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Corona-Hotspot Kaufbeuren: Nur ein neuer Fall bestätigt | BR24

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Wegen eines Ausbruchs in einem Altenheim ist Kaufbeuren Corona-Hotspot

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Corona-Hotspot Kaufbeuren: Nur ein neuer Fall bestätigt

Wie erwartet steigt die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen in Kaufbeuren weiter an – allerdings nicht so sprunghaft, wie befürchtet. Nun wird versucht, alle Kontaktpersonen ausfindig zu machen.

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Aufgrund eines lokalen Coronavirus-Ausbruchs in einem Alten- und Pflegeheim der Hospitalstiftung hat Kaufbeuren den Grenzwert von 50 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen weit überschritten. Die 7-Tage-Inzidenz lag zuletzt bei 75,18 - damit weist Kaufbeuren derzeit deutschlandweit den höchsten 7-Tage-Inzidenzwert auf. Dies gab das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) bekannt.

"Bundesweit dramatischstes Infektionsgeschehen"

Oberbürgermeister Stefan Bosse (CSU) spricht vom bundesweit dramatischsten Infektionsgeschehen. Wie erwartet steigt die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen in Kaufbeuren weiter an – allerdings nicht so sprunghaft, wie befürchtet.

Im Vergleich zu gestern wurde ein weiterer Fall bestätigt, damit werden 35 Menschen wegen einer Infektion mit dem Corona-Virus behandelt. Auch der neue Fall wird dem Alten- und Seniorenheim zugeordnet, heißt es beim zuständigen Landratsamt.

Pflegekraft trägt Virus ins Heim

In das Heim hineingetragen wurde das Virus vor einer Woche durch eine erkrankte Pflegekraft. Wo sie sich angesteckt hat, ist noch nicht abschließend geklärt, die Pflegekraft wird laut Kaufbeurens Oberbürgermeister Stefan Bosse derzeit im Klinikum behandelt.

Infiziertes Schulkind auf Kindergeburtstag

Ein weiterer Fall, der den Behörden noch Sorgen bereitet, ist ein mit dem Virus infiziertes Schulkind: Es sei zwar nicht in der Schule gewesen, habe aber einen Kindergeburtstag besucht. Momentan sei man bemüht, alle möglichen Kontaktpersonen ausfindig zu machen und zu testen, so Bosse.

Corona-Ausbrüche in Alten- und Pflegeheimen gelten als besonders gefährlich, weil die Sterberate bei älteren und vorerkrankten Menschen hoch ist und sich erfahrungsgemäß viele Bewohner anstecken.

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