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Bei einer Großrazzia gegen mutmaßliche Computerbetrüger in mehreren Bundesländern sind fünf Verdächtige verhaftet worden.

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    Bundesweite Razzia gegen Fahrkartenbetrüger - Fünf Festnahmen

    Bei einer Großrazzia gegen mutmaßliche Computerbetrüger in mehreren Bundesländern sind fünf Verdächtige verhaftet worden. Sie sollen Onlinetickets bei der Bahn mit gephishten Kreditkartendaten gebucht haben.

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    • BR24 Redaktion

    Sie sollen Online-Bahn-Tickets mit "gephishten" Kreditkartendaten gebucht haben – bei einer Großrazzia gegen mutmaßliche Computerbetrüger in Bayern, Nordrhein-Westfalen und Sachsen-Anhalt sind fünf Verdächtige verhaftet worden. Insgesamt waren 350 Beamte an 16 Orten im Einsatz, wie die Bundespolizei mitteilte.

    Staatsanwaltschaft Traunstein sprengt Netzwerk

    Im Hintergrund stehen aufwendige Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Traunstein in Zusammenarbeit mit der Bundespolizeiinspektion Kriminalitätsbekämpfung München, nach denen die Bande seit mindestens Oktober 2018 Computerbetrug zum Nachteil der Deutschen Bahn organisiert und durchführt. Zurzeit werden den 20 Beschuldigten, die sich teilweise auch in anderen europäischen Ländern aufhalten, mindestens 13.300 betrügerische Online-Ticket-Buchungen vorgeworfen, wodurch ein Schaden von ca. 450.000 Euro entstand.

    Onlinetickets mit gephishten Kreditkartendaten gebucht

    Dabei gingen die Täter planvoll und geschäftsmäßig vor: Im Schutz der Anonymität des Internets buchten sie mit "gephishten" Kreditkartendaten Online-Tickets, ohne dass dafür letztlich ein Entgelt entrichtet wurde. Die so betrügerisch erlangten Fahrausweise wurden von den Ticketbuchern selbst genutzt oder über ein Netzwerk von Verteilern an einen Personenkreis von insgesamt ca. 2.500 Nutzern gegen einen verminderten Ticketpreis zur Verfügung gestellt. Die Absprachen und Verteilung der Online-Tickets erfolgten über Social-Media-Profile.

    Fünf Haftbefehle erlassen

    Den Tätern kam die Bundespolizei nach Meldung der Deutschen Bahn auf die Schliche. Eine eigens für die Bekämpfung von Computerbetrug eingerichtete Ermittlungsgruppe bei der Bundespolizeiinspektion Kriminalitätsbekämpfung München übernahm die umfangreichen Ermittlungen. Trotz versuchter Verschleierung ihrer Identität im Internet konnten die Täter zweifelsfrei ermittelt werden. Aufgrund des durch die bundespolizeilichen Ermittlungen festgestellten dringenden Tatverdachts erließ das Amtsgericht Traunstein nun unter anderem 21 Durchsuchungsbeschlüsse und fünf Haftbefehle.

    Nähere Angaben zu den durchsuchten Objekten machte die Polizei in Absprache mit der Staatsanwaltschaft nicht.

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