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Gewalt gegen Politiker: Brandls Tochter sollte entführt werden | BR24

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Der Abensberger Bürgermeister und Präsident des Deutschen Städte- und Gemeindebundes, Uwe Brandl, hat den Umgang mit Politikern kritisiert.

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Gewalt gegen Politiker: Brandls Tochter sollte entführt werden

Hass und Hetze - nach der Ermordung des Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke melden sich Politiker zu Wort, die Gewalt ausgesetzt sind. Im ARD-Morgenmagazin spricht Uwe Brandl, Bürgermeister von Abensberg, von einer angedrohten Entführung.

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Der Abensberger Bürgermeister und Präsident des Deutschen Städte- und Gemeindebundes, Uwe Brandl, war vor mehreren Jahren mit einer angedrohten Entführung in seiner Familie konfrontiert. Im ARD-Morgenmagazin berichtete der niederbayerische CSU-Politiker am Dienstag, dass damals ein anonymer Täter angekündigt habe, Brandls Tochter kidnappen zu wollen.

"Es ist Gottseidank einige Zeit her, aber als meine Tochter klein war, gab es tatsächlich eine Drohung, sie zu entführen. Das war alles andere als lustig." Uwe Brandl

Er habe damals die Polizei eingeschaltet. Letztendlich habe sich die Drohung dann als schlechter Scherz entpuppt, berichtete Brandl.

Bedrückender Umgang mit Politikern

Nach der Ermordung des Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke fühle er sich als Kommunalpolitiker, der im Rampenlicht steht, zwar nicht unmittelbar bedroht. Ihn bedrücke jedoch die allgemeine Entwicklung im Umgang mit Politikern, beklagte Brandl.

"Angst habe ich nicht, aber man ist natürlich betroffen. Denn das ist eine Entwicklung, die unserer Demokratie insgesamt nicht gut tut." Uwe Brandl

Immer weniger Menschen engagieren sich in Kommunalpolitik

Die zunehmenden verbalen und körperlichen Attacken auf Politiker sind nach Einschätzung Brandls auch schuld daran, dass sich immer weniger Menschen in der Kommunalpolitik engagieren wollen. In mehr als 100 Gemeinden in Bayern gebe es für die Kommunalwahlen im kommenden Jahr noch keinen Kandidaten.

"Wir müssen dringend drüber nachdenken, wie wir miteinander umgehen und wie wir uns in dieser Demokratie miteinander auseinandersetzen." Uwe Brandl

Beleidigungen und Angriffe auf Politiker konsequent verfolgen

Polizei und Staatsanwaltschaft forderte Brandl auf, verbale Beleidigungen und körperliche Angriffe auf Politiker konsequent zu verfolgen und zur Anzeige zu bringen.

"Unser Recht lebt auch von einer gewissen Abschreckung. Wenn das nicht praktiziert wird, ist das für manchen die Einladung zum Tanz." Uwe Brandl
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Hass und Hetze - nach der Ermordung des Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke melden sich Politiker zu Wort, die Gewalt ausgesetzt sind. Im ARD-Morgenmagazin spricht Uwe Brandl, Bürgermeister von Abensberg, von einer angedrohten Entführung.