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Bundesweiter Warntag: Sirenenheulen am Atomkraftwerk | BR24

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In ganz Deutschland wurden alle Warnmittel erprobt. Darunter auch die Sirene in Niederaichbach östlich von Landshut. Ganz in der Nähe liegt das Atomkraftwerk mit seinen Reaktoren Isar 1 und Isar 2.

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Bundesweiter Warntag: Sirenenheulen am Atomkraftwerk

Als um 11 Uhr die Sirene in Niederaichbach (Lkr. Landshut) geheult hat, mussten viele der rund 4.000 Einwohner an die beiden Atomreaktoren Isar 1 und Isar 2 denken. Heute war es nur zur Probe - der letzte echte Alarm liegt ein Jahr zurück.

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Heute hat erstmals ein bundesweiter Warntag stattgefunden: In ganz Deutschland wurden alle Warnmittel erprobt. Darunter auch die Sirene in Niederaichbach östlich von Landshut. Ganz in der Nähe liegt das Atomkraftwerk mit seinen Reaktoren Isar 1 und Isar 2. Sollte es dort einen "echten Alarm" geben, ist die Bevölkerung aufgerufen zu handeln.

Radio oder Fernsehen an und auf die Warn-Apps schauen

Wenn die Katastrophenschutzsirene heult, heißt es: Sofort Radio oder Fernseher einschalten. Auf allen Kanälen des Bayerischen Rundfunks gibt es dann weiterführende Informationen. Dazu kommen verschiedene Warnapps wie Nina, Katwarn oder BIWAPP, die ebenfalls über die aktuelle Katastrophenlage informieren.

Sirene in Niederaichbach wegen Großbrand

In Niederaichbach und Umgebung musste die Katastrophenschutz-Sirene zuletzt vor gut einem Jahr im Ernstfall heulen. Es gab einen Großbrand in einem Recyclingbetrieb mit einer gefährlichen Rauchwolke. "Da galt es, schnell zu reagieren und die Bevölkerung auf Fenster- und Türenschließen hinzuweisen", sagt Niederaichbachs Bürgermeister Josef Klaus (CSU). Die Sirenen, so Klaus, sind in solchen Situationen unverzichtbar und können durch nichts ersetzt werden. Damit könnten die Betroffenen trotz aller digitalen Geräte am schnellsten flächendeckend gewarnt werden.

"Es ist natürlich eine besondere Situation, weil wir mit den Kernkraftwerken in der Nachbarschaft besondere Einsatzlagen haben können. Wenn die Sirene geht, dann horcht man immer hin und denkt nach, was ist passiert." Josef Klaus, Bürgermeister Niederaichbach

Probealarm: Bevölkerung sensibilisieren

Die Schadenslagen, so das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe, werden immer vielfältiger und durch den Klimawandel häufiger. Heute war es nur ein Probealarm - der erste bundesweite Test nach der Deutschen Wiedervereinigung. Ziel war es, die Bevölkerung für das Thema Warnung zu sensibilisieren und gleichzeitig die Funktion und den Ablauf besser verständlich zu machen. Auch auf die verfügbaren Warnmittel wie Sirenen, Warn-Apps oder digitale Werbeflächen sollte aufmerksam gemacht werden.

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