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Bürgerentscheid in Regen: Initiative "Zukunft Regen" verliert | BR24

© BR/Ernst Weber

Das Rodenstock-Gelände, eine Industriebrache in der Stadt Regen, kann wie ursprünglich vom Stadtrat geplant bebaut werden. Darüber haben die Regener in einem Bürgerentscheid abgestimmt. Dieser war wegen der Corona-Krise verschoben worden.

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Bürgerentscheid in Regen: Initiative "Zukunft Regen" verliert

Das Rodenstock-Gelände, eine Industriebrache in der Stadt Regen, kann wie ursprünglich vom Stadtrat geplant bebaut werden. Darüber haben die Regener in einem Bürgerentscheid abgestimmt. Dieser war wegen der Corona-Krise verschoben worden.

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Beim Bürgerentscheid um die Zukunft des Rodenstock-Areals haben 2.591 Regener (etwa 59 Prozent) mit "Nein" gestimmt und damit die Pläne der Initiative "Zukunft Regen" abgelehnt. 1.809 Bürgerinnen und Bürger votierten mit "Ja". Die Wahlbeteiligung lag bei rund 51 Prozent. Die Initiative "Zukunft Regen" wollte die Umsetzung eines Beschlusses des Regener Stadtrates verhindern.

Mehrheit der Regener steht hinter den Plänen des Stadtrats

Dieser Stadtratsbeschluss sieht vor, dass auf dem Rodenstock-Gelände, einer Industriebrache, ein Einkaufszentrum und ein Lebensmittelmarkt entstehen sollen. Die Initiative "Zukunft Regen" wollte dagegen alternative Konzepte prüfen lassen, wie etwa ein Hotel, ein Kulturzentrum oder ein Carsharing-Unternehmen. Nach dem Bürgerentscheid zeigte sich Bürgermeister Andreas Kroner (SPD) erfreut, dass eine Mehrheit der Regener hinter den Plänen des Stadtrates stehe.

Der Termin des Bürgerentscheids war wegen der Corona-Krise verschoben worden. Die Abstimmung sollte vor allem per Briefwahl erfolgen. Es gab aber auch die Möglichkeit, am Sonntag ins Rathaus zu gehen und dort von 8 bis 18 Uhr sein Kreuzchen zu machen.

Die Initiatoren des Bürgerbegehrens sind mit ihrem Anliegen gescheitert

Die Frage des Bürgerentscheids lautete: "Sind Sie für die Beibehaltung des rechtskräftigen Bebauungsplans/Teilfläche Rodenstock-Gelände?" Die Mehrzahl der Bürger hat mit "Nein" gestimmt und sich somit für die geplante Bebauung des Geländes mit Einkaufszentrum und Lebensmittelmarkt ausgesprochen, so wie es der Stadtrat Ende letzten Jahres beschlossen hatte.

Die Initiatoren des Bürgerbegehrens, das mit fast 1.300 gültigen Unterschriften zum Bürgerentscheid wurde, wollten verhindern, dass auf dem Gelände Geschäfte und ein Lebensmittelmarkt entstehen. Sie wollten stattdessen, dass der Bebauungsplan neu überprüft und alternative Konzepte vorgeschlagen werden können. Im Raum standen zum Beispiel ein Hotel, ein Ort für kulturelle Veranstaltungen oder ein Carsharing-Unternehmen. Nun werden die Pläne des Stadtrats aber wie geplant umgesetzt.

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