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Mann bekommt Handschellen angelegt (Symbolbild)

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    Bulgarien liefert Computerbetrüger an Kripo Regensburg aus

    Ein per internationalem Haftbefehl gesuchter Cyberbetrüger ist von bulgarischen Behörden der Kripo Regensburg übergeben worden. Der Mann soll Kontodaten einer Frau ausgespäht und mit Hilfe von Komplizen 50.000 Euro von deren Konto abgehoben haben.

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    Von
    • Norbert Bauer

    Ein gesuchter Computerbetrüger ist von bulgarischen Behörden nach Deutschland ausgeliefert worden. Das teilte das Polizeipräsidium Oberpfalz am Freitag mit. Der einschlägig vorbestrafte Bulgare gilt als Drahtzieher eines größeren Betrugsdelikts im Zusammenhang mit Online-Banking. Die Spur führte die Polizei bei den Ermittlungen auch nach Regensburg.

    Spur führt nach Regensburg

    Der 41-Jährige ist laut Polizei dringend tatverdächtig selbst oder mit Hilfe von Komplizen die Online-Banking-Daten einer Frau aus Sachsen-Anhalt beschafft und vom Konto der Frau insgesamt fast 50.000 Euro abgehoben zu haben. Das Geld wurde auf Konten von Komplizen überwiesen, die das Geld dann abzüglich einer Provision an den 41-Jährigen weitergeben sollten. Laut Polizei führte die Spur auch zu zwei Konten bei Regensburger Bankfilialen.

    Ermittlungen gegen Komplizen wegen Geldwäsche

    In diesem Zusammenhang nahm die Polizei eine 23-jährige Finanzagentin und einen 50-jährigen Regensburger fest. Gegen sie wird wegen Geldwäsche ermittelt. Die weiteren Ermittlungen führten schließlich laut Polizei zu dem 41-jährigen Bulgaren, der daraufhin Ende Oktober in Bulgarien festgenommen worden war. Am vergangenen Mittwoch wurde er der Kripo Regensburg überstellt. Er befindet sich in Untersuchungshaft.

    Tatverdächtiger einschlägig vorbestraft

    Bereits 2016 war der Mann wegen Cyberkriminalität nach Deutschland ausgeliefert und vom Amtsgericht Nürnberg zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren auf Bewährung verurteilt worden. Nun kommt der Beschuldigte abermals in Bayern vor Gericht. Er wird sich laut Polizei wegen fünf Fällen des gewerbsmäßigen Betrugs verantworten müssen. Das Gesetz sieht hierfür Freiheitsstrafe von 6 Monaten bis zu 10 Jahren vor.

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    Von
    • Norbert Bauer
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