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Gegner wollen die Planung der Photovaltaikanlage stoppen (links). Die Befürworter erhoffen sich einen Schub für die Energiewende.

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    Bürgerentscheid: Sinzinger entscheiden über Solarpark

    In Sinzing bei Regensburg soll ein Solarpark gebaut werden. Dagegen hatte sich eine Bürgerinitiative gegründet. Jetzt sollen die Bürger in einem Brief-Entscheid darüber abstimmen, ob alle Planungen für den Solarpark gestoppt werden.

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    Von
    • Norbert Bauer
    • BR24 Redaktion

    Die wahlberechtigten Bürger der Gemeinde Sinzing im Landkreis Regensburg können bis Sonntag über den Bau einer großflächigen Photovoltaikanlage abstimmen. Wegen der Corona-Pandemie findet die Abstimmung ausschließlich in Form einer Briefwahl statt.

    Stimmzettel in Rathaus-Briefkasten einwerfen

    Rund 6.000 Wahlberechtigten sind laut Gemeindeverwaltung die nötigen Unterlagen zugeschickt worden, teilte die Gemeinde mit. Diese müssen dann ausgefüllt bis kommenden Sonntagabend um 18 Uhr bei der Gemeinde eingegangen sein, können bis dahin also noch in den Briefkasten am Sinzinger Rathaus eingeworfen werden. Abgestimmt wird über diese Frage: "Sind Sie dafür, dass die Gemeinde alle Planungen zum Bau der Freiflächenphotovoltaikanlage im Bereich 'Am Kreuzacker' stoppt?" Die Frage kann nur mit Ja oder Nein beantwortet werden.

    Gegner befürchten Beeinträchtigung der Natur

    Ein Privatinvestor will auf seinem familieneigenen Acker eine fünf Hektar große Photovoltaikanlage bauen. Der Gemeinderat hatte den Plänen zwar bereits grünes Licht gegeben. Es regte sich jedoch teils massiver Widerstand gegen das Projekt. Unter anderem hat sich eine Bürgerinitiative gegründet. Der große Solarpark werde das Landschaftsbild, die Tierwelt und den Erholungsfaktor der Menschen stark beeinträchtigen, so die Gegner des Projekts.

    Befürworter sehen wichtigen Schritt für Energiewende

    Zu den Befürwortern des Projekts zählen die Kreisgruppe und die Ortsgruppe Sinzing des Bund Naturschutz. Nach Abwägung aller bekannten Belange sehen sie in dem Vorhaben eine Chance, dass auf bisher intensiv genutztem Ackerland ein wichtiger Schritt für eine dezentrale Energiewende in Sinzing gegangen werden könne. Gleichzeitig könne so ein hochwertiger Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten entstehen, so die Befürworter.

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    Hier soll die fünf Hektar große Anlage entstehen, über die in Sinzing gestritten wird.

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