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Bundespräsident Steinmeier lobt Penzberger Moschee | BR24

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Bundespräsident Steinmeier hat zu mehr Verständnis zwischen den Religionen aufgerufen. Als beispielhaft lobte er heute das Zusammenleben im oberbayerischen Penzberg. Dort besuchte er die bundesweit bekannte Moschee und das Islamische Forum.

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Bundespräsident Steinmeier lobt Penzberger Moschee

Das Islamische Forum Penzberg sei ein Modell für muslimische Gemeinden in Deutschland, so Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier bei seinem Besuch in der oberbayerischen Moschee. Es sei wünschenswert, dass es sich verbreitet.

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Aus der Sicht des Bundespräsidenten hat Penzberg Modellcharakter. Die Moschee sei ein Ort, "an dem das gelebt wird, was ich mir für unser Land wünsche, nämlich Neugier aufeinander und Respekt voreinander", so Steinmeier. Muslime unterschiedlicher Herkunftsländer würden hier gemeinsam beten, es gäbe Predigten auf deutsch und die Moschee stehe im Zentrum der oberbayerischen Gemeinde, nicht draußen im Gewerbegebiet.

"Ich bin sehr froh darüber, dass das Engagement der muslimischen Gemeinde in der Stadt stattfindet und dass die nicht-muslimische Mehrheitsbevölkerung dieser Gemeinde mit so viel Offenheit und Respekt begegnet. Gerade in Tagen, in denen die Polarisierung in der Gesellschaft zugenommen hat." Frank-Walter Steinmeier, Bundespräsident

"Ein Modell für muslimische Gemeinden"

Während vor der Tür eine Hand voll Aktivisten des islamfeindlichen Bündnisses Pegida gegen den Besuch des deutschen Staatsoberhaupts in einer muslimischen Gemeinde protestiert, sagt Imam Benjamin Idriz bei der Führung durch die Moschee: "Wir identifizieren uns mit Deutschland." Für ihn sei der Besuch Steinmeiers ein Signal, dass Muslime ein Teil der Gesellschaft und des Landes sind.

"Unsere Arbeit findet eine hohe Anerkennung durch diesen Besuch. Wir nehmen das als eine Wertschätzung unserer langjährigen Arbeit bei der Integration und im interreligiösen Dialog." Benjamin Idriz, Imam

Der Bundespräsident fragt nach, ob die Moschee auch für Besucher offen sei. Jeden Tag, antwortet der Imam und erzählt von den vielen Schulklassen, die nach Penzberg kommen um die Gemeinde und ihre Moschee zu besichtigen. Das Freitagsgebet findet in Penzberg in drei Sprachen statt: Deutsch, Bosnisch und Türkisch. Für Frank-Walter Steinmeier hat das Modellcharakter. "In einer Gemeinde, in der Muslime aus unterschiedlichen Herkunftsländern kommen, ist Deutsch die Verkehrssprache. Ich glaube, das ist ein Modell für viele Gemeinden im städtischen Bereich und man kann sich wünschen, dass es sich verbreitet."

Um den Pegida-Aktivisten nicht die Straße zu überlassen, haben sich heute auch hunderte Bürger der Stadt vor der Moschee zu einer Sympathiekundgebung zusammengeschlossen, unter dem Motto "Penzberg ist bunt".