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Bürgerinitiative will Abriss des Kepler-Areals verhindern | BR24

© Rita Lell/"Bündnis Zukunft Kepler Areal"

Das Kepler-Areal soll abgerissen werden

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    Bürgerinitiative will Abriss des Kepler-Areals verhindern

    Das Regensburger Kepler-Areal steht kurz vor dem Abriss. Einige Regensburger akzeptieren diese Pläne nicht. Sie haben eine Bürgerinitiative gegründet und suchen neue Ideen für eine Verwendung der bestehenden Räumlichkeiten.

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    Die Bürgerinitiative "Bündnis Zukunft Kepler Areal" kämpft gegen den Abriss des Kepler-Areals nahe des Regensburger Hauptbahnhofs. Ihre Argumentation: Nach einer Sanierung habe das Kepler-Areal großes Potential für eine öffentliche Begegnungsstätte.

    Künftige Nutzung auch als Kindergarten?

    Rita Lell vom "Bündnis Zukunft Kepler Areal" organisierte am Montag für Pressevertreter eine Begehung des Geländes. Dabei wurde der Zustand der Gebäude und der Räume in Augenschein genommen. Ziel der Veranstaltung: Neue Ideen für eine Nutzung der vorhandenen Räumlichkeiten sammeln. Für manche Räume gibt es bereits konkrete Vorschläge: "Der Keplersaal wäre perfekt für einen Kindergarten", sagt Rita Lell. Außerdem könnten nach den Ideen der Abriss-Gegner ein Tauschkaufhaus, verschiedene Cafés und Ausstellungsräume entstehen. Auch das leerstehende Studentenwohnheim im Wirsing-Turm solle nach einer Renovierung wiedereröffnen.

    Gebäude in schlechtem Zustand

    Ob die Ideensammlung jedoch den Abriss verhindern kann, ist fraglich. Im Innern zeigt sich das Gebäude in einem baufälligen Zustand. Im Treppenhaus steht Wasser, Putz bröckelt von Wänden und Decken. Manche Fensterscheiben sind rissig. Im Studentenwohnheim wurden alte Möbel, Fahrräder sowie leere Flaschen zurückgelassen.

    Siedlungswerk zum Abriss verpflichtet

    Außerdem benötigt die Stadt Regensburg den Platz des Areals während des kommenden Umbaus des Zentralen Omnibusbahnhofs als Übergangslösung. Deshalb müssen die noch vorhandenen Gebäude abgerissen werden. Dazu hat sich das Evangelische Siedlungswerk, derzeitiger Eigentümer, verpflichtet. Ab ersten Oktober soll die Stadt das Gelände übernehmen.

    Hohe Schadstoffbelastung spricht für Abriss

    Laut der Stadt Regensburg sei ein Erhalt des Gebäudes auch wegen der hohen Schadstoffbelastung nicht sinnvoll. Ein eigens in Auftrag gegebenes, 200 Seiten langes Gutachten liefere entsprechende Ergebnisse. Demnach sei vor allem der Wirsing-Turm mit Asbest verseucht. Deshalb könne höchstens das Betontragwerk des Gebäudes erhalten werden. Das Schadstoffgutachten soll bald öffentlich einsehbar sein.

    © Rita Lell/"Bündnis Zukunft Kepler Areal"

    Die Stadt Regensburg spricht von hoher Schadstoffbelastung im Gebäude

    Bündnis schaltet Verwaltungsgericht ein

    Das "Bündnis Zukunft Kepler Areal" will vor Gericht gegen die Abrisspläne vorgehen. Das Bündnis hat deshalb einen Antrag auf einstweilige Anordnung beim Verwaltungsgericht der Stadt Regensburg eingereicht. In den nächsten zwei Wochen werde darüber entschieden, so die Initiatoren.