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Bürgerentscheide: Franken beerdigen viele Projekte | BR24

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Rindermast-Anlage (Symbolbild)

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    Bürgerentscheide: Franken beerdigen viele Projekte

    Parallel zur Europawahl fanden in Mittel- und Oberfranken Bürgerentscheide statt. Dabei stimmten die Wähler gegen eine Mastanlage, eine Umgehung, einen Radweg, einen berufsmäßigen Bürgermeister – und für ein Gewerbegebiet und ein Feuerwehrhaus.

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    Im Markt Weisendorf im Landkreis Erlangen-Höchstadt darf ein Landwirt keine neue Rinder-Mastanlage bauen. 60,5 Prozent stimmten gegen die Anlage. Ein Landwirt wollte am Ortsrand von Kairlindach eine Mastanlage für rund 480 Tiere bauen. Gegner befürchteten unter anderem Geruchsbelästigung und auch mehr Verkehr durch die Tieran- und Abtransporte.

    Keine Umgehung in Veitsbronn

    In Veitsbronn im Landkreis Fürth stimmten die Bürger heute deutlich gegen eine lang diskutierte Umgehungsstraße. Die Gemeinde hätte einen Großteil der geschätzten rund 31 Millionen Euro Kosten selbst stemmen müssen. Außerdem wären manche Ortsteile durch die Umgehung noch stärker als bisher belastet worden, so die Gegner.

    Kein Mini-Radweg in Prebitz

    Mit nur einer Stimme Unterschied scheiterten in Prebitz im Landkreis Bayreuth heute die Befürworter eines Geh- und Radwegs zwischen Funkendorf und Bieberswöhr. Der nur etwa 500 Meter lange geplante Radweg hätte 140.000 Euro gekostet. Die Verwaltungsgemeinschaft Dormitz im Landkreis Forchheim wird weiter von einem ehrenamtlichen Bürgermeister geführt. Die Bürger stimmten bei einem Entscheid gegen die Einführung eines berufsmäßigen Bürgermeisters.

    Feuerwehrhaus statt Grünfläche

    Zwei Projekt haben dagegen die Bürgerentscheide parallel zur Europawahl überstanden. In Neustadt an der Aisch stimmten die Bürger für das geplante Feuerwehrhaus an der Bahnhofstraße. Gegner des Projekts wollten dagegen die dortige Grünfläche erhalten. In der Stichfrage stimmten heute nun aber 69 Prozent für das Feuerwehrhaus am geplanten Ort.

    Planungen für Himmelkroner Gewerbegebiet gehen weiter

    In Himmelkron im Landkreis Kulmbach können die Planungen für ein umstrittenes weiteres Gewerbegebiet weitergehen. Wie Bürgermeister Gerhard Schneider dem BR erklärte, haben die Bürger sich heute an der Wahlurne mit 51 Prozent sehr knapp für das Gewerbegebiet ausgesprochen. Die Entscheidung fiel durch die Stichfrage, da sowohl ein Ratsbegehren, als auch der Bürgerentscheid zuvor positiv verliefen. Die Gemeinde will ihr bestehendes Gewerbegebiet durch ein neues mit dem Namen „Himmelkron-Nord“ erweitern. Gegner des Vorhabens kritisieren mehr Verkehr und Flächenversiegelung.