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Bundesweit einzigartig: Bürgerbeirat Corona in Augsburg | BR24

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In Augsburg hat zum ersten Mal der Bürgerbeirat Corona getagt. Dem Gremium gehören 22 Augsburger an. Sie sollen Anstöße geben, wie die Stadt mit der Pandemie umgehen soll. Das ist bundesweit bislang einmalig.

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Bundesweit einzigartig: Bürgerbeirat Corona in Augsburg

In Augsburg hat zum ersten Mal der Bürgerbeirat Corona getagt. Dem Beirat gehören 22 Augsburger im Alter von 15 bis 69 Jahren mit unterschiedlichsten Hintergründen an. Sie sollen Anstöße geben, wie die Stadt mit der Pandemie umgehen soll.

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Mit ausreichend Sicherheitsabstand und einem detaillierten Hygienekonzept haben sich am Mittwochabend die 22 Mitglieder des neuen Augsburger Bürgerbeirats in der Kongresshalle getroffen. Das Gremium gilt als bundesweit einzigartig und besteht aus zehn Bürgerinnen und Bürgern, der Oberbürgermeisterin Eva Weber, fünf Mitgliedern des Stadtrates sowie sechs Expertinnen und Experten aus der Stadtverwaltung.

Über 600 Fragen per Chat

Die Veranstaltung verfolgten über 300 Interessierte per Video-Livestream. Sie hatten die Möglichkeit, über einen Chat Fragen zu stellen. Deutlicher Tenor dabei: Die Forderung nach strengeren Schutzmaßnahmen. Laut Oberbürgermeisterin Eva Weber (CSU) bearbeitet die Stadtverwaltung die Fragen im Nachgang der Sitzung.

Feedback zeigt: Corona-Beirat ist eine gute Idee

Oberbürgermeisterin Weber zeigte sich zufrieden mit dem Auftakt: "Mir zeigt das schon auch, dass wir bei manchen Themenkomplexen transparenter werden müssen, auch emotionaler, dass wir Geschichten erzählen müssen."

Mit guten Geschichten gegen die Pandemie

So hatten die Beiratsmitglieder zum Beispiel angeregt, dass die Stadt Patienten vorstellt, die eine Coronainfektion durchlitten haben und darüber berichten könnten, wie sie persönlich die Erkrankung erlebt haben. Oder dass die Information zu den Schutzmaßnahmen in Form von kleinen Videos erfolgt, die auch die Emotion ansprechen und nicht nur Zahlen abbilden.

Infozentrum und eine App für die Gastronomie

Eine weitere Idee war es, ein Informationszentrum zu gründen, wo Freiwillige Menschen beraten, die durch Corona in Not geraten sind. Ganz praktischer Natur war ein Vorschlag für die Gastronomie: Statt in jedem einzelnen Lokal Gästelisten auszulegen, sollten alle Augsburger Lokale über eine App zusammengefasst werden, in der sich die Gäste mit Namen und Adresse eintragen können.

Corona-Beirat weist auf Missstände an Augsburger Schulen hin

Angesprochen wurden aber auch konkrete Missstände, wie zum Beispiel, dass an mehreren Augsburger Schulen zu wenig Desinfektionsmittel für die Schüler bereitgestellt werden oder die Fenster sich nicht öffnen ließen. Hier versprach die Stadt sofortige Abhilfe.

Nächster Bürgerbeirat im Dezember

Der Bürgerbeirat wird alle drei Monate neu zusammengesetzt. Für die erste Runde hatten sich über 80 Personen beworben, zehn davon wurden ausgelost. Die nächste Sitzung findet Mitte Dezember statt.

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