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Bund Naturschutz kritisiert Gewerbegebiet Randersacker | BR24

© Leserbild von Günther Mehler, Würzburg

Der Bund Naturschutz kritisiert die Pläne für ein neues Gewerbegebiet bei Randersacker.

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Bund Naturschutz kritisiert Gewerbegebiet Randersacker

Bei Randersacker soll ein neues Gewerbegebiet direkt an der A3 entstehen. Der Bund Naturschutz kritisiert die Pläne. Obwohl noch 6,5 Hektar Gewerbeflächen frei seien, sollen weitere 13 Hektar ausgewiesen werden, heißt es.

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Dass die Würzburger Vorort-Gemeinde Randersacker ein neues Gewerbegebiet nahe der A3 ausweisen möchte, erhitzt die Gemüter. Naturschützer bezeichnen die Ausweisung als Flächenfraß, die Gemeinde sieht vor allem Vorteile für den Verkehr. Es geht um ein knapp 13 Hektar großes Gebiet südlich der Gemeinde nahe des Autobahnzubringers.

Naturschützer kritisieren Gewerbegebiet

"Dieser Flächenfraß widerspricht allen politischen und gesellschaftlichen Zielsetzungen", sagte Armin Amrehn, der erste Vorsitzende der Bund Naturschutz-Kreisgruppe Würzburg (BN), dem Bayerischen Rundfunk. Zumal in der Gemeinde noch 6,5 Hektar bestehende Gewerbefläche leer stehen würden, ergänzte der Naturschützer. Der BN kritisiert zudem, dass bei dem Vorhaben "gesetzlich geschützte Biotope überplant und damit wertvolle Lebensräume für Insekten, Reptilien und Vögel verschwinden würden".

Gemeinde Randersacker widerspricht

Die Gemeinde widerspricht der Kritik zumindest teilweise. Das Verfahren laufe schon seit 2014 und der BN sei mehrfach angehört worden, sagte der Geschäftsführer der Gemeinde Roland Drexel auf Anfrage des BR. Dass gesetzliche Biotope überplant würden, stimme zwar. Es sei aber nicht geplant, sie auch zu bebauen. Sie seien im Plan weiterhin als Biotope ausgewiesen.

Keine Tankstelle geplant

Der Gemeinderat habe sich außerdem für eine "stille Gewerbenutzung" ausgesprochen. Eine Spedition oder Tankstelle, die den Verkehr übermäßig erhöhe, werde es dort nicht geben. Durch den geplanten Kreisverkehr an der Abfahrt werde zudem ein Unfallschwerpunkt entlastet, so Drexel.