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Bundesfinale Schülerfirma mit "MyCleanBottle" aus München | BR24

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Schülerinnen des Münchner Maria-Ward-Gymnasiums kämpften mit "MyCleanBottle", einer Glasflasche mit eigener Filzhülle, um den Titel "Bestes Unternehmen Deutschland". Sie gehören zu den Finalistinnen des bundesweiten Wettbewerb von Schülerfirmen.

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Bundesfinale Schülerfirma mit "MyCleanBottle" aus München

Schülerinnen des Maria-Ward-Gymnasiums in München haben den Kampf gegen Plastikflaschen aufgenommen – mit einer Glasflasche im Filzmantel. Mit ihrer Schülerfirma "MyCleanBottle" waren sie beim Bundeswettbewerb von Schülerfirmen in Berlin.

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Die Mädchen aus der 11. Klasse des Münchner Maria-Ward-Gymnasiums gehören zu den Finalistinnen des bundesweiten Wettbewerbs von Schülerfirmen um den Titel "Bestes Unternehmen Deutschland". Ihr Produkt ist eine Glasflasche mit einer personalisierten Filzhülle – selbst designed, genäht und vermarktet.

Dabei sein ist alles

Mit "MyCleanBottle" sind die 14 Schülerinnen vor ein paar Tagen nach Berlin gefahren. Am heutigen Donnerstag war dort die Preisverleihung - die Mädchen haben es allerdings nicht unter die ersten drei Sieger geschafft.

Individuelle Glasflasche statt Plastikgefäß

Angefangen hatte alles mit einem Praxisseminar, wofür sie ein nachhaltiges Produkt finden sollten. Die Idee für die Glasflaschen kam durch eine Studie aus Wien, die im Herbst letzten Jahres Mikroplastik im Körper nachgewiesen hatte. Das hat Lara und die anderen motiviert, etwas dagegen zu unternehmen.

"Dass der Plastikkonsum überhaupt reduziert wird und dass es ein Umdenken gibt und immer mehr alternative Produkte zu Plastik gesucht werden". Lara, Schülerin am Maria-Ward-Gymnasium

Die Alternative der Schülerfirma "MyCleanBottle": Ein Glasfalsche mit einer Filzhülle, die wiederverwendbar ist, stoßfest und mit der Schnürung und den aufgestickten Emblemen oder Stickereien ganz individuell.

Arbeiten im Team für besseren Klimaschutz

Die Flaschen kosten zwischen 22 und 27 Euro und werden in Heimarbeit von den Mädels selbst gemacht. Die Wartezeit auf den Verkaufsschlager beträgt derzeit vier Wochen, denn es ist ja auch noch Schule. Sara und Maria haben vor allem gelernt: Ohne Kompromisse geht es nicht.

"Jeder von uns hat sehr viel Zeit und Mühe hineingesteckt, es gab auch viele Unstimmigkeiten. Und was wir alle gelernt haben ist, wie schwierig es sein kann, im Team zu arbeiten, Konflikte zu lösen und auch mal über seine eigene Meinung hinwegzusehen und sich auf Kompromisse einzulassen. Ein Hindernis, das wir überwinden mussten, war auch die Kommunikation. Wir mussten abteilungsübergreifend Aufgaben verteilen, damit etwas klappt." Sara und Maria, Schülerinnen am Maria-Ward-Gymnasium

Lernen in der Praxis, wie Wirtschaft funktioniert

Als Startkapital hat Cara, der Finanzvorstand der Schülerfirma, Aktien verkauft: An Lehrerinnen, Eltern, Freunde aus dem Sportverein – als Aktionär muss man volljährig sein, 77 Aktien à 10 Euro sind im Umlauf. Seit diesem Schuljahr weiß Cara quasi alles über Wirtschaft .

"Man denkt, man kauft einfach was im Supermarkt ein – aber da steckt so viel dahinter, mit Mehrwertsteuer etc. Indem man es praktisch erfährt, lernt man es ganz gut." Cara, Schülerin am Maria-Ward-Gymnasium

Rund 20 Stunden pro Monat haben sie investiert, und so sind alle auch erleichtert, wenn sich die Firma Ende des Schuljahres auflöst.