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Bürgermeister fordern Bürokratieabbau für die Energiewende | BR24

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Bürgermeister aus ganz Bayern haben einen Appell an die Staatsregierung unterschrieben. Sie fordern den Abbau von Hindernissen für eine erfolgreiche Energiewende. Besonders viele Unterzeichner kommen aus dem Landkreis Landsberg.

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Bürgermeister fordern Bürokratieabbau für die Energiewende

Mehr als 80 Bürgermeister aus ganz Bayern haben einen Appell an die Staatsregierung unterschrieben, in dem sie den Abbau von Hindernissen für eine erfolgreiche Energiewende fordern. Besonders viele Unterzeichner kommen aus dem Landkreis Landsberg.

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Die Regierung im Freistaat soll Hindernisse beim weiteren Ausbau der Erneuerbaren Energien abbauen. Das fordern gut 80 Bürgermeister in einem Aufruf an die Politik. Viele von ihnen kommen aus dem Raum Landsberg.

Mehr als zwei Drittel der 31 Rathaus-Chefs aus dem Landkreis Landsberg am Lech haben den Appell unterschrieben. Laut einem Sprecher der Gemeinde Fuchstal, die treibende Kraft der Offensive ist, haben noch weitere Gemeinden angekündigt, zu unterschreiben oder das bereits getan.

Hürden für Sonnen- und Windstrom sollen weichen

Die Bürgermeister stellen sich gegen die sogenannte 10-H-Regel für den Bau von Windrädern, also dass diese mindestens das Zehnfache ihrer Höhe von Siedlungen entfernt sein müssen. Außerdem geht es gegen einen Passus im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG): Der Ausbaudeckel für Photovoltaikanlagen sieht vor, ab dem Erreichen einer installierten Kapazität von deutschlandweit 52 Gigawatt Solarstrom keine neuen Anlagen mehr über die Einspeisevergütung zu fördern. Diese Schwelle soll Schätzungen zufolge bereits gegen Mitte dieses Jahres erreicht werden.

Außerdem sollen Genehmigungsverfahren nach dem Willen der Bürgermeister generell einfacher werden, zum Beispiel auch wenn es um die regionale Stromvermarktung geht.

Regionaler Ökostrom macht Schule

Die Gemeinde Fuchstal bietet bereits ihren eigenen, auf Gemeindegrund mit Wind und Sonne erzeugten Strom an. Auf das regionale Ökostrom-Angebot schielt man auch in umliegenden Gemeinden. So zum Beispiel in Penzing, wo einer der Bürgermeisterkandidaten auf dem früheren Fliegerhorst Solarzellen installieren will, um die Gemeinde mit lokal erzeugtem Strom zu versorgen.

Laut der Gemeinde Fuchstal rechnet man damit, dass man fast den ganzen Landkreis an Bord haben werde, wenn der Appell nach der Kommunalwahl an die bayerische Staatsregierung übergeben werden soll.

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