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Übung: Bundeswehrhubschrauber NH90
© Nathalie Bachmann/BR Mainfranken
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Übung: Bundeswehrhubschrauber NH90

Der NH90, ein Transporthubschrauber der Bundeswehr, stürzt ab und gerät in Brand – mit diesem Übungsszenario mussten sich am Samstag rund 250 Einsatzkräfte in Faulbach (Lkr. Miltenberg) auseinandersetzen.

Der NH90 besteht zu 85 Prozent aus Kohlenstoff-Fasern – ein sehr leichtes und strapazierfähiges Material, das auch in Autos und Fahrrädern verbaut ist. Das Problem: Gerät der Hubschrauber in Brand, werden Temperaturen um die 650 Grad erreicht. Dabei zerfallen die Fasern in feinste Mikropartikel, die in die Lunge eindringen und Krebs verursachen können – auch bei den Rettungskräften. Diese dürfen sich deshalb den Opfern nur mit Schutzausrüstung nähern. Nach der Rettung müssen die Verletzten dekontaminiert werden. Erst dann können sie vom Rettungsdienst versorgt werden.

Aufwendige Übung für den Ernstfall

Die Bundeswehr selbst "verfügt derzeit nur über sehr eingeschränkte Möglichkeiten zur unbedingt notwendigen Dekontamination von Unfallopfern und beteiligten Rettungskräften", wie es in der Einladung zu der Übung hieß. Zivile Rettungskräfte könnten im Ernstfall als Erste an der Unfallstelle eintreffen, weshalb sie auf die mögliche Gefährdung vorbereitet werden sollen.

Die gemeinsame Übung von Bundeswehr, Feuerwehr und Rettungsdienst war eineinhalb Jahre lang vorbereitet worden, am Ende waren alle Verantwortlichen "sehr zufrieden".

Bei einer Rettungsübung wird ein Hubschrauberabsturz simuliert

Bei einer Rettungsübung wird ein Hubschrauberabsturz simuliert