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Bund Naturschutz beklagt Rückgang von Amphibien | BR24

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Bildrechte: Bund Naturschutz

Bund Naturschutz beklagt: Es gibt immer weniger Amphibien. Die Gründe liegen in einer intensiven Landwirtschaft und dem Klimawandel.

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Bund Naturschutz beklagt Rückgang von Amphibien

Der Bund Naturschutz stellt einen Rückgang von Amphibien fest - um bis zu 80 Prozent. Zum Beispiel seien in Aiterhofen im Kreis Straubing-Bogen früher bis zu 5.000 Tiere über die Straße gerettet worden. 2020 waren es nur noch 750 Tiere.

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Von
  • Anne-Lena Schug
  • BR24 Redaktion

Es gibt immer weniger Kröten, Frösche und Molche. Darauf verweist der Bund Naturschutz (BUND) und gibt an, dass der Amphibienbestand an manchen Stellen um rund 80 Prozent zurückgegangen sei. Dabei bezieht sich der Umweltschutzverband auf Zählungen an Amphibienzäunen. Bei einer Mitmachaktion in Aiterhofen im Landkreis Straubing-Bogen sei dies wieder festgestellt worden.

Bund Naturschutz rettet Amphibien

Entlang dieser Zäune sind Fangeimer eingegraben. Mindestens einmal am Tag kontrollieren die Freiwilligen diese Eimer, zählen die Tiere und lassen sie auf der anderen Seite wieder frei. Allein in Aiterhofen wurden vom Team der Ehrenamtlichen in guten Jahren früher bis zu 5.000 Tiere über die Straße getragen, 2020 waren es nur noch 750, so der BUND. Dabei handle es sich überwiegend um Erdkröten, aber auch um Grasfrösche und Springfrösche.

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Mitglieder des Bund Naturschutz am Amphibienzaun

Schuld seien Landwirtschaft und Klimawandel

Laut Bund Naturschutz sind die Gründe für den Amphibienrückgang die intensive Landwirtschaft, die Zerschneidung und Bebauung der Landschaft und das Insektensterben, da es dadurch weniger Nahrung für Kröten, Frösche und Molche gebe. Hinzu kämen Klimawandel und zunehmende Trockenheit im Frühjahr. Diese führe dazu, dass Laichgewässer austrocknen.

Gegenmaßnahmen für Kröten und Co

Um Amphibien zu schützen, rät der BUND unter anderem, Kellerschächte, aus denen sich Kröten und Frösche nicht mehr befreien können, so abzusichern, dass sie nicht mehr hineinfallen können. Wer will, könne Feuchtflächen im Garten einrichten.

Amphibien in Lebensgefahr

Jedes Jahr begeben sich, sobald die Temperaturen milder werden, Kröten, Frösche und Molche auf die Frühlings-Wanderschaft zu ihren Laichgewässern. Dabei geraten sie in Lebensgefahr, wenn sie Straßen überqueren müssen. Zu ihrer Rettung engagieren sich rund 6.000 Freiwillige des Bund Naturschutz in ganz Bayern, die täglich Amphibienzäune kontrollieren.

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