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Bundespolizei Passau befreit elf Flüchtlinge aus Kühllaster | BR24

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Die Bundespolizei Passau hat am vergangenen Wochenende vermutlich elf Afghanen das Leben gerettet. Die Flüchtlinge waren in einem verplombten Kühllaster versteckt. Sie machten durch Klopfgeräusche auf sich aufmerksam.

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Bundespolizei Passau befreit elf Flüchtlinge aus Kühllaster

Die Bundespolizei Passau hat am vergangenen Wochenende vermutlich elf Afghanen das Leben gerettet. Die Flüchtlinge waren in einem verplombten Kühllaster versteckt. Sie machten durch Klopfgeräusche auf sich aufmerksam.

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Die Bundespolizei Passau konnte am Samstag eine womöglich lebensbedrohliche Einschleusung von elf Afghanen verhindern. Gegen 2.30 Uhr meldete sich ein türkischer Lkw-Fahrer bei einem Mitarbeiter in der Rastanlage Donautal-Ost bei Passau und bat um Hilfe. Aus seinem Lkw-Auflieger, einem Kühllaster, waren laute Klopfgeräusche zu hören. Eine Polizeistreife konnte den - mit einer Plombe gesicherten - Auflieger öffnen und die Afghanen befreien.

Weiterfahrt hätte zu gesundheitlichen Problemen führen können

Die elf Personen, ein 14-Jähriger Junge und zehn Männer im Alter von 18 bis 31 Jahren, sind nach eigenen Angaben vermutlich in Serbien auf den Lkw gestiegen. Die Ladefläche war auf etwa zehn Grad heruntergekühlt worden. Aufgrund der Umstände hätte die Weiterfahrt der Flüchtlinge zu ernsthaften gesundheitlichen Problemen führen können. Bei der Öffnung des Fahrzeugs durch die Bundespolizei klagten die Afghanen über Atemprobleme, Kopfschmerzen und leichte Unterkühlung.

Lkw-Fahrer war ahnungslos

Der Fahrer, ein 42-jähriger Türke, war ahnungslos und teilte den Beamten mit, dass er mit dem Lkw, der hauptsächlich mit Feigen beladen war, bis nach Belgien fahren wollte. Der Fahrer konnte den Bundespolizisten glaubhaft darlegen, dass er mit der Einschleusung der Personengruppe nichts zu tun hat. Er konnte seine Fahrt anschließend fortsetzen.

Ermittlungen gegen Hintermänner laufen

Der 14-jährige Junge wurde dem Jugendamt übergeben, die anderen zehn Männer dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF). Die Männer waren nicht miteinander verwandt, was auf eine professionelle Schleusungsaktion schließen lässt, so Bundespolizeisprecher Timo Schüller. Die Polizei versucht nun zu ermitteln, wer die Hintermänner der Schleusung sind.