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Bürgerbegehren "Kein RKK auf dem Kepler-Areal!"
© BR / Bastian Kellermeier

Autoren

Guido Fromm
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Bürgerbegehren "Kein RKK auf dem Kepler-Areal!"

Am Tag der Landtagswahl, dem 14. Oktober, sind die Regensburger Bürger auch aufgerufen, ein weiteres Mal über das geplante Regensburger Kultur- und Kongresszentrum (RKK) zu entscheiden. Am Dienstagabend stimmte der Ferienausschuss des Stadtrats einem Antrag für einen Bürgerentscheid zu – dem bereits vierten zu diesem Thema seit 1999.

Die aktuellen Pläne sehen den Bau des RKK auf dem sogenannten Kepler-Areal am Ernst-Reuter-Platz zwischen Altstadt und Hauptbahnhof vor, nachdem es in den bisherigen Bürgerentscheiden stets um den Donaumarkt ging, auf dem derzeit das Museum der Bayerischen Geschichte entsteht.

Unterschriftenliste ausreichend

Ein Bündnis gegen den Bau des RKK hatte den Bürgerentscheid Mitte Juli beantragt und Unterschriftenlisten mit mehr als 7.000 Eintragungen vorgelegt. Davon waren laut Stadt 5.843 gültig, womit die notwendige Mindestzahl von 5.777 gültigen Unterschriften erreicht war. Die entscheidende Frage am 14. Oktober lautet nun: "Sind sie dafür, dass alle Vorarbeiten und Planungen für ein Kultur- und Kongresszentrum (RKK) auf dem Kepler-Areal unverzüglich gestoppt werden?" Ein "Ja" bedeutet dann, man will, dass der Plan nicht weiterverfolgt wird. "Nein" heißt, die Planungen können weitergehen.

RKK-Gegner optimistisch

Die RKK-Gegner zeigten sich in ersten Reaktionen optimistisch, dass es nach dem Bürgerentscheid zum Stopp kommt. Schon im Vorfeld hatten sie deutlich gemacht, dass sie statt Ausgaben der Stadt für ein Kultur- und Kongresszentrum mit einem großen Saal mit 1.800 Plätzen und einem zweiten, kleineren Saal lieber Investitionen unter anderem in bezahlbaren Wohnraum und einen besseren öffentlichen Personennahverkehr sehen würden. In einer Stellungnahme des Stadtrats wurde derweil betont, dass man das Kepler-Areal am Eingang zur Altstadt und damit auch das gesamte Bahnhofsumfeld aufwerten wolle.