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Bundesgerichtshof bestätigt Urteil zum Schnaittacher Doppelmord | BR24

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Bildrechte: Bayerischer Rundfunk

Der Bundesgerichtshof in Karlsruhe hat das Urteil im Fall des Schnaittacher Doppelmordes gegenüber der Angeklagten Stephanie P. nun bestätigt. Sie wurde zu lebenslanger Haft verurteilt, wegen Anstiftung ihres Lebenspartners zum Mord an seinen Eltern.

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Bundesgerichtshof bestätigt Urteil zum Schnaittacher Doppelmord

Der Bundesgerichtshof in Karlsruhe hat das Urteil im Fall des Schnaittacher Doppelmordes gegenüber der Angeklagten Stephanie P. nun bestätigt. Sie wurde zu lebenslanger Haft verurteilt, wegen Anstiftung ihres Lebenspartners zum Mord an seinen Eltern.

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Von
  • Eleonore Birkenstock

Das Urteil zum Schnaittacher Doppelmord ist in höchster Instanz bestätigt worden. Nach Angaben von Justizsprecher Friedrich Weitner hat das Landgericht Nürnberg-Fürth ein entsprechendes Schreiben vom Bundessgerichtshof in Karlsruhe erhalten. "Damit ist die Angeklagte wegen Anstiftung zum Mord zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe rechtskräftig verurteilt", sagte Weitner dem Bayerischen Rundfunk.

Im Dezember 2017 hatte der Schnaittacher Ingo P. seine Eltern mit einem Zimmermannshammer in deren Haus erschlagen. Obwohl sie zum Tatzeitpunkt nicht anwesend war, hatte seine Ehefrau Stephanie P. ihren Mann nach Überzeugung der Richter zu den Taten angestiftet. Der Ehemann verbüßt eine lebenslange Freiheitsstrafe.

Revision, Wertungsfehler, weitere Verhandlung, bestätigtes Urteil

Bei dem Verfahren um das Strafmaß für die Ehefrau hat es dagegen ein juristisches Tauziehen gegeben: Nach einer Revision, hat der Bundesgerichtshof den Fall wegen eines Wertungsfehlers an das Landgericht Nürnberg-Fürth zurückverwiesen. Nach einer weiteren Verhandlung im vergangenen Jahr hatten die Nürnberger Richter in dem neu aufgerollten Prozess die lebenslange Freiheitsstrafe für Stephanie P. dann bestätigt. Daraufhin ging die angeklagte erneut in die Revision.

Prozess um Schnaittacher Doppelmord nun abgeschlossen

Mit dem Beschluss des Bundesgerichtshofs ist das Strafverfahren nach dem Doppelmord von Schnaittach damit abgeschlossen, so Justizsprecher Weitner.

Der Doppelmord von Schnaittach (Lk. Nürnberger Land) hatte bundesweit für Aufsehen gesorgt. Der Informatiker Ingo P. hatte im Dezember 2017 seine Eltern erschlagen und die Leichen in der Garage des Elternhauses eingemauert. Nach Auffassung des Gerichts stiftete ihn seine damalige Verlobte Stephanie P. zu der Tat an. Auch beim Einmauern der Leichen habe sie geholfen. Kurz danach meldeten beide die Toten als vermisst und heirateten.

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