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Bürgerentscheid: Aitrang bekommt hauptamtlichen Bürgermeister | BR24

© BR/Christine Kellermann

Die Gemeinde Aitrang im Ostallgäu bekommt mit der Kommunalwahl 2020 einen hauptamtlichen Bürgermeister. Dafür hat eine klare Mehrheit bei einem Bürgerentscheid gestimmt und damit den ehrenamtlichen Bürgermeister abgeschafft.

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Bürgerentscheid: Aitrang bekommt hauptamtlichen Bürgermeister

Die Gemeinde Aitrang im Ostallgäu soll mit der Kommunalwahl 2020 einen hauptamtlichen Bürgermeister bekommen. In einem Bürgerentscheid stimmte am Sonntag eine klare Mehrheit für die Abschaffung des Ehrenamtes.

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"Sind Sie dafür, dass Aitrang künftig einen hauptamtlichen Bürgermeister haben sollte?" Diese Frage im Bürgerentscheid von Aitrang im Ostallgäu beantworten 654 Stimmberechtigte mit Ja, nur 254 Bürger stimmten dagegen. Bürgermeister Jürgen Schweikart zeigte sich erfreut über das klare Ergebnis. Er hatte dafür gekämpft, dass sein Amt eine Vollzeitaufgabe wird.

Weichenstellung für den Nachfolger im Bürgermeisteramt

"Das ist ganz in meinem Sinne", sagte Schweikart dem BR. Ihm war aber auch wichtig, die Bürger in diese Entscheidung mit einzubeziehen. Profitieren wird von dieser Entwicklung allerdings sein Nachfolger. Nach 18 Jahren als ehrenamtlicher Bürgermeister der rund 2.000 Einwohner starken Gemeinde tritt Schweikart zur Kommunalwahl im März nächsten Jahres nicht mehr an. So habe er aber schon einmal den Weg bereitet, erklärte Schweikart.

Kritiker monieren Mehrkosten

Die von den Kritikern vor allem monierten Mehrkosten für das Amt werden nach Ansicht Schweikerts nur 5,1 Prozent der jährlichen Gemeinde-Gesamtpersonalkosten von insgesamt 1,1 Millionen Euro ausmachen. Sollte man innerhalb der Amtsperiode zu dem Schluss kommen, der Mehraufwand sei nicht gerechtfertigt, könne man nach sechs Jahren das Ehrenamt wieder einführen, hatte Schweikart schon vor der Abstimmung erklärt.

Landratsamt hatte sich eingeschaltet

Der Abstimmung vorausgegangen war ein Bürgerbegehren, das der Gemeinderat von Aitrang zunächst abgelehnt hatte. Die Rechtsaufsicht des Landratsamtes stufte diese Entscheidung als rechtswidrig ein. Schließlich stimmte der Gemeinderat für den Bürgerentscheid.