist es dann bereits der fünfte Streik.

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