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Fotomontage der beiden möglichen Handymasten
© BR/Julia Pösl
© BR/Julia Pösl

Fotomontage der beiden möglichen Handymasten

Der geplante Mobilfunkmast in Rögling im Landkreis Donau-Ries kommt auf den Schlauchturm des Feuerwehrhauses im Ortskern. Das hat ein Bürgerentscheid am Sonntag ergeben. Der Sendemast soll den Anwohnern endlich Handyempfang bringen.

Sendemast auf dem Feuerwehrhaus

Die Abstimmung war in ein Rats- und ein Bürgerbegehren aufgeteilt. Für den Standort auf dem Feuerwehrhaus stimmten am Ende 233 Wähler, 196 waren dagegen. Auf einen Standort 400 Meter außerhalb des Ortes entfielen 213 Stimmen, 208 sprachen sich gegen den Standort aus.

Röglinger Bürgermeisterin hofft auf Akzeptanz

Bis zuletzt war viel über den zukünftigen Standort des Mobilfunkmasts diskutiert worden. Wie sehr das Thema die Röglinger bewegte, zeigte auch die Wahlbeteiligung von 82 Prozent. Röglings Bürgermeisterin Maria Mittl wäre es aber lieber gewesen, wenn die Entscheidung deutlicher ausgefallen wäre. Aufgrund der hohen Wahlbeteiligung sei das Stimmungsbild in Rögling aber gut eingefangen worden und werde hoffentlich so von allen akzeptiert, so Mittl.

Arbeitskreis sammelte Unterschriften für Bürgerbegehren

Den Bürgerentscheid hatte der "Arbeitskreis Mobilfunk" in Rögling forciert. Viele Einwohner fürchten gesundheitliche Auswirkungen durch die elektromagnetische Strahlung des Sendemasts. Der Arbeitskreis ist nicht generell gegen einen Sendemast, aber gegen einen Standort mitten im Ort. Die Mitglieder des Arbeitskreises sammelten deshalb Unterschriften für den Standort außerhalb des Dorfes auf einer Anhöhe.

Handyempfang wird noch dauern

Der Gemeinderat hatte sich zuvor mit 8 zu 1 Stimmen für den Sendemast auf dem Feuerwehrhaus ausgesprochen. Bis es in Rögling tatsächlich Handyempfang geben wird, dauert es aber noch: Allein die Planungszeit der Telekom für den Mobilfunkmast betrage ein Jahr, so Bürgermeisterin Maria Mittl.