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Mainschleife bei Escherndorf
© Reinhard Weber
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Mainschleife bei Escherndorf

Die Bürgerinitiative will verhindern, dass die Firma LZR aus Kitzingen in Nordheim eine Genehmigung für den Abbau von Sand und Kies erhält. Sie fordert, dass die Nordheimer Au im Regionalplan der Region Würzburg 2 als ausbeutefreier Bereich festgeschrieben wird. LZR hat kürzlich beim Landratsamt Kitzingen einen dritten Antrag eingereicht. Demnach sollen in den nächsten zehn Jahren täglich 500 Tonnen Sand und Kies abgebaut werden. Das wären 20 LKW, die täglich durch Nordheim rollen. Die im Herbst von LZR vorgestellte Variante, den Sand mit einem Schubleichter über den Altmain abzutransportieren, wurde von der Firma inzwischen verworfen.

Bürgerinitiative befürchtet Zerstörung ökologischer Lebensräume

Die Bürgerinitiative befürchtet die Zerstörung ökologischer Lebensräume, eine Gefährdung des Grundwassers, eine Beeinträchtigung durch Verkehr, Lärm und Staub sowie negative Auswirkungen auf den Tourismus und die Wirtschaft. Außerdem wird kritisiert, dass bis heute eine Umweltverträglichkeitsprüfung fehlt. Auch der Faktor Zeit wird angeführt, denn aus den beantragten zehn Abbaujahren könnten leicht 20 Jahre oder mehr werden, wie in Astheim, Hörblach oder Fahr am Main, wo LZR gerade erst eine Verlängerung um weitere zehn Jahre beantragt hat.

Interessengemeinschaft "Erhalt der Mainschleife"

Am Sonntag (17.02.) wird sich die Interessengemeinschaft "Erhalt der Mainschleife“ in Astheim präsentieren. Die Ortsgruppen von Grünen und Bund Naturschutz aus Volkach, die Bürgerinitiativen Nordheim und LAMA und die Bürgerliste Volkach wollen sich gemeinsam gegen den weiteren Sand- und Kiesabbau an der Volkacher Mainschleife wehren.