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Bundesverkehrsministerium: Südostlink-Leitung an der A93 möglich | BR24

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Das Bundesverkehrsministerium unterstützt Überlegungen, die umstrittene Stromtrasse Südostlink entlang der A93 zu verlegen. Damit steht einer Machbarkeitsstudie nichts mehr im Wege.

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Bundesverkehrsministerium: Südostlink-Leitung an der A93 möglich

Das Bundesverkehrsministerium unterstützt Überlegungen, die umstrittene Stromtrasse Südostlink entlang der A93 zu verlegen. Damit steht einer Machbarkeitsstudie nichts mehr im Wege. Kommunalpolitiker fordern seit Wochen, die Variante zu prüfen.

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Nach entsprechenden Forderungen aus der Politik unterstützt nun auch das Bundesverkehrsministerium Überlegungen, die umstrittene Stromtrasse Südostlink an der A93 entlang zu führen. Die Erdkabel in der Schutzzone neben der Autobahn zu verlegen, sei straßenrechtlich generell möglich, erklärte das Ministerium auf BR-Anfrage.

Bundesnetzagentur kann jetzt A93-Trasse prüfen

Damit ist der Weg für eine Machbarkeitsstudie der Bundesnetzagentur frei. Sie hatte vor Kurzem angekündigt, die Autobahn als Trassenvariante zu prüfen, wenn das Ministerium grünes Licht gibt. Bislang war die Bundesnetzagentur davon ausgegangen, dass ihr Einbauten im Schutzstreifen von Autobahnen nicht gestattet würden. Technisch möglich seien sie allerdings, so eine Sprecherin der Behörde.

Das Bundesverkehrsministerium nannte dem BR die Hürden: Die elektromagnetische Strahlung der Erdkabel darf laut Gesetz die Betriebseinrichtungen der Straße, weitere Kabel und die Fahrzeuge nicht stören.

Kommunalpolitik fordert Verlegung an A93

Man teile und unterstütze die Ansicht, die Verlegung des Südostlinks entlang der A93 zu prüfen, betont das Ministerium. Damit stützt es die Haltung mehrerer Kommunalpolitiker in der Oberpfalz und von Bayerns Finanzminister Albert Füracker (CSU), die sich ebenfalls für die Verlegung entlang der Autobahn statt durch die Landschaft aussprechen.

Für die Festlegung des Trassenkorridors sei allerdings allein die Bundesnetzagentur zuständig, so das Bundesverkehrsministerium. Dabei müssen diverse Belange berücksichtigt werden, wie Arten- und Gebietsschutz, Raumordnung, Wohnbebauung, Wasserrecht, Forst und kommunale Planungen. Die Straßenbauverwaltung muss beteiligt werden.

Gegner lehnen Trasse weiterhin ab

Das Aktionsbündnis gegen die Süd-Ost-Trasse lehnt den Bau des Südostlinks weiterhin ab. "Der Ausbau eines überdimensionierten Übertragungsnetzes ist unwirtschaftlich, umweltzerstörend und für die Energiewende kontraproduktiv", erklären die Trassen-Gegner in einer Mitteilung. Deshalb sei es vollkommen unerheblich, wo diese Trasse verläuft. Bayern brauche den Südostlink nicht. "Er dient nicht der Versorgungssicherheit, sondern dem europaweiten Handel mit Atom- und Kohlestrom und verhindert die Energiewende und die Einhaltung der Klimaziele", so das Aktionsbündnis gegen die Süd-Ost-Trasse.

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Autor
  • Marcel Kehrer
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