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Im Ochsenfurter Stadtteil Darstadt ist ein großer Solarpark geplant. Rund 85 Hektar nördlich und südlich von Darstadt sollen mit Solarmodulen bebaut werden. Um das zu verhindern, hat sich nun eine Bürgerinitiative gegründet.

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Bürgerinitiative stellt sich gegen Pläne für riesigen Solarpark

Im Ochsenfurter Stadtteil Darstadt ist ein großer Solarpark geplant. Rund 85 Hektar nördlich und südlich von Darstadt sollen mit Solarmodulen bebaut werden. Um das zu verhindern, hat sich nun eine Bürgerinitiative gegründet.

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Von
  • Carolin Hasenauer

Die Pläne für einen riesigen Solarpark wurden bereits Mitte Oktober 2020 in der Sitzung des Bau- und Umweltausschusses vorgestellt: Auf zwei Flächen nördlich und südlich des Ochsenfurter Stadtteils Darstadt könnte bald ein Solarpark entstehen. Rund 85 Hektar sollen mit Solarmodulen bebaut werden. Nun hat sich eine Bürgerinitiative gegen den geplanten Solarpark gegründet, in der - nach Angaben der Initiative - mehr als die Hälfte der rund 200 Bewohner des Stadtteils versammelt sein soll.

Bürger befürchten erhöhtes Verkehrsaufkommen

"Für uns Anwohner und Bürger von Darstadt bedeutet dies mindestens zwei Jahre Bauzeit mit erhöhtem Verkehrsaufkommen durch Bau- und Logistik-LKW, plus einer unbekannten Bauzeit für die 15-Kilometer-Stromtrasse", schreibt eine der Initiatorinnen der Bürgerinitiative. Außerdem seien Planung und Wegführung unklar.

Ochsenfurts Bürgermeister Peter Juks kann die Sorgen der Bürger nachvollziehen: "Ich habe Verständnis für die Bedenken der Bürgerinitiative, das ist ganz klar. Dennoch denke ich, muss man auch offen sein für anstehende gesellschaftliche Aufgaben." Konkret meint Juks, dass bei der Energiewende ein gewisses Maß an Umdenken erforderlich sei: Viele Bürger würden erneuerbare Energien befürworten, aber stellten sich dagegen, wenn es vor der eigenen Haustür geplant sei.

Noch einige Fragen offen

Auf Seiten der Bürgerinitiative vermutet man, dass das Rathaus schon alles unter Dach und Fach gebracht habe. Juks widerspricht: Er warte noch schriftliche Informationen des Investors ab, bevor die Verwaltung die nächsten Planungsschritte einleitet. Es seien noch einige Fragen offen. Etwa, wie genau die Bürgerbeteiligung aussehen soll: Der Investor versprach bei der Vorstellung des Projekts, dass die Bürger auch von dem Solarpark profitieren können sollen. Ein Anteil sei für 150 Euro zu erwerben, maximal 1.000 Anteile würden pro Interessent vergeben.

Solarpark bald Thema im Stadtrat

Außerdem will Juks sicherstellen, dass ein Teil der Wertschöpfung in Form der Gewerbesteuer bei der Stadt bleibt. Dazu sei es nötig, dass der Betreiber seinen Sitz in Ochsenfurt habe. Erst, wenn diese Informationen vorliegen, soll die nötige Änderung des Flächennutzungsplans und zu einem späteren Zeitpunkt der Bebauungsplan auf die Tagesordnung kommen. Ende November stellt der Investor dem Bauausschuss die Pläne vor, Mitte Dezember soll das Thema auf den Sitzungsplan des Ochsenfurter Stadtrats.

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