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Burg Feuerstein: Vier Flugunfälle in kurzer Zeit | BR24

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Bei dem jüngsten Vorfall am Flugplatz im Landkreis Forchheim ist ein Pilot ums Leben gekommen.

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Burg Feuerstein: Vier Flugunfälle in kurzer Zeit

Binnen drei Wochen kommt es an einem Flugplatz in der Fränkischen Schweiz zu vier Unfällen. Der Betreiber sieht allerdings keinen Zusammenhang zwischen den Vorfällen. Auch wenn der Flugplatz – wie viele andere auch – Besonderheiten habe.

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Von
  • Thorsten Gütling

Auf dem Verkehrslandeplatz Burg Feuerstein reagiert man erschüttert auf den jüngsten Absturz eines Flugzeuges, bei dem ein 64 Jahre alter Pilot ums Leben kam. Die Ursache des Unglücks ist nach Angaben der Polizei immer noch unklar. Ein Sachverständiger der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung sei bereits eingetroffen.

Einen Zusammenhang zwischen den zuletzt häufiger vermeldeten Flugunfällen in der Region gebe es aber nicht. Der Mann war beim Landeanflug auf den Verkehrslandeplatz bei Ebermannstadt im Landkreis Forchheim mit seinem Sportflugzeug in den Garten einer Kindertagesstätte gestürzt.

Ebermannstadt: Vierter Flugunfall binnen drei Wochen

Es handle sich um den traurigen Höhepunkt einer zufälligen Häufung von Unfällen, so Tanja Adamski, die Managerin der Fränkischen Fliegerschule Feuerstein, die den Flugplatz betriebt, auf Nachfrage des BR. Binnen drei Wochen war es zu vier Flugunfällen bei Burg Feuerstein gekommen:

Erst am 3. März setzte ein Pilot mit seinem Ultraleichtflugzeug beim Landen mit dem Propeller auf. Zuvor war ein Rad des Fahrwerkes abgebrochen. Das Flugzeug wurde stark beschädigt, verletzt wurde niemand. Am 27. Februar war ein Segelflugzeug nahe des Flugplatzes in ein Waldstück gestürzt und in etwa fünf Metern Höhe in den Baumkronen hängen geblieben. Der Pilot blieb unverletzt. Drei Tage davor landete ein Flugzeug mit eingefahrenem Fahrwerk auf dem Flugplatz und wurde dabei stark beschädigt. Auch damals blieb der Pilot unverletzt.

Flugplatz Burg Feuerstein "nicht gefährlicher" als andere

Wie es aus der Fliegerschule Feuerstein heißt, seien wohl zwei der vier Unfälle auf individuelle Flugfehler zurückzuführen. Derlei Fehler passierten häufig im Frühjahr, wenn die Piloten nach einigen Monaten Flugpause ins Cockpit zurückkehrten. Der Flugplatz Burg Feuerstein sei einer von vielen in der Region und keineswegs gefährlicher als andere, so Adamski.

Wie jeder Flugplatz habe aber auch er Besonderheiten, die den Piloten bekannt seien. So befinde sich die Landebahn auf einer Anhöhe. Im Westen des Geländes befinde sich ein steiler Hang, bei dem etwa die Hälfte des Jahres Abwinde zu beobachten seien. Beim Fliegen herrsche ein hohes Maß an Sicherheit, es bleibe aber immer auch ein Restrisiko, sagt die Managerin der Flugschule Feuerstein.  

Polizei sieht keine Zusammenhänge bei Flugunfällen

Auf Nachfrage heißt es auch bei der Polizei, Zusammenhänge zwischen den jüngsten Flugunfällen in der Region könnten wohl nicht hergestellt werden. Die Vorfälle seien höchst unterschiedlich. Bei der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung heißt es, die Besonderheiten der vielen verschiedenen Landeplätze könnten ein Grund dafür sein, dass gerade unerfahrene Piloten immer wieder Probleme bekämen.

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