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Veitshöchheimer Bürgermeister wegen Jagd auf Füchse angezeigt | BR24

© picture-alliance/dpa

Fuchs in der Stadt (Symbolbild)

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    Veitshöchheimer Bürgermeister wegen Jagd auf Füchse angezeigt

    Wegen illegaler Bejagung von Füchsen hat die Tierschutzorganisation Peta den Bürgermeister von Veitshöchheim angezeigt. Die Gemeinde habe Tiere während der Aufzuchtphase der Jungen töten lassen, so Peta. Die Gemeinde bestreitet die Vorwürfe.

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    Die Tierschutzorganisation Peta hat den Bürgermeister von Veitshöchheim im Landkreis Würzburg angezeigt. Peta wirft Jürgen Götz (CSU) vor, er habe Füchse töten lassen, während sie noch ihre Jungen aufgezogen haben. Die Tötung der Füchse ist für die Tierschutzorganisation ein Verstoß gegen das Verbot der Bejagung von Elterntieren nach dem Bundesjagdgesetz.

    Fuchsfallen angeschafft

    Außerdem erfolgten die Tötungen nach Ansicht der Tierschützer ohne vernünftigen Grund und verstießen damit gegen das Tierschutzgesetz. Die Veitshöchheimer CSU-Fraktion habe 2019 einen Antrag auf Beschaffung von Betonrohr- und Kastenfallen zur Fuchsjagd eingereicht. Sechs dieser Fallen habe die Gemeinde daraufhin für 3.000 Euro angeschafft. Damit habe sich Bürgermeister Jürgen Götz an der Tat durch strafbare Beihilfe beteiligt.

    Bürgermeister Veitshöchheim: Schonzeit eingehalten

    Ende Juli hat Peta eigenen Angaben zufolge bei der Würzburger Staatsanwaltschaft Strafanzeige gegen Götz erstattet. Der ist sich keiner Schuld bewusst. Seines Wissens habe die Gemeinde bei der Bejagung der Füchse alle Schonzeiten eingehalten, sagte Götz dem Bayerischen Rundfunk. Der Bürgermeister der 10.000-Einwohner-Gemeinde bestätigt aber die Anschaffung der Fallen. Sie sei nötig geworden, weil immer mehr Füchse in Wohngebieten in den Gärten und auf Terrassen auftauchten.

    Bürger melden tote Hasen und Hühner

    Mehrere besorgte Bürger hätten sich bei ihm gemeldet, weil Hasen oder Hühner gerissen worden seien, so der Bürgermeister. Bei einer Bürgerversammlung im vergangenen Jahr habe ein Jagdexperte außerdem auf die mögliche Gefahr hingewiesen, dass Füchse Krankheiten übertragen könnten. Wie viele Füchse in diesem Jahr in Veitshöchheim gejagt und getötet wurden, konnte der Bürgermeister nicht sagen.