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Bund Naturschutz will Muna-Areal-Verkauf an Center Parcs stoppen | BR24

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Das Muna-Areal im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen soll an Center Parcs verkauft werden. Der Bund Naturschutz will das verhindern. Dem Verband und der Bürgerinitiative schweben alternative Optionen vor.

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Bund Naturschutz will Muna-Areal-Verkauf an Center Parcs stoppen

Das Muna-Areal im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen soll an Center Parcs verkauft werden. Der Bund Naturschutz will das verhindern. Dem Verband und der Bürgerinitiative schweben alternative Optionen vor.

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Von
  • Laura Grun

Zuerst einmal gehe es darum, etwas zu verhindern, nämlich den Verkauf des ehemaligen Muna-Areals bei Langlau im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen an Center Parcs. Noch sei es nicht zu spät, sagt Richard Mergner, Landesvorsitzender des BN. Die vergangene Kundgebung der Bürgerinitiative "Seenland in Bürgerhand" in Weißenburg habe gezeigt, dass viele Menschen in der Region die geplante Privatisierung und Rodung des Muna-Waldes ablehnen.

"Das Gebaren des Konzerns Pierre & Vacances an anderen Orten zeigt, dass es hier vor allem um ein Immobiliengeschäft geht, bei dem die Interessen der Region zweitrangig sind." Richard Mergner, Landesvorsitzender des BN

Dazu hat sich der Bund Naturschutz (BN) an die zuständigen Stellen gewandt, nämlich die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BIMA) und das Bundes-Umweltministerium (BMU). Die Gespräche mit der BIMA und dem BMU hätten gezeigt, dass der Verkauf noch nicht erfolgt sei, so Mergner. Dort hat der BN darum gebeten, dem Natur- und Umweltschutz Vorrang bei der Entscheidung zum geplanten Verkauf zu geben – und nicht wirtschaftlichen oder politischen Interessen. Angeblich soll es bereits vor zwei Jahren Gespräche zwischen Center Parcs und zuständigen Politikern gegeben haben, so Mergner.

Muna-Gelände als Ausgleichsfläche denkbar

Statt eines Feriendorfs könnte das 150 Hektar große Areal anderweitig genutzt werden, so Mergner. Etwa als Fläche für Ausgleichsmaßnahmen. Immer wieder würden bei Ausbauarbeiten von Autobahnen Bäume geholzt, für die es einen Ausgleich geben müsse. In der ehemaligen Munitionsanstalt könne laut BN dieser Ausgleich erfolgen.

Außerdem sei das Areal aus naturschutzfachlicher Sicht besser, als es Center Parcs zu vermitteln versuche. Es handele sich bei der Muna um einen strukturreichen Mischwald mit erheblichem Wert für den Naturschutz. Das zeige beispielsweise das Vorkommen des seltenen Schwarzspechtes.

Alternativkonzepte für Muna-Areal

Von Seiten der Bürgerinitiative (BI) "Seenland in Bürgerhand" werden ebenfalls Alternativkonzepte erarbeitet. Gemeinsam mit der Gemeinde Pfofeld soll eine ganzjährige Nutzung des Geländes ermöglicht werden. Platz finden könnten dort beispielsweise Schullandheime, aber auch soziale Einrichtungen, die derzeit dringend nach Grund und Boden für eine Immobile suchen.

150 Arbeitsplätze möglich

Bei einer konservativen Planung könnten so rund 150 Arbeitsplätze geschaffen werden, sagt Klaus Maier, der Mitglied im Strategieteam der BI ist. Um auch weiterhin aktiv zu bleiben und auf sich aufmerksam zu machen, hat die Initiative eine zwölfseitige Broschüre mit Informationen herausgegeben und bereits mehr als 7.000 Befürworter in der Region gesammelt.

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