| BR24

 
 

Bild

Die Atomkraftwerke bei Landshut. Der abgeschaltete Block 1 (rechts) soll abgebrochen werden. Dagegen klagt der Bund Naturschutz.
© picture alliance / blickwinkel/allOver/TPH

Autoren

Uli Scherr
© picture alliance / blickwinkel/allOver/TPH

Die Atomkraftwerke bei Landshut. Der abgeschaltete Block 1 (rechts) soll abgebrochen werden. Dagegen klagt der Bund Naturschutz.

Der Bund Naturschutz will den geplanten Rückbau des stillgelegten Atommeilers Isar 1 bei Landshut stoppen. Die Umweltschützer haben Sicherheitsbedenken. Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof befasst sich am Dienstag und Mittwoch mit einer entsprechenden Klage.

Eine Entscheidung sei in dieser Woche allerdings nicht zu erwarten, kündigte der Vorsitzende Richter Wolfgang Peitek an. Das Thema sei technisch und juristisch zu komplex, als dass eine Entscheidung "wie bei John Wayne aus der Hüfte geschossen" werden könne.

Welches Risiko bergen die Brennelemente?

Seit mittlerweile sieben Jahren produziert das Atomkraftwerk Isar 1 bei Landshut keinen Strom mehr. Im Januar 2017 wurde die Abbruchgenehmigung für den Atommeiler erteilt. Allerdings lagern bis heute in der Anlage noch ausgediente, strahlende Brennelemente.

Unter anderem deswegen sieht der Bund Naturschutz ein Sicherheitsrisiko. Der Verband versucht jetzt, den Rückbau des Kraftwerks auf dem Klageweg zu stoppen, bis alle Sicherheitsfragen geklärt sind.

Der Rückbau soll 15 Jahre dauern

Isar 1 ging im Jahr 1979 in Betrieb. Nach der Reaktorkatastrophe von Fukushima beschloss Deutschland die Energiewende. Daraufhin wurde Isar1 im Jahr 2011 abgeschaltet – als eines der ersten AKWs in der Bundesrepublik. Der geplante Rückbau der Anlage soll etwa 15 Jahre dauern.