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Bund Naturschutz fordert "mehr Mut zur Wildnis" | BR24

© dpa/pa, G. Franz

Bauerngarten mit Gartenzaun

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    Bund Naturschutz fordert "mehr Mut zur Wildnis"

    Zum Tag des Gartens an diesem Sonntag (14. Juni) appelliert der Bund Naturschutz eine umweltgerechtere Bewirtschaftung von Gärten zu betreiben. Mehr blühende Staudenbeeten und der Verzicht auf Gartengifte sei ein Gewinn für die biologische Vielfalt.

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    Gartenbesitzer sollten mehr „Mut zur Wildnis“ beweisen, fordert der Bund Naturschutz. Zum Tag des Gartens an diesem Sonntag (14. Juni) appelliert der Verband deshalb, mehr beispielsweise ein Stück Wiese statt Rasen anzulegen oder auf Pestizide zu verzichten.

    Lasst Blumen sprechen

    Jedes Fleckchen sei wichtig und ein Gewinn für die Biologische Vielfalt, so der Bund Naturschutz. Die Zahl der Insekten habe drastisch abgenommen, vor allem die Zahl der Bienen und Hummeln, die Obstbäume und Wildpflanzen bestäuben. Der Bund empfiehlt deshalb, beispielsweise in Randbereichen von Gärten Platz für blühende Pflanzen zu lassen. Auch auf Gartengifte sollte verzichtet werden. Schnecken werden am besten mechanisch über Schneckenzäune abgehalten, so die Empfehlung der Naturschützer. Auch für die Pflanzen zwischen den Pflastersteinen gebe es eigene niedrig wachsende Saatgutmischungen für die Fugen. So könne auch auf den Griff zu einer Drahtbürste verzichtet werden.

    Kompost statt Torf

    Außerdem sollten in den Gärten selbst gemachter Kompost ohne Torfzusatz verwendet werden. Durch den Torfabbau verschwänden artenreiche Moorgebiete, die ein wichtiger Kohlenstoffspeicher sind. Moore bedeckten zwar nur drei Prozent der Erde, speicherten aber doppelt so viel Kohlenstoff wie alle Wälder zusammengenommen, so die Naturschützer. Der Tag des Gartens wurde 1984 ins Leben gerufen und ist eine Initiative des Bundesverbandes Deutscher Gartenfreunde (BDG). Er findet jeweils am zweiten Sonntag im Juni statt.