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Bundeswehrhubschrauber birgt große Gefahr im Brandfall | BR24

© Nathalie Bachmann/BR Mainfranken

Übung: Bundeswehrhubschrauber NH90

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Bundeswehrhubschrauber birgt große Gefahr im Brandfall

Ein Werkstoff in einem Bundeswehrhubschrauber macht diesen im Brandfall zu einem großen Gesundheitsrisiko für Insassen und Retter. Bei einer Großübung trainierte die Bundeswehr zusammen mit den Rettungsdiensten den richtigen Umgang mit der Gefahr.

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Der NH90, ein Transporthubschrauber der Bundeswehr, stürzt ab und gerät in Brand – mit diesem Übungsszenario mussten sich am Samstag rund 250 Einsatzkräfte in Faulbach (Lkr. Miltenberg) auseinandersetzen.

Der NH90 besteht zu 85 Prozent aus Kohlenstoff-Fasern – ein sehr leichtes und strapazierfähiges Material, das auch in Autos und Fahrrädern verbaut ist. Das Problem: Gerät der Hubschrauber in Brand, werden Temperaturen um die 650 Grad erreicht. Dabei zerfallen die Fasern in feinste Mikropartikel, die in die Lunge eindringen und Krebs verursachen können – auch bei den Rettungskräften. Diese dürfen sich deshalb den Opfern nur mit Schutzausrüstung nähern. Nach der Rettung müssen die Verletzten dekontaminiert werden. Erst dann können sie vom Rettungsdienst versorgt werden.

Aufwendige Übung für den Ernstfall

Die Bundeswehr selbst "verfügt derzeit nur über sehr eingeschränkte Möglichkeiten zur unbedingt notwendigen Dekontamination von Unfallopfern und beteiligten Rettungskräften", wie es in der Einladung zu der Übung hieß. Zivile Rettungskräfte könnten im Ernstfall als Erste an der Unfallstelle eintreffen, weshalb sie auf die mögliche Gefährdung vorbereitet werden sollen.

Die gemeinsame Übung von Bundeswehr, Feuerwehr und Rettungsdienst war eineinhalb Jahre lang vorbereitet worden, am Ende waren alle Verantwortlichen "sehr zufrieden".

© BR

Zusammen mit zivilen Rettungsdiensten probte die Bundeswehr heute in Unterfranken den Ernstfall. Simuliert wurde ein Hubschrauberabsturz. Denn die Rettungsaktion kann für die Einsatzkräfte schnell gefährlich werden.