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Bundesregierung will Betrieb älterer Windkraftanlagen sichern | BR24

© picture alliance / Jochen Tack

Windpark

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    Bundesregierung will Betrieb älterer Windkraftanlagen sichern

    Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier peilt bis Jahresende eine Lösung für den Betrieb von Windrädern an, die bald nicht mehr subventioniert und daher stillgelegt werden könnten. Es geht darum, die Klimaschutzziele zu erreichen.

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    Die Bundesregierung will den Weiterbetrieb von Onshore-Windenergieanlagen sichern, die aus der Förderung fallen. So will man die Klimaschutzziele erreichen. Der Hintergrund: In den kommenden Jahren laufen die auf 20 Jahre garantierten Zuschüsse für zahlreiche Windräder und Solaranlagen aus. Sollte sich der Betrieb für die Eigentümer nicht mehr lohnen, könnten die Anlagen abgeschaltet werden und damit für die Energiewende und die Umsetzung der Klimaziele verloren gehen.

    Ökostrom auf 65 Prozent steigern

    Die Bundesregierung will allerdings den Anteil des Ökostroms am gesamten Verbrauch bis 2030 auf 65 Prozent steigern. Allein bei der Windenergie fallen jedoch Experten zufolge Ende des Jahres Anlagen mit einer Leistung von rund 4.500 Megawatt aus der Förderung. Zudem zieht sich die Genehmigung neuer Standorte vor allem wegen der Klagen von Anwohnern hin.

    "Wir wollen erreichen, dass das Potenzial, das mit diesen Anlagen verbunden ist, weiter genutzt werden kann und gegebenenfalls auch ausgebaut und ausgeweitet werden kann." Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier

    Alte Anlagen durch neue ersetzen

    Ein Schwerpunkt müsse dabei auf "Repowering" liegen, bei dem alte Anlagen durch neue ersetzt werden, für die dann die derzeit geltenden Förderungen angewandt werden. Bis Weihnachten will Altmeier Lösungen erzielen, die dann auch noch in die Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetz einfließen könnten.

    Auch für Anlagen, bei denen ein Repowering nicht möglich ist, weil beispielsweise der Abstand zu den Anwohnern nicht groß genug ist, sollen Altmaier zufolge marktwirtschaftliche Lösungen gefunden werden. Die Möglichkeiten, den Strom direkt an Unternehmen zu verkaufen, sollen gestärkt werden.

    Mehr Tempo für Energiewende gefordert

    Der nordrhein-westfälische Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart sagte, es habe Übereinstimmung geherrscht, dass das Repowering gestärkt und die Genehmigungsverfahren beschleunigt werden müssen. Wichtig für den Erfolg der Energiewende sei aber, dass auch insgesamt das Tempo erhöht werde. Dies gelte vor allem für den Netzausbau.

    Grüne vermissen konkrete Ergebnisse

    Grünen-Fraktionsvize Oliver Krischer kritisierte die aus seiner Sicht zu unverbindlichen Ergebnisse des Runden Tischs zur Windkraft. "Das Thema drängt, und der Wirtschaftsminister ist zwei Jahre zu spät mit seiner heutigen Gesprächsrunde, die mal wieder keine konkreten Ergebnisse bringt."

    Bundeswirtschaftsminister Altmaier berichtete unterdessen von Fortschritten bei den Genehmigungen von Windanlagen. In den ersten drei Quartalen seien Genehmigungen für Anlagen mit einer Leistung von 2.000 Megawatt erteilt worden. Das sei fast doppelt so viel wie im Vorjahreszeitraum.

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