Zurück zur Startseite
Bayern
Zurück zur Startseite
Bayern

Bundesweiter Real-Streik trifft auch Würzburg | BR24

© Verdi

Real-Streik in Würzburg

Per Mail sharen

    Bundesweiter Real-Streik trifft auch Würzburg

    In den Real-Märkten wird heute bundesweit gestreikt. Betroffen sind auch die beiden Häuser in Würzburg. Der unterfränkische Schwerpunkt war der Real-Markt im Stadtteil Lengfeld, wo die Beschäftigten der Frühschicht vor dem Eingang demonstrierten.

    Per Mail sharen

    Zu dem Streik aufgerufen hatte die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi. Sprecher Peter König sagte dem Bayerischen Rundfunk, der Streik solle den ganzen Tag dauern. Die Metzgerei des Marktes habe komplett geschlossen. Fleisch und Wurst gebe es heute nur an der Selbstbedienungstheke.

    Zentrale Kundgebung der Real-Mitarbeiter in Düsseldorf

    Mit der ganztägigen Arbeitsniederlegung setzen sich die Streikenden für die Anwendung des Verdi-Flächentarifvertrages für die 34.000 Beschäftigten in dem Unternehmen ein. Eine zentrale Streikversammlung findet vor der Zentrale des Metro-Konzerns, zu dem Real gehört, in Düsseldorf statt. Mehrere tausend Teilnehmer wurden dazu erwartet. Auch Bundesarbeitsminister Hubertus Heil ist eingeladen und soll zu den Beschäftigten sprechen. Wieviele Mitarbeiter aus Würzburg sich nach Düsseldorf auf den Weg gemacht haben, ist laut Peter König schwer einzuschätzen. Für viele Geringbeschäftigte dürfte der Aufwand zu groß sein. Man konzentriere sich deshalb auf die Aktion vor Ort.

    Verdi kritisiert Metro-Konzern

    Die beiden Würzburger Realmärkte haben jeweils gut 100 Beschäftigte, die immer wieder durch Leihkräfte aufgestockt werden. Verdi kritisiert das Verhalten des Metro-Konzerns in dem Tarifkonflikt scharf. Real hatte sich im Juni 2018 aus dem Flächentarifvertrag verabschiedet und wendet seither für Neuanstellungen einen Billig-Tarifvertrag an. 4.500 Arbeitsverträge mit befristet Beschäftigten wurden laut Gewerkschaft nicht verlängert. Im September kündigte Metro an, die SB-Warenhäuser verkaufen zu wollen. Der Gewerkschaft geht es nun darum, die Beschäftigten wieder in den Flächentarifvertrag zu bringen, damit sie existenzsichernde Löhne erhalten. An diese Forderung soll sich auch ein neuer Besitzer halten.