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Bürgermeister von Haßfurt spricht über Morddrohungen | BR24

© Susanne Günther/BR-Mainfranken

Günther Werner, der Bürgermeister von Haßfurt, hat eine Morddrohung per Post erhalten. Auch an Haßfurter Stadträte wurden Drohungen verschickt. Werner und seine Stadträte lassen sich aber nicht einschüchtern, wie er dem BR sagte.

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Bürgermeister von Haßfurt spricht über Morddrohungen

Günther Werner, der Bürgermeister von Haßfurt, hat eine Morddrohung per Post erhalten. Auch an Haßfurter Stadträte wurden Drohungen verschickt. Werner und seine Stadträte lassen sich aber nicht einschüchtern, wie er dem BR sagte.

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Günther Werner (Wählergemeinschaft Haßfurt) hatte im Februar 2018 einen Drohbrief erhalten, sich aber nicht an die Öffentlichkeit gewandt. "Da wird's einem schon mulmig, wenn man so einen Brief kriegt, der mir vorwirft, dass ich Beihilfe zum Völkermord leiste und am Schluss der Satz dasteht: Sie werden mit dem Tode bestraft." Nach Erhalt des Briefs habe er einen Schrecken bekommen, räumt Werner im Interview bei "Mittags in Mainfranken" ein.

Werner führt Brief auf seine Haltung gegenüber Flüchtlingen zurück

Den Anlass für die Morddrohung sieht Werner in seiner Haltung in der Flüchtlingsfrage. Er hatte sich dafür ausgesprochen, Flüchtlinge aufzunehmen und versucht, die Ängste bei der Bevölkerung zu zerstreuen. Wie Werner sagte, habe sich seine Einstellung gegenüber Flüchtlingen nach der eingegangenen Drohung nicht verändert. "Das wird auch durch so einen Brief nicht passieren", beteuert er.

Rathauschef wünscht sich mehr Rückhalt

Werner wünscht sich mehr Solidarität von den Mitbürgern. "Die aufrechten Demokraten sollten auch da aufstehen, sollten dagegen vorgehen und sollten sich dagegen wehren", fordert er. Mittlerweile ermittelt laut Werner das Landeskriminalamt in dem Fall. Der Bürgermeister hofft, dass mit aller Härte durchgegriffen wird.