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Bundespolizei findet neun Flüchtlinge in einem Transporter | BR24

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© BR/Matthias Lauer

Bei der Kontrolle eines Transporters am Füssener Bahnhof hat die Polizei neun Flüchtlinge entdeckt, sie waren ungesichert auf der Ladefläche. Die Männer gaben an, ca. zehn Stunden unterwegs gewesen zu sein. Der Fahrer ist mittlerweile in U-Haft.

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Bundespolizei findet neun Flüchtlinge in einem Transporter

Bei der Kontrolle eines Transporters am Füssener Bahnhof hat die Polizei neun Flüchtlinge entdeckt, sie waren ungesichert auf der Ladefläche. Die Männer gaben an, ca. zehn Stunden unterwegs gewesen zu sein. Der Fahrer ist mittlerweile in U-Haft.

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Neun Flüchtlinge sind auf der Ladefläche eines Transporters illegal nach Füssen gereist. Laut Bundespolizei muss die Fahrt von Italien nach Deutschland für die Migranten die reinste Tortur gewesen sein. Der pakistanische Fahrer wurde festgenommen. Gegen ihn wird wegen Einschleusens von Ausländern unter unmenschlichen und lebensgefährdenden Bedingungen ermittelt. Der 35-Jährige befindet sich in Untersuchungshaft.

Flüchtlinge verbringen zehn Stunden im Transporter

Als die Kemptener Bundespolizisten bei der Kontrolle des Transporters die hinteren Türen öffneten, fanden sie neun junge Männer auf der Ladefläche. Nach eigenen Angaben mussten sie die etwa zehnstündige Fahrt dort völlig ungesichert zubringen. Einige klagten über Schmerzen und Schwindel. Einer von ihnen wurde laut Polizei vorsorglich mit dem Rettungswagen ins Füssener Krankenhaus eingeliefert. Die Beamten fanden Tüten mit Erbrochenem und Urin.

Alle Flüchtlinge ohne Ausweis

Weder der Fahrzeugführer noch die von ihm beförderten Migranten konnten sich ausweisen. Sie erklärten, aus Pakistan, der Türkei oder dem Iran zu stammen. Wie erste Ermittlungen ergaben, mussten sie für die gefährliche Fahrt auf der Ladefläche mehrere hundert Euro zahlen. Die Männer wurden zunächst zur weiteren Versorgung und den sich anschließenden polizeilichen Maßnahmen zur Bundespolizeiinspektion nach Kempten gebracht.

Mutmaßlicher Schlepper ist im Gefängnis

Das sichergestellte Fahrzeug ist nach Angaben der Bundespolizei nach Rosenheim transportiert worden. Dort suchen Spezialisten der Bundespolizei im Fahrzeug nach weiteren Spuren, die zu Beweiszwecken ausgewertet werden sollen. Die eingeschaltete Staatsanwaltschaft beantragte beim Kemptener Amtsgericht, den Fahrer in Untersuchungshaft zu nehmen. Das Gericht gab dem Antrag statt. Bundespolizisten lieferten den mutmaßlichen Schleuser am Freitagnachmittag ins Gefängnis ein.