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Bürger kündigen Widerstand gegen geplantes Pyrotechnik-Lager an | BR24

© dpa-Bildfunk/Sina Schuldt

Die Bürger und die Bürgermeisterin des Marktes Wald im Ostallgäu kämpfen gegen ein Pyrotechnik-Lager

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    Bürger kündigen Widerstand gegen geplantes Pyrotechnik-Lager an

    Die Firma Allgäu Feuerwerke möchte in der Gemeinde Wald, im Ostallgäu, ein Pyrotechnik-Lager bauen. Die Gemeinde möchte den Bau verhindern, sie sorgt sich unter anderem um das Trinkwasser. Außerdem hat sie Bedenken wegen der Sicherheit.

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    Bei der Gemeinderatssitzung zu dem geplanten Pyrotechnik-Lager in Wald im Ostallgäu haben Bürger am Montagabend, 9.11., Widerstand angekündigt. Nachdem bereits die Gemeinde in einer Stellungnahme das Lager einstimmig abgelehnt hat, wird es nun auch eine Stellungnahme der Bürger geben und auch eine Unterschriftensammlung sei im Gespräch, so Ulrich Rauch aus Wald.

    Bürgermeisterin: Feuerwehreinsatz beim Pyrotechnik-Lager wäre schwierig

    Einer der Gründe für die Bedenken sind nach Angaben der Bürgermeisterin, Johanna Purschke, unter anderem, dass ein Feuerwehreinsatz an der abgelegenen Stelle in einem Waldstück schwierig wäre: Es gibt dort ihr zufolge im direkten Umfeld kein Löschwasser, die Straße ist nur für 3,5 Tonnen zugelassen ist und sie wird im Winter auch nicht geräumt.

    Sind Umwelt und Trinkwasserqualität gefährdet

    Der Schwarzstorch und weitere Tierarten haben in dem Wäldchen wohl einen wichtigen Rückzugsraum. Noch größere Sorgen als die Explosionsgefahr und die Naturschutzbedenken macht Johanna Purschke allerdings die Trinkwasserqualität, denn die Schutzzone für die Quelle der Gemeinde ist nur 150 Meter vom geplanten Lager entfernt.

    "Allgäu Feuerwerke" will alle Vorschriften einhalten

    Helmut Goder von "Allgäu Feuerwerke" in Unterthingau entgegnet im Gespräch mit dem BR, dass der vorgeschriebene Abstand zum Wasserschutzgebiet eingehalten werde. Außerdem sollen ihm zufolge keine flüssigen oder gasförmigen Stoffe gelagert werden, sondern nur feste, die normalerweise nicht ins Erdreich eindringen. Er sagt, bei der Planung für das Pyrotechniklager werden alle Vorschriften eingehalten.

    So soll das Pyrotechnik-Lager abgesichert werden

    Es soll ein etwa 20 auf 8,5 Meter großes Stahl-Beton-Gebäude ohne Fenster werden und es soll mit einer vom Sprengstoffgesetz vorgeschriebenen Sicherheitstür verschlossen sein. Außerdem sollen eine Alarmanlage und eine Umzäunung für Sicherheit sorgen.

    Das Gewerbeaufsichtsamt bei der Regierung von Schwaben wird voraussichtlich in den kommenden Wochen über die Genehmigung für das geplante Lager entscheiden.

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