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Bundesnetzagentur verteidigt Pläne zum Südostlink | BR24

© peterschreiber.media

Stromtrasse (Symbolbild)

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    Bundesnetzagentur verteidigt Pläne zum Südostlink

    Die Bundesnetzagentur hat in Regensburg über den Stand der Planungen für den Südostlink informiert. Den Entwurf der Energiekonzerne habe man überprüft. Auch auf Kritiker ist die Bundesnetzagentur in Regensburg eingegangen.

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    Bei einer öffentlichen Veranstaltung in Regensburg hat der Vizepräsident der Bundesnetzagentur, Peter Franke, die Notwendigkeit der geplanten vier Nord-Süd-Stromleitungen quer durch Deutschland unterstrichen. Eine davon ist der Südostlink. Die von den Energieunternehmen vorgelegten Planungen seien geprüft und - mit wenigen Abstrichen - für korrekt befunden worden, so ein Sprecher der Bundesnetzagentur zum BR.

    Bundesnetzagentur: dezentrale Erzeugung keine Lösung

    Außerdem will Franke auf Kritiker der Trassenplanung eingehen, die sich gerade im Raum Regensburg und Tirschenreuth zu Wort gemeldet haben. Er sagte, eine dezentrale Lösung sei aber keine Lösung. Die Bundesnetzagentur unterstütze zwar Initiativen, die dezentrale Erzeugungsstrukturen stärken wollen. Allerdings sei die Annahme, dass man sich dadurch in großem Umfang die Stromtrassen erspart, eindeutig falsch, sagte Franke im BR-Interview. Dezentrale Versorgungsanlagen für größere Gemeinden oder Industriezentren wären schlicht zu groß. Der Flächenbedarf für die Anlagen würde nicht akzeptiert werden.

    Eine Verlegung der Stromtrasse entlang der A93, wie sie gefordert wird, sei ebenfalls nicht möglich. Dagegen sprechen laut Franke vor allem verkehrsrechtliche Regelungen.

    Stromleitungen Thema bei "Jetzt red i"

    Fertig sollen die Leitungen spätestens im Jahr 2030 sein. Die vier Stromtrassen quer durch Deutschland sollen Windstrom von der Nordsee nach Süd- und Westdeutschland bringen, sobald die noch laufenden Atomkraftwerke abgeschaltet werden. Es handelt sich im Einzelnen um den Südlink von Wilster in Schleswig-Holstein nach Grafenrheinfeld in Unterfranken, den Südostlink von Wolmirstedt in Sachsen-Anhalt nach Landshut, das Ultranet zwischen Osterath in Nordrhein-Westfalen nach Philippsburg in Baden-Württemberg und den jüngst präsentierten vierten Stromleitungskorridor von Niedersachsen nach Nordrhein-Westfalen. Am Mittwoch werden die Stromleitungen in der Sendung "Jetzt red i" im BR-Fernsehen diskutiert.